Kurz gesagt, die Menütiefe des webOS 22 TVs ist enorm! Dies gliedert sich in vier Obermenüs die dann letztlich nochmals sehr tief verschachtelt viele weitere Funktionen bereithalten. Die Einstellungen rund um das Bild sind weitestgehend von den Vorjahren bekannt und unterscheiden sich in den namentlichen Punkten nicht sehr. Die Feinjustierung hinsichtlich der Zwischenbildberechnung, Schärfe oder Kontrastwerte sind in gewohnter Manier wieder vorhanden. Hier gibt es keine großen Veränderungen im Vergleich zum Vorjahr.
Wer übrigens nicht möchte, dass personalisierte Vorschauwerbung oder dergleichen im Home-Bereich ausgespielt wird, der muss sich durch die Tiefen der Menüstruktur klicken und die jeweiligen Tracking-Einstellungen deaktivieren. Gleiches gilt auch für Popups rund um das Thema AI seitens LG, was mitunter auch schon nervig sein kann. Wer den Zugang generell zum TV einschränken möchte, der packt ganz einfach einen vierstelligen und frei definierbaren Zahlencode aufs Gerät.
Neu ist der Unterpunkt der „OLED-Panelpflege. Mit jeder Modellgeneration hat LG intensiv daran gearbeitet, einem möglichen Burn-In vorzubeugen. Hier hat man nochmals deutlicher hervorgehoben die Möglichkeit, die OLED-Pixel einer „Pflege“ zu unterziehen, wobei das aber auch ohnehin in automatischen Intervallen stattfindet. Auch die Energiesparoptionen lassen sich feiner definieren und anpassen. Nur wer diese komplett deaktiviert, kann auch wirklich nativ die OLED-Pixelhelligkeit anpassen – das mal als Info nebenbei.
Im Bereich des Klangs bietet LG wieder zahlreiche Möglichkeiten, die wir auch schon größtenteils bei den Vorgängern gesehen haben. Wie zum Beispiel der 5-Band-Equalizer oder aber auch die Wahl des Aufstellortes (Wandmontage oder Füße), sodass der Klang daran angepasst werden kann. Auch lässt sich im Menü Dolby Atmos aktivieren, was ja wie wir wissen, in einer virtuellen 7.1.2 Wiedergabe münden soll. Ebenso lassen sich mehrere Klangprofile auswählen, die auch der entsprechenden Aufgabe beschriftet sind. Jetzt aber zum Klang selbst. Viel ist ja immer die Rede von ThinQ, AI, künstlicher Intelligenz usw. Fakt ist, dass die Klangdarstellung mit Hilfe dieser Parameter recht füllig am 42 Zoll Gerät klingt, aber nicht wirklich satt und gut situiert rüberkommen will. Subjektiv empfunden fehlt es hier ein wenig im Fundament. Für die normale Beschallung ist dies aber vollkommen in Ordnung. Wer sich beispielsweise eine LG DQP5 (zum Testbericht) dazu kauft, bekommt hier für vergleichsweise wenig Geld, sehr viel Klang.
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