Zugegeben, der Lautsprecher folgt nicht wirklich einer optischen Norm, sofern diese im High End Audio Segment überhaupt vorhanden ist. Geschmäcker sind wie in allen Lebenslagen verschieden, so dürfte es sich auch beim neuesten ELAC-Lautsprecher verhalten. Unabhängig von der optischen Gestaltung, ist die haptische Anmutung und Materialumsetzung absolut erhaben sowie auch dem Kaufpreis als würdig zu betrachten.
Mit einem Einzelgewicht von 62 Kilogramm pro Lautsprecher wird dieses 1,34 m hohe Kunstwerk auch nicht mehr allein bewegt, sondern bedarf beim Auspacken und Aufstellen unbedingt vier Hände. ELAC hat hierzu auch eine clevere Transportverpackung konstruiert, die für dieses Unterfangen bestens geeignet ist.
Die Kontur des aus Holzwerkstoff gefertigten Gehäuses, welche in Teilen aufwändig mittels einer 6-achsigen Fräse herausgearbeitet wird, weist keine parallelen Flächen auf und verhindert somit stehende Wellen im Inneren effektiv, so ELAC selbst über den Lautsprecher. Darüber hinaus schärfen die großzügigen horizontalen und vertikalen Versteifungen das akustische Impulsverhalten. Das Lackkleid kann entweder in Schwarz oder Weiß gewählt werden. Hinzukommen dann noch die möglichen Blenden, die zwischen Silber und Schwarz gewählt werden können. Ohnehin kann gegen Aufpreis, jeder RAL-Ton umgesetzt werden, eine längere Lieferzeit mit inbegriffen. Der Lautsprecher selbst wird in Kiel bei ELAC am Stammsitz gefertigt.
Als farbliche Applikation thront der Schallwandler auf einem massiven und wertigen Standfuß. Wie gewohnt, lassen sich hier auch die Höhen der Spikes komfortabel einstellen. Zunächst unsichtbar, aber dennoch vorhanden ist das Down-Firing-Prinzip in Form einer Bass-Reflexöffnung. Flankiert wird das Ganze dann letztlich von den beiden im Sandwich-Prinzip (Push-Push – Pull-Pull) arbeitenden 250 mm Tieftönern, die seitlich im Gehäuse sitzen.
Das Anschlussterminal ist auch standesgemäß hochwertig ausgeführt. Es bietet vergoldete, großflächige Kontaktflächen für verlustarmen Signalweg. Dies wird mit großen, schwarzverchromten Klemmschrauben für einfaches Handling gepaart. Darüber hinaus kann man zwischen Bi-Wiring und Single-Wiring wählen. Entsprechende Kabel-Brücken liegen ab Werk direkt mit bei. Selbstredend kann man auch einen Bi-Amping-Aufbau realisieren.
Die Stufenverstellung der VXe-Einheit kann ruckseitig am Lautprecher erfolgen, jeweils einzeln versteht sich. Dabei kann man jeweils nach „links“ und „rechts“ den Schalter bewegen, bei dem physikalisch betrachtet, Pegel hinzugefügt oder weggenommen wird. In der Maximalstellung kommen so 2 db je Richtung hinzu.
Im Schnittmuster zeigt sich dann die aufwändige Gehäusekonstruktion, welche in Teilen aufwändig konstruiert wurde und keine parallelen Flächen aufweist. Darüber hinaus schärfen die großzügigen horizontalen und vertikalen Versteifungen das akustische Impulsverhalten, so ELAC selbst über den Lautsprecher.
4-Wege-System - jeder Kanal hat eine eigene Frequenzweiche
Als markantes Erscheinungsmerkmal dürfte wohl das kreisförmige Lautsprecher-Array sein, bestehend aus sechs hochperformanten Mitteltönern in A-XR Technologie (Aluminum - eXtendedRange). Dieses Array wird auch als VXe-Einheit bezeichnet (Variable Coaxial Electric) und nutzt eine Vielfachanordnung ultrakompakter Lautsprecher-Chassis für die Wiedergabe des akustisch sensiblen, für die räumliche Wirkung von Musik und Ortung von Schallereignissen elementaren Mitteltonbereiches.
Vereinfacht ausgedrückt lassen sich jetzt nun individuell für jeden Lautsprecher separate Einstellungen vornehmen. Damit kann die akustische Richtwirkung gezielt angepasst und optimiert werden. Sollte etwa auf einer Raumseite durch Möbel mehr Schall geschluckt werden, lässt sich dies präzise ausgleichen, pro Lautsprecher einzeln versteht sich. Gleiches gilt natürlich auch für das Hinzufügen von Pegel, wenn keine Reflexionsflächen vorhanden sind. Man kann bespielsweise ein sehr gerichtetes Setting wählen, wenn man wirklich nur im Sweetspot sitzt, oder aber auch die Bühne deutlich erweitern, wenn die Hörposition weiter im Raum ist und man darüber hinaus die „Breite“ bevorzugt. Insgesamt erlaubt das VXe-System 25 unterschiedliche Schalterkombinationen und möchte so für einen klanglich auf die eigenen Gegegebenheiten abgestimmten Hörgenuss sorgen.
