Die Bedienung der JBL Partybox 100 stellt auch Neulinge eigentlich nicht vor Probleme. Ist man noch nicht vertraut mit bspw. dem Einrichten einer Bluetooth-Verbindung, hilft einem die gute Anleitung auf jeden Fall weiter. Als alter Hase im Geschehen, finde ich mich natürlich auch ohne zurecht. Ein paar Kniffe kann mir die Anleitung dann aber doch noch verraten. So lässt sich der Beleuchtungs-Modus nicht nur durch die Taste verändern, drückt man die Taste länge kann das Blitzlicht deaktiviert werden. Epileptiker können also verschont werden. Auch die USB-Abspielfunktion hätte ich ohne Anleitung nicht geahnt, stellte sich aber ebenfalls als praktisch heraus. Einfach einen Stick vorbereitet, eingesteckt und danach nicht mehr darum kümmern. Das geht natürlich nur, wenn der Ersteller den Geschmack des Publikums kennt bzw. trifft. Ist man sich dabei unsicher, kann man ja immer noch per Bluetooth- oder Klinke-Verbindung aktiv ins Geschehen eingreifen. Eine Wahl der Quelle gibt es übrigens nicht, aber eine Hirarchie. USB geht vor Bluetooth, was gegenüber Klinke priorisiert wird. Als witzige Funktion hat sich das einmischen des Mikrofons herausgestellt. Hier kommt etwas DJ-Feeling auf, klinkt man sich in Titeln zwischendurch ein. Mit dem Echopegel bekommt das ganze dann Kirmes-Charakter. Die Partybox 100 kann also auch als Trainings-Gerät für künftige Fahrgeschäftsbetreiber missbraucht werden.
Wie bereits zu Anfang angemerkt, ist das Gerät nicht mehr wirklich als mobile Soundlösung zu bezeichnen, was man am folgenden Größenvergleich mit dem Soundcore Rave Mini und Urbanears Rålis recht schnell erkennen sollte. Der JBL bietet zwar zwei Tragegriffe, welche man übrigens tunlichst nutzen sollte, aber eben gepackt und mitgenommen ist er dann doch nicht. Was zudem etwas schade ist, ist, dass man keine Staub- und Wasserschutzklassen-Zertifizierung vorgenommen hat. Durch den integrierten Akku bietet er sich nämlich schon für Outdoor-Veranstaltungen an. Apropos Akku. Dessen Laufzeit konnte schwer verifiziert werden. Denn eine artgerechte Lautstärke war einfach schon zu laut um ihn nebenbei dudeln zu lassen. Die 12h konnte ich aber eher nicht erreichen. Diese konnte der Hersteller auch nur mit deaktiviertem Licht und bei Lautstärke Stufe sieben erreichen. Im entsprechendem Szenario mit Party-Lautstärke und Licht sollte man eindeutig mit weniger rechnen bzw. ggf. den Standort der nächsten Steckdose kennen. An dieser verweilt die Box ~6,5h bis wieder alle Status-LEDs des Akkus aufleuchten. Akku-Lauf und -Ladezeit gehen für mich in Ordnung.
Beim Thema Klang kann man eigentlich schon an der Bluetooth-Schnittstelle sowie der maximalen Sampling Rate ablesen, dass die Partybox 100 nicht für eine Veranstaltung mit Piano-Musik und Canapés gedacht ist, sondern die Bezeichnung "Party" schon ernst nimmt. Statt filigran heißt es auch hier JBL Signature Sound. Dieser zeichnet sich auch bei anderen Geräten des Herstellers besonders durch einen betonten Tiefgang aus. Diesen kann man in der ersten Stufe des Bass Boost aber auch komplett unterdrücken. Das wollte mir aber mit keiner Musikrichtung zusagen, also auf Stufe 1 geschaltet. Nun stellte sich das JBL-Erlebnis wieder ein. Also schnell den Titel entsprechend wechseln. Den Anfang macht The Box von Roddy Ricch. Erster Gedanke: Bitterböserbass. Der zweite: Das B in JBL muss einfach für den unteren Frequenzbereich stehen. Beides wird noch einmal bekräftigt, schaltet man den Boost in die zweite Stufe. Aber das ist dann einfach zu viel. Man kann schon von übersteuern sprechen. Die Stimme des Comptoners wird dann fast komplett geschluckt, das muss nicht sein. Also wieder schnell durchgewählt zur Stufe 1. Hier wummert der Beat schön kräftig und die Stimmen des Künstlers kommen gut zur Geltung. Schnell bewegt die Partybox 100 einen dazu, dass man mitnickt.
