Philips hat die neuen TV-Modelle für das Jahr 2026 vorgestellt. Dazu zählen natürlich wieder OLED-Ausführungen Philips OLED+ 911, Philips OLED+ 951, Philips OLED 811 und als Einstiegsgerät der Philips OLED 761. Wir haben alle wichtigen Informationen zusammengetragen, erste Impressionen eingefangen und die wichtigen Details im Artikel sowie im Video dokumentiert.
In einer großen Launch-Veranstaltung hat Philips die neuesten TV-Produkte für das Modelljahr 2026 vorgestellt. Dazu zählen natürlich auch noch weitere Produktgruppen aus dem Audio-Bereich, zu denen wir separate Artikel erstellt haben. In diesem Beitrag geht es ausschließlich um die OLED-TVs. Alle LCD- und RGB-Mini-LED TVs haben einen extra Beitrag spendiert bekommen.
Auf das Gesamtbild betrachtet dürfte ein Fakt spannend sein, nämlich dass Google TV nun auch bei den OLEDs keine Rolle mehr spielt. Hier pflanzt man jetzt die neueste Revision des Titan OS in die Geräte, welche ebenfalls noch einige Verbesserungen mit Fokus auf die zielgerichtete Wiedergabe erhalten hat. Grundlegend möchte dies genauso viel Umfang und App-Möglichkeiten bieten, wie man es bspw. von Google TV gewohnt war. Weitere Buzzwords sind Dolby Vision 2 (Max), HDR10, HDR10+ sowie die Darstellung von 165 Hz und natürlich die volle Gaming Kompatibilität mit AMD FreeSync Premium und Nvidia G-Sync. Des Weiteren hat man jetzt vier HDMI 2.1-Ports mit vollen 48 Gbit implementiert.
Das absolute Spitzenprodukt in diesem Jahr, rein nominell betrachtet, stellt der Philips OLED+ 911 dar. Dabei handelt es sich einen OLED-TV mit Primary RGB Tandem 2.0 Panel. Philips selbst spricht sogar vom „META 4.0 Panel“. LG Displays, der Hersteller, selbst hat diese Begrifflichkeit begraben. Der Philips OLED+ 911 ist wieder mit einer potenten Soundbar ausgestattet, bei der man weiterhin auf die Expertise von Bowers & Wilkins setzt..
Das integrierte 3.1-Soundsystem sitzt unterhalb des Bildschirms und wurde von den Akustikingenieurinnen und -ingenieuren des Unternehmens umfassend weiterentwickelt und abgestimmt. Zwei unterschiedlich große, kapselförmige Gehäusevarianten – für die 48- und 55-Zoll-Modelle sowie für die 65- und 77-Zoll-Versionen – fügen sich harmonisch in das Design des Fernsehers ein
Das Soundsystem sitzt unterhalb des Bildschirms und wurde umfassend weiterentwickelt und abgestimmt. Zwei unterschiedlich große, kapselförmige Gehäusevarianten – für die 48- und 55-Zoll-Modelle sowie für die 65- und 77-Zoll-Versionen, wollen sich harmonisch in das Design des Fernsehers einfügen. Das System nutzt eine LCR-Anordnung mit nach vorne abstrahlenden linken, mittleren und rechten Lautsprechern. Jeder Kanal integriert zwei neue 45-mm-Glasfaser-Mitteltöner sowie einen 19-mm-Titan-Hochtöner mit verbessertem Nautilus-Röhrensystem. Neue, hochdämpfende TPE-Isolationshalterungen entkoppeln die Mitteltöner vom Gehäuse und reduzieren unerwünschte Vibrationen.
Auf der Rückseite des Geräts arbeitet ein entkoppeltes Bassgehäuse mit einem neuen, schlankeren 75-mm-Subwoofer, der von vier passiven Force-Cancelling-Radiatoren zur Vibrationsreduzierung unterstützt wird. Neue Hybrid-Isolierungen aus TPE und Silikon erhöhen Stabilität und Steifigkeit und reduzieren Resonanzen zusätzlich. Gleichzeitig ermöglicht die kompaktere Bauform eine noch schlankere Gerätekonstruktion mit einer reduzierten maximalen Tiefe von 39,9 mm. Acht Verstärkerkanäle mit jeweils eigener Signalverarbeitung liefern eine Gesamtleistung von 81 W und erzeugen einen hochauflösenden, besonders ausgewogenen TV-Sound mit präzisem Tiefbass und breiter Klangbühne. Für noch mehr Bassleistung lässt sich optional ein externer Subwoofer anschließen.
