Test: KEF LS50 Wireless Aktiv-Lautsprecher

KEF LS50 Wireless newsSeitdem KEF die LS50 im Jahre 2011 vorgestellt hat, ist die Welt der Kompaktlautsprecher damit um einen Referenzlautsprecher erweitert worden. Die kleinen Lautsprecher haben etliche Auszeichnungen erhalten und so war es wohl nur eine Frage der Zeit, dass diese erfolgreichen Modelle aufgebohrte bzw. aktive Variante neu aufgelegt werden. Genau so kam es schlussendlich auch (...) Besagte KEF LS50 Wireless haben wir uns im Praxistest genauer angesehen und eine Beurteilung erstellt.

 

Mit dem Namen KEF verbindet man im HiFi-Bereich, zumindest wir, unweigerlich ein Traditionsunternehmen sowie deren Koaxialtreiber. Gerade letzteres ist eng mit der britischen Lautsprecher Manufaktur verbunden, die übrigens schon 1961 gegründet wurde.  Die Koaxialtreiber der heutigen Entwicklungsstufe schimpfen sich Uni-Q und sind in fast allen aktuellen Lautsprecherserien wiederzufinden. Da macht es auch keinen Unterschied ob man den 100.000 Euro teuren Muon Lautsprecher zuhause stehen hat oder man sich im Einstiegssegment mit der Q-Serie (2017) tummelt.

KEF LS50 Wireless aufmacher

Diese Einpunktschallquelle oder auch Uni-Q-Treiber genannt, ist in fast allen Lautsprechern des britischen Herstellers zu finden, wenn auch in angepasster Form. Da bilden auch die LS50 Wireless keine Ausnahme, die wir heute in unseren Redaktionsräumen begrüßen dürfen. Mit einem Paarpreis von 2300 EUR zählen die beiden Schallwandler definitiv nicht zu den günstigsten Ablegern dieser Gattung. Wer bereit ist noch etwas tiefer in die Tasche zu greifen, der kann auch die KEF LS50 Wireless in der Nocturne Edition erwerben, die mit rund 2700 EUR zu Buche schlagen.

 

Technische Daten

 

KEF LS50 Wireless Lautsprecher - Technische Details
 Bezeichnung  KEF LS50 Wireless
 Preis   2299,- EUR 
 Hersteller-Homepage  www.kef.com
 Maße  200 x 308 x 300mm (Breite x Tiefe x Höhe) 
 Gewicht  10,0 Kg 
 Farben  Titangrau / Rot
 Hochglanz-Schwarz / Blau
 Hochglanz-Weit / Kupfer
 Daten
 Ausgangsleistung  200 Watt Tiefmittelton / 30 Watt Hochton 
 Chassis  Hochton : 25mm belüftete Aluminium-Kalotte
 Tiefmittelton: 130mm Magnesium- / Aluminium-Membran 
 Frequenzgang  45 Hz – 28 kHz (stärkere Basserweiterung)
 50 Hz – 28kHz (Standard)
 61 Hz – 28kHz (schwächere Basserweiterung)
 Eingänge / Konnektivität  1x analoge Cinch-Audioeingänge
 1x optischer Digitaleingang (96 kHz)
 1x USB Typ B (192kHz)
 1x RJ45-Ethernet mit 10/100 Mbps 
 - Bluetooth 4.0 mit aptX Codec 
 - WLAN 2,4 GHz / 5 GHz Dual-Band
 Ausgang  1x Subwoofer-Ausgang  

 


 

