Was bedarf es in den aktuellen Zeiten wie diesen, in denen Urlaub oder musikalische Veranstaltungen außerhalb des eigenen Gartens wohl kaum denkbar sein werden? Richtig, eine ordentliche Beschallung! Um diesen Vorsatz auch adäquat gerecht zu werden, hat ein Nachfolger eines Klassenprimus das Licht der Welt erblickt. Die Rede ist von der JBL Boombox 2. Hat dieser Lautsprecher vor einigen Jahren doch den Weg für eine neue Klassifizierung geebnet (…) wir waren also gespannt!
Vor knapp 3 Jahren präsentierte JBL die Boombox. Zunächst dürfte wohl ein solch ein großer (portabler) Lautsprecher noch ungläubige Blicke auf sich gezogen haben, längst aber sind diese Geräte in freier Wildbanhn etabliert. Moment mal, das gab es doch schon mal? Ja na klar, Stichwort Ghettoblaster – nur das man dort eben unzählige Monoblöcke alle Nase lang wechseln durfte… Aber zurück zu Thema. Was genau möchte denn ein mobiles Produkt für knapp 500 EUR (UVP) dem potentiellen Käufer bieten? Oftmals ist es ja so, dass die Lautsprecher dieser Gattung wirklich potent, aber doch eher für den stationären Betrieb ausgelegt sind. Daran will ich mich aber gar nicht aufhängen, sondern eher versuchen herauszustellen, was sich rein optisch und funktionell im Vergleich zum Vorgänger geändert hat. Klanglich bestand leider keine Möglichkeit zum Vergleich, also „nur“ die Beschreibung des akustischen Ist-Zustands mit weiteren Vergleichsmodellen. Hinzugezogen werden konnten dazu einige weitere Lautsprecher aus dem bestehenden Testfundus, aber dazu dann später mehr im Praxistest.
Schmeißen wir an dieser Stelle mal ein paar Eckdaten in den Raum, die nachfolgend aufgedröselt werden. Ein Lautsprecher mit „sehr präsenter“ Bass-Präsenz, zertifiziert nach IPX7 (kann ins Wasser geschmissen werden), Powerbank-Funktion sowie die Kopplung weiterer JBL-Lautsprecher mittels der PartyBoost-Schnittstelle. Auch bei der Gestaltung soll es künftig u.a. noch das Camouflage Muster geben. Im Mai 2020 ist diese Ausführung aber noch nicht verfügbar.
Die Akkulaufzeit beziffert JBL mit 24 Stunden, realistisch betrachtet ist dieser Wert aber ganz sicher in Abhängig mit der Lautstärke zu setzen. Bis der Akku wieder voll aufgeladen ist werden 6,5 Stunden veranschlagt. Apropos Akku, der Lautsprecher hat auch integrierte Powerbank-Funktion, die 2,0 A maximal an ein Smart-Device abgegeben werden können. Der Akku des Lautsprechers wird mit einer Kapazität von 72,6 Wh angegeben, was umgerechnet 10.000 mAh entspricht.
| JBL Boombox 2 - Technische Details | |
|---|---|
| Bezeichnung | Boombox 2 |
| Preis | 499,- EUR (UVP) |
| Hersteller-Homepage | https://de.jbl.com/ |
| Maße | 484 x 201 x 256 mm (Breite x Höhe x Tiefe) |
| Gewicht | 5,9 Kg |
| Daten | |
| Frequenzbereich | 65 - 20.000 Hz |
| Lautsprecherchassis | 1x Passiv-Treiber (21 x 79 mm) 1x Breitband-Treiber (50 mm) |
| Bluetooth Version | 5.1 (u.a. BT Profil: A2DP 1.3, AVRCP 1.6) |
| Verstärkertechnik | Class-D |
| Ausgangsleistung | 2x 40W RMS (per Steckdose) 2x 30W RMS (Batterie-Modus) |
| Akkulaufzeit / Akku | bis zu 24 Stunden / Lithium-Ionen Akku (10.000 mAh) |
| sonstige Feature | ▪ IPX7 zertifiziert ▪ Lautsprecher-Verbung aus mehreren Geräten möglich |
Nebendrein hält auch Bluetooth 5.1 Einzug in die Boombox 2. JBL geht aber nicht weiter darauf ein was damit genau aufgewertet wird, bietet diese Schnittstelle doch deutliche Vorteile ggü. den vorherigen Versionen (mehr Bandbreite, doppelte Reichweite). Auch lassen sich Titel direkt vom Lautsprecher aus Skippen, Starten oder Pausieren, verantwortlich ist dafür das sogenannte AVRCP-Bluetooth-Profil (Audio/Video Remote Control Profile”). Bzgl. der Reichweite nochmal, wer einen großen Garten hat, oder sich vlt. am See aufhält - bis zu 100 Meter beträgt die Sende- / Empfangsleistung mit Bluetooth 5.1.
