Die Marke Vestlyd hat sich zur Aufgabe gemacht, schicke, aber eher doch klassisch anmutende HiFi-Produkte auf den Markt zu bringen, die auch einen gewissen Retro-Touch versprühen, ohne dabei auf aktuelle Technik zu verzichten. Mit den Vestlyd V12C haben wir uns ein Lautsprecher-Paar mit Koaxial-Technik vorgenommen, die gebaut wurden, um laut zu sein. Können sie auch „fein“? Im Artikel klären wir dies auf.
Die grundlegende Konzipierung der Lautsprecher haben wir in der Vergangenheit schon des Öfteren gesehen, beispielsweise mit dem JBL L100 oder den Heco Direkt Einklang. Der Hersteller selbst macht daraus aber auch keinen Hehl und nennt noch einige weitere Beispiele in der eigenen Vorstellung wie zum Beispiel Monitore aus dem Hause Tannoy oder Cerwin-Vega.
Im Vergleich zu gängigen „Power-Lautsprechern“ soll sich die Vestlyd-Lautsprecher viel straffer, musikalischer und detailreicher verhalten. Ergo agieren diese „verzeihender und unterhaltsamer“ als reine Studiomonitore, ohne dabei Details zu verlieren, so jedenfalls der Hersteller in seiner Argumentation. Hier soll also ein unterhaltsames Crossover aus beiden Welten geschaffen werden, weshalb Vestlyd seine neuen Lautsprecher auch als "Powermonitor" bezeichnet, die mit einem spannenden und stylischen Design auftreten.
Wer sich nun fragt, wo das Unternehmen mit einmal herkommt, der muss nicht lange suchen. Vestlyd entspringt dem Firmenkonstrukt der Nordic HIFI A/S, zu der auch HiFi-Klubben und Argon Audio gehören (…) und über Umwege auch mit DALI verwandt ist. Ergo kann man hier auf eine große Logistik und vor allem Expertise zurückgreifen. Durch das angewandte Direktvertriebsmodell erscheinen die angebotenen Produkte zudem auch ein sehr gutes PL-Verhältnis zu bieten.
Optional erhältlich sind zudem auch die beiden Standfüße, für 199 Euro das Paar. Gefertigt sind diese aus massivem Stahlblech, sodass die 24 Kilogramm schweren Lautsprecher auch einen sicheren und zudem auch leicht angewinkelten Stand haben. Ohne diese kann man die Lautsprecher natürlich auch betreiben, dass sieht aber nicht annähernd so gut aus, wie mit den Füßen. Das Paar Lautsprecher selbst kostet 1398 Euro als Paar und ist in der abgebildeten, schwarzen Ausführung, sowie auch in einem Eichefurnier erhältlich.
| Lautsprecher im Überblick | |
| Bezeichnung | Vestlyd V12C |
| Preis | 1398,- EUR (Paarpreis) |
| Hersteller-Homepage | https://vestlyd.com |
| Maße | 75 x 52 x 49 cm (B x H x T) |
| Gewicht | 24 Kg pro Lautsprecher |
| weitere Daten | |
| Frequenzband | untere Grenzfrequenz: 39 Hz obere Grenzfrequenz : 22.000 Hz |
| Übergangsfrequenz | 1.200 Hz |
| Aufbau | 2-Wege-Prinzip / Bassreflex |
| Sonstiges | - |
Die Aufmachung der Lautsprecher kann durchaus als extrovertiert bezeichnet werden und auch wir auch bei den neu vorgestellten Produkten (wir berichteten) auf der High End 2025 gesehen haben. Die Frontbespannung kann im Übrigen auch abgenommen werden – so geben die Schallwandler einen noch technischeren Blick frei.
Aber schauen wir mal auf ein paar technische Details der V12C und mit 62 Zentimetern in der Höhe recht moderat ausfallen, aber auf Grund der Breite von rund 40 Zentimetern doch schon wieder recht wuchtig wirken. Die größeren V15C-Geschwisterlautsprecher messen im Übrigen 75 Zentimeter in der Höhe sowie 47 Zentimeter in der Breite.
Kunstleder-Bezug mit Perforierung
Beim Tieftöner der V12C wurde ein spezielles Motorsystem entworfen, das eine hohe Ausgangsleistung bei geringstmöglicher Verzerrung bereitstellen soll. Dabei sollen die Aluminiumringe im Inneren des Motors ein einzigartiges Merkmal sein. Diese kompensieren die Nichtlinearitäten im mittleren Frequenzbereich, die durch das Magnetsystem entstehen, während sie gleichzeitig dem Abfall der magnetischen Energie gegensteuern.
Das Grundkonzept basiert auf einen Koaxial-Aufbau mit einer 305 mm messenden Membran, jene ist zugleich aus Papier gefertigt. Sehr gut zu erkennen ist die zentrale Position der Hochtoneinheit (inkl. Waveguide vorgesetzt), die man aus Titan gefertigt haben möchte. Vestlyd spricht von einem „Kompressionstreiber“, bei der die Membranbewegung auf eine Kammer einwirkt, deren Durchmesser kleiner als die Membranfläche selbst ist. Dadurch sollen die Luftströmungsgeschwindigkeit und der Wirkungsgrad erhöht werden.
Unter der Haube befinden sich stabile Versteifungen die das Gehäuse vor Resonanzen oder anderen klanglichen Verfärbungen bewahren soll. Die Frontplatte misst dabei ganze drei Zentimeter und untermauert den massiven Aufbau. Die Bassreflexöffnung ist ebenfalls nach vorn gerichtet. Technisch betrachtet unterscheiden sich die beiden Modelle (V12C – V15C) lediglich in der Größe des Tieftöners (12 oder 15 Zoll) und dem mit einhergehendem Frequenzband. Wer möchte, der kann auch extra Standfüße für die Lautsprecher ordern, die Lautsprecher stehen aber auch ohne und benötigen diese nicht zwingend.
Den Frequenzbereich gibt man mit stattlichen 39 – 22.000 Hertz an, wobei die Trennfrequenz für auf 1100 Hz spezifiziert wurde. Die gesuchte Bassreflex-Öffnung befindet sich im elegant aufgemachten Sockelbereich, sowie auch einmal rückseitig abstrahlend.
Auf der nächsten Seite geht es dann weiter mit dem Klangcheck.
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