Getestet wurden die Komponenten genauso wie vorgesehen, nämlich mittels CD als Quellmedium. Dafür standen mehrere auserwählte Silberlinge zur Verfügung. Unter anderem die DALI CD Nr. 4 und Nr. 5, sowie einige meiner Lieblingsalben. Angeschlossen hatte ich die Cambridge Audio Gerätschaften an die Monitor Audio 200 (zum Testbericht). Diese Kombinationen, so sollte sich herausstellen, hämmerte mir, gemessen am Anschaffungspreis von insgesamt rund 1300 Euro ein Klangbild ins Gesicht, was zum einen stellenweise Systeme für weitaus mehr Geld nicht vermochten und ich zusätzlich auch in keiner Weise erwartet habe. Der Aha-Effekt war absolut beachtlich.
An dieser Stelle könnte ich jetzt auch gut damit beginnen den „Klang“ am Verstärker zu sezieren, was aber persönlich betrachtet, nicht wirklich mein Ding ist. Was man aber aus voller Überzeugung sagen kann, dass die beiden Cambridge Audio Geräte eine positiv gemeinte Stimmengewalt aus den Lautsprechermembranen pfefferten, was wirklich als imponierend zu beschreiben ist. Vielmehr ist es auch das Zusammenspiel aus Zuspielkette und Lautsprecher, dass hier in ein Weise harmonierte, was es so wohl nicht allzu oft anzutreffen gibt. Um dabei einmal zwei, drei Beispiele runter zu beten (…)
Befeuert mit DALIs CD Nr. 4 war ich vollends baff, was aus dieser Wiedergabekette für eine Potenz entsprang (…) Das Detailreichtum mit dem Gitarrenriffs, Drum-Schlägen und wie die Stimme von Eva Cassidy in ihrem Ain't No Sunshine Cover dargeboten wird ist einfach nur bockstark. Der Tieftonanteil neigt erstaunlicher Weise so gut wie nie dazu, zu überdrehen, zu dröhnen oder zu verzerren. Selbstredend haben die jeweiligen Lautsprecher einen Löwenanteil daran, aber ich hatte zu keiner Zeit das Gefühl, dass auch im absolut oberen Pegelbereich dem AXA25 die Puste ausgeht. Die Dynamik und Kraft im Bassbereich sind sehr überzeugend anzusehen. Pegel ist auch ein gutes Stichwort, dass ich gemeinsam mit dem leider nicht mehr unter uns weilenden Chester Bennington ausgelotet habe.
Mit Final Masquerade hatte Linkin Park einen der letzten Massenhits (…) der zugleich ein Beispiel aus musikalischer Sicht darstellt, wie man ein Drumset einleitend hervorheben kann. Unerwartet und „direkt ins Gesicht“, so überraschend kam die Potenz der Membranen bei mir an, wie ich sie sonst nur nur bei deutlich größeren Chassis gehört habe. Natürlich lief auch nochmal das komplette Album durch - The Hunting Party war der letzte große Weckruf in Form des "alten Linkin Park Stils". Auf Grund der Interpretation aller Beteiligten, E- und Bass-Gitarre, Keyboard und natürlich die unvergessliche Stimme von Chester, haben nicht nur die Monitor Audio Bronze 200 sich ganz klar als "rockbar" bewiesen, sondern auch der AXA25 und natürlich sein CD-Bruder, der AXC35 haben deutlich klargemacht, dass sie ordentlich Dampf für eine maximale Beschallung liefern können.
Schade ist natürlich die fehlende Pegelanpassung via Fernbedienung. So muss man wirklich für jede kleine Justage zum Gerät laufen und den Drehregler per Hand bedienen. Zweifelsohne gibt es genügend Befürworter dieser Handhabung, in Summe betrachtet, oder besser gesagt im Wohnumfeld ist dies mehr als nur hinderlich und nervig. Die übrigen drei Funktionsanpassungen im Bass-, Balance- und Treble-Bereich sind vollends spürbar und bringen auch einen gewünschten (positiven) Effekt mit sich.
Der CD-Spieler macht was er soll, er spielt die Silberlinge sehr solide wieder. Weiterschalten per Fernbedienung geht sehr zügig von Statten sowie auch das Vorspulen. Das allgemeine Betriebsgeräusch ist ebenfalls sehr angenehm und im Alltag nicht herauszuhören. Das dezente LC-Display gibt alle notwendigen Informationen wieder. Es ist nicht dimmbar und bleibt jeder Zeit in der gleichen Helligkeitsstufe, die generell aber sehr dezent ausgeführt ist. Einzig die Power-LED welche man auch beim AXA25 vorfindet, setzt hier einen farblichen Akzent. In Summe sehr solide und überzeugende Geräte die gefallen. Kommen wir zum Fazit.
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