Lautsprecher

Test: Vestlyd MC6 und MC8 Aktiv-Lautsprecher

 

Detaileindrücke M6C und M8C

Optisch verfolgen beide Modelle eine eigenständige Linie. Statt besonders schlanker Gehäuse oder einer zurückhaltenden Hi-Fi-Ästhetik setzt Vestlyd auf ein Design, das stark an klassische Studiomonitore und Lautsprecher aus den 1970er-Jahren erinnert. Die Gehäuse wirken kompakt, breit und funktional. Das Konzept soll bewusst einen Gegenpol zu vielen modernen Lautsprechern bilden, bei denen eine möglichst unauffällige Integration in die Wohnumgebung im Vordergrund steht. Allerdings befindet sich hier modernste Audiotechnik in den Gehäusen.

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Beide Modelle sind jeweils in Schwarz mit Kunstlederoberfläche sowie in einer Ausführung in Eichenoptik erhältlich. Die Material- und Farbvarianten unterstreichen den Retro-Ansatz und ermöglichen eine Anpassung an unterschiedliche Einrichtungsstile. Trotz der ähnlichen Gestaltung fällt die M8C Active größer aus und beansprucht entsprechend mehr Stellfläche. Dennoch fallen die Schallwandler deutlich kleiner aus, als die größeren Geschwistermodelle V12C und V15C.

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Technisch setzen beide auf das sogenannte Power-Monitor-Konzept von Vestlyd. Ein wesentliches Merkmal ist die koaxiale Anordnung der Treiber: Der Hochtöner sitzt dabei innerhalb des Tieftöners. Dadurch sollen die Schallanteile beider Chassis räumlich möglichst geschlossen zusammengeführt werden. Für den Hochtonbereich kommt jeweils eine 1-Zoll-Titaniumkalotte zum Einsatz, während der Tieftonbereich von einem Konus aus Papier übernommen wird.

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Bei der M6C Active misst der Tieftöner 6,5 Zoll, bei der M8C Active sind es 8 Zoll. Die größere Membranfläche der M8C Active bildet damit einen wesentlichen konstruktiven Unterschied zwischen den beiden Modellen. Auch die Gehäuseabmessungen fallen unterschiedlich aus: Die M6C Active misst laut Hersteller 36,3 × 24,6 × 21,6 Zentimeter, die M8C Active kommt auf 44,3 × 29,0 × 27,0 Zentimeter (Höhe × Breite × Tiefe).

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Die Verstärkertechnik ist bei beiden Modellen identisch ausgelegt. Vier Class-D-Verstärker mit jeweils 75 Watt übernehmen die Ansteuerung der Chassis. Vestlyd setzt dabei auf PWM-gesteuerte Class-D-Technik. Durch die aktive Auslegung sind die Verstärker bereits in die Lautsprecher integriert; eine externe Endstufe ist nicht notwendig. Das reduziert den Geräteaufwand und erleichtert den Aufbau eines kompakten Systems.

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Auch bei den angegebenen Frequenzbereichen unterscheiden sich die Modelle. Für die M6C Active nennt Vestlyd 43 Hz bis 24 kHz bei −6 dB beziehungsweise 47,5 Hz bis 22 kHz bei −3 dB. Die M8C Active wird mit 36 Hz bis 24 kHz bei −6 dB und 39,5 Hz bis 22 kHz bei −3 dB angegeben.

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Bassreflexöffnungen nach vorn gerichtet - Hinten und unten ist alles geschlossen

Bei der Anschlussausstattung zeigen sich die Geräte ausgesprochen vielseitig. Zur Verfügung stehen HDMI eARC, ein optischer Digitaleingang, USB-C sowie analoge RCA‑Anschlüsse. Zusätzlich gibt es eine kombinierte XLR-/6,35-mm-Klinkenbuchse, über die sich auch entsprechende professionelle Audioquellen anschließen lassen. Bluetooth 5.1 ermöglicht die kabellose Wiedergabe von kompatiblen Zuspielgeräten. Unterstützt werden unter anderem AAC, aptX HD und aptX Low Latency. Die maximal angegebene Auflösung beträgt 24 Bit bei 192 kHz.

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Ergänzt wird die Ausstattung durch einen Subwoofer-Ausgang. Wer den Tieftonbereich gezielt erweitern möchte, kann also einen zusätzlichen aktiven Subwoofer einbinden. Auf der Rückseite lassen sich außerdem die Kanalzuordnung für links und rechts sowie die Bass- und Höhenanpassung einstellen. Drei voreingestellte Klangprofile – Music, Film und Neutral – stehen ebenfalls zur Auswahl (auf der Fernbedienung).

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DSP-Kippschalter ermöglichen Klanganpassungen

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Mitgelieferte Fernbedienung

 

Einsatzmöglichkeiten und Kombinationen

Ein wesentlicher Vorteil der M6C Active und M8C Active liegt darin, dass sich ein vollständiges Stereo-Setup mit vergleichsweise wenig zusätzlicher Elektronik realisieren lässt. Da die Verstärker bereits integriert sind, werden keine separate Endstufe und kein klassischer Stereo-Verstärker benötigt. Je nach Quelle genügt es, die Lautsprecher mit dem passenden Signal zu versorgen – für den Praxistest fiel die Wahl auf einen Cambridge Audio CXN100, der per optischem Kabel an die Lautsprecher geklemmt wurde. Theoretisch ließe sich dieser sogar per Balanced Audio Ports (XLR) an die Vestlyd anschließen.

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Für die Musikwiedergabe bieten sich mehrere Möglichkeiten: Smartphones und Tablets können per Bluetooth verbunden werden, während Computer über USB-C oder andere passende Eingänge eingebunden werden können. Auch ein HDMI-eARC-Anschluss steht zur Verfügung, sodass eine Integration in das heimische TV‑Umfeld ohne Probleme gelingen sollte. Wem die Lautsprecher nicht genügend Tiefgang bieten, der kann dank des Sub-outs einen separaten Tieftöner anklemmen

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Bei der Wahl zwischen den beiden Modellen spielen vor allem der verfügbare Platz und die gewünschte Systemgröße eine Rolle. Die M6C Active ist die kompaktere Ausführung und lässt sich leichter in kleinere Räume oder auf entsprechend dimensionierte Lautsprecherständer integrieren. Die M8C Active fällt größer aus und besitzt den größeren Tieftöner. Auch wenn beide Lautsprecher auf demselben technischen Grundkonzept basieren, ist die Auswahl deshalb nicht allein eine Frage des Preises, sondern sollte ebenso die Raumgröße und die individuellen Anforderungen berücksichtigen.

 


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