Test: Nubert Wireless Surround mit der X-Serie

Nubert nuPro X newsNachdem wir uns die Nubert nuPro X-3000 und X-8000 aus der neuen Serie der schwäbischen Manufaktur schon genauer angeschaut haben, soll es im nachfolgenden Artikel um eine andere Thematik  im Zusammenhang der nuPro X-Serie gehen. Nämlich wie man ein 5.1 Surround-Setup mit kabellosen Surround- bzw. Aktiv-Lautsprecher realisieren kann. Viel Spaß beim Lesen!

 

 

Die bereits seit 2014 erhältliche aktive Lautsprecherserie der nuPro-Reihe stellt ein absolutes Zugpferd der schwäbischen Manufaktur dar und hat mittlerweile eine eigene Website erhalten, wo auch der Einsatz im professionellen Studiomonitoring erläutert wird. Mit der Vorstellung der nuPro X-Serie (wir berichteten) wurden nicht nur optisch die Modelle etwas moderner gestaltet, sondern haben auch auf der technischen Seite einige Überarbeitungen bzw. Neuheiten erfahren. Das Hauptargument ist dabei die drahtlose Verbindung untereinander, die eine kabellose Kommunikation zwischen beiden Lautsprechern ermöglicht. Das funktioniert über das Master- und Slave-Prinzip, sodass ein Lautsprecher als zentraler Anschlusspunkt dient und alle Signale auf den zweiten Lautsprecher „streamt“. Aber dieses System bietet neben dem üblichen Stereo-Aufbau, auch eine weitere Möglichkeit. Da alle Modelle der nuPro X-Serie sich miteinander koppeln lassen, also z. B. der kompakte Regallautsprecher X-3000 mit dem großen X-8000 Standlautsprecher (zum Testbericht), ist auch ein Heimkino-System realisierbar, welches die rückwärtigen Surround-Lautsprecher kabellos ansteuern kann.

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Benötigt wird dazu ein AV-Receiver mit den entsprechenden Pre-Outs oder ein Surround-Vorverstärker. Diese werden mit den beiden Kanälen Front Left und Surround Left beziehungsweise Front Right und Surround Right anstelle des üblichen Rechts/Links-Stereosignals in die vorderen Master-Boxen verbunden und steuern dann die hinteren Lautsprecher per Funkverbindung an. So jedenfalls in der Therorie (...) In diesem Artikel möchten wir uns das auch praktisch genauer anschauen und haben entsprechende 5.1 Komponenten von Nubert ins Haus kommen lassen - bestehend aus folgenden Modellen:

 

Nubert nuPro X-4000 – Frontlautsprecher - Link zum Nubert-Shop 

Nubert nuPro X-3000 – Surroundlautsprecher - Link zum Nubert-Shop - Testbericht von 01/2019

Nubert nuPro AS-250 – Centerlautsprecher - Link zum Nubert-Shop - Testbericht von 05/2018

Nubert Nubert nuLine AW-600 – Subwoofer - Link zum Nubert-Shop

 

Ganz theoretisch ist der Aufbau aber nicht, denn auf der letztjährigen High End in München hatte Nubert bereits einen 5.2 Aufbau der X-Serie schon aufgebaut gehabt und in ihrem Hörraum demonstriert. Selbst bei den vielen Gästen sowie unter Messebedingungen (viele WLANS, Smarte Geräte etc.) die kabellose Verbindung der nuPro X-Serie das problemlos stemmen kann, war durchaus beachtlich mit anzusehen. Auf der Messe bestand das Setup aus zwei nuPro X-6000 Frontlautsprechern, zwei X-3000 als Surroundlautsprecher, ein nuPro AS-450 Center-Lautsprecher für die Stimmenwiedergabe und zwei mächtige AW-1100 für die nötige Bassgewalt. In den einzelnen Vorführungen überzeugte das System mit einer beeindruckenden Performance und war sicherlich auch auf den Nachbarständen spürbar.

Unser Setup fällt dagegen etwas weniger gewaltig aus, aber wir haben auch keinen 70-80m² großen Messestand zu befeuern. Mit dem hier vorgestellten Setup bewegen wir uns bei einem Komplettpreis von knapp 3.900 Euro, ohne Kabel und Vorstufe bzw. AV-Receiver. Sicherlich kein Schnäppchen, aber wir möchten in diesem Artikel nicht über Sinn oder Unsinn diskutieren, sondern aufzeigen, was mit dem nuPro X-System von Nubert möglich ist und wie sich das praktisch umsetzen lässt. Auf der nächsten Seite stellen wir euch kurz die einzelnen Modelle vor und kommen dann zum Praxischeck, den interessanten Teil dieses Artikels.


