Das allgemeine Handling des TV-Gerätes kann als absolut tadellos und komfortabel bezeichnet werden. Das OS läuft sehr flott, ist vollgepackt mit Streaming-Möglichkeiten und bietet darüber hinaus noch einige Funktionen. Was aber wirklich hervorragend ist, das ist die Bildqualität. Nicht nur die nachfolgenden Messergebnisse attestieren das, sondern auch die wirklich subjektiv empfundene Darstellungsgüte verschiedener Inhalte, ob nun nativ als 4K-Material oder per komprimiertem Stream – der TCL liefert hier ein Bild auf allerhöchster Güte ab. Verwendet wurde hier in allen Fällen der „Filmmaker Mode.
Bildinhalte aller Art, welche zugleich auch mit Bravour die Leistung des QD-Panels hervorheben können, gibt es zuhauf. Im Star Wars Universum beheimatet haben wir uns einige Beispiele herausgesucht, aber auch aus dem Marvel-Universum.
Wie wir gleich sehen werden, sind die gemessene Farbbrillanz bzw. Farbtreue bereits auf einem extrem hohen Niveau und die Schwarzwerte im Vergleich zu einem OLED, zumindest für einen Laien, nicht mehr bis kaum zu erkennen. Das verbaute HVA-Panel sorgt auch dafür, dass die Blickwinkelstabilität auf einem sehr hohen Niveau ist. Zwar verliert das Bild auf einem ganz marginalen Level seine 100-prozentige Treue, im Vergleich zum TCL C8K (zum Testartikel), ist hier der Unterschied ganz etwas ausgeprägter. Im direkten Vergleich, welchen wir zum Testzeitpunkt hatten, war dies deutlich zu erkennen. Wer diesen nicht hat, wird den Unterschied nicht so extrem vernehmen.
Zieht man jetzt den Preispunkt noch heran, wird es erst richtig spannend. Im Bereich von 55 oder 65 Zoll ist der Unterschied noch nicht so groß, möchte man aber 75 Zoll aufwärts nutzen, klafft eine eklatante Preislücke zwischen dem C7K und einem OLED-TV.
Der Input Lag des Mini-LED-Panel des TCL C7K ist wurde von uns mit 9,5 ms gemessen und ist damit marginal schneller, als das aktuelle OLED-Panel aus 2025. Selbst ein LG OLED G5 (zum Test), erzielte keinen besseren Wert und landet bei 12,9 ms.
Der gemittelte Wert liegt am Ende bei 13,5 ms. Empfunden wurde das Spielerlebnis aber dennoch hervorragend. Kleiner Sidefact: Der TCL C8K / Q8C-TVs hat exakt den gleichen Input-Lag vorzuweisen (von uns gemessen).
Die Farbdarstellung wurde im Filmmaker-Modus gemessen. Das Bild ist in allen Belangen hervorragend und nahezu perfekt in der Darstellung. Filmfreunde werden so absolut auf ihre Kosten kommen – das sieht einfach nur fantastisch aus und man würde nicht sofort erkennen, dass wir hier über einen Mini-LED-TV sprechen.
ColorChecker Analyse HDR (oben)
Bestätigt wurde dieser Ersteindruck natürlich in allen Messdisziplinen. Im ColorChecker-Durchlauf ließen sich hervorragende Messwerte erzielen. Im HDR-Bereich fällt die Farbdarstellung exzellent aus. So ermittelten wir einen Avg DE2000 von 1,35. Auch im SDR-Bereich (unten) ließ sich eine sehr geringe Abweichung vom Avg DE2000 von 1,16 nachweisen. Der TCL Q8C/C8K (zum Testartikel) schneidet hier marginal besser ab.
ColorChecker Analyse SDR (oben)
Im Messbereich der Farbraumdarstellung wurde es dann nochmal spannender. So ließ sich der BT.2020-Farbraum zu rund 79,5% darstellen, was für ein Panel dieser Generation einen erstklassigen Wert darstellt. Der DCI-P3-Farbraum weist letztlich ebenfalls einen hervorragenden Wert von 97,48 % auf. Im direkten Vergleich ist mir fast gleichauf mit OLED-Derivaten der 2025er-Produktions-Charge.
