Test: Naim Mu-so 2

Naim Mu so II newsIm Mai auf der High End in München stellte Naim das Musiksystem Mu-so in der zweiten Generation vor. Genau genommen handelt es sich um das neue kabellose Musiksystem Naim Mu-so 2 des britischen HiFi-Spezialisten Naim Audio. Dieses will mit großer Überarbeitung im Inneren aufwarten aber auch klangliches als auch beim Funktionsumfang ein Statement setzen. Wir haben die Anlage auf den Prüfstand gebeten.

 

 

 

Die zweite Generation des kompakten HiFi-Systems wurde innerlich wie auch äußerlich überarbeitet. So bietet das Mu-so 2 jetzt wechselbare Frontblenden in unterschiedlichen Farbvarianten, eine überarbeitete Musik-Streaming-Plattform und ein neu konzipiertes Lautsprechersystem, das in enger Zusammenarbeit mit dem französischen Konzernpartner und Lautsprecherspezialisten Focal entstanden ist.

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Aber auch bei der Konnektivität wurde eine Schippe drauf gepackt und neben hochauflösendes Netzwerk-Streaming, sind auch aktuelle Schnittstellen wie z. B. Airplay 2, Chromecast oder auch TIDAL mit an Bord. Auch an einen HDMI-ARC-Anschluss mit CEC-Funktion haben die Entwickler gedacht, welches das Mu-so 2 jetzt auch für den TV-Betrieb eignet. Wie bereits einleitend angesprochen, konnten wir am Messestand (High End 2019) beider genannten Firmen schon im Vorfeld einen Blick auf die Naim Mu-So 2 werfen, und haben das natürlich im Video festgehalten:

Aber bevor wir einleitend schon alles verraten, eine kurze Übersicht der technischen Fähigkeiten in Form einer Tabelle. Auf der nächsten Seite kommen wir dann genauer auf das Mu-So 2 HiFi-System zu sprechen.

 

NAIM Mu-so 2 - Technische Details

Bezeichnung

 NAIM Mu-So HiFi-Musiksystem

Preis 

  ~ 1499,- EUR Preis 

Hersteller-Homepage

 www.naimaudio.com

Maße

  628 x 122 x 264mm (Breite x Höhe x Tiefe) 

Gewicht

 11,2 kg Stück

 Daten

Sound-Design

  • 3-Wege-System - Bassreflexsystem
  • 450W – (6 x 75W) Ausgangsleistung

Konnektivität

  • 1x analoger Eingang 3,5mm Buchse
  • 1x optischer Digitaleingang (bis zu 96kHz)
  • 1x HDMI ARC Eingang mit CEC 
  • 1x USB-Port Typ A 
  • 1x Ethernet-Anschluss
  • Bluetooth 
  • WLAN

Features

  • UPnPTM Audio-Streaming 
  • Multiroom-Fähigkeiten
  • Apple Airplay 2
  • Chromecast Built-in
  • Roon Ready 

Streamingdienste

  • Spotify Connect
  • TIDAL

 

Detailansicht

Schon auf der High End in München war die Naim Mu-So 2 ein echter Hingucker. Jetzt so ausgepackt vor einem, hat sie davon nichts eingebüßt. Dass hochwertige Gehäuse aus massivem, eloxiertem Aluminium, die geschwungene, abnehmbare Frontblende und das elegante Bedienfeld erzeugen eine sehr wertige Optik. Mit dieser modernen Gestaltung sollte das HiFi-System sich nicht nur einfach in ein bestehendes Umfeld integrierbar machen, auch den weiblichen Audio-Fans sollte das schicke Erscheinungsbild zusagen. Denn dank der austauschbaren Frontblende, bleibt das "eigentliche" System optisch inkognito und kann sogar durch verschiedene Farbvariationen an das vorhandene Mobiliar angepasst werden, was will Frau mehr (…) Wer es lieber technisch mag, kann natürlich die Abdeckung auch ganz abnehmen, wir meinen aber damit verliert das Mu-So 2 deutlich an Charme, so schick wie die geschwungene Frontblende ist. 

