Ab sofort das Flaggschiff im Hause Sony wird der neue BRAVIA 9 II (Mk2), der in vier Größen in den Handel gehen wird. Ergo wird es nicht nur eine Ausführung geben, sondern bietet Sony das komplette Portfolio für vermeintlich jeden Geldbeutel an. Der BRAVIA 9 II wird in 65, 75, 85 und in 115 Zoll in den Markt gelangen. Die Preise dafür hatten wir eine Seite zuvor schon geschrieben, die ganz klar auf OLED-Niveau der aktuellsten Generation platziert sind. Ein nomineller Preisvorteil auf Grund des LCD-Panels entsteht jedenfalls nicht.
Das Design ist modern und wertig gestaltet worden. LCD-typisch baut das Gerät recht tief auf. Sehr markant ist auf jeden Fall das entspiegelte, leicht matte Coating des Panels. Sony spricht von der Immersive Black Screen Pro Technologie. Im Grunde genommen hat man es geschafft, das extrem matt erscheinende Display eines Samsung TVs nicht zu kopieren, aber dennoch die hohe Farbbrillanz eines OLED-TVs zu erreichen. Vergleicht man die aktuellste Generation von LG (G6) und einen Samsung S95H, dann hat Sony hier auf den ersten Blick ein sehr gutes Mittelmaß erzielt.
Beim Standfußdesign will man sich ebenfalls etwas Schickes einfallen lassen haben. Viele Hersteller haben schon immer das nächste „Big Thing“ vorgebracht (…) Die Sony Lösung sieht, subjektiv empfunden, sehr gut aus. Am T-Fuß, der im Übrigen von einer massiven Metallplatte getragen wird, sitzt parallel zum Panel, eine Art Milchglas, was sehr diffus, etwaig dahinterliegende Kabel verschleiert. Dank des Spiegeleffekts wirkt der massive TV doch eher etwas „leicht“.
Beim Sound-Setting bietet die neue Sony-Plattform viel mehr, als man direkt vermuten würde. Zum einen bietet der BRAVIA 9 II ein 80 Watt Soundsystem von Haus aus an. Rückseitig erkennt man auch die verbauten Chassis, nebst Bassreflex-Ausgang für den Tieftöner. Technisch betrachtet handelt es sich um ein 2.2.2-Kanal System. Der kleinere BRAVIA 7 II ist etwas kompakter ausgestattet und bietet keine Höhenstrahler.
Jetzt kommt das neue BRAVIA Theatre Trio System mit ins Spiel. Dieses kann, wie auch schon die weiteren Systeme, kabellos in den TV‑Verbund eingespannt werden. Aber dazu dann auf der nächsten Seite mehr im Detail. Spannend ist, dass das Trio System als Stereo-Kanal agieren kann und der TV dabei selbst als Center gewissermaßen weiterläuft. Wer dann mehr Leistung möchte, der kauft step by step die passenden „Bausteine“ einfach nach.
Das Anschlusspanel ist, wie abgebildet, seitlich ausgeführt und bietet alles notwendige. Neben HDR10 wird auch Dolby Vision unterstützt. Zum jetzigen Zeitpunkt gibt es keine Informationen für den Support von Dolby Vision 2. Unter der Haube steckt laut ersten Informationen noch ein „alter“ MediaTek Pentonic 1000 SoC, was im Umkehrschluss bedeutet, das die Geräte nur 2x HDMI 2.1 ausgeben können – wohlgemerkt bei 4K @ 120 Hz. ALLM und VRR stehen ebenfalls zur Verfügung, aber eben nur 120 Hz und nicht mehr. Dolby Vision 2 sei aktuell auch kein Thema bei Sony. Als Tuner stehen DVB-T/T2 und DVB-C zur Verfügung, sowie auch die Satelliten-Tuner (Digital).
Das Panel selbst wird von einer wertigen Metalleinfassung umrahmt. Beim BRAVIA 7 II ist das „nur“ aus Kunststoff gefertigt. Die größere Modellreihe trägt hier massiv auf – und zwar ganz klar im wertigen Maßstab gemeint. Das Display selbst ist mattiert und kann erstklassig Lichteinfall „schlucken“. Auf den ersten Eindrücken die sich im Rahmen der Veranstaltung erhaschen ließen könnte man meinen, dass es aktuell keinen besseren Mix aus mattem Panel und der dargebotenen Farbbrillianz gibt. Letzteres ist ja einer der größten Stärken bei OLEDs, also den selbstleuchtenden Pixeln, die mit dem „glänzenden“ Panelglas nochmals mehr an Farbbrillianz gewinnen. Diesen Mix hat Sony hervorragend hinbekommen.
Nachfolgend noch ein kleiner Panelvergleich: Links thront der LG G6 (WOLED) – in der Mitte der neue Sony BRAIVA 9 II und rechts ein Samsung S95F (QD-OLED). Die Bildimpression fängt es nicht perfekt ein, der Sony‑TV ist etwas weniger matt als das Samsung-Derivat.
Die ersten Bildvergleiche sind sehr vielversprechend anzusehen. Dazu hatte Sony drei Modelle aufgestellt. Links in der Abbildung befindet sich der BRAVIA 9 – in der Mitte der BRAVIA 9 II und rechts der (QD-OLED) BRAVIA 8 II (zum Testbericht). Das wichtigste Detail ist aber der kleine Sony Referenzmonitor BVM-HX310 (ca. 40.000 €) der davorsteht. Die Bilder haben leider nicht die beste Qualität und zeugen von leichtem „Ausbrennen“. Deutlich zu erkennen ist aber der Punkt, dass das Blooming um Objekte nicht mehr existent ist. In sehr vielen, bis fast allen Darstellungen, ist BRAVIA 9 II sehr nahe am Referenzbild.


Im Eingangs verlinkten Video finden sich dazu noch weitere Impressionen und Detaileindrücke. Für den ersten Moment waren die Ergebnisse schon sehr vielversprechend. Bzgl. der Spitzenhelligkeit ließen sich bereits erste Werte um die 4000 Nits besprechen, wirklich messen konnte noch niemand – das werden erste Testberichte zeigen müssen.
Auf der nächsten Seite werfen wir einen Detailblick auf den BRAVIA 7 II.
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