Kurzvorstellung der Lautsprecher

Da wir uns hier eher auf den praktischen Teil konzentrieren wollen, halten wir die Vorstellung der einzelnen Modelle entspannt im Hintergrund. Mit dem Sounddeck nuPro AS-250, für den Einsatz als Center-Lautsprecher vorgesehen, ist ein „alter“ Bekannten vorstellig. Denn wir konnten uns schon im letzten Jahr ausgiebig mit dem kraftvollen Soundsystem beschäftigen und haben das in einem ausführlichen Testbericht festgehalten, der jede Frage zu dem Lautsprecher beantworten sollte. Kurzer Auszug aus unserem Fazit:  

Das AS-250 Sounddeck aus dem schwäbischen Gmünd ist eine kompakte Allzweckwaffe, wenn es um die Aufwertung des TV-Klangs gehen soll. Die kompakten Maße halten den Platzbedarf übersichtlich, das Nischenprodukt, welches sich zwischen Soundbar und Lautsprecher positioniert, kann entweder direkt als Standfläche für den TV dienen aber auch in einem HiFi-Möbel einfach untergebracht werden. Das massive Gehäuse kann trotz fehlendem Subwoofer einem das Fürchten lehren und fühlt sich gerade bei anspruchsvollen und mit Dynamik gespickten Filmtitel...

 Zum vollständigen Testbericht – Nubert nuPro AS-250 Sounddeck

 

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Nubert nuPro AS-250 Sounddeck -> hier geht es zu unserem Review

Für den Bassbereich ist der AW-600 aus der nuLine-Serie verantwortlich. Dieser besitzt ein aufwendig gefertigtes Gehäuse aus 19 mm starkem MDF und wird durch ein asymmetrisch angeordnetes Verstrebungs- und Versteifungselement zusätzlich stabilisiert. Beim Treiber setzt man auf ein voll abgeschirmtes Aludruckgusschassis mit 22 cm Korbdurchmesser und Membranhub von mehr als 30 Millimetern. Im Inneren werkelt ein Netzteil mit Ringkerntransformator, das Leistungsreserven von bis zu 240 Watt bereitstellen können soll. 

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Nubert nuLine AW-600 Subwoofer mit 220 mm Tieftöner - Glasfaser-Sandwichmembran

Der Signalweg wird im Verstärkermodul ausschließlich analog verarbeitet und via Microcontroller können einige Parameter justiert werden. Wer die kabellose Zuspielung auf die Spitze treiben möchte, kann den Subwoofer Mithilfe eines nuFunk S-2 und nuFunk E-1 Sets drahtlos ansteuern.

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Nubert nuPro X-3000 -> hier geht es zu unserem Review

Zu den X-3000 aus der nuPro X-Serie konnten wir uns ebenfalls schon ein ausführliches Fazit bilden. Hier ein Auszug aus dem Artikel:

Klanglich gehen die kompakten Nubert nuPro X-3000 kompromisslos zu Werke. Hoch- bzw. Mitteltonbereich sind sehr gut aufeinander abgestimmt, ganze Arbeit von den Tonmeistern der schwäbischen Manufaktur. Beim Tieftonbereich vermutet man einen größeren Lautsprecher, was sich auch in der Pegelfestigkeit wiederspiegelt. Die Regallautsprecher können laut agieren, egal ob im Film- oder Musikbetrieb und bleiben dabei jederzeit „Herr der Lage“. Das traut man den Regallautsprechern auf den ersten Blick nicht unbedingt zu, aber diese Erkenntnis ist uns im Nubert Portfolio schon öfters aufgefallen (…)

 Zum vollständigen Testbericht – Nubert nuPro X-3000

 

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Nubert nuPro X-4000 Aktivlautsprecher

Zu letzt widmen wir uns den Frontlautsprechern in Form der nuPro X-4000. Diese leicht größere „X-3000 Version“ bietet einen größeren Polypropylen-Verbund-Membran für den Mittel-Tieftonbereich, mit 17 Zentimeter Durchmesser. Ein größeres Gehäuse und eine stärkere Endstufe ermöglichen der X-4000 einen ausgeprägteren Tiefgang bzw. eine höhere Nennleistung. Somit ist die größere Version der kompakten Vertreter aus der X-Serie prädestiniert für unser Setup als Frontlautsprecher. Damit hätten wir alle Probanden unseres 5.1 Surround-Systems durch und können zum praktischen Teil übergehen.


