Test: Teufel BOOMSTER

Teufel Boomster NewsAuch wenn die meisten wohl noch im Wintermood verweilen, stehen viele Audio-Hersteller bereits in den Startlöchern für die Sommer-Saison. Dies zeigt sich daran, dass immer mehr mobile Lautsprecher vorgestellt werden. Teufel hat hier bereits sehr früh vorgelegt und den Teufel Boomster neu aufgelegt. Unterschiede sind auf den ersten Blick zwar eher unterschwellig, jedoch hat man mehrere Neuerungen implementiert. Selber bewirbt der Hersteller ihn als Ghettoblaster 2.0. Die Erwartungen waren also hoch. Unser Test zeigt ob sie erfüllt wurden.

 

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Mit einer Größe von 14,5 x 37 x 18 cm legt der Boomster ein Äußeres zutage, welches eher an ein ausgewachsenes Radio erinnert, als an einen tragbaren Lautsprecher. Der Grund für das stämmige Auftreten ist das verbaute Sound-System. Hier setzt der Hersteller nämlich auf ein vollwertiges 3-Wege-System bestehend aus Hoch-, Mitteltöner sowie Subwoofer. Bei den Anschlüssen zeigt sich dann auch ein wenig die Ähnlichkeit zu einem Radio. Denn neben FM-Empfang, verfügt der neue Boomster nun auch über DAB+. Zusätzlich kann Musik per Bluetooth 4.0 (aptX) oder AUX zugespielt werden.

 

 

Lieferumfang

Der Lieferumfang des Teufel Boomster fällt ziemlich dürftig aus. Neben dem Gerät findet man im Karton lediglich das Netzteil zum Betreiben bzw. Laden des Gerätes. Der in der Inventarliste aufgezählte Akku ist bereits verbaut und daher nicht direkt ersichtlich. Ein Klinke-Kabel, wie noch beim Vorgängergerät ist nicht mehr vorhanden. Durch die hohe Bluetooth-Verbreitung ist dies aber auch nicht mehr zwangsläufig erforderlich, wäre aber eine nette Zugabe gewesen. Eine Fernbedienung für den Boomster existiert in Form des Puck-Controll zwar, muss aber zusätzlich erworben werden.

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Dass Teufel den Boomster als Ghettoblaster 2.0 bewirbt, liegt nicht nur am Bass und der flexiblen Konnektivität, sondern vor allem auch daran, dass man statt des Akkus auch Batterien einsetzen kann. Die Schrauben der Klappe hat Teufel übrigens so ausgelegt, dass man diese auch mit einer Münze lösen kann. Gute Idee, denn einen Schraubendreher hat sicherlich nicht jeder dabei, wenn Not am Mann ist.

 

Technische Daten

Das großzügige Gehäuse beinhaltet, wie erwähnt ein 3-Wege-System. Konkret befinden sich hinter dem Frontgitter zwei 20mm große Hoch- sowie zwei 65mm große Mitteltöner. Für den Bass des Boomster sorgt ein90mm großer Subwoofer, welcher im Downfire Prinzip verbaut wurde. Zur Befeuerung der Treiber hat man einen Class-D Verstärker integriert, sodass insgesamt eine Ausgangsleistung von 38W (RMS) erreicht werden kann. Der Akku des Lieferumfangs beträgt hohe 4400mAh, ist aber bei der großzügigen Konstruktion für eine lange Laufzeit nötig. Der Hersteller spricht von 10h Laufzeit bei normaler Nutzung. Diese kann durch den Einsatz von Batterien noch verlängert werden, sodass man maximal bei ca. 16h landen soll.

 

Teufel BOOMSTER im Überblick
 Modell  Teufel Boomster
 Abmessungen
 18 x 37 x 14,5 cm (H x B x T)
 Gewicht   3,35 Kg
 Homepage  www.teufel.de
 Preis  349,00 EUR (Herstellerpreis)
 Konnektivität
 Schnittstellen  Bluetooth 4.0 mit aptX Codex
 AUX-Eingang (3,5mm Klinke)
 USB (Ladefunktion für externe Geräte)
 NFC (Kopplungsfunktion)
 Lautsprecher
 verbaute Chassis
 2x 20mm Hochtöner
 2x 65mm Tiefmitteltöner

 1x 90mm Tiefmitteltöner
 Sonstiges
 Verstärker  Class-D
 Akku  Kapazität: 4.400 mAh
 Ladezeit: 3 h für volle Kapazität

