Lautsprecher

Test: Panasonic SC-GA10 Smart-Speaker

 

Praxistest / App-Steuerung

Um den Panasonic GA-10 einzurichten, benötigt man die Google Home App. Diese leitet einen durch einen umfangreichen Installationsprozess, der den smarten Lautsprecher erst "intellligent" macht. Hier ist es auch direkt möglich: Streaming-Dienste und deren Accounts, den Standort des Geräts oder die Spracherkennung zu konfigurieren. 

Screenshot 20180705 152448 Screenshot 20180705 152501 Screenshot 20180705 152507 Screenshot 20180705 152603

Hat man als Nutzer den Prozess der Intialisierung des GA-10 hinter sich gebracht, kann man sich die Panasonic App runterladen, um mit dem Lautsprecher auf sein NAS, Streaming-Diensten oder andere Musikquellen zuzugreifen. Kommunizieren kann man aber schon nach der Einrichtung mit der Google Home App. Der Lautsprecher funktioniert hier, wie das Google Smartphone mit ihrem Voice-Assistant. Mit mit Aufruf "OK Google" aktivieren sich alle LEDs in der Front des Lautsprechers und signalisieren so dem Nutzer, das einem zugehört wird. 

Screenshot 20180705 152713 Screenshot 20180705 152713 Screenshot 20180705 152713 Screenshot 20180705 152713

Jetzt kann man z. B. Fragen zum Wetter stellen, wann welche Kinoaufführung stattfindet oder sich einen Termin eintragen lassen. Aber auch Nachrichten spielt der Panasonic GA-10 ab, persönlich bevorzugte Nachrichtendienste lassen sich in der Google App festlegen. Oder der Assistant unterhält einen mit zufälligen Informationen, wenn man einfach fragt: "OK Google, erzähl mir was interessantes" bekommt man antworten wie "Gern, in der Antarktis ist das Eis im Schnitt 1,9 Kilometer dick", für den der schon vielleicht alles weis (...)

 Screenshot 20180705 152744 Screenshot 20180705 152744 Screenshot 20180705 152744 Screenshot 20180705 152744
Integration von Musikdiensten zur weiteren Zuspielung

Aber auch nützliche Sachen wie die Musiksteuerung sind möglich, wenn man vorher in der Google Home App seinen Streaming-Dienst inklusive Account hinterlegt hat. Für Besitzer von Google Chromecast geht die Steuerung sogar noch ein Stück weiter. Hier veranlasst der Lautsprecher per Zuruf das starten von Video-Apps wie Youtube oder Netflix auf dem verbundenen Fernseher. Des Weiteren lassen sich auch das Licht oder andere Smarthome-Geräte per Zuruf steuern, dazu müssen sie nur mit der Google Home App kompatibel und verbunden sein. Dafür muss aber der Lautsprecher die ganze Zeit aktiviert bleiben, im ausgeschalteten Zustand funktioniert das logischerweise nicht.

Screenshot 20180705 152845 Screenshot 20180705 152845

Das kann für den einen oder anderen etwas befremdlich sein, das einem ständig jemand "zuhört". Ehrlich gesagt ist diese Entwicklung auch für uns noch etwas "fremd", es kann aber im täglichen Umgang mit vielen smarten Geräten einen wirklichen Nutzen haben. Das setzt natürlich eine Integration von vielen steuerbaren Smart-Home Geräten voraus. Gerade in Heimkinos, mit einer automatisierten Steuerung ist das ein sinnvoller Mehrwert, so lassen sich integrierte Lichtsteuerungen per Zuruf ausschalten oder ein Script starten, das eine Einschaltsequenz von unterschiedlichen Geräten ablaufen lässt.

Screenshot 20180705 153018 Screenshot 20180705 153018 Screenshot 20180705 153018 Screenshot 20180705 153018

Wer seinen Lautsprecher gerne über die hauseigenen App bedienen möchte, für den stellt Panasonic eine übersichtliche Lösung im Playstore bzw. Appstore bereit. Die Panasonic Music Control bringt eine Unterstützung von oogle Play Music, Spotify, TuneIn und Deezer direkt mit. Wer eher mit TIDAL oder quobuz streamen möchte, muss dies über die Bluetooth-Schnittstelle realisieren und dann vom eigenen smarten Geräten streamen. Wer über eine große eigene Musiksammlung in digitaler Form verfügt, der kann mit Hilfe der App auch auf das heimische Netzwerk zugreifen und dort Musik von z. B. einer NAS streamen. Die Playersoftware zeigt neben dem passenden Cover auch das aktuell abgespielten Dateiformat an, lässt aber eine Information zur Auflösung vermissen.