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Um etwas die Formsprache aufzulockern, wurde in dem kantigen Gehäuse ein rundes Bedienfeld eingelassen. Aber da ja normal jeder kann, hat sich Naim auch hier etwas Besonderes überlegt. So ist der große Drehregler mit „intelligenten“ LEDs besetzt und beleuchtet damit immer nur das Feld, welches gerade aktiv bzw. genutzt wird. Heißt, nutzt man auf dem exzellenten Touchpad den oberen Bereich, wo sich die selbst definierbaren Presets befinden, wird auch nur dieser Bereich beleuchtet. Gleiches gilt für die elementaren Funktionen wie z. B die Quellenwahl oder Bluetooth, die sich im unteren Bereich befinden. Dreht man am Regler, um die Lautstärke zu verändern, wird logischerweise der komplette Acrylring ausgeleuchtet. Im einleitend genannten Video ist dies auch nochmal schön zu sehen.

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Der Drehregler ist zusätzlich mit einem Näherungssensor ausgestattet, der die dezente Effektbeleuchtung automatisch aktiviert, sobald sich jemand dem Bedienfeld nähert. Diese Umsetzung der Bedienung ist schon fast „sexy“, wenn man das so nennen darf, und dank der perfekten Integration in die Aluminiumfläche auch hübsch anzusehen. Wer jetzt weniger auf dem Touchpad rumhantieren möchte und auch kein Freund von Apps ist, dem legt Naim noch eine Fernbedienung bei. Diese bietet den Zugang zu allen wichtigen Funktionen, wirkt aber sehr preiswert in der Haptik und möchte überhaupt nicht zum exzellenten Erscheinungsbild des Mu-so 2 Systems passen.

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Dass komplette Konstrukt ruht auf einem transparenten Acrylsockel, der das Gehäuse optisch abrundet und ein beleuchtetes Firmenlogo spendiert bekommen hat. Zu erwähnen wäre rechts noch die leicht zugängliche USB-Schnittstelle, die durch externe Festplatten oder Speichersticks gefüttert werden kann. Ebenfalls daneben befindet sich der Reset-Button als auch eine Status-LED. Wer jetzt auf der Rückseite die Anschlüsse zur Audioübertragung sucht, sucht vergebens. Hier dominert der CNC-gefräste, perlgestrahlte und eloxierte Aluminiumkühlkörper. Dieser soll der Wärmeentwicklung der internen Leistungsverstärker Herr werden und an die Umgebung abgeben.

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Unsere gesuchten Anschlüsse sind leicht angewinkelt in der Unterseite untergebracht. Neben dem notwendigen Stromanschluss befinden sich hier eine Ethernet-Schnittstelle, ein analoger Zugang in Form eines Klinkeanschlusses, ein digitaler Toslinkeingang und die im Vergleich zur ersten Mu-So-Version, neue HDMI-Schnittstelle mit ARC-Unterstützung, um das Mu-So 2 auch mit einem entsprechenden TV nutzen zu können. Wer jetzt eher auf kabellose Funktionen wert legt, dem steht neben einer modernen WiFi-Schnittstelle, die Hi-Res-Material von bis zu 384 kHz / 32Bit über die Luft empfängt, auch Bluetooth zur Verfügung. Bei den Streaming-Diensten setzt Naim auf Airplay 2, Spotify Connect, TIDAL, Chromecast und Webradio-Stationen. Aber dazu kommen wir im praktischen Teil noch genauer.

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Optisch ist der Naim schon mal ein absolutes Highlight. Die verwendeten Materialen wurden gekonnt zu einem schicken All-In-One-System zusammengefügt, Aluminium und Acrylglas harmonieren sehr gut zusammen. Dazu gesellt sich eine dezente, steuerbare Beleuchtung, die das Touchpad und den Drehregler in den Vordergrund rückt. Wie sich das kompakte Soundsystem in der Praxis schlägt und ob es den wertigen Charakter auch bei der Klangwiedergabe beibehält, ist im folgenden Abschnitt festgehalten.