Detailansicht KEF LS50 Wireless

Optisch sind die LS50 Wireless erstmal nicht von ihren passiven Zwillingen zu unterscheiden, okay nur von vorne betrachtet. Nach hinten mussten die Lautsprecher etwas wachsen, da hier noch die Endstufen untergebracht werden mussten inklusive des recht massiven Kühlkörpers. Die Wireless Variante der LS50 verfügen über die gleiche geschwungene Schallwand wo in der elliptisch geformten Schallöffnung mittig der schon erwähnte Uni-Q Treiber sitzt. Dieser koaxiale Treiber setzt sich aus einem 25mm Hochtöner und 130mm Tiefmitteltöner zusammen. Beim Material der Hochtöner setzt man auf Aluminium und beim Tiefmitteltöner auf eine Magnesium / Aluminium-Legierung. Das Herzstück der KEF LS50 Wireless arbeitet wie folgt. Die mittigen 1-Zoll-Aluminiumkalotte ist für die Höhenwiedergabe zuständig, der ein auffälliges Dispersionsgitter mit „Flügeln“ vorgesetzt ist. Bei der Wiedergabe des mittleren und tiefen Frequenzbereichs kommt eine äußere und größere kupferfarbene 130-mm-Membran zum Einsatz. Der unbewegliche Teil zwischen der Hochtonkalotte und der eigentlichen Membranfläche des Tiefmitteltöners dient als Waveguide für den Hochtöner, wie auch die kleinen Nasen auf der Sicke deutlich machen.

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Die hier vorgestellt Farbvariante schimpft sich Weiß / Kupfer aber KEF bietet noch einige andere Kombinationsmöglichkeiten an. Farblich stehen noch die Varianten Hochglanz-Schwarz / Blau und Titangrau / Rot zur Auswahl. Wer es etwas außergewöhnlich mag und dem „Einheitsbrei“ nichts abgewinnen kann, kann sich die LS50 Wireless „Nocturne“ mal näher anschauen. Mit ihrem sehr technischen Erscheinungsbild, entworfen vom renommierten Designstudio Marcel Wanders, wirken sie wie von der „Dunklen Seite des Klangs“ ;). Unser Modell ist da deutlich schlichter gestaltet, kann aber durch die Formgebung und  untergebrachten Detaillösungen nicht wirklich mit „langweilig“ beschrieben werden.  Die Doppelmembrankonstruktion ist optisch sehr auffallend und der Mix aus schlichtem Weiß sowie kupferfarbene Treiber stehen der LS50 wunderbar. Im Gegensatz zu den von uns kürzlich vorgestellten aktiven Nubert nuPro A-700 oder A-100, besteht die LS50 Wireless aus einem Master- und Slave-Lautsprecher. Der Master, oder nennen wir sie Steuerungszentrale dieses Gespanns ist auch schnell identifiziert. Besitzt er doch zusätzlich neben dem Infrarotempfänger einen kleinen Punkt unter dem Uni-Q-Treiber und ein sehr sauber eingefasstes Touch-Bedienungsfeld im Top des Aktiv-Lautsprechers.

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Bei der Betrachtung der Verarbeitungsqualität kann auch gern ein Song von Jupiter Jones herbeigezogen werden: „Denn sie wissen, was Sie tun. Das könnte auch der Slogan von KEF sein, betrachtet man deren Qualität und Erfahrung im Lautsprecherbau. Die Schallwand ist mit einer matten sowie leicht angerauten Oberfläche überzogen und das Gehäuse ist hochglänzend lackiert. Diese Variation von matten und glänzenden Oberflächen steht dem Lautsprecher ausgesprochen gut und hinterlässt ein wertiges Gefühl. Die Hochglanz-Lackierung ist mit einer gewissen Tiefe ausgestattet als auch mit Klarlack geschützt, so dass die Oberfläche bei etwaigen kleineren Stößen nicht übermäßig empfindlich reagiert. Der Übergang von Schallwand zum Gehäuse verläuft von den Spaltmaßen sehr gleichmäßig und weißt eine hohe Passgenauigkeit auf. Wie schon bei der passiven Variante, ist der UNI-Q Treiber ohne sichtbare Schrauben in der Schallwand eingelassen, welches das wertige Erscheinungsbild unterstreicht. Die Steuerungselemente Power-Button, Quellenwahl, Bluetooth-Direktzugriff und Lautstärkeregler sitzen im schön erwähnten Top-Display an in der Oberseite des Lautsprechers und werden durch die berührungsempfindliche Oberfläche bedient.