Screenshot 20180705 153031 Screenshot 20180705 153031 Screenshot 20180705 153031 Screenshot 20180705 153031

Neben vielen Einstellmöglichkeiten die direkt das System betreffen, gibt es auch vordefinierte Presets für die Klangverstellung. Neben Vorgaben wie Heavy, Clear etc. gibt die App dem Nutzer auch den Möglichkeit eines manuellen Eingriffs. Dafür stehen dem User ein Bass- und Höhenregler zur Verfügung und eine verstärkte Basseinstufung mit dem Menüpunkt: D.Bass.

Screenshot 20180823 135933 Screenshot 20180823 135933 Screenshot 20180823 135933 Screenshot 20180823 135933

Die App-Steuerung von Panasonic ist schlicht gehalten, funktioniert aber einfach und flüssig. Dazu kann neben dem Lautsprecher, die App auch als Player für das eigene Smartphone dienen, dann sind aber Klangeinstellungen deaktiviert und es funktioniert nur die reine Wiedergabe. Die Oberfläche ist übersichtlich strukturiert, man findet sich gut zurecht und der Player selbst ist auch ganz schick geworden, denn er zeigt neben dem Cover auch das abgespielte Dateiformat ab. Neben den üblichen Formaten wie WAV und MP3, kann der GA-10 auch mit FLAC-Dateien umgehen.

 

Klangcheck

Damit wir auch klanglich alles aus dem kompakten Lautsprecher rausholen, streamten wir einige FLAC-Audiofiles über das Netzwerk mittels WLAN. Wir versuchten hier ein breites Spektrum an Genres abzubilden, um einen ausreichenden akustischen Eindruck vom GA10 zu erlangen.

Panasonic GA10 07k

Klanglich fiel dabei auf, dass der Panasonic Lautsprecher trotz der kompakten Bauform den Raum mit einer guten Stimmenwiedergabe füllen kann. Gerade jazzige oder klassische Titel liegen dem kleinen Lautsprecher, da der Hochton- und Mitteltonbereich auch bei hohen Lautstärken hier kaum verzerrt und dynamisch aufspielen kann. Auch eine gewisse Räumlichkeit des Tons ist zu vernehmen, sitzt man ein Stück weiter weg umhüllt einen der Klang recht ordentlich und bietet eine gute Bühne. 

Panasonic GA10 08k

Bei kraftvollen Titeln mit viel Temperament  und Bass fühlt sich der GA10 aber schnell überfordert. Bis zur Hälfte der maximalen Lautstärke ist das Klangbild recht ausgewogen, der Bassbereich ist im Ansatz zu hören, der Hochtonbereich spielt frei auf und der kleine Lautsprecher bietet eine harmonische räumliche Ausbreitung. Sobald aber die Lautstärke etwas über der Wohlfühlzone des Lautsprechers liegt, dankt er es mit einer hohlen Basswiedergabe und schnell auftretende Verzerrungen. Aber grundsätzlich ist die akustische Wiedergabe sehr zufriedenstellend. Passend zum äußeren Auftreten ist der GA10 kein Krawallbruder, sondern er möchte eher mit klaren und detaillierten Elementen in der Tonwiedergabe punkten. Eben ein Genießer der Musik und kein Partygänger. Kommen wir zum abschließenden Fazit


Aktuelle News

Aktuelle Testberichte

    • Test: ELAC Uni-Fi 2.0 UB52 Regallautsprecher

      Test: ELAC Uni-Fi 2.0 UB52 RegallautsprecherIn diesem Beitrag stehen die neuen ELAC Uni-Fi 2.0 UB52 Regallautsprecher im Fokus. Bereits vor einigen Wochen direkt bei Kiel vor Ort konnten wir einen ersten ausführlichen Blick auf die komplette...

    • Test: Panasonic SC-HTB600 2.1 Soundbar

      Test: Panasonic SC-HTB600 2.1 SoundbarMit der Panasonic SC-HTB600 widmen wir uns nach der LG DSN7CY wieder einer Soundbar, aber diesmal einem Soundbar-Set auch mit Dolby Atmos und DTS-X Unterstützung aber mit einem separaten Subwoofer....

    • Test: Bose Companion 50

      Test: Bose Companion 50Ob Fernseher, PC oder Notebook - bei allen Einsatzwecken kann der Wunsch nach einer besseren Beschallung aufkommen. Mit dem Bose Companion 50 will der Hersteller all diese Einsatzfelder...

    • Test: LG DSN7CY 3.0.2 Soundbar

      Test: LG DSN7CY 3.0.2 SoundbarMit der 3.0.2 Soundbar DSN7CY von LG möchten wir uns heute einer beliebten Gattung, der Audioverbesserung des eigenen TVs widmen. Die kompakte Audio-Stange kommt mit eine Dolby Atmos und...

    • Test: Nubert nuPro X-6000 RC

      Test: Nubert nuPro X-6000 RCMit der Nubert nuPro X-6000 RC steht ein Modell aus der neuen Generation der aktiven Lautsprecher Serie der Schwaben auf dem Prüfstand. Aus der ersten Serie (ohne RC Suffix) hatten wir ja schon...