Praxis und Klangcheck

Für die klangliche Wiedergabe ist ein 3-Wege-Stereo-System zuständig, dass auf eine Gesamtleistung von 450 Watt zurückgreifen kann. Im Gegensatz zur ersten Generation, ist das Gehäusevolumen um 13% angestiegen und soll der Tieftonwiedergabe bzw. den beiden ovalen Chassis unter die Arme greifen. Im Mu-So 2 agiert auch ein DSP für die Klangregelung, der in der App drei vordefinierte Klangprofile dem Nutzer bereitstellt, die sich aber nur auf den Aufstellort konzentrieren. Eigene Anpassungen in den einzelnen Frequenzbereichen sind leider nicht möglich. Eine einfache Höhen- bzw. Bassregelung hätten wir uns schon gewünscht, aber dazu gleich mehr.

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In der Praxis kann sich der Naim Mu-so 2 positiv behaupten. Die Einrichtung ist mittels kostenloser App und unserem Smartphone schnell erledigt, so ist das Gerät ist innerhalb von 5 Minuten in eigenen Netzwerk integriert. Wer jetzt nur die kabelgebundenen Schnittstellen nutzen möchte, muss diese Einrichtung nicht zwingend durchlaufen, da dank Fernbedienung oder dem exzellenten Touchpanel alle Zugänge zum Gerät auch so erreichbar sind.

Einrichtung der Naim-App auf einem Android-Smartphone

Ohne Netzwerkschnittstelle verschenkt man aber einiges an Potenzial, den in dem Musiksystem sitzt auch eine leistungsstarke Streaming-Engine die den Zugang zu dem Naim Multiroom Universum bereitstellt. Des Weiteren verfügt das System auch über eine Zertifizierung als Roon-Endpoint und kann daher einfach über die beliebte Plattform mit Audiodaten gefüttert werden. Über die App erhält man aber auch den Zugang zu den Streaming-Diensten TIDAL, Spotify oder das Webradio und kann das System auch per Google Chromecast oder Apple Airplay 2 mit weiteren Diensten versorgen. 

 

Oberfläche der Naim-App auf einem Android-Smartphone

Wer lieber auf die eigene digitale Musiksammlung zurückgreifen möchte, kann das über die Server- oder eben USB-Schnittstelle realisieren. Da spielt es auch kaum eine Rolle, in welchem Format die Audiodateien vorliegen. Es werden neben WAV, FLAC, AIFF von bis zu 24bit/384kHz, auch DSD-64 bzw. -128 unterstützt, aber natürlich auch MP3, AAC, OGG und WMA.

Roon Screen
Naim Mu-so 2 besitzt auch eine ROON-Endpoint Zertifizierung

Aber neben dem Zugang zu einigen Musikdiensten, bietet die App auch verschiedene praktische Funktionen wie z. B. die Weckfunktion, die Definition der einzelnen Preset Speicherplätze oder eine dreistufige Beleuchtungsfunktion. Der Umgang mit der App selbst gestaltet sich intuitiv, Oberfläche und Menüstrukturen sind logisch gegliedert und klar gekennzeichnet was einen problemlosen Umgang im Alltag gewährleistet.

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Bluetooth muss ohne hochauflösende Codecs wie z. B. aptX-HD auskommen

Wichtigster Part eines Soundsystems ist sicherlich die Audiowiedergabe, hier können wir vorwegnehmen, das Naim in der neuen Mu-So Generation dies sehr gut realisiert hat. Unsere Erwartungen waren hoch, haben die Briten doch in Zusammenarbeit mit den Kollegen von Focal daran entwickelt, aber das hat sich gelohnt. Obwohl das Musiksystem vom Format und Design eher auf Understatement setzt, eben typisch britisch, möchte das klanglich nicht dazu passen. Hier bietet sich dem Hörer eher eine sehr dynamische, groß aufspielende Klangkulisse, die gerade im Tieftonbereich überraschend kraftvoll agiert. Obwohl die einzelnen Schallwandler bauartbedingt sehr nah aneinander sitzen, besitzt das erzeugte Bühnenbild eine gute Breite in der Darstellung, klingt zwar nicht wie ein „richtiges“ Stereo-Setup, aber kommt dem schon recht nah.

