Nach dem großen Einstandserfolg der Radiant Acoustics Clarity 6.2 (zum Test) und der Radiant Acoustics Clarity 4.2 (zum Test), folgt nun mit der Radiant Acoustics Clarity 66 der erste Standlautsprecher unter der Führung der Audio-Legende Peter Lyngdorf. All das bekannte Know-how soll in diesen Lautsprecher geflossen sein..
Radiant Acoustics bzw. die Köpfe dahinter sind keine unbeschriebenen Blätter. Nordic Hi-Fi, PURIFI und HiFi Klubben und federführende Unternehmen stehen hinter dem noch relativ neuen Audio Brand – gemeinsam möchte man hochwertige Lautsprecher mit einem herausragenden Preis-Leistungs-Verhältnis zu entwickeln, so die eigene Aussage. Wer etwas tiefer blickt, der wird feststellen, dass Peter Lyngdorf (Lyngdorf Audio) hier auch seine Finger mit im Spiel hatte – also perfekte, audiophile Voraussetzungen.
Die Clarity 66 nutzen zwei identische 6,5-Zoll-PURIFI-USHINDI-Tieftöner, die parallel arbeiten. Dadurch sollen sich sich Dynamikreserven erhöhen, Verzerrungen reduziert und der Bassbereich erweitert werden, ohne die Klarheit des Mitteltons zu beeinträchtigen. Anders als viele große Lautsprecher, die auf komplexe Mehrtreiber-Konzepte setzen, bleiben die Clarity 66 ein echtes 2-Wege-System. Das Resultat soll eine außergewöhnliche Phasenkohärenz sein, die einen nahtlosen Übergang zwischen den Treibern bietet.
Oder anders ausgedrückt: die akustische Leistung der kleineren Modelle übertraf die Erwartungen haushoch und ließ nichts auf die eigentliche Baugröße der jeweiligen Korpi zurückschließen. Hat man dieses Credo auch bei der größeren Clarity 66 umsetzen könnte, dürfte das Endergebnis verdammt spannend zu beurteilen sein.
Für den Hochtonbereich ist ein symmetrischer AMT-Hochtöner zuständig, der ein besonders breites Abstrahlverhalten liefern soll. Davor sitzt ein Dual-Purpose-Waveguide, den man bereits bei der bekannten Clarity 6.2 kennt. Bei der Abstimmung wollen die Entwickler hier zusätzlich den Sweet Spot erweitert haben.
Für den Tieftonbereich entwickelte PURIFI speziell für die Clarity 66 den firmeneigenen Superflare™-Bassport. Dieser soll darauf ausgelegt sein, große Luftmengen mit minimaler Turbulenz, Geräuschentwicklung und Kompression zu bewegen. Das Ergebnis ist ein tief reichender, kontrollierter Bass, der auch bei hohen Pegeln sauber und präzise bleibt. Erfahrungsgemäß sind die kleineren Ausführungen ja in dieser Disziplin bereits ausgesprochen stark unterwegs – in Präzision, Timing und Vehemenz war dies bereits referenzartig. Spannend dürfte auch die Interpretation der Clarity 66 sein… Die Entwickler sprechen selbst davon, dass selbst bei hohen Pegeln die Darstellung keinesfalls übersteuert und stets punktgenau agieren soll.
Unser Ziel mit Clarity 66 war es, die Größe und Autorität der besten Standlautsprecher zu erreichen und gleichzeitig die Kohärenz und das Timing eines klassischen 2-Wege-Designs zu bewahren“, sagt Firmengründer Peter Lyngdorf. „In enger Zusammenarbeit mit den brillanten Ingenieuren von PURIFI haben wir ein System entwickelt, das die volle Tiefe und Dynamik der Musik offenlegt – ohne dem Klang etwas Eigenes hinzuzufügen.
Das Gehäuse selbst hat eine 15 mm starke, CNC-gefräste Aluminium-Schallwand erhalten, die mit einem steifen 21 mm MDF-Gehäuse verbunden ist. Das Ganze soll auf Grund der Beschaffenheit Vibrationen und Gehäuseresonanzen minimieren. Umfangreiche interne Verstrebungen sowie die fortschrittliche iCell-Dämpfung sollen diesen Effekt verstärken.
CLARITY 66 – Highlights
Radiant Acoustics veröffentlicht die Clarity 66 zu einem Preis von 7.998 EUR pro Paar. Die Lautsprecher sind in drei Ausführungen erhältlich: Black (6-fach lackiert), Oak (Furnier) und Walnut (Furnier). Weitere Informationen unter www.radiantacoustics.com
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