Lautsprecher

Test: KEF LS50 Wireless Aktiv-Lautsprecher

 

Detailansicht KEF LS50 Wireless

Optisch sind die LS50 Wireless erstmal nicht von ihren passiven Zwillingen zu unterscheiden, okay nur von vorne betrachtet. Nach hinten mussten die Lautsprecher etwas wachsen, da hier noch die Endstufen untergebracht werden mussten inklusive des recht massiven Kühlkörpers. Die Wireless Variante der LS50 verfügen über die gleiche geschwungene Schallwand wo in der elliptisch geformten Schallöffnung mittig der schon erwähnte Uni-Q Treiber sitzt. Dieser koaxiale Treiber setzt sich aus einem 25mm Hochtöner und 130mm Tiefmitteltöner zusammen. Beim Material der Hochtöner setzt man auf Aluminium und beim Tiefmitteltöner auf eine Magnesium / Aluminium-Legierung. Das Herzstück der KEF LS50 Wireless arbeitet wie folgt. Die mittigen 1-Zoll-Aluminiumkalotte ist für die Höhenwiedergabe zuständig, der ein auffälliges Dispersionsgitter mit „Flügeln“ vorgesetzt ist. Bei der Wiedergabe des mittleren und tiefen Frequenzbereichs kommt eine äußere und größere kupferfarbene 130-mm-Membran zum Einsatz. Der unbewegliche Teil zwischen der Hochtonkalotte und der eigentlichen Membranfläche des Tiefmitteltöners dient als Waveguide für den Hochtöner, wie auch die kleinen Nasen auf der Sicke deutlich machen.

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Die hier vorgestellt Farbvariante schimpft sich Weiß / Kupfer aber KEF bietet noch einige andere Kombinationsmöglichkeiten an. Farblich stehen noch die Varianten Hochglanz-Schwarz / Blau und Titangrau / Rot zur Auswahl. Wer es etwas außergewöhnlich mag und dem „Einheitsbrei“ nichts abgewinnen kann, kann sich die LS50 Wireless „Nocturne“ mal näher anschauen. Mit ihrem sehr technischen Erscheinungsbild, entworfen vom renommierten Designstudio Marcel Wanders, wirken sie wie von der „Dunklen Seite des Klangs“ ;). Unser Modell ist da deutlich schlichter gestaltet, kann aber durch die Formgebung und  untergebrachten Detaillösungen nicht wirklich mit „langweilig“ beschrieben werden.  Die Doppelmembrankonstruktion ist optisch sehr auffallend und der Mix aus schlichtem Weiß sowie kupferfarbene Treiber stehen der LS50 wunderbar. Im Gegensatz zu den von uns kürzlich vorgestellten aktiven Nubert nuPro A-700 oder A-100, besteht die LS50 Wireless aus einem Master- und Slave-Lautsprecher. Der Master, oder nennen wir sie Steuerungszentrale dieses Gespanns ist auch schnell identifiziert. Besitzt er doch zusätzlich neben dem Infrarotempfänger einen kleinen Punkt unter dem Uni-Q-Treiber und ein sehr sauber eingefasstes Touch-Bedienungsfeld im Top des Aktiv-Lautsprechers.

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Bei der Betrachtung der Verarbeitungsqualität kann auch gern ein Song von Jupiter Jones herbeigezogen werden: „Denn sie wissen, was Sie tun. Das könnte auch der Slogan von KEF sein, betrachtet man deren Qualität und Erfahrung im Lautsprecherbau. Die Schallwand ist mit einer matten sowie leicht angerauten Oberfläche überzogen und das Gehäuse ist hochglänzend lackiert. Diese Variation von matten und glänzenden Oberflächen steht dem Lautsprecher ausgesprochen gut und hinterlässt ein wertiges Gefühl. Die Hochglanz-Lackierung ist mit einer gewissen Tiefe ausgestattet als auch mit Klarlack geschützt, so dass die Oberfläche bei etwaigen kleineren Stößen nicht übermäßig empfindlich reagiert. Der Übergang von Schallwand zum Gehäuse verläuft von den Spaltmaßen sehr gleichmäßig und weißt eine hohe Passgenauigkeit auf. Wie schon bei der passiven Variante, ist der UNI-Q Treiber ohne sichtbare Schrauben in der Schallwand eingelassen, welches das wertige Erscheinungsbild unterstreicht. Die Steuerungselemente Power-Button, Quellenwahl, Bluetooth-Direktzugriff und Lautstärkeregler sitzen im schön erwähnten Top-Display an in der Oberseite des Lautsprechers und werden durch die berührungsempfindliche Oberfläche bedient.

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Auf der Rückseite ist ein massiver Kühlkörper für das Temperaturmanagement zu finden. Dieser soll die 200 Watt starke Class-D-Endstufe für den Tiefmitteltonbereich und die 30-Watt-Class-AB-Endstufe für den Hochtonbereich ausreichend kühlen. Bei den Anschlussmöglichkeiten zeigt sich die LS50 Wireless sehr flexibel. Neben dem AUX-Hochpegel-Eingang stehen auch zwei digitale Verbindung zur Verfügung. Hier kann der Nutzer auf einen optischen TOSLINK (max. 96 kHz) oder einen USB Typ B (max. 192 kHz/24-Bit) zurückgreifen. Obwohl Wireless im Produktnamen steht, geht es ganz ohne Kabel aber dann doch nicht. Schließlich möchte jede Endstufe mit Strom versorgt werden und die Kommunikation zwischen den beiden Lautsprechern wird durch ein Cat-6 Verbindungskabel bzw. RJ45-Ports realisiert. Aber mehr Kabel sind dann auch nicht nötig, reichen einem die verbauten drahtlosen Schnittstellen. Der Nutzer hat bei den LS50 Wireless die Wahl zwischen Bluetooth 4.0 mit aptX Unterstützung oder WLAN mit 2,4 und 5 GHz Dual-Band. Beide drahtlosen Varianten bieten genügend Bandbreite um dem audiophilen Genuss gerecht zu werden - kabellos sind Abtastraten von bis zu 192 kHz möglich. 

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Neben dem ovalen Bassreflexrohr ist noch die Anzeige für den integrierten EQ zu finden. Hier kann der Lautsprecher aktiv auf verschiedene Aufstellungen im Raum reagieren, aber dazu im Praxistest dann mehr. Um die Lautsprecher bedienen zu können, liegen den LS50 eine gleichfarbige, von der Form angelehnte ovale Fernbedienung bei, die neben der Lautstärke auch den gewünschten Eingang steuern kann. Optisch wie auch von der Ausstattung ist die KEF LS50 Wireless schon mal ein „Brett“. Eine erstklassige Verarbeitung meets Funktionalität wäre unser erstes Fazit. Wenn da nicht noch die Bedienbarkeit und klanglichen Eigenschaften wären - diese schauen wir uns auf der nächsten Seite einmal genauer an.


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