Test: ELAC Navis ARB-51 Lautsprecher

Elac Navis ARB 51 newsAuf der High-End in München 2018 hatten wir schon einen detaillierten Blick auf die damals noch genannte Argo-Serie werfen, mittlerweile haben die Kieler die Serie in Navis umgetauft und nachdem wir uns die große ELAC Navis ARF-51 schon angeschaut haben, sind jetzt die Regallautsprecher ARB-51 der Serie in unserer Redaktion gelandet.

 

 

Mit der Navis-Serie hat das norddeutsche Unternehmen schon die zweite aktive Lautsprecherserie in das Sortiment aufgenommen. Neben der neuen AirX²-Funkschnittstelle, besteht nun auch die kabelgebundene Anschlussmöglichkeit. Die schon länger am Markt befindliche Air-X Lautsprecher-Serie ist über der neuen Navis-Serie angesiedelt und bildet aktuell die Speerspitze der aktiven Lautsprecher im ELAC Portfolio. 

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Bestehend aus zwei Modellen, die Standlautsprecher ARF-51 und die hier vorgestellten Regallautsprechern ARB-51 ist die Navis-Serie übersichtlich gestaltet, bietet aber neben den eigentlichen Schallwandlern auch einiges an Zubehör. So wird die Serie von einem optionalen Wireless-Transmitter und dem neuen optionalen Discovery Connect unterstützt. Ersterer kann die Lautsprecher kabellos mit Signalen versorgen, der Connect versteht sich als Vermittler der Audio-Signale. Aber dazu später mehr. Bevor wir uns die ARB-51 genauer anschauen, eine kurze Übersicht der technischen Fähigkeiten sowie nochmal unser Video aus dem vergangenen Jahr von der High End:

 

ELAC Navis ARB-51 - Technische Details

Bezeichnung

 ELAC Navis ARB-51

Preis 

  ~ 1998,- EUR Paarpreis 

Hersteller-Homepage

 www.elac.de

Maße

189 x 345 x 240mm (Breite x Höhe x Tiefe) 

Gewicht

 8,1 Kg Stück

 Daten

Design

 3-Wege-System, Vollaktiv (Bassreflex)

Frequenzband

 44 Hz - 28.000 Hz

Eingänge

 Cinch / XLR / AirX² Wireless

Chassis 

 25mm Kalotte
 100mm Aluminium Mitteltöner
 150mm Aluminium Tieftöner

Übergangsfrequenz

 260 / 2200 Hz

Verstärker

 Tieftonbereich 160 Watt, Bash
 Mitteltonbereich 100 Watt, Bash
 Hochtonbereich 40 Watt Class A/B


 

Detailansicht

Anders als beim Standlautsprecher, muss bei der kleineren ARB-51 nichts erst zusammengebaut werden, ausgepackt und hingestellt ist hier das Motto. Optisch sind sich beide Modelle dann aber wieder einig, denn auch die ARB-51 ist ein absoluter Hingucker und die schwarze Hochglanz-Lackierung steht dem Lautsprecher ausgesprochen gut. Die Formgebung ist passend zur Serie auch sehr elegant ausgeführt, die „kleinen“ sind einfach kürzere ARF-51 und fügen sich so optimal in die Serie ein. Wie schon bei der Vela-Serie (zum Testbericht), verjüngt sich auch bei der Navis-Linie das Gehäuse nach hinten etwas, aber weniger stark ausgeprägt, eher leicht angedeutet. Die Kanten vom stabilen MDF-Gehäuse wurden abgerundet, was einer leicht gebogenen Schallwand zur Folge hat und Reflexionen an den Kanten entgegenwirken soll. Die aktiven Regallautsprecher sind als vollwertiges 3-Wege-System konzipiert, somit besitzen die ARB-51 für jeden Frequenzbereich einen Schallwandler. Wie von ELAC gewohnt (oder verwöhnt…), sitzen die Chassis exakt in der Front und werden von einer anthraziten Blende wunderschön eingefasst. Muss man den Kielern einfach lassen, Design, Wertigkeit und Materialgüte sind bei ihren Produkten immer erstklassig umgesetzt.

