Wie es sich für einen anständigen Musik-Server schickt, unterstützt der TX-L20D alle erdenklichen Streaming-Dienste, welche nebenbei erwähnt, mit eigener Schnittstelle in der GUI daherkommen. Neben dieser Möglichkeit wird auch eine Fülle an hochauflösenden Wiedergabeformaten unterstützt, zwar nicht alle, aber die große Masse wofür sich wohl auch die meisten Anwender interessierten dürften. Darunter fallen u.a. MP3, WMA, WAV, AIFF, FLAC, LPCM, AAC, Apple Lossless und DSD-Files mit 2,8 MHz sowie 5,6 MHz Abtastfrequenz. Auch bietet der Receiver eine Unterstützung für DLNA 1.5 und kann somit problemlos, im heimischen Netzwerk, vorliegende Musikdateien streamen. Das verbaute WiFi-Modul unterstützt die a/b/g/n Standards und die kabelgebundene Variante ist ein 10/100Mbit Anschluss. Bluetooth liegt in der 4.1 Version vor und ist kompatibel mit den A2DP, und AVRCP Profilen. Die Unterstützung für aptX fehlt auch hier wie schon beim Onkyo TX-8150.
Ein umfangreicher Komponentenaufbau war jetzt beim TX-L20D nicht zu erwarten. Dafür kann er mit einer soliden und gut umgesetzten Verarbeitung im Innenraum punkten. Alle Kabel sind sauber verlegt, das subjektive Empfinden, dass hier alle Bauteile gut integriert wurden, stellt sich schnell ein. Als Ausgangsnennleistung stellt der Onkyo Receiver 85 Watt bei 4 Ohm auf beiden Kanälen zur Verfügung. Ganz sicher keine Spitzenwerte oder neue Leistungsreferenzen, aber das will das Gerät auch gar nicht überbringen oder anstreben. Eine sinnvolle Alternative hinsichtlich der Leistung stellt zum Beispiel der ebenfalls von uns getestete Onkyo TX-8150 dar.
Digitaler Sound-Prozessor: Cirrus Logic CS49844-CQZ
Als einer der zentralen Komponenten wäre wohl der Cirrus Logic Sound-Prozessor zu nennen, der auch in anderen Modellen zum Einsatz kommt. Nicht in exakt gleicher Ausführung, dass lässt sich an dieser Stelle nicht pauschalisieren, aber Onkyo setzt auf dieses Bauteil. Warum oder weshalb? Diese Sound-Prozessoren sind für die Verarbeitung der Fülle an Tonspuren verantwortlich, die als Möglichkeiten eingespeist werden können. In der vergangenen Monaten gab es auch viel Wind um die anstehenden Firmware-Updates für die Chips, so dass nun auch DTS:X decodiert und als Ton ausgegeben werden kann. Inzwischen wurde dieses Update für alle 2016er Onkyo-Modelle ausgerollt.
Der Stromverbrauch bei normalem Betrieb soll 55 Watt betragen. Der Hersteller gibt auch noch weitere Szenarien an. Im Praxisteil haben wir die exakten Werte dokumentiert. Auf der nächsten Seite geht es weiter mit der Steuerung per Onkyo-Remote-App.
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