Ja mit dem 50iger Modell aus der Miracord-Serie erfinden die Kieler sicherlich das Entry-Level nicht neu, aber geben allen Einsteigern oder Wiederankömmlingen der Vinylwelt ein solides Modell an die Hand. Die Verarbeitung ist der Preisklasse angemessen, ein solides Gehäuse mit geringen Gewicht sowie der dünne Plattenteller sind jetzt nicht unbedingt die besten Voraussetzungen für einen völlig resonanzfreien Genuss. Aber dank der eingeklebten Matte und der recht schweren Gummimatte auf dem Teller, wird dieses gut kaschiert und hilft bei der Anfälligkeit. Beim Tonarm kommt nichts Bekanntes zum Einsatz, der wiederrum mit einem AT91 System aus dem Hause Audio Technica kombiniert wird. Diese Kombination arbeitet zuverlässig im Alltag, klingt für diese Preisklasse ausgesprochen gut und ist einfach in der Einrichtung. Warum man sich für das AT91 entschieden hat wird wohl einer „politischen“ Entscheidung innerhalb der Serie geschuldet sein, aber für kleines Geld kann der Nutzer das MM-System einem Update unterziehen und klanglich noch etwas rausholen aus dem Dreher. Schließlich spart man ja auch etwas Geld durch die integrierte Vorstufe, die ihren Job übrigens vorzüglich übernimmt und einen einfachen Zugang zur Plattenwelt darstellt.
Bei einem Blick über den Tellerrand müssen wir als Alternative den schon von uns getesteten Onkyo CP-1050 und den TEAC TN-300 noch mit aufgreifen. Der Onkyo, welcher auf einem Hanpin Gerüst steht, ist mittlerweile für unglaubliche 320,- Euro (Testzeitpunkt 499,- Euro) zu haben. Die Zarge und das restliche Konstrukt ist deutlich massiver gebaut, man bekommt eine höhere Wertigkeit der Materialen geboten, wenn auch die modernere Optik der ELAC für sich beanspruchen kann. Auch der Tonarm und das Direct-Drive-System sind dem ELAC überlegen, beim mitgelieferten Tonabnehmer nehmen sich dagegen beide Modelle nichts. Dafür fehlt dem Onkyo die Phono-Vorstufe, was den Miracord 50 dafür einsteigerfreundlicher macht. Der Teac ist bei aktuell knapp 300,- Euro angekommen, bringt auch eine Phonovorstufe mit, hat aber bei der Verarbeitung das Nachsehen. So ist der Plattenteller in seiner Materialstärke sehr dünn gehalten und die Zarge ein eher leichtes Konstrukt.
Welches Modell es dann abschließend wird, dass muss jeder für sich selbst entscheiden. Mit dem Elac Miracord 50 macht man jedenfalls als Einsteiger nichts falsch. Man bekommt eine solide Grundlage zum Einstieg in die Vinylwelt geboten und mit dem Preis von 500,- Euro können wir eine klare Kaufempfehlung aussprechen.
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ELAC Miracord 50 - Plattenspieler |
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| Pro | Contra | |||
| + solide Zarge / entkoppelte Füße + modernes Erscheinungsbild / Fortführung der Serie + gute Verarbeitung + integrierter Phonoverstärker + Tonabnehmersystem für den Einstieg brauchbar |
- Materialdicke des Plattentellers |
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Lesezeichen - weitere Plattenspieler Testberichte
▪ Test: ELAC Miracord 90 Anniversary
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