Bekannter Maßen ist LG schon seit längerem mit einem eigenen Nahdistanz- bzw. Ultrakurzdistanzprojektoren-Segment am Markt vertreten. Der „Allegro“ stellt in diesem Segment wohl das bekannteste (Full HD) Gerät dar und hat nun ein Upgrade erhalten. Was nun die gesteigerte Prozessorleistung und das webOS 4.0 am LG HF85LS im Stande sind zu leisten, haben wir nachfolgend in Form einer Video-Vorstellung dokumentiert und einen detaillierten Blick auf den Projektor gewagt.
An dieser Stelle sollte gleich zu Beginn erwähnt werden, dass man bei LG das generelle 2019 Projektor-Lineup nicht grundlegend überarbeitet hat, aber den federführenden Geräten ein Performance- und webOS-Update verpasst hat. Mit einher geht eine marginale Namensanpassung der FullHD-Modelle. Am deutlichsten dürfte sich aber der Leistungssprung bemerkbar machen, denn nun sitzt statt eines Dual-Core-Prozessors, ein Vierkern-SoC im Gehäuse, was gleichzeitig deutlich geringere Reaktionszeiten im Menü ermöglichen soll. Beim Betriebssystem ist man nun in der webOS Version 4.0 angelangt. Auch haben nun die Modelle der HF65x, HF80x und HF85x das sog. TrueMotion (Zwischenbildberechnung) als Feature erhalten. Die Modelle aus der HU80Kx-Serie (Video-Vorstellung) bleiben von den Änderungen übrigens unberührt. Die nachfolgenden Grafiken bieten dazu den besten Aufschluss der Änderungen:

Selbstredend muss man hier kritisch und objektiv die Sache betrachten, dass die 1500 Lumen bzgl. der Helligkeitsangabe und im direkten Vergleich zur Konkurrenz noch ganz klar Spielraum nach oben haben. Bestes Beispiel kommt aus dem eigenen Hause mit dem HF80LS(R), welcher direkt 500 Lumen mehr leisten kann. Grund hierfür ist die Spiegeltechnik zu nennen, welche bereits Helligkeit „frisst“. ABER: dafür sind die Einsatzmöglichkeiten deutlich höher und man kann ein Bild von bis zu 120 Zoll erzeugen, was für TV-Geräte natürlich fernab von jeder ökonomischen Norm ist. Aber kommen wir nun zum Video, bei dem Frank Sander, seines Zeichens Head of Marketing für den Bereich ISP (Information System Products) ist und uns für Fragen zur Verfügung stand.
Des Weiteren muss man auch noch zwischen den vom Hersteller deklarierten Pro-AV-Versionen sowie den „non-Pro“ Geräten unterscheiden. Beim erstgenannten handelt es sich um Beamer, die allesamt Kosenamen erhalten haben, für den Fachhandel deklariert sind und mit weiteren Zusatzfunktionen, wie der Zwischenbildberechnung (TrueMotion), ausgestattet sind. Darüber hinaus gibt es auch einen preislich merkbaren Unterschied, der durchaus mehrere hundert Euro betragen kann. Im Falle des hier vorgestellten Gerätes fallen 1799,- EUR (HF85LS) an, der etwas abgespecktere HF85LSR geht für 1599,- EUR über die Ladentheke.
Wie schon sicherlich zu erkennen, handelt es sich hierbei um einen „Utrakurzdistanzprojektor“, der mittels Spiegeltechnik das Bild an die Wand projiziert. Dazu ist lediglich ein sehr geringer Wandabstand notwendig, woraus sich sehr viele Einsatzmöglichkeiten ergeben. Das Gehäuse selbst ist in einem dezenten Weiß-Grau Farbmix gehalten und schmiegt sich unauffällig in das jeweilige Ambiente ein. Um auch die kompletten Vorzüge des webOS 4.0 Betriebssystems nutzen zu können, kommt der Projektor mit der identischen Magic Remote Fernbedienung daher, wie sie auch bspw. bei den OLED-Geräten (2019) von LG enthalten ist. Wichtig noch zu erwähnen, der Beamer wird mit einem hörbaren, nicht deutlich, aber hörbaren Lüfter (30 dbA) während des Betriebes gekühlt.
