Test: DOCKIN D FINE 2

Dockin D Fine 2 newsDer Dockin D Fine 2 feierte vor kurzem seine Premiere. Das nochmals potentere und zugleich größere Modell, der Dockin D Fine+ 2 war bereits im letzten Jahr bei uns vorstellig. Nun bekommt das eigentliche Evergreen eine Frischzellenkur und wird auch optisch aufgewertet. Neben den Outdoor-Eigenschaften will dieser Lautsprecher auch mit einem austauschbaren Akku auf Kundenfang gehen. Wir waren gespannt.

 

In der Vergangenheit waren immer mal wieder verschiedene Produkte des Unternehmens auf den Markt gekommen, die nun, wie man oftmals so schön sagt, jetzt Produkt-bereinigt neu aufgestellt daherkommen. Der Dockin D Fine 2 ist quasi der direkte Nachfolger der Urversion aus 2017 (zum Testbericht), der seiner Zeit große Verkaufserfolge für das Unternehmen brachte. Die Neugestaltung kommt als 2-Wege-Aufbau mit einer Musikleistung von 50 Watt daher. Wie schon bei der Erstversion, verbaut man wieder insgesamt vier Chassis an der Vorderseite. Auf der Rückseite nehmen zwei passive Bassradiatoren Platz. Quasi schon als neuer Standard kann man auch hier aus zwei Geräten einen Stereo-Verbund kreieren. Der Preis bei 149 Euro (UVP) angesetzt.

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Wie wir auch schon beim Dockin D Fine + 2 im Test attestiert haben, bietet der kleinere Ableger auch (drei) verschiedene Klangmodi (per Hotkey), unter denen man seine persönliche Präferenz auswählen kann. Namentlich werden diese als „Balance, Bass und Clean“ aufgeführt. Wie sich diese letztlich in der Praxis schlagen, wird auf der nächsten Seite aufgeklärt (…) Ebenfalls neu sind auch die „Outdoor-Eigenschaften“ in Form einer IPX55-Zertifizierung. Demnach ist der Lautsprecher Staub- und Spritzwasser geschützt. Nicht verwechseln, eine Pool-Landung sollte man vermeiden, aber den einen oder anderen Regenschauer sollte dem D Fine nichts anhaben. Bluetooth ist im Übrigen in der Version 5.0 mit integriert worden. So ist auch eine recht hohe Verbindungsreichweite gegeben.

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Wirklich neu und ein absolut begrüßenswerter Schritt den wir auch vor kurzem erst wieder bei DALI Katch G2 vorgestellt haben ist der Fakt, dass man den Akku (7500 mAh) bei Bedarf wechseln kann. So findet hier ein wirklich wichtiger Schritt in Richtung Nachhaltigkeit statt, den die gesamte Bluetooth-Lautsprecher-Landschaft bisher noch vermissen lässt. Die reine Akkuleistung wird mit bis zu 12 Stunden Spielzeit angegeben. Wie üblich kann der Lautsprecher, respektive deren Akku, auch wieder als Powerbank fungieren und extern angeschlossene Smart-Devices aufladen. Die Beschallung geht parallel natürlich weiter.

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Das gesamte Chassis bzw. das Gehäuse wurde nun deutlich angepasst und ist auch an das des Dockin D Fine + 2 angelehnt. So spricht man insgesamt eine gleiche Design-Sprache. Dieses optische Kleid steht dem Lautsprecher außerordentlich gut, er wirkt modern, nicht verspielt in seiner Darbietung und ist zugleich auch funktional ausgelegt. Den letzten Punkt sieht man u.a. bei der Bedienmechanik der Steuerungsknöpfe. Diese sind mit einer Druckhaptik sowie einem akustischen Feedback versehen. Generell ist der Korpus aber nicht unbedingt als etwas zu bezeichnen was wirklich stoßresistent ist wie bspw. eine UE Boom.

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Die überwiegend metallischen Oberflächen geben dem Gehäuse eine massive Wertigkeit, ohne dabei wirklich zu übertreiben. Auf der Unterseite befinden sich zwei Gummistreifen, die letztlich für sicheren Stand sorgen. Auf der Rückseite, verborgen unter einer verschlossenen Gummiabdeckung, befindet sich der USB-A-Stecker, ein Klinkenanschluss und der proprietäre Stromstecker. Auch hier hätte ich mir persönliche eine USB-C-Buche gewünscht, gibt es aber leider nicht. Damit wäre der D Fine 2 im Kern erst einmal beschrieben und wir können zum Praxistests überschreiten.

 


Praxistest und Klangcheck

Zugegeben, dass Klangbild des ersten Dockin D Fine hatte mir persönlich überhaupt nicht zugesagt. Fehlte es ihm meiner Meinung nach an klanglicher Detailtreue, Präzision sowie aber auch einen Schuss Homogenität. Zu meinem Erstaunen hat es Dockin geschafft, genau diese Aspekte auszumerzen und ein wirklich sehr gut abgestimmtes Produkt in dieser Kategorie auf die Beine zu stellen – das gleiche mal vorne Weg als Gesamteinschätzung. Zugespielt wurde hier wieder von einem Samsung Note 10+ (via Bluetooth) bzw. mittels TIDAL Accounts in höchster Streaming-Qualität. Zur technischen Detailbeschreibung hält sich Dockin relativ bedeckt. Lediglich die 50 Watt Gesamtleistung stehen im Raum. Größenangaben hinsichtlich der Chassis-Bestückung gibt es leider nicht.

