Lautsprecher

Test: Vestlyd V12C - Koaxial-Lautsprecher

 

Praxis und Klangcheck

Die Lautsprecher lassen sich natürlich auch ohne optionale Füße (199€) betreiben, sehen dann vermutlich aber nur halb so gut aus. Des Weiteren haben diese den positiven Nebeneffekt, dass die Lautsprecher ein wenig angewinkelt werden und so das Abstrahlverhalten positiv beeinflussen, also leicht nach oben hin und dementsprechend die Bühne aufweiten. So jedenfalls war es mein Erachten in der Praxis. Ganz marginal eingewinkelt hin zum Hören steht den Vestlyd auch gut zu Gesicht.

Wie lassen sich die Kraftpakete jetzt nun einordnen? Auch wenn bei vielen neuen Lautsprechern das nicht mehr wirklich erforderlich ist, sollte man seine Klangbeurteilung erst nach ein paar Stunden an Spielzeit starten, da die V12C wirklich noch ein wenig Einspielzeit benötigen. Bei der technischen Grundausrichtung muss gesagt sein, dass ab 1200 Hertz dann der Hochtöner bis hinauf nach 22.000 Hertz übernimmt. Eine maximale Leistung gibt der Hersteller zwar nicht, dafür aber die Empfindlichkeit mit 93 dB.

Vestlyd V12 C 07

Die Paradedisziplin sind zweifelsfrei Power-Tracks mit entsprechend angelegtem Pegel. Die Art und Weise, wie diese von den Lautsprechern interpretiert werden, ist ausgesprochen gut und präzise. Gerade der Tiefton wird überaus genau und verzerrungsfrei eingespielt, sehr punchig und punktgenau – das über etliche Genres hinweg.

Aber auch geringere Pegel können sehr gut und harmonisch klingen, was nicht zuletzt auch an der tollen und breiten Bühnenstaffelung liegt, die keinesfalls im unteren Raumbereich klebt, sondern sich sehr gut nach oben von der Schallwand löst. Nicht zuletzt auch mit großer Sicherheit dank der untergestellten Füße, welche die Lautsprecher nicht nur optisch abkoppeln, sondern auch akustisch aufweiten.

Ein schönes Beispiel in der Detailaufzählung ist abermals Mighty Mo Rodgers mit The Boy Who Stole the Blues. Die im Track vorkommenden Drums passen wie die Faust aufs Auge, als wäre dieser Track für die Lautsprecher gemacht. In der aktuellen Technologiezeit gibt es meiner Auffassung nach keine wirklich schlechten Produkte mehr, allerdings klingt nicht jeder Song gleich gut, das muss man ehrlicherweise sagen. Die absolute „Feingeistigkeit“ sollte man den Vestlyds jetzt nicht abverlangen. Jetzt das ABER: Wer einen Power-Speaker sucht, der für viele Genres prädestiniert ist, dann definitiv die V12C. Gemeint sind hier ganz klar Rock-Legenden mit ihren Trash-Metal-Darbietungen (Metallica), System of a Down und Co. Oftmals neigen HiFi-Lautsprecher dazu, eben genau solche Tracks fürchterlich darzustellen, Vestlyd hat es geschafft, hier die perfekte Abmischung hinzulegen. Aber auch „volumig“ klingende Songs eines Schlages von Chris Stapleton oder The Weeknd sind hervorragend und schon fast auf dem Niveau einer PA-Anlage einzuordnen. Wer übrigens Avatar 2 – The Way of Water gesehen hat, wird den Titelsong sicher kennen. Die akustische Power, die hier vorhanden ist, diesen Song wiederzugeben, lässt mich direkt noch einmal in Pandora eintauchen. 

 


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