Teufel spricht im Übrigen selbst davon, dass die 5.1-Grundausführung, also ohne Rear-Lautsprecher, einen Raum von bis zu 50 m² befüllen können soll. Für die Einrichtung ist nicht mehr notwendig als entsprechende Anschlusskabel, mitunter nervige Apps werden nicht genutzt. Man kann also direkt starten. In diesem Fall haben wir vom LG G6 OLED (zum Testartikel) gebrauch gemacht. Dieser ist mit dem webOS26-Betriebssystem ausgestattet. Je nach TV sollte man im Übrigen auch darauf achten, dass hier die Audio-Signale durchgeschliffen und die Decodierung von der Soundbar vorgenommen wird. Gerade letzteres zeigte sich im Praxistest: Also, wenn bspw. ein UHD-Player vorhanden ist, am besten direkt an die Soundbar anschließen.
Sehr schick sieht natürlich das beleuchtete Display auf der Oberseite aus, das hat sogar einen Annäherungssensor verbaut und reagiert mit der Helligkeitsdarstellung darauf. Während des Betriebs schaltet sich das Segment ab, man kann aber auch direkt im Klangriegel und auch in der App die Helligkeit anpassen, sodass sie im Betrieb nicht stört.
Nicht zwingend für den reinen Soundbar-Betrieb am TV notwendig, im Gesamtbild aber absolut von Vorteil – die Rede ist von der Einrichtung über die Teufel Home App, die zugleich auch die Verbindung zum hiesigen Netzwerk hergestellt. Diese geht spielend einfach von der Hand und ist innerhalb von wenigen Minuten abgeschlossen. Sie verbindet die Soundbar ins Web und bietet einige klanglichen Einstellungsparameter an. Leider fehlt hier die „Tiefe“, wie man sie an der Soundbar selbst vornehmen kann. Das muss lobend erwähnt werden: In der Cinebar Pro 2 selbst wird jeglicher Klangparameter angeboten, Pegel für die einzelnen Kanäle, also wirklich jeden einzelnen, Treble, Bass-Settings und auch die Abstände der gepaairten Geräte lassen sich variieren. Es wäre natürlich noch super gewesen, dies mit in die App zu integrieren.

Sehr viel Komfort bietet die Anwendung dann bei der Auswahl von der digitalen Streaming-Wiedergabe, die hier als Schnittstelle direkt hinterlegbar ist. Auch Presets können abgespeichert werden, die sich dann haptisch am Gerät auch abrufen lassen. Speziell die Integrationen von Apple AirPlay 2, Google Cast, Spotify Connect, TIDAL Connect und TuneIn stellen hier eine sinnige Erweiterung des Nutzungsfeldes dar.

Wir müssen bei der klanglichen Beurteilung unterscheiden zwischen der „out of the Box Lösung“, die bekanntlich nur aus Soundbar und Subwoofer daherkommt, sowie der Surround-Lösung mit 7.1.4-Kanal-Aufbau. Bereits in der Grundausstattung bekommt man als Anwender einen unglaublich fein aufgelösten Klang, mit sehr guter Bühnenstaffelung und Differenzierung der jeweiligen Kanäle im Raum.
Sehr einfache Einrichtung von Subwoofer & Rear-Speaker
Das System ist in der Grundabstsimmung bereits sehr vielseitige nutzbar und zugleich auch sehr leistungsstark. Sowohl bei Musik als auch bei Filmton agiert die Anlage mit einer sehr präzisen, dynamischen und räumlich überzeugenden Wiedergabe. Besonders hervorzuheben sind hierbei die drei nach vorn gerichteten Audio-Kanäle, respektive die Lautsprecher-Chassis. Dieses sorgen für eine überaus hörbare Kanalabstufung zwischen dem Stereo-Bereich und dem Center-Kanal. Zudem beugt man so aktiv einem großen Problem, was fast alle Streaming-Anbieter dem Nutzer aufbürden: Auf Grund der schlechten Sound-Abmischung hat man sehr oft den Fall, dass die Pegel zwischen Dialog und Musik stark schwanken. Mit dem dedizierten Center-Kanal wird man dem her und die Sprachverständlichkeit in Dialogszenen nimmt extrem zu.