 Nutzungsdauer: bis zu 10 h Wiedergabe
 Garantie
 Garantie  2 Jahre elektronische Geräte, Komponenten und Bauteile

 

Design & Detailbetrachtung

Der Boomster hebt sich optisch nur geringfügig von seinem Vorgänger ab. Der Lautsprecher wird von der Farbe Schwarz dominiert. Dies zieht sich vom Gehäuse, über das Gitter bis hin zur Antenne. Einzig die Gummi-Standfüße machen hier eine Außnahme. Denn passender Weise hat man dort einen roten Akzent gesetzt. Nebem dem großen Markenlogo an den Seiten des Gehäuses ziert der Name groß die Rückseite des Lautsprechers. Passend zum mobilen Gebrauch, wird das selbiges übrigens aus robustem ABS Kunststoff und die restlichen Bestandteile aus Aluminium hergestellet.

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Das Erscheinungsbild wird fast komplett durch das großzügige Gitter an der Front eingenommen. Wie mächtig der Boomster ist, lässt sich anhand der verbauten Treiber bereits erahnen. Denn hinter dem Gitter befinden sich zwei 20mm Hochtöner sowie zwei 65mm große Mitteltöner. Doch damit nicht genug. Auch ein Display, welches im Betrieb Informationen zur Lautstärke, Bass, Quelle oder Ladezustand anzeigt, befindet sich hier.

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Der Freiraum zwischen dem Korpus und dem Standfuß hat nicht nur eine ästhetische Funktion. Hier befindet sich ein 90mm Treiber, welcher im Donwfire Prinzip das Lautsprecher-Setup abrundet und auch Namensgeber für den Boomster sein dürfte. Denn die Stärke des Subwoofers kann auch seperat eingestellt werden. man befindet sich hier also von den Maßen und auch technisch auf einem ganz anderen Level als beispielsweise beim Teufel BAMSTER PRO, KEF MUO oder Dali KATCH.

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Praktischerweise verfügt der Boomster über einen integrierten Tragegriff auf der Oberseite, welcher den optisch größten Unterschied zum Vorgänger ausmacht. Denn dieser ist nun etwas ausgeformt, sodass man ihn besser greifen kann. Beim Material setzt man hier auf Aluminium, was wir beim Foto-Shooting bei um die 0°C deutlich zu spüren bekamen. Auch wenn man den Lautsprecher mittels des Griffes gut transportieren kann, wäre eine Tragetasche oder -Gurt (wie beim Boomster XL) eine gute Idee gewesen. Denn leicht ist der Boomster mit 3,35kg nicht wirklich.

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Auf der Rückseite ist eine Teleskop-Stabantenne angebracht. Diese kann bei nichtnutzung sicher eingeklickt oder bei Gebrauch in die passende position gedreht werden. Die Klappe mit dem verborgenen Klinke-Kabel hat man dafür wegrationalisiert. Für uns ein logischer Schritt, da nicht nur der Radio-Empfang durch die Antenne deutlich gesteigert werden konnte, sondern wir auch behaupten, dass eine Verbindung mittels Bluetooth sicherlich häufiger genutzt werden wird, als per Kabel. Hinter den Gummi-Stöpseln befinden sich ein USB Typ-A Anschluss zum Laden eines Mobilgerätes, ein Klinke-Eingang sowie die Buchse für den Netzanschluss. Der vierte Stöpsel verdeckt den Druckschalter zum Ausschalten des Akku-Betriebs.

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Die Bedienung wird auf der Oberseite vorgenommen. Es kommen keine Schalter zum Einsatz, sondern kapazitive Touch-Tasten. Diese befinden sich in den einzigen glänzenden Flächen der Oberseite und sind selber durch weiße Symbole oder Zahlen gekennzeichnet.

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Praxistest

Im Praxistest haben wir den Teufel Boomster in verschiedenen Situationen auf seine Alltagstauglichkeit getestet. Beim Foto-Shooting durfte er beispielsweise seine Outdoor-Eigenschaften unter Beweis stellen. Aber auch bei der Heimarbeit muss er zeigen, ob er hält was der Hersteller verspricht. Grundsätzlich kann man sagen, dass Boomster mit vielen Gegebenheiten zurecht kommt. Die Größe spielt dabei eigentlich nie ein Problem, außer eventuell beim Transport. Hier hat sich nämlich bestätigt, dass eine Transporttasche oder -Gurt eventuell doch die bessere Lösung als der Griff wäre. (subjektiv empfunden) Etwas Angst hatten wir während des Transports auch um die Antenne. Denn sie wirkt schon filigran angebracht.