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Für den Hoch-Mitteltonbereich ist ein Koaxialtreiber zuständig, der als Punktschallquelle klare Timingvorteile gegenüber zwei einzelnen Treibern besitzt. Für den Hochtonbereich von 2.200 – 28.000 Hertz ist die 25mm große Hochtonkalotte zuständig, der 100 mm Aluminium-Mitteltöner der die Kalotte umrahmt, agiert zwischen 260 – 2.200 Hertz. Darunter widmen sich ein 150mm großer Aluminium-Tieftöner dem Bassbereich, der laut Datenblatt bis auf 44 Hertz herunterspielen können vermag. Dabei wird der Tieftöner auf der Rückseite von einem nach hinten ausgeführten Bassreflex-Port unterstützt. Die Elektronik für die Ansteuerung und die Verstärkerendstufen sitzen im Sockel der Lautsprecher, was der optisch abgetrennte Bereich gut kennzeichnet. Dort sitzt die komplette Technik der Navis - als Besonderheit setzt man auf verschiedene Verstärkerschaltungen.

Für den impulsfreudigen Tieftonbereich und Mitteltonbereich kommt hier eine Bash-Endstufe zum Einsatz, die so ähnlich auch schon im kompakten ELAC EA101EQ-G bzw. dem neuen DS-A101 Verstärker zum Einsatz kommt. Bash steht für „Bridged Amplifier Switching Hybrid System“ und soll sich durch einen hohen Wirkungsgrad ohne Class-D-Störeffekte auszeichnen und dabei eine verzerrungsarme Signalverstärkung erreichen können. Beim Hochtonbereich greift der Hersteller auf bewährte Class A/B Technik zurück. In diesem Frequenzband benötigt man auch nicht soviel Leistung, was die 40 Watt Endstufe unterstreicht und somit den Aufwand für die Kühlung dieser analogen Endstufe gering hält.

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Warum aber jetzt zwei unterschiedliche Endstufen-Technologien verwenden? Die Class-D-Technik hat aufgrund der Schaltungstechnik mit Todbandzeiten (Beim Umschalten zwischen positiver und negativer Halbwelle, müssen für einen kurzen Moment beide Transistoren komplett geschlossen sein, ansonsten entsteht ein Kurzschluss) zu kämpfen, die Ton-Ingenieure nur mit aufwendigen Rückkopplungsschaltungen in den Griff bekommen können. Somit ist es günstiger und einfacher für den Hersteller hier auf eine Class A/B Schaltung zurückzugreifen, die im Bereich Verzerrungen deutlich unproblematischer agiert und somit aufwendige Schaltungen überflüssig macht. Dazu benötigt eine Hochtonkalotte, im Gegensatz zum Tieftöner, auch nicht exorbitant viel Leistung, somit kann auch bei geringen Platzverhältnissen eine Class A/B Endstufe ausreichend passiv gekühlt agieren. Andrew Jones, der schon für in die Entwicklungen der ELAC-Serien Adante, Debut und Uni-Fi sein Wissen einfließen ließ, wird sich auch bei der Navis-Serie was dabei gedacht haben.

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Rückseitig kommt die Navis ARB-51 nicht mehr so dezent daher, das Motto lautet daher wohl eher "klotzen statt kleckern". Hier befindet sich nämlich das umfangreiche Anschlusspanel mit allerhand Schnittstellen und Einstellungsmöglichkeiten. Für die Kommunikation stehen dem Nutzer ein Cinch- und XLR-Eingang zur Verfügung. Auch ist zu beachten, dass jeder Lautsprecher mit einem Kabel versorgt werden muss, somit das rechte Kabel in der rechten Box und das linke Kabel…, ihr wisst schon. Anders löst es z.B. Nubert, wo es einen Master und einen Slave gibt. Eine Lautsprecherbox nimmt die Signale entgegen und sendet dann den übrigen Kanal an den Slave-Lautsprecher mittels Kabel. Aber zurück zur ELAC (...) Da die Navis-Serie über keine eigene Lautstärkeregellung verfügt, benötigt man zwingend eine Vorstufe, Quelle oder Verstärker mit Pre-Outs, der eine eigenständige Steuerung der Lautstärke bereitstellen kann. Hier wäre der ELAC Discovery Music Server, Discovery Connect oder aus der neuen Alchemy-Serie der ELAC Alchemy DDP-2 gute Spielpartner für die Navis-Serie. 

