Wer bis hierhin gelesen hat, der kennt inzwischen schon die Anwendungsszenarien in einem Haushalt, der vollgestopft mit Technik und etwaigen Streaming-Abspielmethoden ausgestattet ist. Wir wollen nachfolgend alles nochmal ganz genau skizzieren, so dass es auch jeder nachvollziehen kann.
Hi-Res-Streaming ist mittlerweile auch längst im High-End-Bereich angekommen. So kommt es nicht selten vor, dass man an seiner teuren Stereo-Anlage auch entsprechende Netzwerkkabel verlegen muss. In den seltensten Fällen ist der Anschlussweg vom eigenen Router dahin ideal, also Orbi-System aufstellen und den Satelliten im Bereich der AV-Komponenten positionieren. Oftmals bleibt es nicht bei einem Endgerät welches Netzwerkkonnektivität benötigt, damit beginnt dann auch das große Kabelgewirr hinter dem Hifi-Schrank. Im schlechtesten Fall hat man „früher“ alle Kabel quer durch das ganze Haus oder Wohnung gelegt. Für Ästhetiker mehr als nur ein Graus.
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Klassischer Fall eines dynamisch gewachsenen Netzwerk-Umfeldes
Ein positiver Vorteil des Orbi Satelliten, er kann auch direkt als Netzwerk-Switch dienen und bis zu vier Netzwerk-Anschlüsse bereitstellen. Beispielsweise für den Netzwerk-Streamer, die Sky+ Pro Box, den Amazon FireTV und noch einen AV-Receiver. Gerade die Bild-ausgegebenen Komponenten profitieren von einer hohen Bandbreite, da sich 4K-Wiedergabematerial immer mehr verbreitet. Bei solchen Konstellationen kann der Orbi seine breite Brust ausspielen. Denn wie schon bei den Benchmarks gesehen, ist die abgelieferte Performance mehr als nur überzeugend. Interessant wird es jetzt aber, wenn man in einen praxisnahen Simultanbetrieb mit VoD-Diensten, Hi-Res-Audio Streaming und weiteren „Spielerein“ am Smartphone das Netzwerk belastet.
Reine Audiolösungen, entweder standalone Hi-Res-Streaming oder Multiroom-Plattformen, beide belasten eine WiFi-Verbindung exponentiell. Wer damit schon intensiv zu tun hatte der wird wissen, dass bei der Wiedergabe besagter Plattformen die abzügliche Nennleistung über Funk mehr als rapide einbrechen kann. In unserem Test mittels mehrerer RAUMFELD-Lautsprecher und einem Leistungstest via Funk zeigte deutlich, dass Orbi dies ohne Mühen stemmen und ohne Einbüßen die dedizierte Leistung aus der Dose weiterhin bereitstellen kann. Gleiches können wir auch mit der Pioneer FAYOLA Plattform attestieren, die ja bekannter Maßen auf die FireConnect-Schnittstelle zurückgreift. Alle Komponenten die auf diesem Wege kommunizieren, können auf das Orbi-WLAN oder den RJ45-Stecker zurückgreifen.
Für Netzwerkspieler wie den abgebildeten Technics SU-G30 kommen theoretisch beide Anschlusswege (Funk oder Kabel) in Frage, da er über entsprechende Schnittstellen verfügt. Aber wenn man mal ehrlich ist, getraut hat man dem Ganzen in der Vergangenheit nicht wirklich, da kurze Aussetzer bei den Liedern nicht ganz ausgeschlossen werden konnten. Orbi egalisiert dieses Verhalten. Interessant kann auch das Zusammenspiel einer NAS im Heimkino sein, wenn diese als Musikserver dient und per Kabel an anderer Stelle im Netzwerk angeschlossen ist.
Gerade für TV-Geräte die auf native VoD-Dienste (Amazon Prime, Netflix) zurückgreifen, dürften von einer gesteigerten Bandbreite profitieren. Bei gleichzeitiger Nutzung von mehreren Geräten in einem Haushalt sind nervige Laderuckler oder eine kurzweilig verringerte Auflösung die Quintessens des Ganzen. Im Umkehrschluss wird also das Erlebnis als solches negativ beeinflusst. Während unserer Tests konnte genau dies abgestellt werden bzw. trat zu keinem Zeitpunkt mehr in Erscheinung.
