Lautsprecher

Test: PIEGA Premium 301 Gen2 - klein und fein!

 

Detaileindrücke / Technik

Das Gehäuse der 301 Gen2 verjüngt nach hinten in eine Rundung, wie wir das in letzter Zeit bei immer mehr Lautsprechern sehen bzw. auch schon bei der COAX 411 umgesetzt wurde. Wenn man es aufs Wesentliche herunterbricht, lässt sich sagen, dass die Schweizer einen roten Faden im eigenen Design-Programm haben – sehr löblich! Das ist nicht nur optisch ansprechend, sondern vermeidet auch stehende Wellen durch parallele Seitenwände, was aber auch schon zum großen Teil dem massiven Aufbau des Gehäuses geschuldet ist.

 

Auch hier setzt man auf das aufwändige Strangpressverfahren, bei dem das Gehäuse aus einem ganzen Block Aluminium besteht und nicht aus mehreren Teilen verklebt oder verschraubt wird. Im Kompaktbereich gibt es nur sehr wenige Hersteller, die dies bei einem Endkundenprodukt anbieten. Einer der wenigen Beispiele ist eine ELAC BS 312.2 Elegant.

Natürlich kommen die Lautsprecher auch mit einer Stoffabdeckung daher, die fest auf dem Lautsprecher sitzt und sich nur mit Hilfe eines Magneten oben in der Mitte abziehen lässt. In diesem Fall geht das wunderbar einfach und es präsentiert sich ein sehr schickes Antlitz, das gerade in Kombination mit dem silbernen Aluminium sowie den schwarzen Chassis hervorragend dasteht.

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Der Bändchen-Hochtöner zählt nach eigener Aussage, zu den fortschrittlichsten des Unternehmens. Die angelegte „supersymmetrische Magnetkonfiguration“ sowie die im Vergleich zum Vorgänger verbesserte Dämpfung sollen ganz klar der Wiedergabe im Form Klarheit und Präzision zugutekommen. Mit einem zusätzlichen zentrierten Frontmagneten und einer symmetrischen Anordnung auf beiden Seiten des Aluminium-Bändchens wird das Magnetfeld optimiert, was eine bessere Linearität, verbesserte Impulsantwort und weniger Verzerrungen ermöglicht, so die PIEGA-Entwickler selbst. Die Supersymmetrische Treiber (SSD) Technologie halbiert das benötigte Magnetmaterial, was sowohl die Effizienz steigert als auch die Umweltbelastung senkt, während man gleichzeitig die Leistung der Schwingspule verbessert hat.

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Besonderes Augenmerk wurde auf die Verbesserung der inneren Dämpfung des Bändchens gelegt, basierend auf den Fortschritten des koaxialen Hochtöners. Dieses neue Bändchen vereint das kompakte Design des LDR 2642 MKII, sodass es ohne Beeinträchtigung der Klangqualität leichter in kleinere Lautsprechergehäuse passt. Gleichzeitig profitiert es von der größeren Membran des LDR 3056, was seine akustischen Fähigkeiten verfeinert. Das Ergebnis soll ein Bändchen sein, das die Stärken seiner Vorgänger vereint und sanftere, natürlichere Hochfrequenzen bietet, gepaart mit der Präzision des Koaxial-Hochtöners.

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Für die unteren Frequenzen hat man einen 140 mm großen Tiefmitteltöner (FSD-M) verbaut, der dafür sorgen soll, eine makellose Wiedergabe zu realisieren, die dann auch noch perfekt mit dem Bändchen harmoniert. Optisch sichtbare Montagepunkte gibt es nicht – generell lässt sich auch sagen, dass die Lautsprecher ohne Abdeckung sehr viel besser zur Geltung kommen, als mit. 

Wie detailversessen man gearbeitet hat, sieht man am Beispiel des hervorragend eingefrästen Firmenlogos in das massive Aluminiumgehäuse, das nicht nur vor Präzision strotzt, sondern zugleich auch ein passendes Detail des Gesamtproduktes darstellt.

Sehr präzise und edle Gehäuseverarbeitung

Sehr hochwertig ist auch wieder das Anschluss-Panel ausgeführt, welches Bananenstecker aufnehmen kann, es sich die Kabel aber auch klassisch verschrauben lassen. Wie hier dargestellt, bietet PIEGA auch passende Stative an, an denen die Lautsprecher elegant befestigt werden. Neben einer Schraube ist die Auflagefläche (am Stativ) des Lautsprechergehäuses ab Werk mit einem extrem stark klebenden Pad versehen. Eher fällt das ganze Konstrukt, als dass sich der Lautsprecher herunterlöst – das hält extrem fest.

  

Fixierung mit einer Schraube - Lautsprecher sitzt extrem fest

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Sehr edles Stativ für die Premium 301 Gen2 - in Silber und Schwarz verfügbar

Die Empfindlichkeit des Lautsprechers gibt PIEGA mit 88 dB/W/m bei 4 Ohm. Der Frequenzbereich liegt zwischen 39 Hz und 50 Kilohertz (und damit voll HiRes-tauglich). Das Gehäuse hat die Abmessungen 31 × 17 × 23 Zentimeter bei einem Gewicht von 6,1 Kilogramm. Als Verstärkerleistung steht ein Wert von 20 bis 200 Watt im Raum.

Auf der nächsten Seite geht es dann weiter zum Praxisbereich und unseren Klangeinschätzungen.

 


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