Übersicht: Welche Multiroom-Systeme gibt es?!

Multiroom Systeme newsIn den letzten Jahren hat sich die Audiobranche stark gewandelt und physische Medien haben immer mehr an Bedeutung verloren. Streaming oder digital vorliegende Audiomedien sind audiophiles Musikhören für Jedermann geworden und funktionale Multiroom-Lautsprecher haben den Unterbau Radios in der Küche oder Badezimmer auch schon lange den Rang abgelaufen. Im nachfolgenden Artikel wollen wir uns dem Thema Multiroom widmen und euch die einzelnen Plattformen der Hersteller etwas genauer vorstellen.

 

 

Das Thema Multiroom ist sicherlich kein Phänomen der letzten Monate, sondern dank Sonos und Konsorten sind diese Systeme weit verbreitet und bieten neben einer praktischen Flexibilität auch einen einfachen Zugang für Alt und Jung. Sicherlich haben die analogen HiFi-Geräte wie Plattenspieler gerade in den letzten Jahren wieder stark aufgeholt was Verbreitung und Beliebtheit betrifft. Aber in Zeiten, wo Musikliebhaber ihre Bibliotheken im Smartphone mit sich herumtragen oder ihre Lieblingsbands direkt aus dem Internet streamen, ist die Nachfrage nach Funk- respektive kabellosen Lautsprechern ungebremst und zwar am besten in jeden Raum, synchron fürs ganze Haus oder getrennt für jeden Raum einzeln. Das gute an diesen Systemen ist, dass sie Anfangs auch mit nur einem Lautsprecher bzw. HiFi-Gerät funktionieren und nach und nach erweitert werden können, je nach eigenem Anspruch hinsichtlich Soundbars, AV-Receivern oder anderen Geräten.

Multiroom Aufmacher

Viel schiweriger gestaltet sich die Frage: "Für welches System entschiede ich mich?". Denn außer Google Home, sind alle System in sich geschlossen und funktionieren bzw. spielen ihr Potenzial erst aus, wenn alle Geräte im selben Multiroom-System agieren. Sicherlich bieten Schnittstellen wie Bluetooth oder Airplay eine gewisse Flexibilität untereinander, aber MusicCast, Sonos, HEOS und Bluesound können untereinander und miteinander nur mit Geräten kommunizieren, die auch dafür geeignet sind. Google Home setzt zwar auch eine Chromecast-Integration voraus, aber diese "offene" Schnittstelle kann theoretisch von jedem Hersteller eingesetzt werden, wie man z. B. bei JBL, Harman Kardon, Panasonic etc. sehen kann. Diese vielfältige Nutzung bietet aber nicht nur Vorteile, so sind geschlossene Systeme meist umfangreicher in ihrer Nutzung und Oberfläche. Mit diesem Artikel möchten wir bei dieser Entscheidung helfen und Vor- und Nachteile die einzelnen Multiroom-Plattformen aufzeigen bzw. diese kurz anreißen.

 

In Zusammenarbeit mit unseren Lesern - ihr seid gefragt!

Da dieser Artikel immer weiter wachsen soll und wir diesen auch als einer Art Übersicht verstehen, seid auch IHR gefragt: Gerne nehmen wir Tipps zu eventuellen Fehlern unsererseits, Anregungen zu weiteren Multiroom-Systemen oder auch neu vorgestellten Updates entgegen und ergänzen diese in unserer Übersicht. Zusammen wollen wir eine hilfreiche Übersicht erstellen, die es Einsteigern ermöglicht, im Dschungel von Systemen die richtige Wahl zu treffen. Nutzt dafür einfach unser Forum um eure Ideen und kreativen Ansätze freien Lauf zu lassen. Wir freuen uns auf eine rege Beteiligung :) 

 


 

Yamaha MusicCast

Noch nicht ganz so alt wie das Sonos-System aber trotzdem schon mit das umfangreichste am Markt. Die Rede ist von Yamahas MusicCast-System, welches 2016 mit dem großangelegten Einstieg in die kabellose Multiroom-Welt begann.

