Rezension des Films: Equalizer 2. Eigentlich war Ex-Marine & Ex-DIA-Agent Robert McCall ja bereits im Ruhestand. Doch nachdem er im Namen der brutal zusammengeprügelten Prostituierten Teri Rache an den Verantwortlichen nahm, kommt der Elite-Kämpfer immer noch nicht so recht zur Ruhe. Ab und an nimmt er Aufträge an und befreit beispielsweise die Tochter eines Geschäftsmanns in Istanbul. In seiner freien Zeit fährt er privat Taxi und befördert so manchen seltsamen Fahrgast – inklusive kurzen Auftritten als Robin Hood der Schwachen und (...)

offizieller Trailer zu Equalizer 2
Eigentlich war Ex-Marine & Ex-DIA-Agent Robert McCall ja bereits im Ruhestand. Doch nachdem er im Namen der brutal zusammengeprügelten Prostituierten Teri Rache an den Verantwortlichen nahm, kommt der Elite-Kämpfer immer noch nicht so recht zur Ruhe. Ab und an nimmt er Aufträge an und befreit beispielsweise die Tochter eines Geschäftsmanns in Istanbul. In seiner freien Zeit fährt er privat Taxi und befördert so manchen seltsamen Fahrgast – inklusive kurzen Auftritten als Robin Hood der Schwachen und Ausgenutzten. Dann hört McCall vom Tod seiner Freundin Susan Plummer.

Sie war mit DIA-Mitarbeiter Dave York nach Brüssel gereist, um dort Nachforschungen über den angeblichen Selbstmord eines Agenten anzustellen, nachdem dieser (ebenso angeblich) seine Frau ermordet haben soll. McCall, der über den Tod seiner Freundin bestürzt ist, stellt eigene Nachforschungen an und sticht damit in ein Wespennest, das sein eigenes Leben bald bedrohen wird … Ziemlich genau vier Jahre nachdem Regisseur Antoine Fuqua seinen Star Denzel Washington in Equalizer durch einen ebenso coolen wie fulminanten Action-Trip mit famosen Kampfszenen schickte, schließen sich die beiden, die sich schon aus Zeiten von Training Day kennen, erneut zusammen.
Für das Sequel The Equalizer 2 knüpfen sie inhaltlich praktisch an den Vorgänger an. Dort hatte der Ex-Agent Robert McCall seinen Ruhestand beendet, um einer jungen Prostituierten zu helfen, die in schlechte Milieu-Kreise geraten war. Washington spielt in der Fortsetzung nun erstmals in einem Sequel mit, gibt aber auf Nachfrage keine prinzipiellen Gründe für diese Tatsache an, sondern schlicht, das man „ihn nie gefragt habe“. Die Weiterführung seiner Filmfigur fand er spannend genug und da man im zweiten Teil wesentlich internationaler werden wollte, reizte es ihn zusätzlich, erneut mitzuwirken. Was man den Erstling damals ankreiden konnte, war seine relativ oberflächliche Rachegeschichte.
Zwar funktionierte das für diesen einen Film noch ganz gut, da es den Fokus auf McCall und dessen überaus fähige Kampfeigenschaften legte, doch etwas mehr Substanz hätte man sich schon gewünscht. Genau das liefern Fuqua und Washington nun mit Equalizer 2, dessen Ausgangsidee es war, deutlich mehr Persönlichkeit ins Spiel zu bringen. Und so erfährt man wesentlich mehr über McCall. Über sein Leben. Über seine Wohnsituation und über die Menschen, mit denen er sich unterhält.

Die Rachestory bleibt zwar in Grundzügen auch hier erhalten, wird aber mit persönlicheren Hintergründen angereichert. Immerhin hat man eine gute Freundin McCalls getötet. Aufgrund der Verflechtungen mit dem alten Arbeitgeber gibt’s außerdem noch mehr Background zur Vergangenheit der Hauptfigur. Jetzt ist es manchmal so, dass Filme in Sequels auf Kritik am Vorgänger reagieren – und es dem versammelten Publikum und Rezensenten-Volk dann dennoch nicht Recht machen.
Und so fing sich Equalizer 2 die Kritik an, etwas zu intensiv den Alltag seines Protagonisten zu schildern. Tatsächlich kommt der Film trotz zweier netter Kampfszenen (inkl. der Equalizer-Vision) nicht so richtig aus den Hufen. Die Konzentration auf das Alltagsleben von McCall, seine Verbindung zu Susan und der Nebenplot mit dem jungen Miles – das alles wirkt gerade in der ersten Dreiviertelstunde ein bisschen gedehnt. Wenn die eigentliche Story dann in Gang kommt, wirkt der zweite Equalizer mehr wie ein Verschwörungsthriller denn ein Ein-Mann-Rachefeldzug.

Die Erweiterung des Kreises an Vertrauten entmystifiziert die Figur McCalls ein wenig und die intensiven Kampf-Szenen haben auch nicht ganz den Drive, die sie im Vorgänger noch aufgewiesen hatten. In den intensiven Szenen mit Miles wird klar, dass das Sequel sich genau dort vielleicht wohler gefühlt hätte – in einer Story, die sich um einen jungen Kerl aus dem Milieu dreht, der eventuell den Absprung noch rechtzeitig schafft. Dennoch hat Equalizer 2 seine Momente und gewinnt von der 70 Minute an wieder an Fahrt.

Der Einstand dafür ist eine sensationell choreografierte Auto-Sequenz, in der McCall einen Angreifer ausschaltet. Das ist minutiös getimt und endet mit einer grandiosen Kamerafahrt. Hier blitzt auf, was die Stärke von Fuquas Vorgänger war. In Verbindung mit der (nicht ganz so unvorhersehbaren) Überraschung steuert der Film dann auf sein Finale hinzu, das optisch auch noch mit stürmischen Verhältnissen zu tun hat. Bevor es dann zum Krieg zwischen den beiden Kontrahenten kommt, gibt’s noch eine extrem spannende Szene, bei der man schon mal den Atem anhalten darf. Die vom Erstling bekannte Gewaltschraube hat man zunächst etwas gelockert und zieht sie erst im viertelstündigen Finale wieder an.

Dort dann allerdings recht ordentlich, wenn Robert es gleich mit mehreren aufnehmen muss und er sich der Dinge bedient, die er vor Ort eben so findet. Diesem Showdown ist es auch zu verdanken, dass der Film wieder etwas von der rohen Kraft abliefert, die der erste Teil so unmittelbar zum Zuschauer brachte. Und ihm ist es auch zu verdanken, dass ein bereits diskutierter dritter Teil noch Potenzial offen lässt. Denn so wie es scheint, ist McCall zuhause angekommen und könnte noch einmal für eine letzte, große Bedrohung aus sich heraus gehen.
The Equalizer 2 fehlt der Überraschungseffekt des Vorgängers. Die Härte, die man von Washington so nicht erwartet hätte, wird in der Fortsetzung zunächst nur spärlich eingesetzt und der Fokus liegt auf der Figur des Robert McCall. Das liefert zum einen mehr Hintergrund, zieht sich zum anderen aber auch etwas. In der zweiten Hälfte findet Fuquas Film aber nach und nach wieder zu alter Form zurück und lässt mit einem famosen Showdown die anfänglichen Makel vergessen.
Autor: Timo Wolters - Copyright Szenenfotos: Sony Pictures Home Entertainment
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