Die Formgebung ist im Großen und Ganzen im Vergleich zum Vorgänger identisch geblieben. Der große prägnante Bügel ist weiterhin die stilistische Darbietung eines Partylautsprechers aus den Federn der JBL-Designer. Letztlich in der Praxis aber zwingend notwendig, wenn es darum geht, die knapp 6 Kilogramm durch die Gegend zu tragen. Entsprechende Perforierungen sollten zusätzlich noch mehr Griffigkeit bieten. Die geschlossene Gewebestruktur welche man schon an vielen anderen JBL-Lautsprechern, respektive anderen Bluetooth-Geräten diverser Hersteller begutachten konnte, wird auch hier wieder effektiv und sehr hochwertig umgesetzt.
Das Gehäuse ist im Grund genommen komplett „geschlossen“. Die beiden 4 Zoll Tieftöner an den Seiten sind im Bereich der Sicken vollständig abgedichtet um eben die besagte IPX7-Tauglichkeit auch zu gewährleisten. Zusätzlich werden sie auch noch stylisch in Szene gesetzt – hier durfte sich der Designer wohl austoben. Des Weiteren verstecken sich im Gehäuse zwei 20mm Hochtöner, die für die höheren Frequenzbereiche zuständig sind und nach vorn in eine Richtung abstrahlen.
Oberhalb mittig hat man letztlich die Bedienelemente platziert. Diese sind aufs Wesentlich reduziert und vollkommen ausreichend in der Anzahl. Der Play-Button hat zugleich eine Doppelfunktion, durch zweimaliges schnelles Drücken hintereinander springt man zum nächsten Titel nach vorn in seiner Playlist. Neu an dieser Stelle ist der sog. Partyboost-Knopf mit dem man weitere JBL-Lautsprecher koppeln kann, sofern sie ebenfalls die Schnittstelle schon mitbringen. Also quasi ein Outdoor-Multiroom, wenn man es so nennen mag. Aktuell geht das leider nur mit den neueren Generationen (Flip 5, Charge 4, Xtreme 2) oder eben gar eine zweite Boombox 2 für einen Stereo-Verbund. Große Kritik erntete der Hersteller schon letztes Jahr zur IFA 2019, als die „Partyboost-Schnittstelle“ präsentiert wurde, denn alle älteren Modelle können somit mit den neueren Versionen, nicht mehr verbunden werden, da sie noch auf JBL Connect Plus setzen. So viel dazu, ein bescheidener Umstand (…) aber konzentrieren wir uns wieder auf die Boombox 2 als solches.
Im Unteren Bereich hat der Hersteller eine Ladestandsanzeige in Form einer weißen LED-Leiste platziert. Apropos Stand, an der Unterseite hat man einen großen Standfuß positioniert der zugleich aus Gummi besteht und dem zur Folge den Lautsprecher vom Untergrund entkoppeln soll. Dies funktioniert in der Praxis recht gut muss ich sagen, allerdings ist es ehrlicher Weise recht schwer zu sagen, da die beiden Tieftöner „mächtig gewaltig“ den Betonestrich einer Wohnung anregen und Schwingen lassen können. Auf jeden Fall steht der Lautsprecher sehr gut auf ebenen Untergründen.
Blickt man jetzt auf der Rückseite noch weiter nach unten, so ploppt dort das Anschlusspanel auf. Dieses ist natürlich komplett verschlossen um die Feuchtigkeit draußen zu lassen. Dahinter verbirgt sich die dedizierte Ladebuchse sowie der Typ-A-Stecker für die Powerbank-Funktion. Hier hätte es durchaus schon ein Typ-C-Anschlussport sein können, gerade für einen hochpreisigen Lautsprecher dieser Gattung – vermutlich musste aber abgewogen werden, welche USB-Buchse aktuell noch verbreiteter ist, man weiß es nicht… Aber auch per Klinkenstecker lässt sich als weitere Option Musik in den Lautsprecher bekommen. Bis hierhin macht der Lautsprecher einen wirklich tollen haptischen und stilistischen Eindruck. Umso gespannter war ich auch auf das Leistungsvermögen, womit es auf der nächsten Seite weitergehen soll.
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