Yamaha musicCast Logo

Seitdem ist diese Technik aus dem Sortiment des größten Instrumentenherstellers nicht mehr wegzudenken und selbst im Disklavier ENSPIRE Piano ist MusicCast implemtiert. Durch die große Produkvielfalt, spielt die eigene Multiroom-Technik ihre Stärken bei jeder Anwendung aus.

Yamaha MusicCast Surround
MusicCast Surround mit MusicCast 20 (links) oder MusicCast 50 (rechts) (Bild: Yamaha)

Setzt man z. B. einen Yamaha AV-Receiver ein, kann dieser nicht nur über die MusicCast-App bedient bzw. mit Streaming-Material versorgt werden, sondern auch angeschlossene Geräte wie z. B. ein Plattenspieler oder CD-Player können ihre Aufnahmen im Multiroom-Netz verteilen. So spielt man im Wohnzimmer seine Lieblingsschallplatte ab und kann diese auch beim Kochen in der Küche auf einen kompakten Lautsprecher weiter genießen. 


Yamaha MusicCast Vinyl 500 kabellos verbunden mit MusicCast 50 Lautsprechern

Bestimmte MusicCast Produkte unterstützen MusicCast Surround und / oder MusicCast Stereo, wodurch kabellose Mehrfach-Lautsprecherkonfigurationen innerhalb eines einzigen Raums für Surround- oder Stereo-Sound eingerichtet werden können. MusicCast Surround setzt kompatible Lautsprecher als kabellose hintere Lautsprecher für 5.1-Heimkinosysteme, bei Verwendung eines entsprechenden AV-Receivers oder einer Soundbar, ein.


Multiroom-Streaming-Verstärker XDA-QS5400RK und dem Multiroom-Verstärker XDA-AMP5400RK im 19-Zoll-Rack-Format (Bild: Yamaha)

Ähnlich wie bei Sonos, können auch Yamahas MusicCast Geräte als WLAN-Erweiterung genutzt werden. Dafür verfügen die Modelle über zwei Netzwerkeinstellungen. Im Standard Modus verbinden sich MusicCast-Geräte direkt kabellos mit dem Router, im Extend Modus verstärkt ein MusicCast-Gerät das WLAN Signal über weite Entfernungen.  

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Oberfläche der MusicCast-App (Android)

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unser Referenz AV-Receiver Yamaha RX-A3080 nutzt natürlich auch MusicCast

 

Technische Fähigkeiten von MusicCast

 

 

Stärken von MusicCast 

Schwächen von MusicCast

 

Weitere Informationen zu MusicCast: 


 

ROON

Die Software Roon bildet zu den hier vorgestellten Systemen eine Ausnahme. Das System ist eher als lokale und Cloud-Bibliothek zu verstehen, welche grafisch die eigene digitale Sammlung inklusive TIDAL und mittlerweile auch den Quobuz Account in einer Oberfläche vereint. Warum wir aber trotzdem die Software mit aufnehmen wollten, liegt an den mittlerweile umfangreichen Partnern bzw. den vielen unterstützten Systemen.

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So können selbst „einfache“ Airplay-Geräte in die Multiroom-Umgebung integriert werden, als sogenannter Endpoint genutzt und mit Audiosignalen gefüttert werden.

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Möglichkeiten den Core (Server) mit Daten zu füttern (Foto: ROON)

Die Roon Software wurde erstmals auf der High End 2015 in München vorgestellt und gehört somit noch zu den „Frischlingen“ auf dem Markt. Hinter der Entwicklung stehen aber erfahrene und ehemalige Mitarbeiter der Firma Meridian, die durch den Meridian Sooloos Control 15 Musikcomputer in der HiFi-Welt auf sich aufmerksam machten. Somit ist es auch nicht verwunderlich, dass Roon optisch sehr ähnlich aufgebaut ist und die Grundidee, einer übersichtlichen und intuitiven digitalen Musikbibliothek aufgreift bzw. perfektioniert. Im Gegensatz zu den anderen vorgestellten Systemen, kauft man bei ROON nur eine Lizenz für die Software, die man zum Beispiel auf einen MAC oder PC installieren kann und als Zentralorgan des Systems einrichtet und nutzen kann. 