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Zur Anpassung des Eingangssignals besitzt die Navis einen Gain-Wahlschalter, für die Korrektur. Da Geschmäcker ja bekannterweise verschieden sind und die Räumlichkeiten oft etwas schwierig, haben sich die Entwickel wohl gedacht, warum nicht auch ein paar klangliche Einstellmöglichkeiten dem Nutzer bieten? So befinden sich auf dem Anschlussterminal Schieberegler zur Anpassung der einzelnen Frequenzbereiche. Der Hoch- Mittel- und Tieftonbereich kann mit Hilfe dieser Funktion um je eine Stufe angehoben bzw. abgesenkt werden und wer einen Subwoofer einbinden möchte, kann auch den Hochpassfilter aktivieren bzw. einstellen und somit eine klare Trennung des Frequenzbereiches definieren. Sehr umfassend gelöst, auch wenn man für die Wahl des Eingangssignals immer hinten am Lautsprecher „rumfummeln“ muss. Leider aber auch, da ELAC auf eine Softwarelösung bei der Navis-Serie grundsätzlich verzichtet hat. Wer eine Vorstufe bzw. AV-Receiver mit Pre-Outs nutzt und damit alle Signale zuspielt, kann diese Problematik aber leicht umgehen.


technischer Aufbau der ELAC Navis ARB-51

Wer aber zwei unterschiedliche Geräte, wie Fernseher und z. B. einen Musikserver mit den Lautsprechern direkt verbinden möchte, sollte sich dem vorher klar sein. Wer die Zeilen bis hierhin schon aufmerksam verfolgt hat, dem wird die Bezeichnung Air-X² schon aufgefallen sein. Denn die Navis können auch über die Luft Daten transportieren bzw. untereinander austauschen. Dafür stehen auf der Rückseite eine Pair-Taste, eine Info-LED und Kanalwählschalter zur Verfügung. Dazu ist ein AirX² Transmitter oder Discovery Connect von Nöten, der die Lautsprecher kabellos ansprechen kann. In unserem Fall kommt der neue Transmitter zum Einsatz, der einen analogen Cincheingang zur Verfügung stellt und eingespeiste Audiodaten per Funk mit einer Auflösung von bis zu 44kHz/16 Bit, also in CD-Qualität, zu den ELAC Navis ARF-51 Standlautsprecher bzw. ARB-51 Regallautsprecher sendet. Wer lieber Streaming-Dienste, oder andere Schnittstellen wie Airplay, Roon (Endpoint), Bluetooth oder Spotify Connect nutzen möchte, sollte sich für den Discovery Connect entscheiden. Somit wären mit der Betrachtung der Navis ARB-5 auch am Ende und können uns ganz dem praktischen Teil widmen.


 

Praxis- und Klangcheck

Bevor ich mich der klanglichen Beurteilung der ELAC Navis widme, möchte ich kurz was zum täglichen Umgang mit den Aktiv-Lausprechern noch sagen. Zum Start fiel die Wahl auf die kabellose Variante mittels des neuen Transmitters, was kinderleicht und innerhalb von 1-2 Minuten eingerichtet ist. Dafür müssen die Lautsprecher auf der Rückseite als rechter und linker Lautsprecher definiert werden, kurz die Pair-Taste am Transmitter gedrückt halten, bis letztlich die Front-LED anfängt zu blinken. Durch das Betätigen der Pair-Tasten an den beiden Lautsprechern verbinden sich diese mit dem Transmitter und das Blinken geht in ein blaues Dauerlicht über. Mehr muss nicht getan werden. Die kabellose Kommunikation zwischen Transmitter und ARB-51 funktionierte in der Testwoche intensiven Nutzens zuverlässig und bot keine Abbrüche oder Probleme bei der Signalübertragung. Die Auflösung von 44 kHz / 16 Bit wird jetzt nicht allen audiophilen Enthusiasten genügen, mehr geht über die Air-X² Schnittstelle aber nicht. Für eine höher aufgelöste Wiedergabe muss auf das gute alte Kabel zurückgegriffen werden. Wie bei vielen aktiven Lautsprechern, ist bei der Nutzung der Wireless-Schnittstelle meist auch ein Grundrauschen zu vernehmen, da bilden auch die ELAC Navis keine Ausnahme.

Dieses sehr geringe „Rauschen“ konnte ich bei der Musikwiedergabe kaum wahrnehmen, nur bei sehr leisen Tönen tauchte es mal ab und zu auf, ist aber für den Musikbetrieb überhaupt nicht störend. Wenn ich den Navis länger als 30 Minuten keine Audiodaten zuspielte, gingen sie in den Standby-Modus. Diese Abschaltautomatik ist praktisch, auf der Vorderseite erlöschen erfreulicherweise auch alle Lichter, nur auf der Rückseite signalisiert eine blaue LED die schlafende Bereitschaft. Der Vollständigkeit halber muss aber noch erwähnt werden, dass ich Gebrauch von den Klanganpassung machte und den Mittel- und Hochton auf +1 setzte sowie den Tiefton um -1 abgesenkte. So gefiel mir das Klangbild am ausgewogensten. Eine generelle Empfehlung möchte ich aber nicht aussprechen, dafür gibt es ja diese Möglichkeiten der Anpassung, Geschmack und Räumlichkeiten sind ja bekanntlich verschieden.

