Wir testen den JBL Xtreme 3 in seiner „natürlichen Umgebung“ also im Freien um den Klang realistisch zu beurteilen. Natürlich verbunden via Bluetooth über Tidal mit höchster Qualität. Aufgebaut haben wir den Lautsprecher auf einem kleinen Beistelltisch, um ihn in etwa auf Ohrhöhe zu testen. Nachfolgend einige Beispielsongs und unsere Einschätzung dazu:
A Dustland Fairytale - The Killers
Das Indie Popstück hat nicht den Anspruch, das Audiophilste der Musikgeschichte zu sein, hat aber einen starken Drive dank E-Gitarrenriffs und arbeitet mit viel Hall. Das liegt dem JBL Xtreme 3 auf jeden Fall im Blut und er bietet hier eine authentische Wiedergabe. Der Hall auf der Aufnahme hilft dem Bluetoothlautsprecher, deutlich größer zu wirken, als er ist.
Muse - Uprise
Die britische Elektropop Kombo Muse arbeitet mit treibenden Bässen und jeder Menge Synthieklängen. Auch das Teststück meistert der Lautsprecher souverän - auch auf hohen Lautstärken - ohne weiteres. Gerade die Stimme des Sängers tritt in den Vordergrund mit viel Volumen. Dabei sind die Instrumente immer deutlich separiert herauszuarbeiten. Von Klangbrei keine Spur.
Daft Punk - Solar Sailor (Tron:Legacy - Score)
Der Soundtrack ist typisch Daft Punk: elektronisch und mit weiten Klangeffekten ausgelegt, die auch tief in den Basskeller hinabreichen. Hier bringt der JBL Xtreme 3 ein sehr angenehmes Fundament mit, das zeigt, dass er wirklich bis auf ca. 50 Hz herunterkommt. Angesichts der Größe durchaus beachtlich.
Ludwig Göransson - Freeport (Tenet)
Noch einmal tiefer reicht der Soundtrack von Tenet. Der Ausschlag der Passivmembranen ist mehr als deutlich sichtbar und langsam haben wir erste Sorgen was den Beistelltisch angeht, da dieser entsprechend zum Schwingen gebracht wird. Wir steigen also kurzfristig auf den Boden um. Hier können wir dann den Pegel weiter erhöhen, sodass sich das erste mal der Limiter meldet. Trotzdem bleibt der JBL Xtreme 3 ohne Verzerrung und sehr präzise bei der Wiedergabe. Damit sollte jede Party ohne Probleme stattfinden können. Allerdings schauen die Leute im Park recht seltsam (aufgrund der Stückwahl) und wir gehen zum nächsten über.
Kaleida - Think
Das Stück haben wir im Test integriert, da es starke Stereoeffekte über das gesamte Frequenzband bietet. Tatsächlich ist bis zu zwei Meter Abstand sogar eine Bühne mit starken Links-/Rechts-Effekten wahrnehmbar. Das macht den Lautsprecher - auch ohne weiteres Modell via Partyboost verknüpft - zu einer guten Wahl.
Allan Taylor - The Traveller
Kommen wir zu audiophileren Stücken. Die Stimme von Allan Taylor sollte den meisten Hörern bekannt sein. The Traveller ist ein weiträumiges Stück mit großer Bühne und intensiver Instrumentenwiedergabe. Der JBL Xtreme 3 liefert auch hier sehr vernünftig ab. Natürlich nicht auf High End Niveau, aber auf einem sehr vernünftigen HiFi-Niveau, ohne Abstriche bei den Details.
Pink Floyd - Money (2011 Remastered Version)
Ein Klassiker, der nach wie vor Up-to-date ist. Besonders die Tiefenstaffelung ist bei diesem Stück herausragend. Das kann der JBL Xtreme 3 bauartbedingt nicht in vollem Umfang wiedergeben, dennoch macht das zuhören Spaß. Aber das Niveau einer dedizierten HiFi-Anlage wird natürlich nicht erreicht.
Weezer - Grapes of Wrath
Kommen wir wieder in poppigere Gefilde, in denen sich der Lautsprecher wohler fühlt. Wie zu erwarten überzeugt er in voller Breite und wirkt wie eine deutlich größere Anlage, was vor allem am enormen Tiefgang und dem Volumen in der Stimme liegt. Die E-Gitarren und Geigen werden sehr detailliert voneinander und auch von der Stimme abgrenzt.
Vivaldi: The Four Seasons, Summer
Im Bereich Klassik nehmen wir gern den Sommer von Vivaldi, da er bei der Instrumentenwiedergabe anspruchsvoll im Hochtonbereich ist. Auch wenn das vermutlich nicht die primäre Aufgabe des JBL Lautsprechers sein wird, meistert er diese Aufgabe auf gutem Niveau. Natürlich fehlt ihm im letzten Hochtonbereich die Durchhörbarkeit und entspannte Wiedergabe. Das ist aber auch mehr als man zu diesem Preispunkt erwarten kann. So schlägt er sich überdurchschnittlich, ist aber auf Dauer ein wenig anstrengend.
Wer mehrere JBL-Lautsprecher hat oder sich mit Bekannten trifft, die ebenfalls einen Lautsprecher mitbringen, kann den Partyboost aktivieren, mit dem sich mehrere Modelle koppeln lassen. Bei zwei Modellen wird automatisch eine Stereo-Konfiguration eingestellt. Die App JBL Portable ermöglicht Firmware-Updates, Einstellungen des Equalizers und den Partyboost-Kopplungsmodus zu starten. Nicht wirklich zwingend nötig für den Alltag, aber durchaus eine mögliche Erweiterung zur Steuerung von den Höhen- und Tiefenbereichen in der Klangeinstellung ist die App. Hier werden noch einige Einstellungsmöglichkeiten wie zum Beispiel ein Equalizer angeboten oder aber kann auch die neueste Firmware auf dem Lautsprecher aufspielen.

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