Lautsprecher (portabel)

Test: Klipsch New York - mobiles Kraftpaket!

 

Praxistest und Klangcheck

Eine weitere Besonderheit des Klipsch New York ist die Möglichkeit, mehrere kompatible Lautsprecher miteinander zu verbinden. Über Party Link und der Klipsch Connect Plus App können unterstützte Modelle zu einem größeren Beschallungssystem zusammengeführt werden. Damit lässt sich die Wiedergabe bei Bedarf auf mehrere Lautsprecher verteilen, etwa wenn ein größerer Bereich beschallt werden soll.

Auskerbung am Lautsprecher – perfekt für Smartphone oder Tablet

Ergänzend zur Bedienung am Gerät steht die Klipsch Connect Plus App zur Verfügung. Sie ermöglicht den Zugriff auf zusätzliche Einstellungen und erweitert damit den Funktionsumfang des Lautsprechers. Gerade bei der Lichtshow und bei der Klanganpassung ist die App eine praktische Ergänzung.

 

Über die Anwendung lassen sich die Equalizer-Einstellungen verändern, unterschiedliche Lichtmuster auswählen und die vorgesehenen DJ-Funktionen konfigurieren. Dadurch kann der Lautsprecher an die jeweilige Veranstaltung angepasst werden, ohne dass sämtliche Einstellungen ausschließlich über das Bedienfeld am Gerät vorgenommen werden müssen. Besonders erfreulich hierbei – inzwischen schon fast traurig, dass man das so erwähnen muss – es ist keinerlei Account nötigt. App installieren, Lautsprecher hinzufügen und die Zusatzfunktionen nutzen. Leichter geht es nicht.

Klipsch New York App 05

 

 

Die Hochtöner sorgen für eine klare Abbildung in den Höhen, wobei sie bei höheren Lautstärken gelegentlich etwas harsch wirken – insbesondere bei Stimmen oder Instrumenten mit vielen Obertönen. Die Mitten sind präsent, aber nicht überzogen; wer einen besonders „analytischen“ Klang erwartet, wird allerdings Kompromisse bei Details und Klarheit eingehen müssen.

Klipsch New York 11

Im Vergleich: JBL Stage 320 - Klipsch New York - Teufel Rockster 2

Im praktischen Einsatz wirkt der Lautsprecher in mittleren bis gehobenen Pegeln sauber. Bei maximaler Lautstärke erkennt man leichte Verzerrungen, besonders wenn Bass und Lichtshow gleichzeitig beansprucht werden. Dennoch langt die Leistung in vielen Szenarien, um auch größere Räume mit Musik zu füllen. Zieht man bspw. einen Vergleich zu einer JBL Stage 320 heran, wirkt der Panasonic Speaker ein wenig „Blass“ und – auf hohem Niveau betrachtet, nicht ganz Frequenzfest. Das macht das Produkt von JBL etwas besser.

 Klipsch New York 19

Im Vergleich zu anderen Modellen sind die sehr markanten Steuerelemente für Musiktitel lobend zu erwähnen, was natürlich die Navigation und Steuerung der Wiedergabe vereinfacht. Darüber hinaus bietet der Lautsprecher auch noch weitere Möglichkeiten, hier direkt "Party-Sounds" mit einzuspielen, die man eher von einem Jahrmarkt etc. kennt – in diesem Umfeld auf jeden Fall ein nettes Gimmick. Der Akku ist ebenfalls wechselbar, sodass das Gerät nicht schon nach zwei Jahren wertlos wird (...)

 

 

Klangliche Einschätzung

Wer Klipsch-Produkte aus dem klassischen HiFi-Segment kennt, der weiß auch, welche akustische DNA hier verfolgt wird. Das verbaute „Horn“ ist nahezu prädestiniert für einen Lautsprecher dieses Genres – das Wort „laut“ trifft es nämlich sehr gut. Was der New York nämlich ausgezeichnet kann, das ist, ein extrem hohes Pegelniveau zu erreichen.

Klipsch New York 13 Klipsch New York 16 Klipsch New York 14

In der Grundabstimmung verhält er sich dabei relativ „flach“ und wenig omnipräsent im Bassbereich, was im ersten Moment ein wenig ungewöhnlich erscheint, da für gewöhnlich solche Lautsprecher in allen Bereichen sehr intensiv abgestimmt sind. Wie weiter oben geschrieben können wir mittels App, oder ganz klassisch, per Regler am Lautsprecher das Treble- und Bass-Level variieren. In der App selbst lassen sich auch diverse Klang-Presets auswählen. Nach den eigenen Klangansprüchen lässt sich der Speaker also auch.