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Durch das Drei-Wege-System werden alle Frequenzbereiche gut dosiert dargestellt, die Abstimmung ist eher warm als analytisch und mit einer minimalen Dominanz des Tieftonanteils. Aber das Mu-So 2 musiziert unglaublich präsent, dabei spielt es keine Rolle ob man Live-Auftritten wie Katy Perrys bei MTV Unplugged genießt, sich großen Orchestern mit vielen Instrumenten hingibt oder mit elektronischer Musik von Paul Kalkbrenner die Rampensau auspackt. Das kompakte Soundsystem überzeugt mit ansprechender Dynamik, stellt einzelne Instrumente und Stimmen sehr deutlich als auch klar differenziert dar und wirkt in jedem Genre sehr harmonisch abgestimmt. Leider hat man als Nutzer keine Möglichkeit in die Klangwiedergabe selbst einzugreifen, außer in der App den Aufstellort zu definieren. Denn auch wenn die Mu-So 2 mit einer guten Abstimmung überzeugt, hätten wir uns hier und da eine leicht erhöhten Hochtonbereich und etwas zurückhaltenden Tieftonbereich gewünscht. Aber das ist meckern auf hohem Niveau, denn grundsätzlich hat uns die Musikwiedergabe mit einem breiten Bühnenbild, einer sehr kraftvollen Wiedergabe und hohen Pegeln ohne Verzerrungen positiv überrascht.

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dank Chromecast built-in auch im Google-Universum nutzbar

Dank der HDMI-ARC-Schnittstelle möchten wir dem Audiosystem aber nicht nur musikalisch auf den Zahn fühlen. Denn man kann die Mu-So 2 auch für die Aufwertung des TV-Sounds nutzen und somit die etwaige Soundbar durch die kompakte HiFi-Anlage ersetzen. Um den TV-Sound zu beurteilen, ließen diverse Netflix-Serie und UHDs über unseren Panasonic TV „flimmern“. Wir waren begeistert wie gut das Mu-So System auch in diesem Bereich performt. Eins vorab, Surround-Formate wie Dolby-Digital oder DTS-Formate versteht das System nicht und beim Ausgabeformat muss auf PCM umgestellt werden, damit das Mu-So 2 auch die zugespielten Daten versteht. Dann kann es aber auch schon losgehen - auch hier meistert das Audiosystem die Aufgabe mit Bravour.

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Die Stimmenwiedergabe überzeugt mit einzelnen Facetten, Schauspieler besitzen hörbar ihre Stimmfarbe, wie man sie eben kennt und kommen stimmig aus der Bildmitte. Sogar der dynamischen Effektwiedergabe würden wir einen Hauch an Räumlichkeit zusprechen, einzelne Elemente in hektischen Szenerien lösen sich von der Schallwand, bauen sich strukturiert vor dem Hörer auf und erzeugen ein leicht andeutendes räumliches Gefühl. Dazu gesellt sich ein knackiger Tieftonbereich, der gerade Explosionen oder kraftvolle Filmscores mit Substanz füllt und das Klangbild stimmig abrundet. Sicherlich ist eine Soundbar mit externem Subwoofer dynamischer unterwegs, aber das Mu-So 2 ist ein stimmiges Komplettpaket, dass neben einer ansprechenden TV-Sound-Wiedergabe auch richtig Lust auf das Musizieren hat und somit im Wohnzimmer einige Gerätschaften ersetzen könnte bzw. den Wunsch nach mehr erst gar nicht aufkeimen lässt. Aber der abschließenden Beurteilung muss sich die Naim Mu-So 2 noch stellen und zu der kommen wir jetzt.


 

Fazit

Schon auf der High End in München konnte das Naim Mu-So 2 Audiosystem ein gewisses Haben-Gefühl erzeugen und diesen Charme hat es jetzt auch nach genauer Betrachtung nicht verloren. Aber lassen wir unsere Erkenntnisse nochmal Revue passieren. Optisch ziehen die Briten alle Register und verpassen der Mu-So 2 ein elegantes als auch sehr wertiges Äußeres. Der massive Einsatz von Aluminium steht dem kantigen Gehäuse exzellent und wird gekonnt von einem runden Bedienfeld aufgelockert, welches durch eine schicke Beleuchtung und praktischen Touchpad zum Highlight avanciert. Damit man auch verschiedenen Einrichtungen gerecht wird, bietet Naim unterschiedliche Frontabdeckungen an, die durch hochwertigen Stoff positiv auffallen.