Schlank und elegant positionierte Soundbar an der Unterseite
Ebenfalls wichtig und neu jetzt, ist die Bilddarstellung mit einer Wiederholrate von bis zu 165 Hz, bei den Vorjahresmodellen betrug diese noch 144 Hz. Wie auch schon beim „Ursprung“, dem LG kommt hier bei der neuesten Panel-Generation eine gesteigerte Spitzenhelligkeit zum Tragen. Philips spricht sogar von einem Peak-Wert von bis zu 4500 nits. Dass dies nicht im Filmmaker Mode ist sollte klar sein, legt das Unternehmen doch sehr viel Wert auf die eigenen Bildverbesserer. Aussage Philips: Man möchte das Potenzial des Bildes nicht ungenutzt lassen. Im verlinkten Video gehen wir noch detaillierter auf die technischen Verbesserungen ein.
Wichtig: Der OLED+ 911 und OLED+ 951 verwenden die gleichen Panels (Primary RGB Tandem 2.0 Panel) und sind daher in dieser Disziplin ebenbürtig zu betrachten. Einzig die Soundbar stellt hier den Unterschied dar. Ebenfalls wurde das Reflexionsverhalten deutlich reduziert, sodass es letztlich bei einem prozentualen Wert von 0,3 % angelangt ist. Im angesprochenen Video wird dieser Punkt ebenfalls deutlicher betrachtet.
Auch neu, und das gilt für alle neue Philips TVs für dieses Modelljahr ist die Unterstützung für Dolby Vision 2. Die beiden o. g. Top-OLED-TVs erhalten sogar noch die leicht bessere Abstufung in Form von Dolby Vision Max. im Detail gehen wir weiter unten im Artikel darauf ein.
Zunächst direkt auf die TVs bezogen: Die Modelle 951 und 911 kommen mit einem 4-seitigen Ambilight daher, was gewohnt effektvoll agiert. Die größte Neuerung stellt aber Philips AmbiScape dar. Dabei handelt es sich im Kern um ein Feature, welches mal ursprünglich vorhanden war, aber jetzt einen neuen Namen erhalten hat. Hier spielen viele Hintergründe eine Rolle (…) Das Wichtigste daran: Die Möglichkeit der „Raum-Beleuchtung“ kehrt zurück.
Nun geht AmbiScape als Eigenentwicklung an den Start. Das System steuert bis zu vier externe Lichtquellen und synchronisiert sie mit Ambilight (am TV) bei einer Verzögerung von weniger als 0,5 Sekunden. Zum Start unterstützt AmbiScape E27 Smart Lampen der Marken Wiz, NanoLeaf, Philips Hue und Ikea – weitere kompatible Lampen sollen folgen. Die Aktivierung erfolgt über eine Direktwahltaste auf der Fernbedienung oder über das Ambilight-Menü in den TV-Einstellungen. Der Fernseher verbindet sich über einen QR-Code auf dem Bildschirm mit den kompatiblen smarten Lampen. Anschließend führt eine Schritt-für-Schritt-Anleitung durch die Einrichtung. Nutzerinnen und Nutzer können festlegen, an welcher Position im Raum sich jede Lampe befindet und welchen Ambilight-Modus das System übernehmen soll:
AmbiScape wird außerdem für Philips Evnia Gaming-Monitore verfügbar sein und dort ebenfalls den Lichteffekt über den Bildschirm hinaus in den Raum erweitern. Zudem wird die Funktion in die Philips Smart-TV-App integriert. Ab 2026 gehört AmbiScape bei allen Philips Fernsehern der Serien ab der 8001er Reihe zur Ausstattung. Dazu zählen auch alle OLED-Modelle des Modelljahres 2026 sowie der neue RGB Mini-LED Fernseher der Serie 981.
Zuständig für die Bildberechnung ist weiterhin der P5 Prozessor, der jetzt vom Namen her als P5 AI 10th Picture Engine tituliert wurde. Bestandteil und Feature des Chips sind jetzt weitere KI-basierte HDR Tone Mappings. Das Ergebnis sollen höhere Kontraste, klarere Highlights ohne Überstrahlung und tiefere Schwarztöne mit erhaltenen Bilddetails sein. Auf dem Launch-Event wurden dazu einige Techdemos vorgeführt, von denen wir im Video ein paar Impressionen eingefangen haben.
Die neue AI HDR Expansion Restore Funktion analysiert HDR-Signale Bild für Bild und stellt die ursprüngliche Lichtleistung des Inhalts entsprechend der maximalen Displayhelligkeit wieder her. Das gesamte Processing wurde auch in Kombination mit dem verbauten Lichtsensor erweitert. Bedeutet übersetzt: dass die dargestellte Helligkeit in Abhängigkeit mit der Raumhelligkeit variiert, sofern man das Feature aktiviert hat. Ohnehin haben die Philips-TVs seit jeher einen starken Fokus auf eigene Bildverarbeitung bzw. Bildinterpretation, die bei eigenem Gefallen, sehr mächtig und wohlwollend ausfallen kann.