Klipsch New York 17

Aber was bedeutet das jetzt genau? Als größte Ausbaustufe innerhalb des Klipsch-Portfolios kann man hier von einem echten Powerhouse sprechen. Das ist keinesfalls übertrieben oder beschönigt. Nach einer kurzen Einspielphase lief sich das Gerät buchstäblich warm und überzeugte in zahlreichen Genres. Nimmt man beispielsweise einen Teufel Rockster (1 oder 2) zum Vergleich heran, der bekanntlich überaus potent ist, könnte man salopp attestieren, dass der Klipsch beiden genannten extrem dicht auf den Fersen ist und sogar noch ein Ticken audiophiler agiert – was ausdrücklich positiv gemeint ist.

Musiktitel werden sehr sauber, klar und unverfälscht ohne Eigeninterpretation wiedergegeben. Oftmals hat man das Gefühl, dass die Schallwandler eine Art „akustischen Vorhang“ übergezogen haben – das ist hier nicht so. Die Musik löst sich sehr luftig von der Schallwand und breitet sich, dank des großen Horns, hier wunderbar breitfächerig aus. Gerade für Anwendungen im Außenbereich ist das sehr wohlwollend und man kreiert ein deutlich breites, akustisches Bühnenbild. Dieses Verhalten, gepaart mit durchaus vorhandener Tieftonleistung, erzeugt ein sehr akustisch abgestimmtes „Party-Konstrukt“, welches in der musikalischen Abstimmung deutlich besser erscheint, als so mancher Kraftprotz in diesem Segment. Offen gesprochen, gefällt mir dieser sogar deutlich besser, als ein Teufel Rockster (2).

Man könnte jetzt noch eine Titel-Sezierung vornehmen, was aber über das Ziel hinausgeschossen erscheint. Der Lautsprecher klingt, für das Genre, ausgesprochen gut. Er ist sehr wohlwollend, homogen, klanglich fein und detailliert in der Hochtonpräsentation abgestimmt und kann bauartbedingt extrem groß klingen. Mal ums Eck gedacht: Zwei davon ergeben im Innenbereich ein extrem potentes Stereo-Setup zum vergleichsweise schmalen Preis und sind zugleich auch noch portabel nutzbar. Warum nicht, oder?

Klanglich extrem überzeugend – kein „Party-Rotzkopf“ und mit wiedererkennbarer Klipsch-DNA. Mehr gibt es eigentlich nicht zu sagen. Auf der nächsten Seite kommen wir zum finalen Fazit.


Anmelden
Diskutiert diesen Artikel im Forum (0 Antworten).

Aktuelle News

Aktuelle Testberichte

    • Test: Klipsch New York - mobiles Kraftpaket!

      Test: Klipsch New York - mobiles Kraftpaket!Potente und mobile Lautsprecherlösungen sind gefragter denn je. Auch das HiFi-Urgestein Klipsch bietet mit dem Klipsch New York einen solchen an. Dabei handelt es sich um die größte...

    • Test: LG G6 OLED - bester TV 2026?!

      Test: LG G6 OLED - bester TV 2026?!Der LG G6 OLED steht aktuell als einer der leistungsfähigsten OLED-TVs am Markt und konnte bislang in vielen Bereichen mit beeindruckenden Zahlen überzeugen. Nach dem überaus erfolgreichen LG G5...

    • Test: Vestlyd M6C und M8C Aktiv-Lautsprecher

      Test: Vestlyd M6C und M8C Aktiv-LautsprecherBei den beiden Vestlyd M6C Active und M8C Active handelt es sich, wie der Name schon suggeriert, um Aktiv-Speaker, die mit einem schicken Retro-Design daherkommen und zugleich sehr viel...

    • Test: JBL Boombox 4 - noch lauter + Wechselakku!

      Test: JBL Boombox 4 - noch lauter + Wechselakku!Mit der JBL Boombox 4 schickt das Unternehmen die nächste Generation seines mobilen Großlautsprechers ins Rennen. Das Konzept bleibt vertraut: ein robustes Gehäuse mit markantem...

    • Test: Canton GLE 80 S2 - Stand-Lautsprecher

      Test: Canton GLE 80 S2 - Stand-LautsprecherDie Canton GLE 80 S2 dürfte wohl einer der Lautsprecher sein, die im gehobenen Einstiegssegment für sehr viele Hörer interessant ist. Als Bestandteil der neu aufgelegten Serie kann sie mit...