Test: Teufel Airy

teufel airy newsbildWährend man zuhause mit ohrabschließenden Kopfhörern für üblich in eine andere Welt flieht, trifft man auf der Straße des Öfteren ohraufliegende Vertreter an. Der Vorteil liegt beim geringeren Gewicht und einer besseren Wahrnehmung der Umwelt. Beide Aspekte galt es beim neuen Modell des Teufel Airy zu berücksichtigen, ohne das dabei die Klangqualität oder der Komfort leiden sollten. Optisch ist der Refresh weiterhin klar als Airy zu erkennen, hat aber einige Retuschen erfahren. Welche das konkret sind und wie sich das Endprodukt letztendlich präsentiert, erfahrt ihr auf den folgenden Seiten.

 

 

Lifestyle Kopfhörer wäre wohl die passende bezeichnung für den Teufel Airy. Der leichte Beschaller für Unterwegs setzt auf die on-ear Bauweise und lässt sich optisch verändern, um seinen eigenen Style zum Ausdruck zu bringen bzw. vielleicht auch zum Outfit abzustimmen. Dadurch und, dass es den Airy neben dem gezeigten schwarzen Sample auch in Weiß gibt, dürfte der filigrane Kopfhörer auch der Damenwelt eher zusagen.

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Für die optischen Anpasungen liefert Teufel neben den montierten grauen Gummi-Ringen, auch welche in Rot, Grün sowie Gelb mit. Durch das optionale Kit, erhält man weitere Farboptionen für die Gummi-Ringe und zussätzlich auch bunte Ohrpolster. Zudem liegt im Karton eine Transporttasche, ein USB Ladekabel und ein Klinken-Kabel, sollte der Akku schlapp machen.

Lautsprecher Teufel GmbH

 

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Teufel Airy  - Technische Details
 Bezeichnung  Teufel Airy
 Preis   149,99,- EUR 
 Hersteller-Homepage www.teufel.de
 Gewicht  165 Gramm
 Daten
 Design  geschlossener On-Ear-Kopfhörer
 Treiber  40mm Lineare-HD Neodym
 Impendanz  32 Ohm
 Frequenzbereich  20 Hz – 20 kHz ±3 dB
 Wirkungsgrad   94 dB 

 

Detailansicht

Der Teufel Airy setzt in der Basis auf einen Metallbügel, welcher außen mit Kunststoff und innen mit einer dünnen Gummi-Schicht verkleidet wird. Diese Konstruktion lässt erst das geringe Gewicht zu. Die Materialwahl ist damit auch zu verkraften, denn der Kopfhörer wirkt nicht nur optisch filigran, sondern auch haptisch. Die Verarbeitung ist dabei allerdings nicht zu bemängeln.

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Im Vergleich zum Vorgänger können die Seiten nun eingeklappt werden, was der Mobilität sehr zugute kommt. Einmal in der Größe verringert und im beiliegenden Beutel eingepackt, lässt sich der Kopfhörer beinahe überall verstauen. Gleich geblieben ist das Design der Ohrmuscheln mit den weichen ohraufliegenden Polstern, welche weiterhin das einfache Prinzip zum Entfernen der Polster sowie der Gummi-Ringe vorweisen. Will man den Kopfhörer pimpen, reicht eine leichte Drehung am Kunstlederpolster, wodurch man diese entfernt und direkt an die Ringe gelangt. Hier sieht man eine weitere Änderung. Denn das nun sichtbare Kunststoffgitter war beim Vorgänger immer in Sicht, wird hier nun von einem Stoff verhüllt.

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Dahinter verbergen sich 40mm messende, lineare HD-Treiber, welche ein Frequenzband von 20 Hz bis 20 kHz abdecken sollen. Dass solch tiefe Regionen von einem nicht abschließendem Kopfhörer erreicht werden bzw. wahrgenommen werden, erscheint aber etwas unrealistisch. Etwas abgwandelt wurde auch das Bedienpanel. Die Tasten sind nun mehr oder weniger versteckt hinter einer gemeinsamen Fläche. Das Lautstärkerad prangert jetzt nicht mehr dominant in der Frontfläche, sondern ist recht filigran eingearbeitet und bietet den Teufel-typischen roten Farbklecks. Die gleiche Seite hält auch die Anschlüsse zum Laden des 420 mAh großen Akku (13h Laufzeit laut Hersteller) sowie den Klinken-Anschluss parat.


 

Praxis

Erste Amtshandlung beim Erhalten der Teufel Airy sollte das Laden des 420 mAh fassenden Akkus sein. Dies dauert bei völliger Erschöpfung ~3h. DAnach stehen einem laut Hersteller 13h Spielspaß zuer Verfügung. Ohne die Zeit gestoppt zu haben, lässt sich zumindest sagen, dass für mehrere kurze Einsätze auch über einen Zeitraum von mehr als einer Woche, genügend Kapazität zur Verfügung steht. Das hängt natürlich immer auch von der Lautstärke ab. Geladen wird der Kopfhörer per USB-Buchse am Netzteil oder PC.

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Bei der Bedienung agiert man, wie eigentlich fast immer bei Kopfhörern, blind. Dass keine haptische Abgrenzung der einzelnen Tasten vorliegt, ist am Anfang nur mit etwas Gesuche verbunden, gelingt aber mit kurzer Eingewöhnung immer intuitiver. Das Feedback der einzelnen Tasten ist dabei jedoch nicht sehr hoch. Das nun etwas verborgene Lautstärke-Rad ist mit leichtem Wiederstand versehen, sodass ein versehentliches Verstellen beinahe ausgeschlossen ist, aber nicht gänzlich. Stufungen oder noch mehr Wiederstand wären nach eigenem Empfinden vielleicht sogar angebracht.

