Teufel spricht im Übrigen selbst davon, dass die 5.1-Grundausführung, also ohne Rear-Lautsprecher, einen Raum von bis zu 35 m² befüllen können soll. Für die Einrichtung ist nicht mehr notwendig als entsprechende Anschlusskabel, mitunter nervige Apps werden nicht genutzt. Man kann also direkt starten. In diesem Fall haben wir vom Panasonic Z80B OLED (zum Testartikel) gebrauch gemacht. Dieser ist mit dem FireOS-Betriebssystem ausgestattet. Je nach TV sollte man im Übrigen auch darauf achten, dass hier die Audio-Signale durchgeschliffen und die Decodierung von der Soundbar vorgenommen wird.
Was zeichnet die Cinebar 22 jetzt also aus? Wie schon eine Seite zuvor betrachtet, sorgt die sehr gute Chassis-Bestückung dafür, dass Audio-Inhalte für eine Soundbar, unglaublich groß und sauber in der Darbietung klingen. Der Bühnenaufbau vor dem Hörer ist vergleichsweise groß und löst sich sehr gut von der Schallquelle. Im Grundsetting gibt der Klangriegel diese auch praktisch unverfälscht weiter, ohne selbst eine Eigeninterpretation hinzuzumischen. Mit dem Teufel spezifischen „Dynamore“-Setting bekommt man noch ein DSP-Preset mit an die Hand, welches die geschilderten Eindrücke nochmals vergrößert. Speziell in dialoglastigen Filmen wird hier eine vorzügliche Darbietung geboten. Im Menü befinden sich auch noch einige Profile für entsprechende Hörszenarien, u.a. ein Nachtmodus. Dieser senkt einige Pegelbereiche herab (…)
Ist der eigene Raum dafür vorgesehen, werden auch seitliche Reflektionen wahrgenommen. Ist dieser zu groß, gehen diese leider „verloren“. Aufgrund der nicht vorhandenen Höhenkanäle, findet dieser Bereich in der eigenen Wahrnehmung leider nicht statt. Auch rückwärtig bekommt man ohne dedizierte Kanäle keine wirkliche Akustik. Hier sorgen dann die beiden, optional erhältlichen Teufel EFFEKT 2 Lautsprecher, für Abhilfe.
Die Einrichtung ist kinderleicht - Menü das Pairing auswählen - Knopf drücken - fertig
Nicht nur wenn man die beiden Rear-Lautsprecher mit im Verbund hat, sondern auch im Einzelbetrieb profitieren Filme und Serien enorm von der Atmos-Kompatibilität. Hier bekommt man als Anwender ein deutliches Plus an klanglicher Atmosphäre geboten. Mit aktiviertem Dolby Upmixer bekommt der Klang aber dennoch eine gewisse raumfüllende Attitüde, auch wenn im Rück-Bereich der Hörposition leider nicht sehr viel stattfindet. Gerade in epischen Film-Sequenzen, die viel von der bildgewaltigen und akustischen Atmosphäre leben, wertet die Soundbar deutlich auf.
Stative von Teufel sind ebenfalls erhältlich
Die Bühne bleibt stets sehr präsent, die beiden seitlichen Strahler sind bei genauem Achten auch heraushörbar und erzeugen eine gewisse Seitenreflexion im Raum. Schaltet man noch Dynamore hinzu, wird die vertikale Höhe der Bühnenpräsenz auch erweitert.
In Summe betrachtet erweitert die Cinebar 22 das vorhandene Klangbild deutlich. Die Chassis-Bestückung hat im Übrigen auch wieder einen elementaren Vorteil zum Tragen gebracht. Am Beispiel von einigen Streaming-Anbietern, die ihre Tonspuren katastrophal schlecht anbieten und den Center-Kanal in das Stereobild nicht einmischen (laut und leise zwischen Szenen), kann man hier zuvorkommen, da ja ein physisches Center vorhanden ist. Das ist TV-Alltag, ein Segen, und macht einfach mehr Spaß.
Kommen wir auf der nächsten Seite zum finalen Fazit.
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