Trotz des im Vergleich höheren Gewichtes, was zum großen Teil auf die wertigen Materialien zurückzuführen ist, präsentiert sich der Tragekomfort auf einem hervorragenden Niveau. Die weichen Memory Foam Ohrpolster und die ergonomisch optimierte Konstruktion passen sich sehr gut und angenehm an die Kopfform des Trägers an. Wie schon im Verlauf des Beitrages erwähnt, sind die Polster besonders anschmiegsam und legen sich perfekt an die eigene Kopfform an. Hier sind andere Modelle weitaus starrer und schneller unangenehm auf dem Kopf.
Doch wie klingt jetzt der Hörer? All die vielen Features bringen wenig, wenn das Wichtigste, der Klang, nicht stimmt. Klare Vorwarnung: Der Käufer / Hörer wird zu keinem Zeitpunkt enttäuscht. Aber noch einmal zum Komfort zurück: die neu gestalteten Polster sind sehr angenehm und neigen dazu, eben das bekannte „Schwitzverhalten“ nicht direkt zu erzeugen. Echtleder hat mitunter die Eigenschaft, hier genau das Gegenteil zu generieren. Das implementierte Lederimitat ist, subjektiv empfunden, sehr hochwertig umgesetzt worden.
Größeres Kopfpolster – mehr Auflagekomfort
Aber zum Klang: Dieser ist sehr facettenreich und kann in viele Richtungen angepasst werden. Erfreulicherweise hat der Kopfhörer keine festgenagelten Attitüden, sondern lässt sich dank der zahlreichen Settings genau so anpassen, wie man es mag. In der Grundabstimmung (Standard) ist dieser bereits sehr homogen unterwegs, angenehm ausgeprägter Bassbereich, sehr klar und unverfälscht in seiner Darstellung. Für Popsongs mit Tieftonanteil bestens geeignet. Wer es knackiger mag, der sollte das „Hart-Profil“ auswählen, tiefe Frequenzen werden präsenter hervorgehoben.
Sehr anschmiegsam – die Ohrpolster
Wer es, gemessen an Presets, sehr fein aufgelöst haben möchte, der setzt auf das „Klar-Profil“. Jenes ist sehr neutral eingestellt und stellt den Bass merkbar, aber nicht komplett in den Hintergrund. Akustisch betrachtet klingt der Collexion mit diesem Profil am besten, aber eben mit vermindertem Tieftonanteil.
Die Upmix-Funktion vergrößert die dargestellten Inhalte in ihrer Bühne deutlich. Beachten sollte man dabei aber, dass hier ein „Live-Unterton“ hinzugemischt wird, was von Sony aber auch klar kommuniziert wird. Es soll ein Hörerlebnis erzeugt werden, als wäre man live bei einer Vorführung dabei. Ist man für die Art und Weise der Musikdarstellung zugänglich, bieten diese Funktionen einen absoluten Mehrwert.
Sehr angenehm ist die Funktion der „Hintergrundmusik“. Mit dieser kann man eine Art Lounge-Atmosphäre erstellen, bei der die Musik nicht präsent am Ohr ist, sondern weiter im Raum die Schallquelle hat. Das ist dann spannend, wenn man etwas Musik haben möchte, aber dennoch konzentriert bei einer Arbeit bleiben muss.
Alle Test-Genres wurden sauber und extrem präzise und ohne Eigeninterpretationen dargestellt. Selbst Metallicas 80er-Jahre Songs hören sich sehr gut an – oftmals eine Qual für moderne Lautsprecher und Kopfhörer. Die schnellen und spitzen Gitarrenriffs, gleiches im Übrigen auch bei Black Sabbath, werden korrekt verarbeitet.
Selbstredend schmecken dem Collexion auch moderne Hip-Hop-, Rap- und Techno-Genres, die sich tendenziell sogar besser anhören. Wer mit mehr BPM unterwegs ist, der bekommt dank der verbesserten Membranen und der aufgewerteten Impulskontrolle eine knackige Interpretation, die einfach nur Spaß macht und zum Abtauchen anregt.
Abschließend lässt sich sagen, dass der neueste Sony Kopfhörer einen Hang zu einer neutraleren Abstimmung hat, aber dennoch gut zupacken kann. Im Vergleich zeigt er sich als der audiophilere im Vergleich zum WH-1000XM6. Auch wenn sie preislich nicht in einer Liga spielen, der Loewe leo (zum Testbericht), setzt hier aber nochmals deutlich einen drauf und übertrifft den Sony in seiner Wiedergabequalität. Kommen wir damit zum abschließenden Fazit auf der nächsten Seite.
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