Der Tragekomfort ist natürlich ein anderer als bei Over-Ear Kopfhörern. Das Einkuscheln in die Orhmuscheln wie bspw. bei den Teufel Real Blue NC ist hier also nicht gegeben, der Vergleich sollte aber sowieso eher Richtung beyerdynamic Aventho Wireless schielen, auch wenn diese noch einmal eine andere Presiklasse darstellen. Wie auch die letztgenannten, spendiert man den Airy Kunstlederbezogene Polster, welche etwas straff, aber angenehm Kontakt zur Haut aufnehmen. Im Verbund mit der geringen Masse lässt sich der Kopfhörer auch über einen langen Zeitraum sehr gut nutzen. Voretil ist hierbei natürlich, dass man dabei auch die Umgebung immer etwas wahrnimmt und die Ohren bzw. der Kopf eher weniger zum Schwitzen neigt.

 

 

 

Klangcheck

Da der Airy auch Bluetooth 4.2 mit aptX verfügt, kann Musik auch in hoher Qualität zugespielt werden. Die Rede ist von CD-Qualität. Daher wurde der Kopfhörer am Huawei P20 Lite betrieben, welches eben diesen Codec auch unterstützt. Eine Zuspielung via Kabel wäre zwar auch möglich, verfehlt aber unserer Meinung nach das Einsatzgebiet des Airy.

Der Track Airplanes von B.o.B. & Hayley Williiams bietet eigentlich bereits alles, um einen Lifestyle-Kopfhörer, was der Airy nunmal ist, auszutesten. Insgesamt wird eine Art Mischung aus Pop und Rap geboten. Während sich Bobby Ray Simmons Jr dem Sprechgesang widmet, übernimmt die Frontsängerin der Rockband Paramore die Gesangparts. Insgesamt muss sich der Airy mit einem Mix aus Rap, Gesang und Bass zurechtfinden, was ihm mit Bravour gelint. Der Klang ist als leicht warm einzustufen, in der Summe aber sehr ausgewogen. Selbst der Bass ist zufriedenstellend, wenn auch nicht vergleichbar mit geschlossenen Geräten. 

Dynamisch geht es bei Somebody to Love zu, jedoch nicht was die Frequenzen angeht, sondern die Ortung betreffend. Während sich die Stimme von Grace Slick räumlich zentral abbildet, verteilen sich die Instrumente und weitere Gesangsstimmen der Rock-Band Jefferson Airplane immer wieder auf beide Ohren. Diese wechselseitige Bespielung mit den eher zentirschen Vocals gelingen dem Airy ausgesprochen gut.

Mit Flight Mode von Airdust muss sich der Airy zuletzt noch von seiner ausgeglichenen Seite zeigen. Der Track lädt förmlich zum Dahingleiten ein und man erwischt sich dabei, wie man sich, trotzdessen es sich um On-Ear Kopfhörer handelt, in eine andere Sphäre begibt die nicht schmutzbehaftet ist, wie es der Titel zunächst suggeriert. Nach dem Arbeitstag im Bus oder der Bahn eignet sich der Kopfhörer also auch dazu musikalisch den entspannten Feierabend einzuläuten.


 

Fazit

Dem Teufel Airy hat das Refresh insgesamt sehr gut getan. Optisch sind die Unterschiede zwar nicht enorm, aber auch hier gefällt der frische Look besser. Bspw. sind die Tasten etwas versteckter und das Lautstärkerad dezenter. Die Erscheinung wird dadurch noch eine Spur filigraner, was vermutlich auch der weiblichen Kundschaft gefallen dürfte. Dass die Optik ein wichtiger Punkt des Kopfhörers ist, unterstreichen die wechselbaren Ohrpolster und Ringe, welche in verschiedenen Farben erhältlich sind bzw. beiliegen.

Aber ein Blender ist der Airy deshalb nicht. Der Klang ist sehr ausgewogen und die beiden 40mm Treiber haben keine Probleme mit verschiedensten Musikrichtungen. Gewaltigen Druck darf man nicht erwarten, aber er ist schon als Teufel erkennbar. Für denn Alltag ist der Kopfhörer nicht nur deshalb ein sehr guter Begleiter, auch der neue Klappmechanismus und das geringe Gewicht spielen ihm in die Karten. Wobei man auch anmerken muss, dass man die Materialwahl aufgrund des Gewichtsvorgabe teilweise schon recht einfach ausfällt.

Lautsprecher Teufel GmbH

Die gefordeten 150€ sind in der Summe als fair zu betrachten, wobei es zu dem Preis auch die wirklich guten Teufel Real Blue gibt. Hier spielt dann der Einsatz bzw. die Präferenz den entscheidenden Faktor. Joggen könnte man sich bspw. eher mit dem Airy vorstellen, als mit einem massiven Over-Ear Kopfhörer. Der Halt des Airy ist zwar nicht überragend, dürfte für diesen Zweck aber noch ausreichend sein.

 

 

Teufel Airy - On-Ear-Kopfhörer 
Ausgewogener Klang bei geringem Gewicht - 19.02.2019

 
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   Pro  Contra    
  + ausgewogener Klang
+ lange Akku-Laufzeit
+ leicht (165g)
+ Faltbar
+ individualisierbar
+ Lieferumfang
- einfache Materialien
- nicht ganz sicherer Halt




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