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Auf der Rückseite ist ein massiver Kühlkörper für das Temperaturmanagement zu finden. Dieser soll die 200 Watt starke Class-D-Endstufe für den Tiefmitteltonbereich und die 30-Watt-Class-AB-Endstufe für den Hochtonbereich ausreichend kühlen. Bei den Anschlussmöglichkeiten zeigt sich die LS50 Wireless sehr flexibel. Neben dem AUX-Hochpegel-Eingang stehen auch zwei digitale Verbindung zur Verfügung. Hier kann der Nutzer auf einen optischen TOSLINK (max. 96 kHz) oder einen USB Typ B (max. 192 kHz/24-Bit) zurückgreifen. Obwohl Wireless im Produktnamen steht, geht es ganz ohne Kabel aber dann doch nicht. Schließlich möchte jede Endstufe mit Strom versorgt werden und die Kommunikation zwischen den beiden Lautsprechern wird durch ein Cat-6 Verbindungskabel bzw. RJ45-Ports realisiert. Aber mehr Kabel sind dann auch nicht nötig, reichen einem die verbauten drahtlosen Schnittstellen. Der Nutzer hat bei den LS50 Wireless die Wahl zwischen Bluetooth 4.0 mit aptX Unterstützung oder WLAN mit 2,4 und 5 GHz Dual-Band. Beide drahtlosen Varianten bieten genügend Bandbreite um dem audiophilen Genuss gerecht zu werden - kabellos sind Abtastraten von bis zu 192 kHz möglich. 

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Neben dem ovalen Bassreflexrohr ist noch die Anzeige für den integrierten EQ zu finden. Hier kann der Lautsprecher aktiv auf verschiedene Aufstellungen im Raum reagieren, aber dazu im Praxistest dann mehr. Um die Lautsprecher bedienen zu können, liegen den LS50 eine gleichfarbige, von der Form angelehnte ovale Fernbedienung bei, die neben der Lautstärke auch den gewünschten Eingang steuern kann. Optisch wie auch von der Ausstattung ist die KEF LS50 Wireless schon mal ein „Brett“. Eine erstklassige Verarbeitung meets Funktionalität wäre unser erstes Fazit. Wenn da nicht noch die Bedienbarkeit und klanglichen Eigenschaften wären - diese schauen wir uns auf der nächsten Seite einmal genauer an.


 

Software-Anwendung und Praxisbetrieb

Heutzutage gehört es mittlerweile zum „guten Ton“ seine HiFi-Gerätschaften mittels Smartphone oder Tablet steuern zu können. Da macht auch die kabellose Variante der LS50 keine Ausnahme. So gibt es die in den APP-Läden die gleichnamige Software „KEF LS50 Wireless“ für die Bedienung der Lautsprecher. Eins vorweg, die APP ersetzt leider nicht die Fernbedienung, denn über die Software ist z. B. die Wahl des gewünschten Eingangs nicht möglich. Diese beschränkt sich nur auf die Kommunikation mit dem verbauten DSP oder EQ sowie deren Einrichtung. Des Weiteren kann darüber auch Musik via DLNA oder TIDAL gestreamt und gesteuert werden. Leider ist die Software aktuell nur in einer englisch sprachigen Variante erhältlich, welche aber trotzdem übersichtlich und selbsterklärend ist. Somit auch für Nutzer mit wenig Affinität zur britischen Muttersprache sicherlich geeignet.

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Die Einrichtung der Lautsprecher ging sehr einfach von Statten, da KEF jeden einzelnen Schritt in der App mit dem Nutzer durchgeht und das mit erklärenden Bildern untermalt. Neben den üblichen Steuerungsmöglichkeiten vom gestreamten Material einer angeschlossen NAS im Netzwerk oder eben TIDAL, bietet die App-Software umfassende Möglichkeiten der klanglichen Anpassung.