Aufbau und Praxischeck

Um mit der Nubert nuPro X-Serie ein 5.1 Setup aufbauen zu können, wird zwingend eine Surround-Vorstufe wie z.B. die Yamaha CX-A5100 benötigt. Aber auch AV-Receiver, die Pre-Outs für eine 5.1 Konfiguration besitzen, können die Nubert Aktiv-Lautsprecher mit den Audiosignalen versorgen. Hier könnte man z.B. den Onkyo TX-RZ730 oder Marantz SR5013 nutzen, die sich bei um die 650,- EUR Straßenpreis tummeln. In unserem Fall kam unser Referenz-AV-Receiver Yamaha RX A-3080 zum Einsatz, der genügend Ausgänge für Aktiv-Lautsprecher bietet. So könnte man auch die hier vorgestellte Konfiguration auch mit weiteren X-Modellen von Nubert ausbauen, in dem man die Höhenkanäle über je ein Wireless-Set realisiert und somit nur die vorderen oberen Lautsprecher verkabeln müsste. Die hinteren könnten dann das Audiosignal auch kabellos empfangen und wären, bis auf das Stromkabel, schnell installiert. Ob man jetzt ne X-3000 für diesen Einsatzzweck an die Decke verfrachten möchte, muss jeder selbst wissen, möglich jedenfalls wäre es. Aber kommen wir auf unser Setup zurück.

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5.1 System aus den einzelnen Probanden - Roterring Scaena Protekt 260 Lowboard

Wie schon einleitend angesprochen, wollen wir eine 5.1 Konfiguration erstellen, wo die Surround-Lautsprecher kabellos angesprochen werden. Für die Verkabelung mit dem genannten Yamaha AV-Receiver nutzen wir das hochwertige Nubert nuCable Audio 9 für die Front- und Surround-Lautsprecher, für den Center-Lautsprecher und Subwoofer kommt ein gleichwertiges nuCable Y-Sub 9 zum Einsatz. Beide Kabelvarianten bieten einen doppelt koaxialen Aufbau, wo beide koaxiale Innenleiter jeweils dreifach abgeschirmt wurden und massive Vollmetallstecker mit vergoldeten Kontakten sorgen für die elektrische Verbindung. Auf den Verpackungen der Kabel prangert übrigens das in-akustik-Logo und zeigt woher Nubert die Kabel bezieht bzw. welchen Anspruch sie mit ihren Premiumkabeln verfolgen. Die Verkabelung ist schnell erledigt, wenn man genau weiß, welcher Pre-Out in welchen Lautsprecher muss. Beim AS-250 Center-Lautsprecher und dem Subwoofer ist es noch ein Kinderspiel. Hier verbinden einfach beide Y-Kabel AV-Receiver und Lautsprecher miteinander.

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Nubert nuPro AS-250 agiert als Center-Lautsprecher in unserem Setup

Erst bei den Front- bzw. Rear-Speakern muss man etwas genauer hinschauen, aber bevor man beide Lautsprecher richtig verkabelt, sollte man das Pairing der beider Einheiten durchführen. Hier nutzt man das Wireless Master / Slave Pairing der nuPro X und koppelt je einen X-4000 mit einem X-3000 Lautsprecher, für den linken und rechten Audiokanal. Da beide X-4000 Modelle, also unsere Frontlautsprecher, als Master dienen und der Slave in dieser Umgebung jeweils ein X-3000 Lautsprecher ist, müssen beide Frontlautsprecher verkabelt werden. Somit werden die RCA-Ausgänge des AV-Receivers Front LEFT und Surround LEFT mit den AUX IN (L_In) und AUX In (R_In) der linken Nubert nuPro X-4000 verbunden. Gleiches gilt für den rechten Lautsprecher. Hier werden die Cinch-Ausgänge Front RIGHT und Surround RIGHT mit dem rechten X-4000 Lautsprecher und dessen AUX-Eingängen verbunden. Damit auch intern die Verteilung richtig funktioniert, muss im Menü der Lautsprecher unter „channel“ die X-4000 als „left“ bestimmt werden, automatisch bekommt die hintere X-3000 den „rechten“ Kanal zugewiesen und somit den „linken“ Surroundkanal aus dem AV-Receiver. Somit wären die Front- und Surround-Lautsprecher korrekt installiert und wir können uns dem AS-250 Sounddeck widmen, unserem Center-Lautsprecher.