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Beim Klang ging ich einige Situationen durch. Einmal erfolgte meine Zuspielung über unseren Referenz-AV-Receiver Yamaha RX-A3080 über die Pre-Outs am Transmitter bzw. die AirX² Übertragung. Des Weiteren wurden diverse Medien u.a. vom TIDAL-Account, vom verbundenen ELAC Miracord 90 Plattenspieler oder einfach über das Netzwerk den Lautsprechern zugespielt. Aber auch eine direkte Kabelverbindung mit dem ELAC Discovery Music Server nahm ich mit meinem Gehör unter die Lupe, um keinen Flaschenhals mit der Wireless-Übertragung in die Beurteilung mit einfließen zu lassen. Dabei hat sich herauskristallisiert, dass die Wireless-Schnittstelle wirklich gut ist und für den Genuss von Streaming-Diensten wie Spotify, Deezer oder einer CD, locker ausreicht. Aber das volle Potenzial schöpft man damit nicht ab, denn erst mit einer direkten Verkabelung spielen die Navis ARB-51 wirklich groß auf, man hört die höhere Bandbreite, entsprechendes Quellmaterial natürlich vorausgesetzt. So wirkt das Klangbild über die Strippe etwas feiner akzentuiert, die Detailwiedergabe wird etwas ausgeprägter wahrgenommen und auch die räumliche Darstellung nimmt zu. 

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ELAC Transmitter - analoger Cinch-Eingang verteilt kabellos die Signale an beide Lautsprecher 

Das spiegelt auch der erste Titel von Diana Krall wider, eines meiner Lieblingslieder Desperado, welches in FLAC-Datei 44 kHz/24 Bit auf meinem Server liegt. Die leichten Klavieranschlägen sitzen ansatzlos im Geschehen, sehr fein ausgearbeitet werden die einzelnen Anschläge von der kleinen Navis interpretiert, dazu gelingt es dem Lautsprecher leichtfüßig eine Räumlichkeit zu erzeugen, die Spaß und Emotionen zu gleich transportiert. Besonders hat es mir die fein rauchige Stimme der Sängerin angetan, die ich zwar mittlerweile in und auswendig kenne. Aber man hört den ELAC einfach gerne zu und erhascht hier und da noch ein Detail, was die Klangwiedergabe zu etwas besonderen macht. Bei so viel Sinn für Details, übertreiben die Navis aber nie. Während der zweistündigen Hörprobe wurden die Lautsprecher von mir nie als unangenehm oder überspitzt wahrgenommen, sondern erzeugen ein gutes Gleichgewicht in den einzelnen Frequenzbereichen.

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weitere Zuspielmöglichkeiten: ELAC Discovery Music Server (links) - ELAC Discovery Connect (rechts)

Gleiches gilt auch für den Song Driving towards the Daylight von Joe Bonamassa, aus dem Album An Acoustic Evening. Nur hier ist es kein Klavier, sondern ein zartes Gezupfe auf einer Akustikgitarre welches mich sofort mitnimmt. Das einsetzende Cello und die angenehme Stimme runden den Song nicht nur ab, sondern zeigen klar wie detailverliebt die ELAC agieren. Es wird dank der Live-Aufnahme aus der Carnegie Hall sofort ein „Mittendrin-Gefühl“ erzeugt und ein exzellentes Arrangement kreiert, welches von einem druckvollen, gut konturierten Bassbereich begleitet durch unseren Hörraum schallt. Mit Madama Butterfly und Cio-Cio-San von Giacomo Puccini wird es etwas klassisch, nicht meine bevorzugte Musikrichtung, aber die Lautsprecher machen sie mir doch schmackhaft. Mit einem guten Verständnis für die Erzeugung und korrekte Staffelung eines Bühnenbildes sowie einer klaren Differenzierung einzelner Instrumente überzeugt und gefällt vor allem das Klangbild auf Anhieb. Die Stimmen der einzelnen Hauptprotagonisten sind deutlich dominant, die des Chores klar im Hintergrund angesiedelt, zusammen für mich eine sehr stimmige Wiedergabe. Gerade die Leichtigkeit, wie sich die Elemente von der Schallwand lösen, ist erfrischend beim Zuhören.