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Der verbaute DSP besitzt ein paar durchdachte Optimierungen die verschiedene Einstellungen ermöglichen. So kann mittels stärkerer Basserweiterung auf bis zu 40 Hz (- 6 dB) hinunter gespielt werden, wo in der Standard-Einstellung  50 Hz anliegen. Auch gibt es eine ausgefeilte Zeitkorrektur der für einen präziseren Klang im weitläufigen Sweet Spot-Bereich sorgen soll. Dazu bietet der schon angesprochene EQ die Möglichkeit, die Lautsprecher an die wohnlichen Gegebenheiten anpassen zu können. Dafür stehen dem Nutzer vier verschiedene Einstellungen zur Verfügung. Man muss festlegen wo die Lautsprecher aufgestellt werden, also ob auf einem Schreibtisch bzw. Sideboard oder auf einem Ständer. Dann muss dem EQ noch mitgeteilt werden, ob die Lautsprecher frei im Raum aufspielen dürfen oder eine wandnahe Platzierung gewählt wurde.  

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Nach einer zweiwöchigen „Kennenlernphase“ und genug Praxiserfahrung im Umgang mit der Steuerung bzw. Bedienung, würden wir der KEF LS50 Wireless App ein „Befriedigend“ ins Zeugnis eintragen. Für die Software spricht eine klare und übersichtliche Gestaltung, die Oberfläche ist nicht zu verspielt aber auch nicht langweilig gestaltet. Die gewählten Farben sind angenehm und die Menüstruktur ist übersichtlich und verständlich aufgebaut. Die Bedienung selber ist an einigen Stellen etwas hakelig, sporadisch auftretende Abstürze und daraus resultierende Schwierigkeiten beim Neuverbinden mit dem Lautsprecher trübten den sonst positiven Eindruck etwas

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Warum man für das Umschalten auf einen anderen Eingang unbedingt die Fernbedienung benötigt, die bei der Lautstärkeverstellung übrigens arg verzögert reagiert, wissen wahrscheinlich nur die KEF Entwickler. Hier ist in jedem Fall noch etwas Luft nach oben und per Update sicherlich auch leicht zu beheben. Die Firmware hatten wir noch während des Testzeitraums mittels Notebook auf den neuesten Stand gebracht, um mit der aktuellen Version arbeiten zu können.


 

Klangcheck

Nachdem wir uns ausgiebig mit der technischen Einrichtung und Aufstellung der Lautsprecher beschäftigt haben, konnte es mit dem Musik hören auch schon losgehen. Hierfür schlossen wir die Lautsprecher mittels Netzwerkkabel an unserer NAS an, auf der sich unsere Musikbibliothek befand. Wir streamten die hochauflösenden FLAC-Dateien und somit ohne Umwege direkt zum Lautsprecher.

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Bei der Aufstellung entschieden wir uns die KEF LS50 auf vorhandene Ständer und zusätzlich mit einem Wandabstand von ca. 25 Zentimeter zu platzieren. Diese Daten wurden natürlich auch in dem EQ hinterlegt, wohin der DSP von uns unberührt bei den Standardeinstellungen blieb.

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Klangcheck

 

joe bonamassa an acoustic evening

 

Wer auf Blues steht, wird an Joe Bonamassa nicht vorbeikommen. Mit dem im Januar 2016 in der Carnegie Hall New York aufgenommen Album An Acoustic Evening, wurde wieder ein erstklassiges Album produziert. Mit dem Song Driving towards the Daylight möchten wir es ruhig angehen und der feinen, rauchigen Stimmen des Künstlers lauschen. Der Song beginnt und die LS50 hat direkt Bock zu musizieren. Das zarte gezupfe an der Akustikgitarre und das einsetzende Cello stellt die KEF unglaublich detailliert dem Hörer zur Verfügung, bindet die Stimme des Sängers super in das Arrangement ein, vergisst dabei aber nicht das Klavier welches den Hintergrund perfekt untermalt. Es ist ein klares Bühnenbild dieser Live-Version zu vernehmen, auch zaubert der doch sehr kleine Lautsprecher einen beachtlichen Bassbereich herbei, der erfreulich druckvoll agiert. So macht Musik Hören richtig Lust.

