Der neue Sony 1000X THE COLLEXION stellt das neueste Produkt aus dem Kopfhörer-Segment dar und zugleich auch die Krönung aus 10 Jahren XM-Kopfhörer-Historie dar. Gewissermaßen als Jubiläumsmodell und als noch hochwertigere Ausführung geht der „The Collexion“ fortan an den Start bzw. auf Kundenfang. Wir haben den Kopfhörer ausführlich getestet.
Blicken wir in der Historie zurück dann fällt auf, dass der erste Sony WH-X1000XM bereits 2016 erschienen ist. Seinerzeit ein radikaler Schnitt im Bereich der Klangdarstellung, hat dieser Kopfhörer ein ganzes Genre mitgeprägt. Wie eindrucksvoll, dass untermauert unter anderem den Umstand, dass jener Kopfhörer sogar immer noch bei uns in der Redaktion vorhanden ist…
Der WH-1000XM6 ist bereits seit einigen Monaten am Markt (…) dieser erhält im gleichem Zuge eine neue Farbausführung in Sandstone. The Collexion wird es in Schwarz und Weiß geben. Als Testmuster stand uns die dunkle Farbvariante zur Verfügung, konnten aber bereits auch schon ausführliche Impressionen der hellen Version erhaschen.
Sony positioniert den neuesten Overear als nochmals gesteigerte Ausführung im Bereich der Verarbeitung und des Klangs, der demzufolge sich auch oberhalb des XM6 wiederfinden soll. Technisch ist der neue dem XM6 sehr ähnlich, bietet im Detail aber dennoch einige Unterschiede, die wir im nachfolgenden Artikel einmal aufarbeiten werden. Grundsätzlich kann aber vorneweg gesagt werden, dass der XM6 ein etwas besseres Noise Cancelling bietet, der „Collexion“ dafür hochwertiger auftritt und akustisch besser sein soll. Des Weiteren versteht sich das Jubi-Produkt auch als eine Art Lifestyle-Statement mit hohem audiophilem Anspruch.
Das äußert sich unter anderem bei der sehr hochwertigen Verarbeitung und den verwendeten Materialien, wie echtem Metall am Kopfbügel und sehr angenehmen Polster-Elementen bzw. Leder-Applikationen an der Außenseite sowie den Auflagebereichen. Deutlich gesteigert haben will man den Tragekomfort, trotz des 60 Gramm an Mehrgewicht im Vergleich zum Sony XM6. Größe Auflagepolster, weniger Anpressdruck und weichere Materialien sind hier die zentralen Elemente.
Dank einer neuen CPU-Engine bietet der neue Kopfhörer aber auch noch weitere, zahlreiche Funktionen, die gerade für die Wiedergabe von Musiktiteln interessant sind und bis dato noch nicht (wirklich) umgesetzt worden sind. Der aus dem XM6 bekannte QN3-Prozessor ist auch hier verbaut, gänzlich neu ist der V3-Prozessor – in Summe als ein Mix aus beiden. Dieser kleine Chip ermöglicht in Echtzeit ein Upmixing von Musiktiteln mit geringerer Qualität – ähnlich wie im TV-Bereich (schlechtes Bildsignal → besseres Bild). Namentlich handelt es sich dabei um die DSEE-Ultimate Technologie, die natürlich im Wording mit „KI“ gleichgesetzt werden kann.
10 Jahre Sony ANC-Kopfhörer - Links mit dem Ur-Vater WH-1000XM
Etwas irritierend scheint die Akkuleistung zu sein, denn laut Hersteller bietet The Collexion lediglich 24 Stunden an Laufleistung bei eingeschaltetem ANC. Deaktiviert man diesen Modus, sind bis zu 32 Stunden laut Datenblatt möglich. Im Vergleich zum WH-1000XM6 sind das also sechs bzw. acht Stunden an Unterschied. In Summe kommt man damit zwar locker und bequem durch den Tag bzw. einer langen Reise, im Vergleich scheint der Gap doch vergleichsweise groß zu sein. Der erst kürzlich getestete Loewe leo (zum Artikel) schafft es bspw. auf bis zu 45 Stunden (mit ANC).
| Sony 1000X The Collexion im Überblick | |
| Preis | 630 EUR (UVP) |
| Garantie | 2 Jahre |
| Hersteller-Homepage | Sony Homepage |
| Gewicht | 320 Gramm |
| Treiberdurchmesser | 50 mm |
| Verfügbare Farben | Schwarz, Weiß |
| Frequenzbereich | 4 - 40.000 Hz |
| Geräuschunterdrückung | Ja - ANC / Transparenzmodus / |
| sonstige Features |
spatial Audio DSEE Ultimate Upsampling USB-Audio |
| Bluetooth | 6.0 |
| weiteres | Multipoint-Verbindungen 10-Band Equalizer 12 Mikrofone verbaut |
| Codex | SBC, AAC, LC3, LDAC |
| Akkulaufzeit / Hersteller |
32 Stunden (ohne ANC) |
| Akkulaufzeit + ANC lt. Hersteller | 24 Stunden |
| Akkukapazität | 660 mAh |
Das generelle Design habe man im Vergleich zum XM6 grundlegend aufgewertet – und so fühlt es sich auch an. Jener bietet zwar erstklassige Klang-Performance, aber den „Collexion“ wirkt dieser wie ein reines Kunststoffgeschoss. Der neue OverEar sieht in der schwarzen Ausführung nicht ganz so wertig aus, da ihm die schicken Kontraste fehlen. Bei der weißen Version werden die wertigen Details deutlich sichtbarer hervorgehoben.
