Wie soll man beginnen (…) das OLED-Erlebnis mit einem Philips-Ambilight-TV ist mal etwas melancholisch formuliert, ein Eintauchen in einer nochmals anderen Welt. Die perfekten Schwarzwerte des Panels werden herrlich mit anzusehen über die Beleuchtung erweitert. Das mag nicht jedem gefallen, kann in vielen Fällen aber optischer Brüller sein. Selbstredend hat man als Anwender auch die Möglichkeit, hier eine statische Beleuchtung zu hinterlegen, was dem Seherlebnis aus medizinischer Sicht durchaus auf die Sprünge helfen kann. Halten wir also fest, das ganze muss nicht nur unter „blinki blinki“ verbucht werden, sondern bietet sehr viele Anwendungsfälle.
Rein auf die Technik bezogen wollen wir gleich mal einen Vergleich ziehen, lohnt es aktuell noch die 2018er Panel-Geräte zu kaufen? Wenn man auf die Dolby Vision Freigabe und nuancielle Bildverbesserungen verzichten kann, ganz klar ja! Nur wer genau weiß worauf er achten muss, der wird Unterschiede im Vergleich zu den im dritten Quartal 2019 in den Handel gelangenden Modellen feststellen. Unter dieser Prämisse gehen wir durch die nächsten Absätze.
Keine Messwerte - warum das?
Eine kleine Erklärung möchten wir dennoch aber noch an dieser Stelle loswerden. Wer sich jetzt fragt „wo sind die Messwerte?!“ – es gibt schlicht keine. Es ist nicht in unserem Interesse etwas Halbgares zu zelebrieren was nicht mit Fakten untermauert werden kann. In der Vergangenheit haben wir bereits mit etlichen Instrumenten Werte genommen, aber unserer Ansicht nach handelt es sich dabei eher um „Schätzeisen“. Daher befinden wir uns auch im Auf- und Ausbau des Messequipments, sodass in Kürze auf breiter Front mit entsprechenden Werten argumentiert werden kann. Bitten sehen Sie / du es uns nach – Rom wurde auch nicht an einem Tag erbaut. :-)
Des Weiteren sollte auch nochmal klar erwähnt werden, dass die sich am Markt befindlichen OLED-Panel ALLE (bis 2018er Modelle) mit einer Spitzenhelligkeit von bis 1000 Nits / cd/m² angegeben werden, in der Praxis sich unter bestimmten Umständen eher bei ~700 Nits einpendeln. Von daher dürften die überwiegenden Messwerte die man an anderer Stelle gelesen hat, im Groben auf viele andere übertragbar sein. Wie dem auch sei, in weiteren Berichten werden wir diese Materie nochmal deutlich vertiefen.
Wie einige vielleicht wissen, hat Philips die Ambilight-Technologie patentiert und ist dem zur Folge einziger Anbieter dieser TV-Panel-Light-Konstellation. Im Grunde genommen ist bereits alles gesagt worden, die Farbspiele können phänomenal aussehen, einen echten Mehrwert bzw. Bildvergrößerung mit sich bringen als auch dank statischer Modi, für eine angenehmere Atmosphäre während des Guckens sorgen. Die Blickwinkelstabilität eines OLED-Panels ist mehr als nur erhaben, wenn nicht sogar als Referenz zu bezeichnen und wurde in der Vergangenheit schon mehrmals an anderer Stelle resümiert. Als ein Nachteil, unter verschiedenen Aspekten der Anwendung betrachtet, dürfte wohl das spiegelnde Display sein. Im Tagesgeschehen bei Sonneneinstrahlung KANN ein OLED ganz allgemein gesprochen, seine Stärke nicht richtig entfalten.