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praktisch - die nuPro X-3000 werden als Surround-Lautsprecher kabellos angesprochen 

Da zwischen der nuPro X-Serie und der nuPro A-Serie ca. 8dB Unterschied bei der Lautstärke liegen, korrigieren wir das bei der Grundlautstärke in dem wir die Front-und Surround-Lautsprecher bei Level -30 lassen und die AS-250 auf -22 einstellen und somit die Lautstärke angleichen. Wie auf den Screenshots des Yamaha Menüs weiter unten zu sehen, könnte man diese Lautstärkekorrektur auch am AV-Receiver direkt vornehmen. Für eine bessere Sprachverständlichkeit muss in den Einstellungen des AS-250 Sounddecks noch der Punkt „AGAIN“ auf „OFF“ gestellt werden sowie der Lautsprecher im „Mono“ Betrieb agieren. Somit wäre auch der Schallwandler für die Stimmenwiedergabe korrekt eingerichtet und wir können mit dem Einmessen über den Yamaha AV-Receiver weitermachen. Da unser AV-Receiver das YPAO R.S.C Einmesssytem besitzt, welches eine Mehrpunkt-Einmessung besitzt, ist dieses Prozedere etwas aufwändig aber umso genauer in der akustischen Abbildung später. Die Abstimmung der einzelnen Lautsprecher geschieht mit Hilfe des mitgelieferten Mikrofons und dann kann es auch schon fast losgehen. 

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hochwertige Nubert nuCable 9 und Y-Sub 9 Kabel dienen zur Audioübertragung

Dank des kraftvollen Subwoofers trennen wir alle Lautsprecher bei einer Frequenz von 60Hz vom unteren Bereich, um größere Belastungen bei hohen Lautstärken hauptsächlich auf den Subwoofer zu leiten. Wobei die einzelnen Modelle sicherlich mehr vertragen würden, aber im Filmbetrieb erschien dies als eine stimmige Einstellung. Die Installation wäre somit abgeschlossen und das „Verkabeln“ ging ohne große Probleme über die Bühne. Auch im Alltag ist das System sehr angenehm in der Bedienung.

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Yamaha RX A-3080 AV-Receiver dient als Vorstufe

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Verbindung für den linken Front-und Surroundlautsprecher in - gestreamt wird in 192kHz/24bit

Die Lautstärke regelt man bequem über die angeschlossene Vorstufe, da vorher eine Angleichung der einzelnen Modelle in ihrer Lautstärke stattgefunden hat. Die Einschaltautomatik ist auch komfortabel, alle Lautsprecher wechseln in Bereitschaft sobald ein Tonsignal anliegt. Wir würden aber trotzdem empfehlen diese Abzuschalten. Die automatische Aus-/Einschaltung kann bei einem ruhigen Film / Serie, wo die hauptsächliche Last auf dem Center-Lautsprecher liegt dazu führen, das auf einmal die Front- und dann eben auch die Rear-Speaker ausgeschaltet werden. Diese „Feature“ hängt auch viel am Filmgeschmack, Freunde des gepflegten Actionfilms sollten diese Erfahrung kaum teilen können (…)

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alle Nubert Lautsprecher werden mit den Pre-Outs des Yamaha RX A-3080 verbunden

Von der akustischen Seite her ist dieses Nubert-Set ein exzellenter Partner für eine imposante Klangwiedergabe. Das eigentlich als Stand Alone Gerät gedachte AS-250 Sounddeck fühlt sich auch als Center in dieser Umgebung sehr wohl. Die Stimmenwiedergabe ist dank der potenten Ausstattung kraftvoll, bietet eine klare sowie deutliche Sprachwiedergabe und harmoniert gut mit der neueren nuPro X-Serie. Aber auch sie kompakten Front- und Surround-Lautsprecher performen sehr gut. Effekte lösen sich wunderbar von der Schallwand, landen zeitkorrekt beim Hörer und erzeugen die nötige Räumlichkeit, die man von einem Surround-Setup erwartet. 