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viele Möglichkeiten der Client-Software Nutzung / Steuerung des ROON-Servers (Foto: ROON)

Es gibt zwar den Nucleus bzw. Nucleus+ von ROON selbst, diese Systeme stellen aber auch nur leicht überteuerte PCs dar, welche man auch deutlich günstiger realisieren kann. Aber man sollte jetzt nicht meinen, ein altes Notebook oder ausrangierter Office-PC kann das mal eben übernehmen, die Systemvorrausetzungen an einen potenten ROON-Server sind nicht ohne. So empfehlen die Entwickler von ROON mindestens einen Intel Core i3 (Ivy Bridge+) als CPU zu nehmen, beim Arbeitsspeicher sollten mindestens 4GB verbaut sein, eine SSD als Laufwerk und eine minimale Auflösung von 1440 x 900 Pixel muss der angeschlossene Monitor schon darstellen können. Damit läuft das System aber wirklich an der „Spaßgrenze“, haben wir selbst ausprobiert. Wer gerne viele Streams gleichzeitig an verschiedene Geräte schickt, die dazu noch im HiRes-Format vorliegen, sollte mindestens einen Intel I7 (oder gleichwertigen AMD) mit 8GB Arbeitsspeicher einplanen.

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ELAC Discovery DS-A101-G Server arbeitet mit einer abgespeckten ROON Essentials Version

Wer jetzt aber keine Lust auf den Zusammenbau eines eigenen Servers hat, kann neben dem schon erwähnten hauseigenen Nucleus(+) auch auf fertige Systeme anderer Hersteller wie INNUOS, Audiodata oder ELAC zurückgreifen. Hier zeigt sich auch wieder die Stärke des Systems. ROON besitzt ein Partner-Programm wo Hersteller ihre Geräte „zertifizieren“ lassen können und somit unterstützen mittlerweile viele Produkte die Software, was die Auswahl für den Endkunden nicht nur größer, sondern eben auch frei wählbar macht. Aber auch ein Intel NUC ist denkbar und man erwirbt die Software selbst, installiert den Server auf den kleinen Rechenknecht und et voila, Roon für jedermann. 

 
dank der Airplay (2) Unterstützung werden viele Audioendgeräte automatisch erkannt

 

Technische Fähigkeiten von ROON:

 

Weitere Informationen zu ROON: 

 

Screenshots der ROON-Oberfläche

 

 


 

Google Home

Mit der Google Home Plattform haben sich auch die Amerikaner eine Multiroom-Plattform geschaffen, die offen gestaltet ist und somit jedem Hersteller zur Verfügung steht, der bereit ist die komplexen Zertifizierungsprogrammen von Google zu durchlaufen.

google home logo

Die Oberfläche und das System sind dabei sehr einfach aufgebaut sowie auch einsteigerfreundlich. Smarte Geräte mit Googles Android-Fähigkeiten erkennen neue Geräte in ihrer Umgebung automatisch und lassen sich dann einfach in die Oberfläche integrieren.

Harman Kardon Google Home 22  Harman Kardon Google Home 22  Harman Kardon Google Home 22  Harman Kardon Google Home 22 

Die technischen Voraussetzungen bzw. Möglichkeiten sind nicht begrenzt oder vorgeschrieben und eben von Hersteller zu Hersteller unterschiedlich. Übertragungsraten und Auflösungen werden vom Hersteller diktiert und Google nimmt schlussendlich nur die Schnittstellen zusammen mit dem Produkt ab, ob es ihren Mindestanforderungen entspricht. So bleibt das System sehr einfach gehalten was den Funktionsumfang betrifft. Im Gegensatz vieler anderer Anbieter von Multiroom-Systemen, setzt Google Home externe Apps oder Software voraus, um diese an die jeweiligen Geräte streamen zu können.