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Zur Akku-Laufzeit lässt sich sagen, dass der Hersteller mit der Angabe nicht übertrieben hat. Zwar wurde die Zeit nicht mit der Stoppuhr genommen, aber die 10h ließen sich sogar deutlich übersteigen. Die genannten 10h gelten aber nur für die normale Nutzung ohne zu laute Pegeleinstellungen. Abweichungen kann es hier also in beide Richtungen geben. Den Batteriebetrieb haben wir lediglich auf funktionalität überprüft, konnten aber auch hier keine Mängel feststellen. Verbesserungspotential bieten die Standfüße, diese könnten schon etwas ausladender sein. Somit könnten etwaige Unebenheiten besser ausgeglichen werden und der Standfuß würde nicht gegebenenfalls auf dem Untergrund aufliegen.

 

Bedienung

Bei der Bedienung hat uns der Boomster gut gefallen. Die Touch-Tasten zickten zu keiner Zeit rum und selbst ohne Anleitung lässt der Aufbau der Steuerung eine intuitive Bedienung zu. Hat man jedoch keinen Blick in die Anleitung oder auf das Gerät im Detail geworfen bevor man es das erste mal benutzt, so kann man schon etwas stutzen, dass der Power-Taster im Akku-Betrieb zunächst keine Funktion hat. Denn dazu muss man erst den Druck-Taster auf der Rückseite eindrücken. Hat man de Boomster in Betrieb und nimmt irgendwelche Operationen vor, so signalisiert das Display hinter dem Gitter in kräftigem Rot immer passende Informationen. Das man keine Rückmeldung / Feedback bei Betätigung der Tasten erhält, empfanden wir nicht als störend.

 

Musikwiedergabe

Für die Musikwiedergabe hat man zunächst zwei verschiedene Möglichkeiten. Zum einen kann Musik per 3,5mm Klinke bzw. Kabel, zum anderen per Bluetooth 4.0 zugespielt werden. Bei der Wiedergabequalität hat es dabei keinen Unterschied gemacht, welchen Weg man wählt. Das Bluetooth 4.0 aptX trägt hier wohl einen großen Anteil bei. Denn hierdurch ist auch drahtlos das Zuspielen in CD-Qualität möglich.

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Um es kurz zu machen: Das 3-Wege-System kann durchweg überzeugen. Man merkt gleich, dass hier nicht ein einzelner Treiber den gesamten Frequenzbereich abdecken muss. Durch die Trennung können die Höhen klar wiedergegeben werden, ohne dass die Mitten an Kraft verlieren. Der Subwoofer stellt letztendlich die perfekte Ergänzung dar, sodass das Klangbild sehr ausgewogen erscheint. Diese Auslegung hat zudem auch den Vorteil, dass der Boomster sich eigentlich mit jeder Msuikrichtung zurechtfindet. Auch wenn der Produktname darauf schließen lässt eine jüngere Zielgruppe mit Interesse an viel Bass schließen lässt. Auch Instrumentale und Gesangs- oder Sprachintensive Musik liegen dem Lautsprecher sehr gut. Hört man beispielsweise Hip-Hop, so werden Stimmen zu jeder Zeit sehr klar wiedergeben, auch wenn der Subwoofer Tiefbass-Passagen in vollem Umfang zum Besten gibt. Auch Rock-Musik klingt mit dem Boomster toll. Durch die breite Ausrichtung der Treiber in der Front kommt der Boomster einem Stereo-Klang zudem sehr nahe und man erhält eine breite Bühne. Was uns auch sehr gut gefällt, ist, dass keine künstlichen Filter oder Surround-Sound durch Signalprozessoren der Quelle auferlegt werden.

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Lautstärketechnisch spielt der Boomster ebenfalls in einer anderen Liga. In kleinen Räumen vermag der Lautsprecher jegliche Gespräche zu übertönen, wenn man es will. Dabei neigt er nicht zum Übersteuern, Klirren oder Scheppern, sondern bleibt auch in den hohen Lautstärkeregionen neutral. Gerade in Hinblick auf den Sommer können wir uns sehr viele Einsatzmöglichkeiten vorstellen. Sogar kleine Partys im Freien sind umsetzbar. Besonders hervorheben muss man aber die Basssteuerung. Denn hier hat Teufel dann doch eine Art Equalizer-Funktion implementiert. Diese wird mittels der "Sub" Taste gesteuert und beinhaltet mehr oder weniger vier Stufen. Während die erste (0) einen unverfälschten Klang wiedergibt und der einen einheitlichen Frequenzverlauf bietet, wird in den drei folgenden das Basslevel stetig erhöht. In der letzten Stufe geht der Bass extrem tief. Was der Downfire Subwoofer in Kombination mit dem großen Klangkörper im stande zu leisten ist, muss man wirklich erlebt haben, da man es schwer in Worte fassen kann.