Der neu gestaltete Kopfbügel besteht aus hochwertigem Metall mit einer matt sandgestrahlten Textur, so Sony selbst über das Design und dessen Verarbeitung. Die realisierten Bauteile sollen explizit auf Langlebigkeit ausgelegt sein und einen Hauch von „Luxus“ vermitteln, so die Japaner über das neueste Produkt weiter. Auf den Bildern kommt es leider so gut rüber, denn die Ohrmuscheln sind mit einer weichen Kunststoff / Lederimitat-Beschichtung überzogen, was für eine sehr angenehme Haptik sorgt. Das Polster der Ohrmuscheln ist überaus weich und mit einem Material ausgestattet, dass sich auf einem unglaublich hohen Foam-Level bewegt. Will sagen: wenn man mit dem Finger reindrückt, bleibt die Form länger als üblich zurück, bis sie sich wieder zurückgestellt hat.
Erkennbare Struktur auf der Ohrmuschel - sehr wertige Haptik
Ähnliche Details finden wir auch beim Kopfband wieder, dass im Vergleich zum WH-1000XM6 deutlich weicher ist, mehr Polsterdicke vorzuweisen hat und grundlegend mit einem angenehmeren Material versehen wurde. Gleichermaßen wurden auch die Ear-Cups größer gestaltet, sodass auch größere Ohren mehr Platz darin finden. Im Vergleich zum XM6 habe man in Summe den Anpressdruck verringert, was im Zusammenspiel mit all den genannten Aspekten für ein überaus angenehmes Tragegefühl sorgt und sofort im Test auffiel. Das vermeintlich höhere Gewicht war subjektiv empfunden, kein negativer Aspekt.
Nur Eindrehen ist möglich – ein Einklappen nicht
Unter der Haube steht weiterentwickelte Membrantechnik. Die 50 mm unidirektionale Carbon-Kalotte soll jetzt mehr Steifigkeit bieten und dementsprechend klanglich optimiert worden sein, also kein 1:1-Abklatsch aus dem WH-1000XM6, sondern eine nochmals verfeinerte Abstimmung. Zusammen mit DSEE-Ultimate, das mithilfe von KI-Technologie komprimierte Musikdateien in Echtzeit hochskaliert, soll das alles das perfekte Musik-Ensemble ergeben.
Insgesamt wurden gleich 12 Mikrofone verbaut, zahlreiche kleine Öffnungen am Gehäuse deuten zudem auch darauf hin. Zwei Schalter an der Außenseite sind mit den Hotkeys für die ANC-Settings sowie der Up-Mixing-Funktion hinterlegt. Mit mehrmaligem Drücken kann man hier durchwählen. Im Vergleich zum XM6 wurde die Aufbauhöhe von 49,7 mm auf 44,2 mm reduziert, was der Optik auch zugutekommt.
Wichtig für die Pflege ist natürlich die Möglichkeit, die Ohrpolster zu entnehmen. Diese sind fest eingeclippt, können aber ganz simpel entnommen werden. So lassen sich diese reinigen oder ggf. durch neue tauschen. Technisch betrachtet wäre hier noch eine Passiv-Funktion wünschenswert gewesen. Wer den Kopfhörer per Kabel betreiben will, der muss ihn dennoch einschalten. Ein Durchschleifen ist also nicht möglich.
Der Kopfhörer unterstützt Hi-Res Audio via Kabel und Hi-Res Audio Wireless – als Codecs werden explicit SBC, AAC und LC3 und LDAC (96-kHz / 24 Bit) ausgewiesen. Als Funkstandard kommt hier Bluetooth-Version 6.0zum Einsatz. Eine Multi-Point-Connection (max. zwei Geräte) ist ebenfalls vorhanden, Auracast wird selbstredend auch unterstützt.
The Collexion ist weiterhin ein „smartes Wunder“, dass auch natürlich wieder zahlreiche Steuer-Modi direkt an der Außenseite des Gehäuses integriert hat. Wie schon von früheren Modellen bekannt, lässt sich über die Touch- und Wisch-Funktion an der Seite die Titelwiedergabe vor- und zurückspringen. Pausieren geht ebenfalls – alles ist eine Kombination aus vielen Gesten, die im Kern ein Ziel haben: das Smart Device nicht aus der Tasche holen zu müssen. Das Gleiche gilt auch, wenn man einen Anruf erhält, den man mit Kopfnicken oder „Nein drehen / Schütteln“ ablehnen kann. In der umfangreichen, aber dennoch übersichtlichen App werden dazu weitere Erklärungen gegeben.
Mitgeliefertes Klinkenkabel - um 90 Grad abgewinkelt
Bei den physischen Schaltern hat man an den Ohrmuscheln einen Power-Button sowie einen Hotkey für die Upmix-Funktion hinterlegt. Mit mehrmaligem Betätigen kann man durch die einzelnen Profile durchschalten (Cinema, Movie, Gaming etc.). Der zweite Schalter ist für das Noise-Cancelling zuständig – hier fungieren die Modi ähnlich.
Der Kopfhörer ist ebenso clever, dass er beim Abnehmen bzw. wieder Aufsetzen die Wiedergabe pausiert, respektive wieder fortsetzt. Des Weiteren lassen sich auch per Spracheingabe die Pegel für Gespräche oder generell bei der Audiowiedergabe anpassen. In der App finden sich dazu zahlreiche Einstellungsmöglichkeiten – auf diese wir auf der nächsten Seite im Detail blicken.
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