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Klangeinstellungen manuell eingetragen - nuPro AS-250 braucht etwas mehr Pegeleingang als die X-Serie

Aber nicht nur Effekte in einem Film bekommen die nötige Aufmerksamkeit. Drama, Action oder Horror, die Nubert sind jederzeit in der Lage ein stimmiges Gesamtbild aus Filmscore, Effekten und Stimmen zu erzeugen, die einen Film erst zu einem (klanglichen) Erlebnis machen. Hier spricht auch der AW-600 Subwoofer aus der nuLine-Serie ein Wort mit. Dieser untermauert das klangliche Erlebnis mit druckvollem Tiefgang, bringt die Ernsthaftigkeit in das Geschehen. Ob ein erdrückendes Herzpochen wie in der Neuverfilmung „Es“ oder Explosionen wie in Skull Island, der Subwoofer ist jederzeit präsent, kaum zu orten und rundet dieses System kompetent ab. Einziger Wehrmutstropfen ist, dass der Testzeitraum begrenzt ist und man irgendwann alles wieder einpacken muss, wenn nur jeder Arbeitstag so „interessant“ verlaufen würde (…) Kommen wir zu unseren abschließenden Worten.


Schlussworte / Fazit

Nicht nur die einzelnen Modelle der nuPro X-Serie sind interessant, auch die Möglichkeiten, die damit einhergehen können überzeugen bzw. zeigen auf in welche Richtung es im aktiven Lautsprechersegment gehen wird. Unsere hier vorgestellte Lösung jedenfalls ist eine einfache Möglichkeit, um sein Wohnzimmer mit einem Surround-System auszustatten und ohne groß Kabel verlegen zu müssen. Mittlerweile sind einige System mit kabellosen Surround-Lautsprechern am Markt erhältlich, von Soundbars mit abnehmbaren Surround-Lautsprechern wie die JBL Bar 5.1, bis zu Multiroom-Geschichten wie Yamahas MusicCast Surround, ist vieles dabei. Aber ein ausgewachsenes Surroundsystem mit echten Standlautsprechern bzw. Regallautsprechern ist uns bis jetzt noch nicht untergekommen. Die Flexibilität und das Leistungspotenzial mit der nuPro X-Serie ist aktuell bei einem Mehrkanalsystem einmalig und sollte jedem Anspruch an ein Heimkino gerecht werden können. Denn unsere Konfiguration ist nur die „einfachste“ Lösung. Man könnte sich auch vorne das Sounddeck nuPro AS-450 hinstellen, dazu vier nuPro X-8000 Standlautsprecher sowie dazu noch zwei nuLine AW-1100 Subwoofer die auch kabellos angebunden sind und man hätte für 60-80m² Fläche ein leistungsstarkes Soundsystem. Dazu bietet die nuPro X Funktechnik bis zu drei Stereokanäle und kann somit bis zu drei Paar Lautsprecher autark wireless bertreiben.  

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Wer den Platz hat, könnte sogar noch X-3000 als Höhenlautsprecher mit der Vorstufe verbinden und müsste die hinteren Lautsprecher auch nur mit Strom versorgen, da auch hier die gleiche Konfiguration möglich wäre, wie bei den Front- und Surroundlautsprechern. Ein Kabel bleibt aber eben immer, das Stromkabel lässt sich nicht wegdiskutieren ist aber auch deutlich einfacher meist zu verlegen, da sich Steckdosen überall im Raum finden lassen. Wir möchten das hier an dieser Stelle vorgestellte auch nicht großartig bewerten. Nubert bietet mit der nuPro A- und X-Serie eine Möglichkeit im Mehrkanalsegment, die es aktuell so noch nicht gibt. Im Alltag ließen sich im Umgang keine größeren Probleme ausmachen,  klanglich sehr imposant und das was man von einem Heimkino akustisch erwartet. Dazu sind aktive Lautsprecher perfekt abgestimmt, bieten ein hohes Leistungspotenzial und eignen sich erstklassig für diesen Einsatzzweck.

Vom Preis her muss man bei Interesse etwas tiefer in die Tasche langen, als es bei üblichen passiven Systemen der Fall ist, da man neben den Lautsprechern eben noch eine Vorstufe bzw. AV-Receiver mit entsprechenden Ausgängen benötigt, die man nicht unter 650-700 Euro bekommt. Aber man kann auf ein System zurückgreifen, welches vielleicht in naher Zukunft noch um weitere Modelle bereichert wird und das Potenzial der Wireless-Technologie noch weiter ausschöpft. Der Anfang ist gemacht, uns persönlich gefällt diese Entwicklung und wir sind gespannt was die Zukunft in diesem Bereich bringen wird, nicht nur bei Nubert.

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