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Harman Kardon Surround Set setzt auf Googles Chromecast

Das ist für Technik-Enthusiasten eher nichts, aber für den "normalen" Anwender der auch viel mit Chromecast unterwegs ist sicherlich die beste Lösung, wenn es um eine schnelle Zuordnung von Geräten in unterschiedlichen Räumen geht. Auch klangliche Einstellungen oder ein Direktzugriff auf vorhandene Audiodateien im heimischen Netzwerk sind ohne externe Apps nicht möglich.  

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besonders praktischer Begleiter - JBL Live 400BT Kopfhörer mit Chromecast

 

Stärken von Google Home

 

Schwächen von Google Home


 

Sonos

2004 vorgestellt und 2005 dann auch für die Kunden im Handel erhältlich, so fing alles bei Sonos mit dem ZP100 an. Somit gehört das System mit zu den ältesten in diesem Segment und auch erfolgreichsten, denn heute kennt dieses System fast jeder. Das hätte aber fast nicht stattgefunden, denn 2005 traf die Rezession das Unternehmen hart und verwehrte Geld von großen Investoren für die wichtigen Folgeprodukte. Aber die Kernmannschaft blieb konsequent auf Kurs und mit Geld von Freunden und bezahlten Gehältern aus eigener Tasche, blieb das Unternehmen auf Kurs. 

sonos logo

Aber auch der Musikdienst Rhapsody und die Einführung des iPhone im Jahr 2007 mit Sonos eigener, kostenlosen App sind an der erfolgreichen Geschichte nicht ganz unschuldig. Im November 2009 veröffentlichte Sonos dann den All-In-One-Speaker PLAY:5 und die Erfolgsgeschichte nimmt ihren Lauf.

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Sonos Beam Soundbar mit SUB Subwoofer und Play:1 als Surroundlautsprecher (Bild: Sonos)

Mittlerweile befinden sich einige Modelle im Sonos-Portfolio, darunter Soundbars, kompakte Lautsprecher, Einbaulautsprecher oder komplette Surround-Systeme. Im Gegensatz zu den meisten anderen Kandidaten, setzt Sonos auf eine proprietäre Funktechnologie. Somit arbeitet jede Sonos-Komponente als eigenständiger WLAN-Repeater, der das Signal an weitere Geräte weiterreichen kann.

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Sonos setzt ausschließlich auf WLAN zur Audio-Übertragung (Bild: Sonos)

Dieses System setzt einen Lautsprecher im Multiroom-System voraus, der per Netzwerkkabel mit dem Router verbunden ist oder die Verwendung der Sonos-Bridge. Diese System mit vielen Vorteilen hat aber auch einen Haken. Die proprietären Funktechnologie-Lösung setzt zwingend die Nutzung der Sonos-App voraus. Damit stehen sie aber nicht alleine da, denn fast fast alle Multiroom-Systeme setzen auf eine eigene Oberfläche für die Bedienbarkeit. Wer seine Sonos-Geräte mit einem Apple-Produkt bedient bzw. steuert, bekommt noch ein weiteres Feature an die Hand. Sonos Trueplay kann Mithilfe eines iPhones oder iPads mittlerweile alle Sonos-Boxen auf den vorhandene Raum einmessen. Android-Smartphones werden leider nicht unterstützt, unterschiedlichste Modelle mit nicht näher bekannten Mikrophonen garantieren leider keine zuverlässige Kalibrierung.