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Sicherlich sind Balladen oder klassische Konzerte gut geeignet um vom Tag zu entspannen, aber als Redakteur muss die Lampe da oben auf dem Hals ständig brennen und am besten bei voller Leuchtkraft – wovon zumindest der Arbeitgeber ausgeht (…) Aber damit wir nicht sanft in den Schlaf gleiten, kommt Gary Clark Jr. mit Come Together auf die ELAC Navis Menükarte. Auch wenn es „nur“ ein Cover darstellt und als Soundtrack für einen DC Comicfilm diente, ist diese Version eines ursprünglichen Beatles Songs momentan einer meiner Lieblingstücke. Fette E-Gitarrenriffs, viel Dynamik und Druck sind keine Fremdwörter für die „kleinen“ ELAC - denn hier zeigt sich auch klar die Stärke aktiver Lautsprecher. Für einen so kompakten Ableger steigt die Navis tief in den Frequenzkeller hinunter und die von den Norddeutschen angegeben 44 Hz glaube ich aufs Wort. Ich sitze jedenfalls nur noch grinsend auf der Couch, verfolge das akustische Spektakel voller Euphorie und denke komischerweise die ganze Zeit an den Satz „Augen auf bei der Berufswahl“. Was wollen mir meine Reize damit nur sagen? Ich fasse es mal so zusammen: Geil!


 

Fazit

Schon mit den Navis ARF-51 ist dem Kieler Unternehmen ELAC ein wirklich schöner und klanglich hervorragender Lautsprecher gelungen. Gleiches gilt auch für die kleinere Version ARB-51. Der Auftritt ist dank der eleganten Silhouette und weichen Rundungen sehr edel, die erstklassige Verarbeitung mit dem hübschen Lackkleid lassen die Lautsprecher zum Hingucker avancieren. Auch die Ausstattung kann sich sehen lassen und so sind einige kabelgebundene als auch die neue AirX² Wireless-Schnittstelle vorhanden. Das von ELAC keine Fernbedienung vorgesehen ist und man alle Einstellungen, wie auch die Quellwahl, auf der Rückseite des Lautsprechers erledigen muss, ist nicht unbedingt die eleganteste Lösung. Aber die Navis-Serie ist eben konsequent ein Anti-Smart-Lautsprecher, was ja nicht schlecht sein muss in der heutigen Zeit. Klanglich sind auch die ARB-51 absolute Überzeugungstäter und bieten in der Klangwiedergabe ein breites Spektrum an Qualitäten. Neben einer ausgeprägten Neigung für feine Details, werden auch Stimmen mit Emotionen und ihrem Wiedererkennungswert dargestellt, Elemente stimmig zusammengeführt und leichtfüßig an den Raum abgegeben. Dazu gesellt sich ein dynamischer, für diese Größe überraschend kraftvoller Tieftonbereich, der auch die Nachbarn richtig ärgern kann. Die ELAC Navis ARB-51 gehören zu der Sorte Lautsprecher, die wir nach rein logischen Gesichtspunkten nicht mehr hergeben hätten sollen (…)

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Mit einem Paarpreis von 1998,- Euro befinden sich die ELAC Navis ARB-51 in einem fairen Preisgefüge. Der hier vorgestellte AirX² Transmitter schlägt mit nochmal 149,- Euro zu Buche. Als Alternative zu den Navis würden wir die KEF LS50 Wireless sehen, welche preislich in der gleichen Liga spielen und auch viele Qualitäten mitbringen. Im direkten Vergleich sind beide System aber sehr unterschiedlich ausgelegt. Wer im aktiven Segment etwas günstiger unterwegs sein möchte, sollte sich einmal die Nubert nuPro X-3000 oder die KEF LSX genauer anschauen. Diese bieten auch eine kabellose Aufstellung und viele Streaming-Features, sind aber aufgrund der Leistung und Größe nicht direkt mit den ELAC Navis zu vergleichen. Wir sprechen den Regallautsprechern aus der Navis-Serie eine klare Kaufempfehlung aus.

 

ELAC Navis ARB-51 Lautsprecher

hochwertige Regallautsprecher mit dem klanglichen WOW-Effekt, 20.08.2019
Pro
  • hochwertige Optik / Formgebung
  • wertige Verarbeitung / Einpassung der Schallwandler
  • Lackqualität
  • leistungsstarke Bash-Endstufen / A/B Endstufe
  • einige Anschlussmöglichkeiten
  • Wireless-Schnittstelle AirX² 
  • ausgewogenes Klangbild mit räumlicher Wirkung 
  • detailverliebte und druckvolle Wiedergabe
Contra
  • keine eigene Lautstärkeregelung
  • Eingangswahl (Rückseite am Lautsprecher)
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 Elac Navis ARB 51 Award

 

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