Soundbars

Test: LG DSN8YG 3.1.2 Soundbar

 

 

Praxistest und Klangcheck

Eingerichtet ist die Soundbar schnell, einfach dafür das HDMI-Kabel mit der Soundbar und TV verbinden, welches übrigens nicht dem Lieferumfang beiliegt, LG legt nur ein optisches Kabel bei. Im besten Falle erkennt der TV, solange man den mit ARC gekennzeichneten Eingang nutzt, die Soundbar automatisch und stellt die Tonausgabe selbständig um. Somit wäre die Soundbar mit dem „tollen“ Namen DSN8YG auch einsatzbereit.

LG DSN8YG 01

LG DSN8YG 05

Die kleine und einfach ausgeführte Kontrolleinheit hatte ich ja schon auf der vorherigen Seite etwas ausführlicher beschrieben. Mit dieser lassen sich alle wichtigen Funktionen wie Eingangsquelle, Lautstärke oder auch die hinterlegten Sound-Presets etc. steuern. Wer jetzt etwas tiefgreifende Einstellungen vornehmen möchte, der muss mittels eines „smarten“ Gerät bzw. Google Home die Soundbar erst einmal einrichten und kann dann via Sprachbefehle auch Inhalte wiedergeben. Ist das getan, kann man zusätzlich mittels LG WiFi-Speaker App (siehe weiter untenzusätzliche Einstellungen vornehmen. Insgesamt ist der Funktionsumfang für eine Soundbar doch recht ordentlich. Der integrierte Equalizer für die einzelnen Kanäle ist sehr praktisch, um die Abstimmung auf die persönlichen Vorlieben durchführen zu können.

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Die Netzwerkeinbindung bringt auch den Vorteil, dass man auch mittels der genannten App Inhalte (NAS, Streaming etc.) auf die Soundbar schicken / wiedergeben kann, quasi wie ein Multiroom-Lautsprecher, sofern man dies als Deklaration verwenden will. Nett ist auch der Nachtmodus, den wir bereits von anderen Soundbars her kennen. Dabei werden einige Frequenzen herabgesenkt, sodass die stimmliche Präsenz nicht mehr so gewaltig ist und ggf. Mitbewohner stört.

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Was die Soundbar aber beispielsweise nochmals deutlicher zu einer DSN7CY unterscheidet, ist das AI Room Calibration Feature. Der Name verrät es bereits, dabei handelt es sich um eine Klanganpassung an die räumlichen Gegebenheiten. Dabei werden wie üblich, zahlreiche Testtöne wiedergegeben und dann entsprechende Anpassungen vorgenommen. So sind, mal über den Tellerrand geblickt, bereits viele positive Stimmen dazu nachzulesen (…) In unserem Fall waren die klanglichen Auswirkungen eher minimal, da vermutlich die räumlichen Gegebenheiten wenig kaschiert werden müssen. In Summe aber ein nettes Feature welches durchaus Vorteile bringen kann.

Wie abgebildet und zu sehen, bietet die App noch einiges an Mehrfunktionen. Daher ist die Einrichtung der LG Soundbar darauf sehr ratsam. Wer die Soundbar an die Wand montieren möchte, der kann die beiden mitgelieferten Bügel dazu verwenden. Jene werden einfach per M-Schraube am Gehäuse angeschraubt und dann an der Wand befestigt.

LG DSN8YG 09 LG DSN8YG 10

Eine Kleinigkeit sollte man auch nochmal erwähnen, je nach TV ist ja mehr oder weniger Platz im Standfußbereich vorhanden. Beispielsweise ein Panasonic HXW1004 steht auf Grund seines Standfußes deutlich höher und der nachfolgend abgebildete Effekt kommt nicht zu sehr zum Tragen. Im Falle eines LG OLED CX ragt die Soundbar sichtbar in das Bild hinein. Wer den TV an die Wand montiert muss sich logischer Weise keine Sorgen machen, es sollte aber mit berücksichtigt werden.

 

Klangcheck

Ich gebe es offen zu, an Klang muss man sich gewöhnen. Ganz subjektiv gesprochen musste ich das auch wirklich machen, um hier mal einen ungeschönten Eindruck zu vermitteln. Kommt man vom reinen TV-Lautsprecherklang dürfte diese Soundbar aber eher als Offenbarung verstanden werden… Sind die eigenen Ohren mit der LG Soundbar zu einer Symbiose zusammengewachsen, beginnt der Klangriegel auch richtig Spaß zu machen. Auf jeden Fall sollte man sich ein wenig mit dem Feintuning via App auseinandersetzen, da hier nochmals mehr „Klangverbesserungen“ zu erzielen sind. Gegenteilig zu vielen anderen Meinungen, gefiel mir u.a. das Standard-Profil bei der Filmwiedergabe deutlich besser. Die Musikwiedergabe fühlt sich so wie von den Entwicklern beabsichtigt, mit dem richtigen (Musik) Profil sehr gut aufgehoben.

LG DSN8YG 11

Die homogene Abstimmung lässt für ein Produkt in diesem Segment kaum Zweifel zu. Die Stimmen werden sehr transparent und gelöst vom Ursprungsbereich gelöst in den Raum transportiert. Das Bühnenbild zeigt sich groß, fein aufgelöst und macht Spaß. Langhubige Tracks werden wohlwollend vom Subwoofer aufgegriffen, hier muss man aber darauf achten, dass der Raum nicht zu sehr angeregt wird und ggf. beim Bass nachjustieren. Die Detailwiedergabe ist aber dennoch erstaunlich, gerade auch bei Feingeistigen Song wie von Ursine Vulpine mit der Cover-Interpretation von Wicked Game wird dies wunderbar deutlich. Würde man den Klangkörper nicht sehen, könnte man schon meinen, dass hier ein ausgewachsenes Korpus Delikti die Beschallung übernimmt. Zwar ist die Höhenbeschallung keinesfalls so ausgeprägt wie bei der Filmdarstellung, ist aber schon deutlich zu vernehmen.

Wo wir schon bei der Paradisziplin wären – schmeißt man jetzt die bekannten Dolby Demo-Spuren auf die LG DSN8YG, dann zeigen sich die wahren Stärken. Das, was ich bei der Musikwiedergabe schon attestiert habe, wird jetzt nochmal mit einer deutlich größeren Bühne garniert. Die Deckenreflektion funktioniert wunderbar. Keinesfalls so als würden dedizierte Lautsprecher an der Decke hängen, aber gerade bei episch unterlegten Filmsequenzen wird ein Flair erzeugt, dass es einfach nur Spaß macht, den Pegelregler ganz nach oben zu bewegen. Für eine Feinjustierung sollte man die zur Verfügung stehenden Regler nutzen, dann ist der akustische Spaßfaktor auf jeden Fall noch höher.

Um abschließend noch ein paar Keyfacts hinsichtlich des Klangs niederzuschreiben: Die Soundbar überzeugt mit einer klaren Stimmendarstellung die sich gut vom Schallwandler löst, das Setup deutlich größer wirken lässt es als physisch ist und hat zudem eine sehr homogene Pegelabmischung erhalten. Mit Feinjustierungen ist aber noch mehr Spielraum vorhanden. Der Subwoofer setzt sich sehr gut in Szene ohne dabei zu omnipräsent zu wirken, wie man es eigentlich nicht haben möchte. Egal ob Film oder Musik, beide Disziplinen liegen der LG DSN8YG wunderbar. Kommen wir damit zum abschließenden Fazit.


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