Sonos ceiling 01  Sonos ceiling 02 Sonos ceiling 04

Sonos wall 01  Sonos wall 02  Sonos wall 03
auch Einbaulautsprecher Sonos In-Ceiling und Sonos In-Wall erhältlich (Bilder Sonos)

Weitere Features des Sonos-Systems ist die Unterstützung von Amazons Alexa. Mit Amazons Echo oder Echo Dot können alle Sonos-Lautsprecher über Alexa gesteuert werden bzw. der Sonos One kommt schon mit einer eigenen Amazon Alexa-Schnittstelle daher und braucht für die Steuerung keine weitere Hardware. Sonos peilt auch zusätzlich noch die Integration von Googles Assistant an, aber aktuell eher schwierig, denn beide Unternehmen wollen eigentlich nicht zusammen in einem System stecken. Mal sehen ob die beiden "Streithähne" mal einen gemeinsamen Kontext finden.

 

Technische Fähigkeiten von Sonos

 

Screenshots der Sonos App

 

 

 


 

Blusound blueOS

BluOS soll „Das“ Multiroom-System sein, jedenfalls wenn es nach NAD gehen würde. Im Jahre 2004 begann alles mit BluOS und nahm seinen Lauf. NAD entwickelte BluOS und setzte sich zum Ziel, die Multiroom-Weltherrschaft an sich zu reißen, überspitzt formuliert. Dafür stattete NAD, die damals schon zur kanadischen Lenbrook-Gruppe gehörten, das Betriebssystem mit einem Höchstmaß an Flexibilität und bestmöglicher Klangqualität aus.

Bluesound logo

Warum NAD und Bluesound ihren Fokus auf ein vollständig eigenes Betriebssystem legte ist schnell erklärt: Vollständige Kontrolle über jeden einzelnen Parameter in der Software und höchstmögliche Kompatibilität mit den eigenen Produkten.


Konzernfreunde NAD M10 Streaming Verstärker - Bluesound Pulse 2i

Erstmalig kam das selbst entwickelte BluOS im NAD Masters M50 zur Anwendung und wurde seitdem ständig weiterentwickelt. Im Jahr 2013 begann die Markteinführung der Schwestermarke Bluesound, die sich ausschließlich aus BluOS Streaming-Komponenten zusammensetzt. Eine Produkt-Range vom reinen Streaming-Client, über den mobilen und stationären Lautsprecher, bis hin zur Soundbar abbildet. Damit einher geht eine sehr große Verbreitung im High End Audiosegment, denn auch andere Hersteller könnten auf das BluOS zurückgreifen. Der Mutterkonzern Lenbrook Group vermarktet BluOS als eigenständige Plattform und so können theoretisch auch „externe“ HiFi-Firmen Lizenzen erwerben und ihre Produkte in das BluOS-Universum integrieren. Wenn sie denn wollten…

Bluesound Pulse Flex 2i fazit
Bluesound Pulse 2i, Pulse Mini 2i und Pulse Flex 2i

Die Dänen von DALI haben diese Plattform in ihre aktiven Lautsprechersysteme integriert bzw. bieten passend ein BluOS-Modul an, um die Systeme mit dem Multiroom-Betriebssystem nachrüsten zu können. Aktuell sind bei den Dänen dafür die Rubicon C Serie und die Callisto Serie gewappnet, beides drahtlose und aktive Lautsprechersysteme mit Hi-Res-Fähigkeiten. Bietet sich aktuell auch einfach an, Bluesound, NAD und DALI agieren in Deutschland alle unter dem DALI Vetrieb, Zufall oder nicht, die Zusammenarbeit lohnt sich wie unsere Reviews zu der DALI Rubicon 2 C oder dem Callisto 6 C System eindrucksvoll zeigten. Aber auch die Entwickler bei Monitor Audio haben den Wert von BluOS erkannt und auf der ISE 2020 einen Music Streamer (IMS-4) vorgestellt, der mit dem Multiroom-System ausgestattet sein wird.


