Die Bedienelemente befinden sich gut erreichbar auf der Oberseite. Hier lassen sich grundlegende Wiedergabefunktionen steuern und die Bass-Boost-Einstellungen wechseln. Die Anordnung ist auf eine unkomplizierte Bedienung ausgelegt, sodass sich die wichtigsten Funktionen auch ohne Smartphone nutzen lassen.
Auf der Rückseite befinden sich die Anschlüsse für die Stromversorgung und USB‑C. Über USB-C kann nicht nur ein kompatibles Gerät geladen werden; die Schnittstelle unterstützt bei geeigneten Zuspielern auch die digitale Audioübertragung. Ein klassischer 3,5-mm-Klinkeneingang ist nicht vorhanden. Analoge Audioquellen lassen sich daher nicht direkt über einen entsprechenden AUX-Anschluss verbinden. Die Powerbank-Funktion erweitert den mobilen Einsatzbereich. Smartphones und andere kompatible Geräte können über USB-C mit Energie versorgt werden. Die tatsächliche Ladeleistung und die verbleibende Laufzeit des Lautsprechers hängen dabei von den jeweiligen Betriebsbedingungen ab.
Für die drahtlose Musikwiedergabe nutzt JBL Bluetooth 5.4. Damit lässt sich die Boombox 4 unkompliziert mit Smartphones, Tablets und weiteren kompatiblen Geräten verbinden. Unterstützt werden unter anderem die Bluetooth-Profile A2DP 1.4 für die Audioübertragung und AVRCP 1.6 zur Steuerung der Wiedergabe. Neu ist außerdem die Unterstützung von Auracast. Damit können mehrere kompatible Lautsprecher miteinander verbunden werden, um dieselbe Musik auf einer größeren Fläche wiederzugeben. Auch mehrere Boombox-4-Geräte lassen sich auf diese Weise zusammenschalten. Das bietet zusätzliche Möglichkeiten, wenn bei einer Feier nicht nur ein einzelner Standort beschallt werden soll.
Die Konfiguration und weitere Einstellungen erfolgen über die JBL Portable App. Sie dient unter anderem zur Verwaltung des Lautsprechers und zur Aktualisierung der Software. Die Boombox 4 ist dabei als Bluetooth-Lautsprecher konzipiert und verfügt nicht über die WLAN- und Multiroom-Streaming-Funktionen der Boombox 3 Wi-Fi. Funktionen wie AirPlay 2, Chromecast built-in oder Spotify Connect sind daher nicht Teil der Ausstattung.
Bei der Ausdauer legt JBL gegenüber der vorherigen Generation nach. Der integrierte Lithium-Ionen-Akku besitzt eine Energie von 99,02 Wh. Der Hersteller nennt eine Wiedergabezeit von bis zu 28 Stunden mit einer Ladung. Mit aktiviertem Playtime Boost sollen sich unter bestimmten Bedingungen bis zu sechs zusätzliche Stunden erreichen lassen, sodass insgesamt maximal 34 Stunden möglich sind. Wie lange der Lautsprecher tatsächlich durchhält, hängt unter anderem von der Lautstärke, dem Musikmaterial und den aktivierten Funktionen ab. Gerade bei hohen Pegeln und einer bassbetonten Wiedergabe kann die Laufzeit deutlich geringer ausfallen als der Herstellerwert. Die Ladezeit gibt JBL mit etwa drei Stunden an. Ein weiterer praktischer Aspekt: Der Akku ist austauschbar, wobei der Ersatzakku separat erhältlich ist. Das kann die Nutzungsdauer des Lautsprechers verlängern, wenn die Akkukapazität nach längerer Verwendung nachlässt.
Im Klangcheck zeigt sich, dass die JBL Boombox 4 gegenüber ihren Vorgängern deutlich an Bassdruck zugelegt hat. Sie liefert einen kraftvollen, fülligen Klang mit großer Bühne und eignet sich damit besonders für die Beschallung im Freien oder den nächsten Partyabend. Ein Pluspunkt ist die JBL Portable App, über die sich die Klangcharakteristik endlich individueller anpassen lässt. Neben den Presets „JBL Signature“ für den klassischen JBL-Sound, „Chill“, „Energetic“ und „Vocal“ steht ein Custom-Profil mit 7-Band-Equalizer zur Verfügung. So lässt sich die Wiedergabe unkompliziert an den eigenen Geschmack anpassen.
Für noch mehr Tiefton stehen die beiden Bass-Boost-Modi „Tief“ und „Durchschlagend“ bereit. Letzterer sorgt für einen extrem präsenten Bass, bei dem die Ausgewogenheit des Klangbildes allerdings etwas in den Hintergrund rückt. Für eine Party, bei der es vor allem auf ordentlich Druck ankommt, dürfte genau das jedoch gewünscht sein. Passend dazu pulsiert bei aktiviertem Bass-Boost die seitliche Beleuchtung des Lautsprechers. Sie lässt sich bei Bedarf auch deaktivieren.
Wer die Akkulaufzeit verlängern möchte, kann auf „Playtime Boost“ zurückgreifen. Dabei werden bestimmte Frequenzbereiche reduziert, um den Energieverbrauch zu senken. Darüber hinaus lassen sich zwei JBL Boombox 4 zu einem Stereo-Verbund koppeln, wodurch eine breitere Stereowiedergabe möglich wird. Insgesamt überzeugt die JBL Boombox 4 mit kräftigem Sound, umfangreichen Klangoptionen und praktischen Zusatzfunktionen. Besonders die EQ-Anpassung und die unterschiedlichen Bass-Modi bieten viel Flexibilität – vom ausgewogenen Klang bis zum druckvollen Party-Sound.
Kommen wir nun zur App, die eine sinnvolle Funktionserweiterung des Lautsprechers darstellt. Die JBL One App bietet im Zusammenhang mit der Boombox 4 einige Funktionen, die diese Software nicht als loses Beiwerk dastehen lässt, sondern einen nützlichen Mehrwert bieten soll und auch schon von den Soundbar-Produkten wie einer JBL BAR 1000 (zum Test) bekannt sind. Die Einrichtung ist simpel und klappte sofort. Beim ersten Startprozess wird befehlsgetreu der entsprechende Lautsprecher gesucht und gefunden, sowie direkt mit dem heimischen Netzwerk verbunden. Im Anschluss erfolgt sogar direkt ein Check nach der aktuellsten Firmware-Version.


Neben weiteren grundlegenden Settings bekommt man hier die Schnittstelle zu zahlreichen Streaming-Diensten geboten, die dann mit in die App integriert sind und aus denen die Musik gesteuert werden lässt. Auch lassen sich Stereo-Verbünde aus zwei gleichen Lautsprechern, sowie auch generell Multiroom-Setups kreieren. Alles in allem wirkt die Anwendung sinnvoll und rund aufgebaut. Zudem erscheint sie nicht als lästiges Beiwerk, welches benötigt wird.
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