Vorweg eine kurze Erläuterung zur unserem Praxistest. Wir verzichten absichtlich auf eine ausführliche klangliche Analyse, wie man es von unseren Lautsprechertests gewohnt ist. Wir haben in der Vergangenheit feststellen dürfen bzw. müssen, dass es den „Verstärkerklang“ nicht gibt. Oder es so minimale Unterschiede sind, dass sie eher als subjektives Hören abgestempelt werden können. Für den Klang sind für uns immer die angeschlossenen Lautsprecher zuständig und nicht das signalverarbeitende Gerät dahinter. Solange man im Direct-Modus hört, keine Equalizer oder ähnliches einsetzt und ihn nicht im Grenzbereich betreibt, sollte ein Verstärker auch nichts dazu interpretieren. Wir möchten hier unsere Erfahrung mit dem Gerät wiedergeben und eventuelle Vergleiche anstellen.
Da der WXA-50 Vollverstärker mit DLNA umzugehen weiß, entschieden wir uns Hi-Res- Material von der NAS zu streamen. Generell haben wir zu diesem Thema bereits einen sehr lesenswerten Artikel erstellt: NAS-Systeme im Heimkino. Der Verstärker stand im ganzen Test auf dem Direct-Mode um eine eigene Interpretation des Quellmaterials zu vermeiden. Für die Tonwiedergabe kamen die Dali Spektor 2 zum Einsatz, die wir in einem späteren Artikel euch noch genauer vorstellen werden. Um den Verstärker dann auch ein wenig zu fordern, hatten wir die schon von uns vorgestellten Pylon Audio Diamond 28 zusätzlich mit dem Yamaha Verstärker verbunden.
Bei der Wiedergabe marschiert der Yamaha Verstärker mächtig voran, was man aufgrund der Größe nicht unbedingt so erwartet. Der Kleine schafft es kraftvoll und sehr dynamisch aufzuspielen, er füllt unseren 30m² großen Raum ohne Mühe mit einer ausgewogenen Tonalität, ohne dabei jemals seine Souveränität zu verlieren. Die Kombination aus Regallautsprecher und kompakten Verstärker bietet sich hier sehr an, da der Verstärker sich mit den angeschlossenen Dali Spektor 2 sehr wohl fühlt und mit diesen auch sehr gut performt.
Aber auch mit den wesentlich großen Standlautsprechern Pylon Audio Diamond 28 kam der WXA-50 gut zurecht und machte nicht den Anschein, dass man ihn damit überfordern würden. Bei erhöhter Zimmerlautstärke war der Vollverstärker jederzeit „Herr der Lage“ und lieferte dem Hörer ein druckvolles und klares Klangbild. Es wurde ein sehr angereichertes Bühnenbild aufgebaut und alle gehörten Töne sehr differenziert wiedergegeben.

Größenvergleich mit unserer Referenzserie Onkyo P-3000R & M-5000R
Große Pegelorgien sollte man aber vermeiden, denn das quittiert der „Kleine“ mit einer ungenauen und verzerrten Basswiedergabe. Wir müssen aber nicht erwähnen, dass hier auch nicht die Kernkompetenz des WXA-50 liegt. Für uns war es jedenfalls erstaunlich, welche Pegelreserven der Verstärker bereithält, möchte man ihn nur nach seiner Größe beurteilen.
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