Wie schon einleitend geschrieben, setzt man beim Design ganz bewusst neue Akzente: Lautstärkeregler und Lüftungsgitter sind mit dem traditionellen japanischen „San Kuzushi“-Muster versehen und greifen damit gezielt kulturelle Wurzeln der Marke auf. Die Verarbeitung mit Aluminiumfront und solider Gehäusestruktur ist auf Langlebigkeit und mechanische Stabilität ausgelegt. Die Front präsentiert sich clean und aufgeräumt, wenige Schalterelemente sorgen für die zentrale Steuerung. Links befindet sich der Power-Button sowie ein 6,3 mm Klinkenstecker für Kopfhörer.
Das linke Drehrad fungiert hierbei als Quellenauswahl – bei Betätigung wechselt die Ansicht im Display und bietet eine optische Unterstützung zur Auswahl an. Das ist sehr ansehnlich und praktisch gelöst worden.
Auf der rechten Seite befindet sich der Volumenregler, nebst einer Display-Steuerung. Der Button fungiert als Schnellzugriff, um die Ansicht zwischen VU-Meter und anderen Inhaltsdarstellungen zu wechseln. Aber auch die Helligkeit kann hier abgestuft und sogar auch komplett ausgestellt werden. Ein Anzeigen des Displays ohne Beleuchtung des Hauptreglers ist ebenfalls möglich. Der Knopf fungiert als Redundanz, auf der Fernbedienung ist ebenfalls der „Dimm-Button“ vorhanden. Über den USB-Port lassen sich entsprechende Speichergeräte anschließen, worüber auch eine Wiedergabe möglich ist. Die Umsetzung dessen ist eher als „nett“ als sehr komfortabel zu bezeichnen. In der App kann man entsprechend durch die Inhalte wählen, wie auch am Display selbst. Andere Hersteller lösen dies hier ein wenig komfortabler und zügiger in der Umsetzung (Usability).
Das Anschluss-Panel ist sauber und übersichtlich ausgeführt. Darüber hinaus zählen noch drei analoge Cinch-Eingänge, noch ein koaxialer Digitaleingang, eine Phono-Stufe für MM- und MC-Tonabnehmer sowie ein HDMI-Port mit ARC-Unterstützung zur Ausstattung. Ebenfalls vorhanden sind eine Ethernet- und WLAN-Schnittstelle, die den Zugriff auf gängige Streaming-Dienste wie Spotify Connect, TIDAL Connect, Qobuz Connect, Chromecast und AirPlay 2 ermöglichen. Ein Subwoofer-Vorverstärkerausgang sowie hochwertige Lautsprecherklemmen runden die Konnektivität ab.
Digitale Anzeige – VU‑Meter und Wiedergabeinhalte sind möglich – der Anwender hat die freie Wahl
Doch was steckt unter der Haube des Verstärkers? Der Axing-Class-D-Aufbau mit MOSFET-Ausgangsstufe bringt einen doch recht luftigen Aufbau mit sich. Die verbaute Digitaltechnik bietet aber mit den genannten 250 Watt pro Kanal an 4 Ohm vergleichsweise viel Leistung. Der Y-40 kostet rund 600 weniger und bietet „nur“ die halbe Leistung.
Sauberer Aufbau der einzelnen Bereiche im Inneren des Verstärkers
Der Aufbau selbst ist sehr sauber und ordentlich ausgeführt. Selbstredend weiß man als Käufer, worauf man sich einlässt (…) das geringe Gewicht suggeriert aber schon im Vorfeld, dass hier kein Ringkerntrafo erwartet werden kann. Dennoch kann man nicht wegsprechen, dass der ein oder andere eine gewisse „Enttäuschung“ erfahren dürfte, sollte er ins Innere des Gehäuses blicken – bezogen auf die „Masse“ der verbauten Komponenten. Wie in vielen Bereichen heutzutage, hat sich auch im HiFi-Bereich viel auf Effizienz getrimmt.
Damit haben wir die grundlegenden Eindrücke eingesammelt und waren bereit für den Praxistest des Gerätes – mehr auf der nächsten Seite.
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