Die Philips OLED800 Serie ist im Midrange-Bereich anzusiedeln. Auch beim OLED811 hat man eigenen Angaben nach, eine Leistungssteigerung implementieren können. Diese Modellreihe kommt mit der neuesten Version des OLED-EX Panels daher, was im Umkehrschluss eine Helligkeitssteigerung auf bis zu 2500 nits ermöglichen soll. In Full-White sprechen wir von 250 nits. Bei den Panel-Größen 42 und 48 Zoll wird man etwas geringere Helligkeitswerte in Kauf nehmen müssen. Genaue Angaben hat Philips nicht gemacht, nur indirekt verrraten, dass hier das verbesserte Panel wohl nicht verbaut ist.
Wie auch schon die beiden Spitzenmodelle bietet die 811er-Serie eine Bildwiederholrate von bis zu 165 Hz und eine vom Hersteller angegebene DCI-P3-Darstellung von bis zu 98,5 %. Der BT2020-Farbraum soll eine Abdeckung von 83 % erlangen. Der OLED811 erscheint im Juli in der 55-Zoll Version, im August in 42, 48 und 65 Zoll sowie im September in 77 Zoll.
Auch der Klang wurde weiterentwickelt: Das integrierte 70 W 2.2 Soundsystem – beim 42-Zoll Modell 50W – nutzt eine digitale Frequenzweiche zur präzisen Steuerung der Zweiwege-Lautsprecher links und rechts. Zwei neu entwickelte kleinere Bass-Treiber ersetzen den bisherigen einzelnen Tieftöner. Die kompakteren Treiber sitzen in getrennten Gehäusen und ermöglichen ein deutlich schlankeres Gehäusedesign ohne Einbußen bei der Klangqualität.
Auch für Gaming bietet der OLED811 umfangreiche Funktionen. Das Modell unterstützt HDR10+ Gaming sowie FreeSync Premium und G-Sync und erreicht eine maximale VVR-Bildwiederholrate von 165 Hz. Über die Game Bar lassen sich individuelle Spieleprofile erstellen und speichern, sodass sich Bild- und Spieleinstellungen gezielt anpassen lassen. Zusätzlich erkennt der Fernseher unterstützte Titel automatisch und erweitert so kontinuierlich die Liste kompatibler HDR10+ Spiele. Der eingesetzte MediaTek Pentonic 800 Chipsatz ermöglicht zudem vier HDMI 2.1-Anschlüsse.
Die Philips OLED700 Serie kombiniert hohe Bildqualität und solide Audioleistung zu einem attraktiven Preis. Auch hier sorgt dreiseitiges Ambilight für ein immersives Seherlebnis. Die neue AmbiScape Funktion erweitert die Lichtwirkung im Raum durch die Verbindung mit externen Smart Lights.
Der OLED761 erscheint im Juli in 55 Zoll, im August in 65 Zoll und im Oktober in 77 Zoll. Sein OLED SE Panel erreicht eine Spitzenhelligkeit von 1.000 Nits und ist mit der 7. Generation der P5 AI Bildverarbeitung ausgestattet.
Der Ton wird über die Intellisound Engine optimiert. Das System erkennt mithilfe von KI automatisch den Inhaltstyp und aktiviert das passende Klangprofil. Beim 77-Zoll Modell kommt zusätzlich ein 2.2 Soundsystem zum Einsatz. Die neuen, kompakteren Lautsprecher wurden neu positioniert. Dadurch reduziert sich die Gehäusetiefe des Fernsehers ohne Auswirkungen auf die Klangqualität. Für Gaming unterstützt das Modell HDR10+ Gaming, FreeSync Premium und G-Sync. Vier HDMI-2.1-Anschlüsse ermöglichen Bandbreiten von bis zu 48 Gbps. Der OLED761 nutzt ebenfalls die aktuelle Version von Titan OS.
Bis dato war auf einigen Geräten noch Google TV als primäres Betriebssystem vorgesehen. Mit der Produktpalette 2026 entledigt man sich diesem System vollständig und setzt auf das selbst entwickelte TITAN OS. Ob dies nun lizenzrechtlich begründet ist oder man noch mehr den Fokus auf die Eigenverwaltung haben möchte, das lässt Interpretationsraum.
Fakt ist, dass die Hersteller mit den eigenen Betriebssystemen natürlich viele Vorteile in allen Bereichen erlangen. Ob es nun beim Support ist oder letztlich bei den nackten Zahlen – also Werbeeinnahmen / Werbeausblendungen. Wir unterstellen Philips an dieser Stelle mal ganz naiv das man sich für die Vereinheitlichung entschieden hat und alle anderen Aspekte die positiven Nebenwirkungen sind.
Preise stehen bislang noch nicht fest. Wie in den einzelnen Abschnitten geschrieben, kommen die ersten Geräte ab Juni 2026 in den Handel. Sobald uns konkrete Angaben zu den Preisen vorliegen, werden diese hier im Text hinzugefügt.
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