 

Radiofunktion

Der neue Boomster kann nun neben FM-Radio auch das digitale Radio DAB+ empfangen. Ein klarer Klang ist also auch per Funk möglich. Durch die Stabantenne konnte der Empfang auch deutlich gesteigert werden, sodass der Boomster ein guter Reisebegleiter sein kann. Bei unserem Foto-Shooting an der Nordseeküste hatten beide Empfangsarten keine Probleme dargestellt. Für einen stationären Einsatz stellen die Senderspeicher eine nützliche Funktion dar.


 

Fazit

Hat man den Teufel Boomster nicht vor sich, kann man sich zunächst erst einmal kein Bild seiner Größe machen. Man könnte sagen, dass er einem großen Schuhkarton entspricht. Auch das Gewicht fällt mit 3,35kg nicht unbedingt gering aus. Jedoch macht sich der Einsatz von Material und Volumen bemerkbar. Denn der Hersteller nutzt den Platz um ein vollwertiges 3-Wege-System sowie weitere Gimmicks einzupflanzen. Das Ergebnis ist ein tragbarer Lautsprecher, welcher dieser Bezeichnung wirklich gerecht wird. Denn laut kann der Boomster wirklich. Durch Verteilung der Frequenzen an die jeweiligen Treiber bleibt der Klang dabei aber immer ausgewogen beziehungsweise wirklich sehr gut. Für ein Musikwidergabegerät dieser Kategorie kann man es einfach nicht anders sagen. Stimmen und Instrumente werden klar wiedergegeben und auf wunsch durch extremen Tiefgang untermalt.  Klanglich müssen sich folgende tragbare Lautsprecher an der Referenz Teufel Boomster nun messen.

Aber auch der Rest des Boomster weiß zu gefallen. Dies fängt bereits bei Design an (...) Das auf Drucktasten verzichtet wird erscheint sinnig, da somit ein mechanischer Verschleiß im Outdoor-Einsatz vermieden wird. Die Bedienung gelingt dabei insgesamt sehr gut und intuitiv, auch weil Eingaben im Display signalisiert werden. Die Ausstattung konnte Teufel im Gegensatz zum Vorgägner noch einmal leicht erhöhen. Mit DAB+ ist nun auch digitales Radio an Board, sodass auch per Funk ein guter Sound garantiert werden kann. Für gut befunden haben wir auch die Ladefunktion am USB Port als Powerbank. Denn der große Akku wollte bei uns selbst nach ca. 14h nicht in die Knie gehen. Im normalen Einsatz sollte also immer genug Reserve vorhanden sein, auch mal das Smartphone nachzuladen. Was uns hier auch gut gefällt, ist, dass man den Akku auch tauschen kann, sollte er mal seinen Dienst quittieren.

Kritik gibt es aber auch. Der Tragegriff ist zwar für sich gesehen nützlich und funktioniert auch, ist aber auf Dauer keine richtige Transportlösung. Eine Tragetasche oder -Gurt wie beim Boomster XL könnten wir uns auch hier vorstellen. Zumindest optional. Auch bei den Standfüßen könnte Teufel etwas nacharbeiten. Diese sind nach unserem Empfinden für rauen Untergrund einfach zu flach, sodass der Standfuß unweigerlich Kontakt mit dem Boden aufnimmt. Erhältlich ist der Lautsprecher wie gewohnt immer im Teufel Online-Shop.

 

 

Teufel Boomster
Gute Konnectivität, grandioser Klang und starke Bässe machen ihn zum echten Ghettoblaster 2.0 - 24.01.2018

 
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     Pro   Contra Teufel Boomster Fazit  
 
  + ausgewogener Klang
+ auf Wunsch kräftige Bässe
+ ausdauernder Akku
+ gute, robuste Verarbeitung
+ einfache Bedienung
+ viele Zuspielmöglichkeiten
+ Batterie Betrieb möglich
+ Akku wechselbar
- flache Standfüße
- Tragegriff auf dauer
  unbequem
 




 

 

Teufel Boomster Award 

 

 

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