An Hand des nachfolgenden Beispiels haben wir einmal konkrete Messwerte und das subjektiv empfundene Leistungsvermögen aufgezeigt. In dieser Konstellation tritt die FRITZ!Box 7490 gegen den NETGAR Orbi an, und zwar nur auf die WLAN-Performance bezogen. Dabei war beim AVM-Ableger bereits der Netzwechsel von 2.4 und 5 GHz aktiviert, so dass auch mehr Leistung zur Verfügung stand. Beim Leistungstest des Orbi wurde dieser mit hinter der FRITZ!Box als Access-Point geschaltet und das WLAN an der AVM-Box deaktiviert. Der zu erwartende Leistungsunterschied sollte sich erst in den Performance-Bereichen offenbaren, wenn es in den Bereich der Netzabdeckung aber auch der dauerhaften Bereitstellung des WLAN-Signals geht.
Die o.g. Geräte wurden im Haus aufgestellt und verwendet. Dabei kommen überwiegend Trockenbau-Wände zum Einsatz, die aber auch von Massivbauwänden umrahmt werden. Im Grunde genommen keine große Hürde für das Tri-Band-System. Die größte Schwierigkeit besteht eigentlich immer darin, Stahlbetonwände zu „durchdringen“. Aus diesem Grund haben wir für die Messung mehrere parallel laufende Lastszenarien erzeugt. Des Weiteren befand sich alles auf einer Ebene im Dachgeschoss. Für den Test wurden der Orbi Router und Satellit verwendet. Als Internetanbindung stand eine 50 Mbit VDSL-Leitung zur Verfügung, bei der an der Dose ca. 48Mbit anliegen. Folgende Dienste und Funktionen wurden gleichzeitig ausgeführt bzw. die "übrige" Leistung während des Betriebes mit dem Smartphone gemessen:
Leistungstest – FRITZ!Box 7490
Leistungstest – NETGAR Orbi
Ein riesen Pluspunkt der Orbi-Komponenten ist an Hand der nachfolgenden Grafik zu erkennen, die sehr große Netzabdeckung. Ist man mit einem Router der sich an einem Punkt sich befindet, doch ziemlich limitiert (Repeater lassen wir an dieser Stelle mal außen vor), so kann das NETGAR-Set als solches genau das Gegenteil bezwecken. Der abgebildete Querschnitt zeigt ein ca. 20m breites Gebäude und die Netzabdeckung die durch die jeweilige Netzwerkkomponenten erzeugt wird.
Die Grafik soll den Nutzwert verdeutlichen, sollte aber nicht 1:1 auf das jeweilige Abstrahlverhalten einer Netzwerkkomponente übertragen werden, da die Testbedinungen immer anders darstellen. Sehr überzeugend war auch im Test, dass wir bei rund 40m Abstand vom Haus, immer noch rund 50% der nominellen Netzwerkleistung (25 Mbit) zur Verfügung hatten. Vergrößerten wir den Abstand, fiel dieser Wert aber schnell weiter herunter. Lebt man auf dem Land, kann man gut und gern die halbe Nachbarschaft mit einem Internetzugang mitversorgen, sofern man das auch will. ;-)

Ideal sind solche Szenarien auch wenn mobile Lautsprecher mit den Garten sollen um dort für Beschallung via Streaming-Dienst sorgen sollen. Oder aber auch TV-Übertragungen auf entsprechenden Portalen (SkyGo) erfreuen sich endlich einer stabilen Verbindung. Dies soll kein Werbetext sein, sondern wir haben diese Fälle alle durchgespielt und sind sehr angetan von der erbrachten Leistung des Systems, die mit der o.g. FRITZ!Box bisher nicht möglich waren. Kommen wir nun abschließend zum Fazit.
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