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Um mal gleich die Norm zu sprengen bzw. auch selbst die Pegelfestigkeit unter Beweis zu stellen, schmiss ich ein DJ Set von Deborah de Luca au den Lautsprecher. Die Titel der Djane, bekannt für recht hart Bass-Einlagen, harmonierten sehr gut mit dem Dockin zusammen. Der Bass ist nicht gequält, kommt punktuell gut an ist generell erstaunlich gut abgestimmt. Was sagt uns das jetzt genau? Wer mit dem Dockin die eine oder andere Party mit eben jeder Musik beschallen will, der dürfte definitiv glücklich werden, natürlich immer gemessen an der Größe des Lautsprechers. ABER, wer richtig auf den Pegelregler drücken will, der wird definitiv auch etwas zurückerhalten. Hier geht der D Fine 2 richtig nach vorn und kann Pegel en masse liefern – sehr erstaunlich. Ziehen wir jetzt mal bspw. einen deutlich teureren Teufel Rockster Cross zum Verglich heran, fällt der Unterschied relativ überschaubar zu Gunsten des Teufel-Lautsprechers aus – Wow! Der Vollständigkeit halber sollte aber noch erwähnt werden, dass das Teufel Derivat schon allein auf Grund der physischen Bestückung einen deutlich merkbaren Vorteil hinsichtlich des Bassanteils innehat.

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Wer es etwas feingeistiger möchte, der bekommt hier ebenfalls das, was er erwartet bzw. sich wünscht. Eine wirklich saubere stimmliche Darbietung des jeweiligen Interpreten, ohne dass der Lautsprecher dem Wiedergabetitel seinen eigenen Charakter aufs Auge drücken will. Bühnenbildung ist relativ breit, nicht an der Schallquelle fixiert und löst sich im Innenbereich sehr gut davon ab. Aber eben auch nicht so gut wie beim „Luxuslautsprecher“ DALI Katch G2. In diesem Bereich sind eben ganz klar die akustischen Unterschiede auszumachen. Die drei DPS-Profile lassen sich durch gleichzeitiges Drücken der Plus- und Minustaste durchschalten. Hier würde ich jetzt nicht auf anhieb sagen, dass dieses oder jenes signifikant besser oder schlechter klingt. Das muss jeder für sich selbst ausprobieren und Probehören. Nett und positiv zu erwähnen ist auch das Skippen der Titel mittels der Steuerelemente (Play, Pause usw.).

In Summe ist der Dockin D Fine 2 im Vergleich zu seinem direkten Vorgänger deutlich verbessert sowie aber auch aufgehübscht worden. Das entscheidende, der Klang, hat im Vergleich zu den beiden anderen Parametern, nochmal mehr Aufwertung erfahren und bewegt sich jetzt da, wo man einen Lautsprecher erwartet. Bei der Akkuleistung kann ich die Angaben des Herstellers überwiegend bestätigen. Wenn man an der Pegelgrenze kratzt, dann sollte klar sein, dass die 12 Stunden schnell unterschritten werden. Bei normalen Terassenpegel kommen die 12 Stunden Laufzeit hin. Auf der nächsten Seite geht es mit dem finalen Fazit weiter.


Fazit

Der Dockin D Fine 2 ist genau das, was man von einem Nachfolgemodell erwartet. Er wurde optisch überarbeitet respektive aufgewertet und kann mit erheblich verbesserten Werten (im Vergleich zur Urversion) aufwarten. Die klangliche Darbietung weiß ebenfalls zu gefallen und bekommt mittels der drei DSP-Profile auch noch gewisse Anpassungsmöglichkeiten. Die Akkuleistung ist im passenden Rahmen, könnte gefühlt auch ein bisschen mehr Reserven haben. Wirklich sehr schön hervorzuheben ist der Umstand, dass der Akku bei Bedarf gewechselt werden kann. Gleiches gilt auch für den Dockin D Fine + 2, sowie aber auch den DALI Katch G2. Das hier der Nachhaltigkeitsgedanke überhaupt einmal angerissen wird, ob nun gewollt oder nicht, ist meines Erachtens sehr lobenswert.

Für einen Preis von 150 Euro (UVP) bekommt man einen sehr soliden Lautsprecher, der auch im maximalen Pegelbereich fast verzerrungsfrei agiert und dem einen oder anderen Konkurrenzprodukt den Rang ablaufen könnte. Wer noch mehr Bühne haben will oder einfach mehr Bass benötigt wird, der kann sich den o.g. Dockin D Fine + 2 ansehen. Alternativ können wir dazu auch einen Blick in unsere Testübersicht zu den Bluetooth-Lautsprechern aller Art empfehlen. Der Dockin D Fine 2 hat sich unsere Top Produkt Empfehlung wirklich verdient.

 

Dockin D Fine 2

perfekter Spielparter für alle die viel unterwegs sind und ihre Ruhe haben wollen, 28.07.2021
Pro
  • hochwertige Anmutung & solide Verarbeitung
  • ausgewogenes und potentes Klangbild
  • faires Preis-Leistungsverhältnis
  • wechselbarer Akku
  • verschiedene DSP-Klangprofile
Contra
  •  kein Typ-C-Stecker
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