Dazu kommt eine technisch gute Ausstattung. Bei der Konnektivität bietet man eine solide Kost, zeigt aber, dass der Hersteller den Fokus eher auf Streaming-Medien und kabellose Zuspielung setzt. Dies unterstreicht die umfangreiche Naim-Plattform, die neben den üblichen Streaming-Funktionen wie TIDAL, Spotify oder Netzwerkstreaming auch eine Google Chromecast Schnittstelle und eine Roon-Endpoint Zertifizierung mitbringt. Dafür steht eine übersichtliche App-Steuerung parat, die intuitiv zu bedienen ist und sich im Alltag als wahrer Segen herausstellt.

Auch klanglich hat das kompakte Audiosystem einiges zu bieten. Das Mu-So 2 ist eindeutig musikalisch erzogen, anders können wir uns den gekonnten Umgang mit Hoch- und Mitteltonbereich nicht erklären. Ein gut gestaffeltes Bühnenbild, ein ausgeprägtes Verständnis im Umgang mit vielen Elementen bzw. Instrumenten und guter Stereoeffekt, sind nur ein paar positive Eckpunkte die die es zu nennen gibt. Dazu kommt ein kraftvoller Bassbereich, der in der Musik- oder Filmdarstellung mit viel Dynamik und guten Tiefgang überzeugen kann. Die Zusammenarbeit mit Focal hat hier deutliche Früchte getragen.  

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Mit einem Preis von 1499,- Euro liegt das Naim Mu-So 2 im oberen Preisgefüge und muss sich einem Verglich mit dem etwas günstigeren Ruark Audio R5 stellen. Optisch sprechen beide Firmen ähnliche Zielgruppen an, nicht ganz überraschend kommen doch beide Hersteller von "der Insel". So ist das R5 in der Walnuss-Variante rustikal und eher auffallend im Auftreten, kann aber in der grauen Farbvarianten auch mit Zurückhaltung punkten. Das Naim Mu-So 2 ist in der Optik und durch den massiven Einsatz von Aluminium deutlich moderner, frischer und kommt größtenteils über britisches Understatement. Was einem jetzt besser gefällt, muss jeder selbst entscheiden, aber wertiger ist klar das Naim Mu-So 2. Sicherlich ist das R5 gut verarbeitet, was wir ja auch in unseren Review ausführlich behandelt haben, aber die eingesetzten Materialien Aluminium und Acryl, dass exzellent umgesetzte Bedienfeld und schicke Design besitzen High-End-Charakter. Technisch ist das R5 aber dem Naim überlegen. Phonoeingang, Bluetooth mit aptX-HD, CD-Player, DAB+-Radiomodul und eine wertigere Fernbedienung stehen auf der Haben-Seite. Das versucht der Naim mit einer besseren Streaming-Engine zu lösen, die mit Chromecast und ROON- Unterstützung hier wieder die Nase vorn hat. Zwei grundsätzlich ähnliche Ansätze mit verschiedenen Ausführungen. Ruark Audio geht eher den klassischen Weg, bietet aber auch moderne Streaming-Möglichkeiten. Dass Naim Mu-so 2 konzentriert sich komplett auf die neuen Medien und verfolgt diesen konsequent in Optik und technischer Ausstattung.

Für uns ist das Naim Mu-So 2 ein erstklassiges Streaming-Audio-System mit exzellenter Materialgüte und sehr guten klanglichen Fähigkeiten. Ein absolutes Top-Produkt! 

  

Naim Mu-so 2 

moderne Optik mit hochwertiger Verarbeitung kann doch gut Klingen, 01.07.2019
Pro
  • sehr hochwertiges Gehäuse 
  • moderne Optik / schickes Design
  • exzellent umgesetztes Bedienfeld
  • 3-Wege-System für Musik und Film geeignet
  • kraftvolle, dynamische und klare Abstimmung
  • Naim-Plattform intuitiv und durchdacht
  • Chromecast und Roon-Unterstützung
  • viele Audioformate wie z.B. FLAC und DSD werden unterstützt
  • Preset-Tasten direkt zugänglich
Contra
  • einfache Fernbedienung
  • Bluetooth ohne HiRes-Unterstützung
  • keine Klangregellung
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