Lautsprecher

Test: Vestlyd MC6 und MC8 Aktiv-Lautsprecher

 

 

Praxis und Klangcheck

Die Lautsprecher lassen sich natürlich auch ohne optionale Füße betreiben, sehen dann vermutlich aber nur halb so gut aus. Bei den kleineren M6C dürfte sich das vermutlich ein wenig relativieren, da diese auch gut an einem PC-Setup wirken. Aber auch diese geben ein sehr elegantes Bild auf den Stativen ab und profitieren auch auf akustischer Ebene davon. In beiden Fällen reichte eine ganz marginal eingewinkelte Position, um das subjektiv empfundene, beste Klangbild herauszuholen.

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Wie lassen sich die Kraftpakete jetzt nun einordnen? Auch wenn bei vielen neuen Lautsprechern das nicht mehr wirklich erforderlich ist, sollte man seine Klangbeurteilung erst nach ein paar Stunden an Spielzeit starten. Wie erinnern uns (…) die deutlich größeren V12C haben in der Tat Einspielzeit benötigt, was bei aktuellen Neuvorstellungen immer seltener wird (ja ich, weiß – jeder hat da so seine eigene Sichtweise drauf). Ein ähnliches Verhalten ließ sich auch bei den hiesigen Modellen ausmachen, dass nach einer gewissen Zeit das Klangbild „verbesserte“.

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In beiden Fällen lässt sich attestieren, dass die Paradedisziplin zweifelsfrei bei Power-Tracks mit entsprechend angelegtem Pegel zu finden sind. Die Art und Weise, wie diese von den Lautsprechern interpretiert werden, ist ausgesprochen gut und präzise. Gerade der Tiefton wird überaus genau und verzerrungsfrei eingespielt, sehr punchig und punktgenau – das über etliche Genres hinweg.

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Aber auch geringere Pegel können sehr gut und harmonisch klingen, was nicht zuletzt auch an der tollen und breiten Bühnenstaffelung liegt, die keinesfalls im unteren Raumbereich klebt, sondern sich sehr gut nach oben von der Schallwand löst. Nicht zuletzt auch mit großer Sicherheit dank der untergestellten Füße, welche die Lautsprecher nicht nur optisch abkoppeln, sondern auch akustisch aufweiten. Die genannten akustischen Aspekte gelten für jeden der beiden Lautsprecher gleichermaßen, nur auf die entsprechende Größe herauf- oder herunterskaliert – das sollte klar sein.

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Ein schönes Beispiel in der Detailaufzählung ist abermals Mighty Mo Rodgers mit The Boy Who Stole the Blues. Die im Track vorkommenden Drums passen wie die Faust aufs Auge, als wäre dieser Track für die Lautsprecher gemacht. In der aktuellen Technologiezeit gibt es meiner Auffassung nach keine wirklich schlechten Produkte mehr, allerdings klingt nicht jeder Song gleich gut, das muss man ehrlicherweise sagen. Die absolute „Feingeistigkeit“ sollte man den Vestlyds jetzt nicht abverlangen.

Im Kern hat man die größeren V15C und V12C auf kleinere Ausführungen geschrumpft, ohne dabei aber die eigene Klang-DNA zu verlieren. Aber nicht nur bekannte Trash-Metal-Darbietungen (Metallica), System of a Down und Co. fühlen sich hier wohl, auch die ein oder andere Perle findet hier eine komplett (neuartige) Interpretation. Sehr markant ist mir hier unter anderem das Stück von Waylon Jennings (The Real House of the Rising Sun) in Erinnerung geblieben. Extrem ausgeprägte Staffelung der Sänger auf der Bühne, eine markante und wohlwollende Nähe der Gesangsstimme, die sich mit den punchigen Eigenschaften der Lautsprecher paart. Hier sind wir sehr weit weg von „Power-House-Speaker“ und finden uns deutlich im HiFi-Segment wieder – was im Umkehrschluss bedeutet, dass die kleineren Vestlyd-Lautsprecher ebenfalls sehr facettenreich unterwegs sind.

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Dank Phono-Stage auch für Plattenspieler geeignet

Aber auch „volumig“ klingende Songs eines Schlages von Chris Stapleton oder The Weeknd sind hervorragend und schon fast auf dem Niveau einer PA-Anlage einzuordnen. Wer übrigens Avatar 2 – The Way of Water gesehen hat, wird den Titelsong sicher kennen. Die akustische Power, die hier vorhanden ist, diesen Song wiederzugeben, lässt mich direkt noch einmal in Pandora eintauchen. 

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Insgesamt betrachtet überrascht die M6C sogar noch mehr als das größere Modell. Den kompakten traut man keinesfalls das Leistungspensum zu, welches hier dargeboten wird. Ob nun im Bereich der Pegelfestigkeit, der sehr ausgeprägten bzw. differenzierten Klangstaffelung sowie der gewissen „Leichtigkeit“, die sich im Schallbild widerspiegelt. Diesen Mix traut man dem Lautsprecher nicht wirklich zu – umso überraschter ist man selbst, wenn man sich hier durch verschiedene Genres hinweg durchtestet. Aber auch eine Detailversessenheit ist vorhanden, wenn auch nicht auf dem Niveau anderer Lautsprecher, die im Hochtonbereich deutlich andere Klang-Level erreichen können. Das bewirbt man aber auch nicht und das will der Lautsprecher im Kern auch gar nicht sein. Wie zuvor erwähnt, der Gesamtmix des Produktes ist sehr überzeugend.

 


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