BluOS-Modul im DALI Callisto 6C oder Rubicon 2 C System

Denn nicht nur theoretisch, sondern auch in der Praxis stellt BluOS unter Beweis, warum es aktuell zu den umfangreichsten und besten Multiroom-Systemen gehört. Wir haben die Stärken und Schwächen mal zusammengetragen:

 

Technische Fähigkeiten von BluOS

 

Stärken von BluOS

 

Schwächen von BluOS

 

BluOS Oberfläche am Beispiel des Bluesound Powernode 2i

 

In der Vergangenheit haben wir uns auch schon einige Produkte mit BluOS angeschaut die wir einmal nachfolgend aufgelistet haben:

 


 

Teufel (by Raumfeld)

Auf Basis der einzigartigen Raumfeld Software Technologie, entwickelte und vertrieb Raumfeld seit Ende 2009 Audio-Systeme, die es dem Kunden ermöglichen, Musik drahtlos im ganzen Haus zu erleben. Die Idee dahinter: Das zentrale Element bildet eine Fernbedienung, in den meisten Fällen ein Smartphone oder Tablet, mit der sich alle Funktionen von jedem Raum aus intuitiv bedienen lassen. Obwohl Sonos mit ihrer Multiroom-Idee schon fünf Jahre früher unterwegs war, gilt auch Raumfeld als einer der Vorreiter heutiger Multiroom-Lösungen.

Teufel Logo

Zu jener Zeit erkannte das auch die Berliner Schmiede Lautsprecher Teufel und übernahm 2010 die Raumfeld GmbH. Die Marke Raumfeld existierte aber weiterhin und erst 2017 integrierte Teufel auch diese Produkte in ihre Namensgebung und überarbeitete das komplette Produktportfolio, auf der ab sofort nur noch das Teufel-Logo prangert bzw. nur ein kleiner Schriftzug „powered by Raumfeld“ auf die früheren Zeiten hindeutet.

Teufel Multiroom Setup
Teufel Multiroom-Produkte (Foto: Teufel)

In der Vergangenheit haben wir uns auch schon einige Raumfeld-Produkte angeschaut die wir einmal nachfolgend aufgelistet haben: 

 

Das Produkt-Portfolio ist aktuell noch sehr übersichtlich gehalten. Neben den von uns schon vorgestellten One S und One M, besteht das Multiroom-System von Teufel noch aus den Regallautsprecher Paar Stereo M und dem Standlautsprecher Paar Stereo L. Dazu kommen die beiden Teufel Soundbar und Teufel Sounddeck, die extravaganten, aus Rosenthal Porzellan gefertigten Teufel X Rosenthal und den Produktbereich abrunden tut der universelle Netzwerkspieler Teufel Streamer. Kürzlich wurde aber auch die Cinebar Lux in verschiedenen Ausführungen vorstellt. Eine vollwertige Soundbar mit zugleich allen Multiroom-Fähigkeiten.

Somit gehört das Multiroom-System der Berliner von den Produkten zu den übersichtlichsten am Markt, bringt aber für jede Situation das passende Produkt mit.

 

Technische Fähigkeiten von Teufel "Powered by Raumfeld"

 

Stärken von Teufel / Raumfeld 

 

Schwächen von Teufel / Raumfeld

 

Screenshots der Teufel / Raumfeld App

 

  

 

In Zusammenarbeit mit unseren Lesern - ihr seid gefragt!

Da dieser Artikel immer weiter wachsen soll und wir diesen auch als einer Art Übersicht verstehen, seid auch IHR gefragt: Gerne nehmen wir Tipps zu eventuellen Fehlern unsererseits, Anregungen zu weiteren Multiroom-Systemen oder auch neu vorgestellten Updates entgegen und ergänzen diese in unserer Übersicht. Zusammen wollen wir eine hilfreiche Übersicht erstellen, die es Einsteigern ermöglicht, im Dschungel von Systemen die richtige Wahl zu treffen. Nutzt dafür einfach unser Forum um eure Ideen und kreativen Ansätze freien Lauf zu lassen. Wir freuen uns auf eine rege Beteiligung :) 

 

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