Wie schon angesprochen, müssen dazu die Schalter an der Rückseite der Lautsprecher verstellt respektive angepasst werden. Eine App oder dergleichen ist nicht notwendig, da es sich um einen echten physikalischen Eingriff in der Pegelsteuerung handelt.
Werden bei beiden CONCENTRO-Lautsprechern die zu den Außenseiten weisenden Schalterstellungen gewählt, verändert sich die Richtcharakteristik und wird zudem asymmetrisch. Zu den Außenseiten wird nun mehr Schallenergie abgestrahlt und es erhöht sich der Diffusschallanteil am Hörplatz. Im Ergebnis sollen eine erweiterte projizierte Bühne und ein Plus an Atmosphäre stehen.
Wählt man hingegen bei beiden CONCENTRO-Lautsprechern die zur Innenseite weisenden Schalterstellungen, wird zu den Innenseiten mehr Schallenergie abgestrahlt und es entsteht eine projizierte Bühne mit erweiterter Tiefenstaffelung und erhöhter Plastizität.
Mit dem Drehschalters auf der Rückseite des Lautsprechers wird also konkret Einfluss auf die elektrische Verschaltung der einzelnen Elemente des VXe bzw. der Richtcharakteristik und somit auf das Verhältnis von Direkt- zu Diffusschall am Hörplatz genommen.
Die mittlere der fünf Schalterstellungen aktiviert den konzentrischen Modus: Alle Lautsprecher-Chassis des VXe geben das identische Signal wieder. Durch die geometrische Ausdehnung der entstandenen Schallquelle erhöht sich die Bündelung: Weniger Diffusschall erreicht den Hörplatz, die akustische Bühne fokussiert sich verstärkt zwischen den Lautsprechern.
Die verbauten Komponenten sind laut ELAC die Konsequenz der letzten Jahre und stellen aktuelle mit das Beste dar, was man selbst entwickelt hat. Kleiner Teaser vorweg, die beiden 250 mm Tieftöner mit Bassreflexkanal sind keinesfalls „Aufdicker“. Sie agieren ganz bewusst mit dem Ansatz hier keinen Raum anzuregen oder vordergründig hörbar zu sein, wie wir auf der nächsten Seite im Praxisbereich auch festgehalten haben.
250 mm Tieftöner - zwei Mal gegenüberliegend verbaut
Prinzipiell kann die Concentro M 807 als hochbelastbarer Lautsprecher angesehen werden, der aber laut ELAC auf Grund des vergleichsweise normalen Wirkungsgrads keine unrealistischen Anforderungen an den Verstärker stellt. Gleichermaßen sagt man aber auch, dass der volle Dynamikumfang erst mit potenter Hardware im Bereich von 200-300 Watt erreicht wird.
Bei der VXe-Array titulierten Hochtoneinheit befinden sich ja bekannt sechs Chassis. Bei genauem Blick wird deutlich, dass auch hier die bekannte ELAC-DNA implementiert wurde und u. a. die A-XR Technlogie, oder besser gesagt, die allseits bekannten Kristallmembranen zur Materialversteifung verbaut wurden.
Die Membranen selbst sind ultraleicht und wiegen gerade einmal 0,18 Gramm. Verbaut wurde das Ganze dann in ein eigenes Chassis. Die zentrale Hochtoneinheit, im wahrsten Sinne des Wortes, bildet natürlich der aktuelle JET6c. Das C steht für compact, da die Grundmaße dieses AMTs nicht in das Array gepasst hätten, also hat man jene Maße für die vorgesehene Maße angepasst.
Die beiden Mitteltöner mit einem Durchmesser von 115 mm kommen ebenfalls im bekannten AS-XR Konus daher und bieten die bekannte Struktur (Kristallmembran).
Ebenfalls spannend ist auch der Bereich der Frequenzweichen. Der Lautsprecher agiert als 4-Wege-System und jeder Kanal hat seine eigene Einspeisung erhalten. Die beiden Mitteltöner werden dabei jeweils separat angesteuert. In der Abbildung ist die Platine für die Hochtonsektion abgebildet. Wie ebenfalls zu sehen, verwendet man für die interne Verkabelung ausschließlich hochwertige Van den Hul Kabel. Des Weiteren finden sich auf den Boards Folienkondensatoren, Luftspulen sowie auch MOX-Widerstände. Und ja – man kann hier durchaus spekulieren, dass es noch weitere (größere) Ausführungen geben wird. Der Platz auf dem Platinen-Layout ist ja bereits vorbereitet.
Nicht nur auf dem Papier ist der Lautsprecher recht beeindruckend, auch die Technik im Detail zeugt vom höchsten Anspruch, hier ein Luxusprodukt in die Spur bringen zu wollen. Auf der nächsten Seite geht es dann weiter mit der Praxis und unseren Klangeinschätzungen.
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