Gleichermaßen schafft es die Soundbar, extrem ausgewogen und homogen zu klingen, ohne eine eigene Note der Audiospur hinzuzudichten. Das Immersionsverhalten ist natürlich auch immer von den eigenen Räumlichkeiten abhängig. Den besten Erfolg erzielt man hier, wenn man viele glatte Wände zur Verfügung hat, die auch über Reflektionen die Wellen entsprechend zur Hörposition hin zu tragen können. Dank der Möglichkeit, auch jeden einzelnen Pegel selbst einstellen zu können (nach und unten hin), bieten sich hier sehr viele Möglichkeiten, den jeweiligen Bereich aufzudicken oder abgeschwächt darstellen zu lassen.
Der Bühnenaufbau vor dem Hörer ist vergleichsweise groß und löst sich sehr gut von der Schallquelle. Mit dem Teufel spezifischen „Dynamore“-Setting bekommt man noch ein DSP-Preset mit an die Hand, welches die geschilderten Eindrücke nochmals vergrößert. Speziell in dialoglastigen Filmen wird hier eine vorzügliche Darbietung geboten. Im Menü befinden sich auch noch einige Profile für entsprechende Hörszenarien, u.a. ein Nachtmodus. Dieser senkt einige Pegelbereiche merkbar herab, sodass etwaige „Mithörer“ nicht gestört werden.
Die Einrichtung ist kinderleicht - Menü das Pairing auswählen - Knopf drücken - fertig
In Kombination mit dem T10 MK2 Subwoofer wird gleichermaßen ein klanglich sehr gut abgestimmtes System bereitgestellt, was aber dank des 230 mm messenden Tieftöners auch ordentlich die Magengegend anregen kann. Da er mit einem nach hinten gerichteten Bassreflex-Kanal arbeitet, empfiehlt es sich, dem Tieftöner ein wenig Platz von der Rückwand zu geben. Dank seiner Funkverbindung kann dieser aber auch vergleichsweise flexibel im Raum positioniert werden. Wie schon geschrieben, kann man das Tiefton-Chassis auch nach vorn zeigen lassen, was die Wirkungsweise noch einmal ändert. Etwas schade ist, jedenfalls soll es Anwendungsfälle geben, dass man keine zwei Subwoofer mit der Soundbar koppeln kann – wäre doch spannend gewesen, oder? Der Tieftöner ist sehr passend dimensioniert und gibt dem System eine gewisse klangliche Reife, die zu keiner Zeit gequält oder überanstrengt klingt. Hier ist massig Leistung vorhanden, vermutlich mehr, als die meisten in ihrem Umfeld ausfahren können.
Natürlich auch in Schwarz verfügbar: die Teufel Effekt 2
Auch die Erweiterbarkeit bleibt ein wichtiger Bestandteil des Konzepts – und dann wird es richtig spannend! Die Teufel EFFEKT 2 gibt es im Bundle für 399 Euro. Sie erweitern die Wiedergabe um physische Rear-Kanäle und geben dem gesamten System eine klangliche Fülle, die in diesem Preissbereich eher selten anzutreffen ist! So lässt sich das System bei Bedarf weiter ausbauen, ohne dass dafür Lautsprecherkabel durch das gesamte Wohnzimmer verlegt werden müssen. Die Immersion und der Surround-Effekt, die hier erzeugt werden, sind wirklich auf allerhöchstem (Soundbar!)-Niveau anzutreffen. Teufel ist es gelungen, eine Abstimmung zu finden, die eingespeiste Atmos-Tonspuren genau so wiedergeben kann, wie sie klingen sollen. Dosiert, nicht überpegelt – die Rear-Kanäle setzen dann ein, wenn sie sollen, und nicht dauerhaft oder „gequält“ im Klang. Das Zusammenspiel aus allen Komponenten wirkt einfach perfekt aufeinander abgestimmt und holt extrem viel aus den Möglichkeiten einer solchen Anlage heraus.
Stative von Teufel sind ebenfalls erhältlich
Aber auch wenn Musik ein Thema ist, kann die Soundbar der zentrale Bestandteil des Systems bleiben und auch 3D-Spuren wiedergeben. Speziell die Integrationen von Apple AirPlay 2, Google Cast, Spotify Connect, TIDAL Connect und TuneIn stellen hier eine sinnige Erweiterung des Nutzungsfeldes dar und können das System zur Musikanlage avancieren lassen.
Kommen wir auf der nächsten Seite zum finalen Fazit.
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