Selbstredend kann man auch bei Tageslicht in den TV gucken, alles andere wäre nur eine hohle Floskel – aber die wahre Pracht entfaltet der Philips bei abgedunkeltem Raum, ideal sogar noch als einzige Lichtquelle. Die bildgewaltige Plastizität welche auf dem Panel dargestellt wird, dürfte so ziemlich jedem in seinen Bann ziehen. Voraussetzung ist natürlich das Zuspielen von nativem 4K-Material welches idealer Weise noch den HDR-Standards entspricht. LG OLEDs verarbeiten bekannter Weise ja HLG und HDR10 als HDR-Standard. Der von Samsung und Panasonic initiierte HDR10+ Standard als auch Dolby Vision werden nicht unterstützt. Die Schwarzwert-Darstellung ist als nahezu perfekt zu bezeichnen. Keine für das menschliche Auge sichtbaren Bending-Effekte mehr, extrem farbtreue sowie kontrastreiche Darstellung sind die Adjektive mit denen mal die bildliche Vorstellung bewerten dar.
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Ja der Ton, ich habe es im Video bereits kurz erwähnt – das was Philips und Bowers & Wilkins als Gesamtprodukt hier kreiert haben, dürfte aktuell wohl klanglich das sein, woran sich andere messen müssen. Auf Augenhöhe kann man wohl noch die Panasonic Modelle der 2019er Generation sehen. Bedenken sollte man aber immer, dass der Hersteller die hier verbauten Audio-Komponenten ganz klar als Stereo-Aufbau deklariert hat. Also vom Versuch objektbasierte Audio-Signale in den Raum zu projizieren…
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Schemenhafte Anordnung der verbauten Lautsprecher samt rückwärtigen "Subwoofern" - Bildquelle: LG
Direkt zum Aufwärmen der Tiefton-Sicken haben wir Rammstein mit Ich will herangezogen. Mir wurde eine wirklich klasse „Rückbühne“ geboten die sich in Pegelfestigkeit und sehr klar in der stimmlichen Wiedergabe darstellt. Hört man etwas genauer hin scheint der Hochton etwas ausgeprägt in diesem Bereich bzw. Genre. Aber für genau solche Fälle hat man ja als versierter Anwender den Equalizer zur Hand. Die Sound stellte unter Beweis, dass auch Briten „rockbar“ sind. Mit Motrip und seinem Song Fan schepperte es den abrupten Genre-Wechsel herbei. Die bei diesem Hip Hop Sond vergleichsweise langen Hüben schmecken den drei Tieftönern besonders gut, sodass letztlich Bässe extrem punktuell dem Hörer präsentiert werden können. Auch wird hier deutlich, dass was man uns bei der Vorstellung im letzten Jahr bereits erklärt hat, dass die Stimme quasi aus dem Bild kommt und nicht am unteren Rahmenbereich der Soundbar klebt. Somit löst sich das dargebotene wunderbar in den Raum hinein.
Das Beste kommt bekanntlich zum Schluss (…) Mit Fritz Kalkbrenner und seinem Song Amy was a Prayer wollten wir letztlich die Lautsprecher an die Leistungsgrenze bringen. Wer den Track schon mal gehört hat wird wissen, wie dieser Gegenstände „ansprechen“ kann. Um es auf den Punkt zu bringen, das Ganze entpuppte sich als absoluter Tieftonkiller. Aber einem gewissen Lautstärkepegel wird das Gehäuse vom TV so angesprochen, dass leichte Klirrgeräusche entstehen – aber, mit einem wirklich sehr ausgeprägten Bass verbunden. Und nochmal aber, die Soundbar ist einer kleinen Anlage absolut ebenbürtig und hinterlässt einfach nur ein WOW!
Das man die hier etwas ausführlich beschriebene Klangleistung auf den Filmbereich ummünzen möchte sollte eigentlich klar sein, dass dies nicht wirklich schlechter sein kann oder? Ist es auch nicht, es macht einfach verdammt viel Spaß die Klänge zu genießen. Als allerletztes sollte aber nochmal deutlich erwähnt werden, dass die Soundbar eine Komfortlösung ist und quasi das maximal mögliche (zu diesem Zeitpunkt) darstellt. Wer es richtig krachen lassen will, der benötigt natürlich einen vollständigen externen Lautsprecher-Aufbau. Kommen wir abschließend zum Fazit.
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