 

 

norah jones the fall

 

Mit Norah Jones und ihrem Titel I wouldn`t need you vom Album The Fall wollen wir mal Hören, ob die KEF auf mit etwas „zarten“ umgehen können. Die US-Amerikanische Sängerin wird akustisch bei dem Song hauptsächlich mit einer E-Gitarre und dem Schlagzeug begleitet - das hat anscheinend auch die LS50 mitbekommen. Die Instrumente werden sehr präzise herausgearbeitet und umschmeicheln dabei die Stimme der Ausnahmekünstlerin. Dabei spielen sie sich aber nie in den Vordergrund, sondern eine hörbare Ebene hinter der Sängerin, wenn man es so sagen kann. Die ganze Aufmerksamkeit bekommt Mrs. Jones und das Klavier im späteren Solo. Das Klangbild wird symbiotisch aller Teile dem Hörer präsentiert und zeigt das die aktive Variante der LS50 auch mit leiseren Tönen umzugehen weiß.

 

 

jack white lazaretto

Um die KEF Lautsprecher auch mal mit kräftigen Dynamiksprüngen und harten Gitarrensounds u fordern, zogen wie Jack White mit High ball stepper aus der Schublade, welcher auf dem Album Lazaretto zu finden ist. Der Titel ist am Anfang recht genügsam und spielt ein wenig mit elektronischen Gitarrensounds, schlägt aber ab der zweiten Minuten so richtig zu. Einfach nur wow kann man sagen, wir waren überrascht! Mehr als ein müdes Lächeln war der LS50 nicht zu entlocken. Es ist echt schwer zu verstehen, welche Dosis von Amphetaminen KEF der kleinen LS50 verabreichen musste, um so erwachsen klingen zu können. Die Gitarre des schon etwas durchgeknallten Künstlers feuert uns der kleine Lautsprecher mit so einer Vehemenz entgegen, dass wenn man es nicht besser wüsste, jetzt den größeren Lausprecher zu suchen beginnen würde. Auch der Bassanteil ist für diese Baugröße beeindruckend, jederzeit dynamisch und mit exaktem Timing. Hier spielt die aktive Variante einfach ihre komplette Klasse aus und zeigt was Lautsprecher mit perfekt abgestimmter Endstufe zu leisten vermögen. Wir ziehen unseren Hut „Chapeau!“ KEF.

 


 

Fazit

Mit den KEF LS50 Wireless konnten wir die letzten Wochen einen kompakten Lautsprecher unter die Lupe nehmen, der so gar nicht wie ein kleiner Lautsprecher klingen mochte. Aber kommen wir erstmal zu den optischen Eindrücken. Das Gehäuse ist sehr kompakt gehalten, die im Vergleich zur der passiven Variante der LS50 etwas in der Tiefe angewachsen ist, was auf den ausladenden Kühlkörper der leistungsfähigen Endstufe zurückzuführen ist. Der Oberflächen-Mix von matter geschwungener Front und einem hochglänzenden Lack auf dem Korpus des Lautsprechers harmoniert einwandfrei. Der farbliche Kontrast des kupferfarbenen  Uni-Q-Treibers unterstreicht zusammen mit dem Display im Top des Master-Lautsprechers, die technische Erscheinung des LS50 Wireless. Die Größe erlaubt es den Lautsprecher fast überall in einen Wohnraum integrieren zu können und der implementierte Equalizer bringt die technischen Anpassungen für den richtigen Aufstellungsort mit. Dazu gesellt sich der DSP mit ausgeklügelten Optimierungsmöglichkeiten des Klangbildes, ob im Bass- oder Hochtonbereich. Für die Kommunikation mit den aktiven Lautsprechern stehen dem Nutzer jede Menge Möglichkeiten zur Verfügung. Mit Bluetooth 4.0 und WLAN bzw. Ethernet auch alles nötige um z. B. von Streaming-Diensten Gebrauch zu machen mit an Bord. Mit dem letzten Firmware-Update ist auch die Roon-Kompatibilität mit dazu gekommen, welches die Lautsprecher in Sachen Konnektivität nochmal deutlich aufwertet. Den nicht ganz perfekten Eindruck hinterließ die APP bzw. die Steuerung mit der Fernbedienung bei uns. Die APP ist sehr klar und gut strukturiert aufgebaut und der Lautsprecher lässt sich von jedermann, dank sehr guter Führung, auch einrichten. Aber sporadische Abstürze und eine sehr träge reagierende Fernbedienung, gerade in der Lautstärkeregelung, dämpften den sonst sehr positiven Eindruck etwas.       