Darüber hinaus kommt hier die sog. Laser Technologie zum Einsatz, bei der es sich nicht um LED- oder gar Lampentechnik handelt. Die Vorteile liegen klar auf der Hand, die Haltbarkeit bzw. Laufleistung erhöhen sich deutlich. Der Hersteller spricht hier von einer Laufzeit von mindestens 20.000 Stunden. Ein weiterer Aspekt der sich daraus ergibt ist das schlankere Gehäuse, welches benötigt bzw. nicht benötigt wird. Mittels einfach zu Hand habender Justierung lässt sich das Bild dann auch sehr einfach an der Wand ausrichten. Eine für das Detail vorgesehene Eckpunktjustierung lässt sich schlussendlich auch im Menü vornehmen. Sollte übrigens mal die Fernbedienung nicht zur Hand sein, kann man den auf der Oberseite platzierten „Joystick“ für die Navigation nutzen. Diese Art und Weise kennen einige evtl. schon aus dem Monitor-Bereich, wo LG diese Pointer-Navigation ebenfalls anwendet.
Der Spiegel selbst kann natürlich bei Nichtnutzung bequem abgedeckt werden. Bzgl. der Bildgröße noch einmal, bei einem Wandabstand von gerade einmal ~8cm lässt sich ein Bild von 90 Zoll (228cm Diagonale), und bei einem Abstand von rund 30cm ein Bild von bis zu 120 Zoll (305cm im Durchmesser) an die Wand projizieren – beachtliche Werte!
Rückseitig glänzt das Gerät mit einer breiten Anschlussvielfalt. Neben den USB-Ports, worüber auch Inhalte gespeist und wiedergegeben werden können, kann sich der Anwender auch über zwei HDMI-Ports (ARC-fähig) freuen, an der u.a. Sky Q Boxen oder Spielekonsolen angeschlossen werden können. Für die Netzwerkintegration steht ein RJ45-Stecker bereit. Wer kein Kabel in der Nähe hat, der kann dank WiFi auch kabellos zu Werke gehen. In einem separaten Beitrag sind wir der Sache ja bereits schon einmal auf den Grund gegangen, was es für WiFi-Komponenten zum Streamen von Inhalten bedarf.
Die (kabelgebundene) Audio-Ausgabe kann über einen Klinken- als auch optischen Toslink-Stecker erfolgen. Wer möchte, kann sich via Bluetooth-Audio das Tonsignal auch auf einen Kopfhörer senden lassen. Für eine rudimentäre Klangausgabe stehen 2x 3W Lautsprecher bereit, die wahrlich nicht der Heilsbringer sind, aber dafür die Grundversorgung herstellen – beispielsweise für eine Präsentation oder dergleichen. Im gleichen Bereich wo die Lautsprecher platziert sind, finden sich auf der Unterseite auch die vier Standfüße. Diese lassen sich per Gewinde herausdrehen und so den Beamer nochmals feiner justieren. Ein gut umgesetztes aber auch zugleich notwendiges Pflichtdetail wie wir finden.
Der LG HF85LS(R) ist keine Revolution im Beamer-Segment, eher betreibt der Hersteller eine gesunde Evolution des Vorhandenen Produkts bzw. der kompletten Serie, was ehrlicher Weise auch dringend notwendig war. Betrachtet man all die Features welche einem nun geboten werden, kommt ein erstaunlich gutes Produkt zu Tage, was ganz klar mit seinen Vorzügen glänzen kann. Sicherlich lassen sich mit den angegebenen 1500 Lumen keine Übertragungen bei Tageslicht konsumieren, im abgedunkelten Abendlicht kann man sich aber spielend einfach die Kinoleinwand (bis 120 Zoll) ins Wohnzimmer oder Heimkino holen.

Klar muss man auch sagen, dass die Konkurrenz in dem Preisbereich von 1600 bis 1800 EUR auch Modelle (mitunter auch 4K-Geräte) anbietet, die dafür aber den klassischen „Beamer-Restriktionen“ unterliegen. Also die Größe, klassische (und wartungsintensive) Lampe, keine Smart-TV-Features, WiFi etc. Schaut man bei der Konkurrenz was es dort für Kurzdistanzprojektoren gibt wird man schnell fündig werden, bekommt dafür aber Geräte in komplett anderen Preisklassen geboten. Das Gesamtkonzept was die Koreaner hier anbieten ist durchaus überzeugend, wenn man genau weiß worauf man sich einlässt und wie man es nutzen möchte.
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