BT.2020 Farbraum wird zu durchschnittlich 80,6 % abgedeckt
DCI-P3 Farbraum wird zu durchschnittlich 97,48 % abgedeckt – referenzartige Darstellungswerte!
Aber auch im Bereich der Grau- bzw. Schwarzdarstellung liefert der Q7C sehr gute Ergebnisse, die sich im Vergleich zum Q8C / C8K nur marginal unterscheiden. Die Messkurven bewegen sich in der HDR- sowie auch in der SDR-Darstellung immer extrem nahe an der Referenzkurve. Die leichten Farbabweichungen im Blaubereich können vereinzelt mit leichten Veränderungen bei der Farbsteuerung selbst vom Anwender vorgenommen und nochmals verfeinert werden. Auch fällt auf: Je größer die Bilddarstellung, um so größer weicht der Blauton ab. Mit etwas Feintuning bekommt man hier noch eine präzisere Farbdarstellung hin.
Greyscale-Verlauf HDR-Bereich - präzise Verlaufskurve und nahe an der Referenzdarstellung
Die SDR-Darstellung sieht ebenfalls grundsolide aus. Einige wenige Ausreißer ließen sich bei der Gamma-Präzision ausmachen. Der AVG dE2000 beträgt hier immer noch sehr gute 1,1.
SDR Greyscale Multi - fasst perfekte Messkurve an der Referenz
| LG G5 | Sony BRAVIA 8 II | TCL C8K | TCL C7K | |
| Delta-E (weniger ist besser) | 1,25 | 0,81 | 0,08 | 1,16 |
| HDR-Helligkeit (10%, in nits) | 2067 nits | 1681 | 3372 | 1696 |
| UHDA-P3 Gammut | 99,5 % | 99,9 % | 97,5 % | 97 % |
| Rec. 2020 Gammut | 81,2 % | 88,4 % | 80,6 % | 79,5 % |
| Input Lag | 12,9 ms | 16,5 ms | 9,5 ms | 9,5 ms |
Bei der maximalen Helligkeit muss man differenziert betrachten und verstehen, wie die TVs arbeiten. Anders als viele andere Hersteller, forciert TCL eine 10%-Fenster-Darstellung bzw. legt den Fokus dorthin, wenn es um die maximale Helligkeit geht. Sicherlich auch nicht ganz unbedacht im Sinne des Messszenarios, aber vordergründig eher darauf bedacht, eine extrem intensive HDR-Darstellung zu erzielen.
Dabei ist es wichtig zu wissen, dass HDR-Bild-Highlights überwiegend in einzelnen Spots dargestellt werden und eher selten im Vollbild. So lässt sich auch die dargestellte Messkurve erklären.
Die im Filmmaker Mode ermittelte Spitzenhelligkeit ist sehr gut. Im 10%-Fenster konnten wir einen Wert von 1521 nits ermitteln. Im Vollbild sprechen wir immer noch von extrem guten 762 nits. Diesen Wert erzielen aktuelle OLEDs vereinzelt als 10%-Peak-Wert. Im Standard-Profil waren es sogar 1995 nits. Wichtig ist aber zu erwähnen, dass der Reiter „max. Helligkeit – wenig“ im Bildmenü aktiviert war, also quasi ein Boostmodus. Stellt man diesen noch höher ein, steigen die Werte sogar. Bei einer Abschaltung fallen die Messwerte natürlich noch niedriger aus. Im Weiß-Vollbild konnten wir 565 nits ermitteln (Filmmaker Mode).
Interessant hierbei sind die Unterschiede zwischen dem mattierten Q7C und den „Glossy-C7K“. Hier mal die Messwerte im direkten Vergleich:
Auf Grund des unterschiedlichen Layers ergeben sich diese Unterschiede bei der maximalen Helligkeit, die aber geringe prozentualen Bereich liegen und mit dem Auge nicht wahrgenommen werden können. Damit haben wir alle wichtigen Mess- und Teilbereiche abgehandelt und kommen auf der nächsten Seite zum finalen Testfazit.
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