Klanglich ist die kleine aktive LS50 eine Offenbarung und zeigt welches Potenzial in aktiven Lautsprechern schlummert, wenn die komplette Elektronik perfekt mit den verbauten Treiber harmoniert. Die Uni-Q-Treiber erschaffen eine sehr detaillierte Musikwiedergabe, die sich vor allen durch eine sehr ausgeprägte Räumlichkeit und differenzierte Darstellung einzelner Instrumente oder Stimmen auszeichnen kann. Gesangseinlagen oder Solos von Gitarristen lösten sich problemlos von der Lautsprecherschallwand und waberten im Raum vor dem Hörer, welches die sehr gute Schallabstrahlcharakteristik des Uni-Q-Treiber unterstreicht. Verblüffend ist welchen Pegel die KEF LS50 in der aktiven Version zu leisten vermögen. Die erreichbare Lautstärke, ohne irgendwelche Verzerrungen oder Clipping, ist für diese Baugröße beachtlich. Das erwartet man von so einem kompakten Lautsprecher überhaupt nicht. Beim Betrieb an einem PC fällt der Pegel aber deutlich geringer aus und wird von einem Begrenzer eingeregelt, warum das so ist konnten wir nicht herausfinden.         

Mit einem Preis von 2.299,- Euro liegt die aktive Version der LS50 in einem fairen Preisgefüge, denn man erhält dafür nicht nur Lautsprecher mit einer exzellenten Klangcharakteristik, sondern dazu auch den perfekt darauf abgestimmten und leistungsfähigen Verstärker, der sonst das Budget noch zusätzlich belasten würde. Dieses Gespann aus kraftvollen Verstärker und gehaltvollen Lautsprecher dürfte ein zweites mal am Markt schwierig zu finden sein. Wir können jedenfalls für die KEF LS50 Wireless eine klare Kauf-Empfehlung aussprechen. Erhältlich ist der KEF LS50 Wireless im Fachhandel.

 

 

KEF LS50 Wireless Lautsprecher
hochwertige kompakte Aktiv-Lautsprecher, mit reichlich technischen Finessen  19.02.2018

 
   Lautsprecher Testberichte  Hersteller-Homepage  
 
     Pro   Contra  KEF LS50 Wireless 06k  
 
  + sehr wertige Verarbeitung / Erscheinungsbild  
+ Lackfinish Korpus / Oberfläche Schallwand
+ leistungsfähige Endstufe
+ Equalizer- und DSP-Einstellungen 
+ Klangqualität / Auflösungsvermögen
+ wertige Fernbedienung 
+ App-Steuerung...

- ... die manchmal noch etwas hakt
- träge Lautstärkeregelung über die Fernbedienung
- Pegelbegrenzung bei Nutzung des USB-Ports (PC) 
 

 

 

 

 KEF LS50 Wireless Award

 

 

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