Mal gucken was noch rauszuholen ist, also zu GUD VIBRATIONS von NGHTMRE und SLANDER gewechselt. Die elektronischen Sounds verlieren durch den kräftigen Auftritt nicht an Präsenz, aber man merkt schon, dass der JBL etwas Mühe damit hat, wenn es schneller zu Werke geht. Dem Partyfeeling tut dies aber kein Abbruch. Insgesamt lässt könnte man sagen, dass die Partybox 100 eine gesteigerte Variante des Soundcore Rave Mini ist, und das quasi in allen Belangen. Nimmt man den Urbanears Rålis in den Vergleich auf, so vermag dieser auch Druckgewaltig abzuliefern, klingt dabei aber irgendwie besser aufgelöst, bleibt aber auch bei der Lautstärke etwas zurück. Aber mal ehrlich, was anderes kann man alleine aufgrund der Größenunterschiede nicht erwarten. Was etwas schade ist der Umstand, dass es keine App für die Partybox gibt. Wie bspw. beim Live 650BTNC wäre eine Equalizer-Funktion für den ein oder anderen Interessant. So muss man zum EQ des Abspielgerätes greifen.
Die Beleuchtung kann, wie auch beim Rave Mini, auch hier wieder eher als Bonus verstanden werden. Unbedingt nötig ist sie nicht, kann aber ja auch einfach deaktiviert werden. So richtig konnte ich aber auch nicht nachvollziehen woran sich der audiovisuelle Effekt richtet. Irgendwie wirkt er etwas offbeat. Was mich im Betrieb dann aber etwas gestört hat, ist, dass sich der Lautsprecher nach 20min abschaltet, unternimmt man in dieser Zeit keine Änderungen vor. Das kann natürlich durchaus vorkommen, lässt man bspw. einfach eine Playlist von einem USB-Stick abspielen.
Zugegeben, das Thema ist nicht neu. Bereits im Frühjahr 2025 (wir berichteten) keimten Spekulationen auf, dass im fernen Japan der Verkauf der TV-Sparte im Raum stünde. Im Rahmen der IFA...
Mit einer neuen App für GeForce NOW auf Amazon Fire TV erweitert NVIDIA die Reichweite seines Cloud-Gaming-Angebots deutlich. Zum sechsjährigen Bestehen des Dienstes rückt damit verstärkt das...
Der Panasonic Z80B zählt zur Modellreihe, die Mitte des Jahres 2025 vorgestellt wurde und als heißer Anwärter auf den Preiskampf im TV-Segment gilt. Den Z80B gibt es in drei Größen: 48, 55...
Sony bringt zwei neue Plattenspieler auf den Markt, die perfekt auch mit bestehenden Produkten agieren können. Der Sony PS-LX3BT und PS-LX5BT – dabei handelt es sich um zwei Vollautomaten, welche direkt...
Die Nubert nuVero nova 5 ist jetzt ebenfalls erhältlich. Der kleinste Lautsprecher aus dieser Lautsprecher-Serie kann entweder als kleines, kompaktes Modell verwendet werden, oder findet...
Das Lautsprecher-Angebot des Kieler Unternehmens ELAC ist mittlerweile sehr breit gefächert. Von maximalem Luxus, bis hin zum Allround-Aktiv-Lautsprecher fürs Wohnzimmer finden sich...
Das Angebot im Bereich des Streaming-TVs ist aktuell größer denn je – mehr als dem Einzelnen vermutlich lieb ist. Umso größer ist auch der Unmut, weil man nicht mehr den Überblick hat, was auf...
Die PIEGA Ace 30 stellen die kleinsten Lautsprecher aus der Schweizer Lautsprecher-Manufaktur dar. Sind sie deswegen weniger gut? Auf gar keinen Fall! Wir haben uns die edlen Beschaller genauer...
Der Panasonic Z95B OLED-TV – die vermeintlich beste TV-Modellreihe aus 2025, herstellerübergreifend, versteht sich! Diesen Ruf genießt dieser TV aktuell. Aber ist das Gerät auch 2026 noch eine...
Sharp im TV-Bereich hat eine sehr lange Geschichte, in den letzten Jahren war es eher ruhig. Mittlerweile kommt die Marke, nach einigen Umstrukturierungen, wieder im Markt an und hat...