Test: Nubert nuPro XS-8500 RC

Nubert XS 8500 RC newsNun ist es soweit, die neue Nubert nuPro XS-8500 RC Soundbar hat offiziell das Licht der Testwelt erblickt und befand sich in unseren Händen. Das neue Top-Modell aus dem Soundbar / Sounddeck-Bereich der Schwaben kommt mit zahlreichen Funktionen daher, die quasi das gesamte „smarte“ Portfolio von Nubert abdecken und eine extrem hohe Usability für den Anwender nach sich ziehen sollen. Wir haben den Dolby Atmos und DTS:X fähigen Klangriegel auf Herz und Nieren getestet.

 

 

Bevor hier in die Tiefe des Produktes eingestiegen wird, soll aber erst ein kleiner Blick in die Historie dieser Produktgattung gewagt werden bzw. aber auch eine Einordnung im Nubert-Angebot erfolgen, welches mittlerweile zahlreiche Ausführungen und Abstufungen im Sounddeck-Portfolio innehat.

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So stellt die XS-8500 RC den direkten Nachfolger der nuPro XS-7500 (zum Testbericht) dar, welche seinerzeit bereits die nuPro AS-450 (zum Testbericht) beerbte. Rein auf die Optik bezogen geht man bei Nubert nun einen konsequenten Weg und lehnt das Design u.a. auch an die nuPro AS-3500 (zum Testbericht) an, sodass hier eine deutliche Ähnlichkeit nicht abzusprechen ist. Auf die Funktionen betrachtet darf erfreulicher Weise gesagt werden, dass hier im Grunde genommen alle Möglichkeiten mit integriert worden, die Nubert in den letzten Jahren / Monaten in verschiedenen Etappen und Produkten separat eingeführt hat. Ergo darf mit recht davon gesprochen werden, dass wir hier die wohl am besten ausgestattete Nubert Soundbar am Markt vor uns haben.

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Wie man sicher schon sehr gut am Produkt selbst sehen kann, strotzt der Korpus nur vor Leistung. Auf dem Papier sprechen wir hier von 820 Watt Gesamtleistung, die noch durch Subwoofer und weitere Rück- bzw. Deckenkanäle flankiert werden kann. Neben der jetzt hinzugefügten Dolby- und DTS-Decodierung ist die XS-8500 RC jetzt auch in der Lage, Dolby Atmos und DTS:X Tonspuren zu verarbeiten und wie schon angedeutet, bei entsprechender Lautsprecherbestücktung, voll auszufahren – mit physisch vorhandenen Lautsprechern versteht sich. Wenn zum Beispiel Dolby oder DTS-Signale anliegen, gibt die XS-8500 von Haus aus ein passendes Downmix-Signal wieder. Konkret bedeutet das, dass alle Kanalinformationen aufaddiert und dann durch einen DSP auf die entsprechenden Chassis der Soundbar gelegt werden. Trotz aller Mehrkanalmöglichkeiten sowie der umfangreichen Treiberbestückung sollte nicht vergessen werden, dass es sich in der „Ausgangssituation“ um eine 3.1-Kanal Stereo-Lösung handelt. Als solche soll diese in erster Linie in diesem Artikel auch betrachtet werden.

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Fernbedienung - bekannt als allen anderen Nubert Aktiv-Lautsprecher-Systemen

 

Nubert X-Connect Surround

Aber – die XS-8500 bietet die Möglichkeit mit weiteren Lautsprechern einen physischen 3D-Mehrkanal-Aufbau (Dolby Atmos - 7.1.4-Verbund) zu realisieren, über eine Funkschnittstelle versteht sich. Als Buzzword sollten sich interessierte dabei Nubert X-Connect Surround merken, welches mit dieser Serie und mit dem Refresh der Aktiv-Lautsprecher (wir berichteten) einhergeht. Konkret bedarf es zum Beispiel einer nuPro XS-3000 RC oder XS-4000 RC als kompakte Rear-Lautsprecher. Wer mehr möchte, der kann auch einen Standlautsprecher (XS-6000 / 8000 RC) im Rückkanal einbinden. Perspektivisch wird es auch einen smarten Deckenlautsprecher (XI-2000 RC) geben. Die bereits aus der „klassischen“ Lautsprecher-Version der X-Serie bekannte „X-Room Calibration“ wird man hier ebenfalls mit integrieren. Im Klartext bedeutet dies, dass der Kunde die Möglichkeit bekommt, den Klang an seine räumlichen Gegebenheiten in Form einer „Einmessung“ anzupassen.

Nubert nupro xs 8500 rc app fernbedienung

Wer bereits im Nubert`schem Universum bereits unterwegs ist, der wird sicher sofort erkennen, dass im Vergleich zur XS-7500 die Position der Mitteltöner (je 119 mm) angepasst wurde, die nun in symmetrischer Anordnung die jeweiligen Hochtöner flankieren. Daraus resultieren soll eine noch bessere Sprachverständlichkeit, die dann von den besagten 25 mm Hochton-Treibereinheiten mitverarbeitet wird. Wie schon ersichtlich wird, sind die nach vorn gerichteten Chassis in der D’Appolito-Anordnung ausgeführt, was auch ein „noch homogeneres Abstrahlverhalten in der Horizontalen“ mit sich bringen soll. Auch die Bühnendarstellung soll laut Hersteller noch breiter werden. Der Hochtöner rückt nach oben, womit man ebenfalls Kantendispersionen reduziert haben will. Wie sich das dann in der Praxis verhält, haben wir weiter in diesem Artikel ausführlich beleuchtet.

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Um mal klar in Zahlen zu sprechen, verbaut wurden zwei Hochtöner mit Seidengewebkarlotten (25 mm), vier Tieflmitteltöner mit Polypropylenmembran (119 mm) und an der Unterseite, mehr als nur optisch präsent, zwei 204 mm große Tieftöner. In Summe will die Anlage ein beachtliches Frequenzband von 32 – 24.000 Hz (-3 dB) abspulen können.

Hinsichtlich der Klanganpassung hatten wir Eingangs schon ja ein paar Eckdaten genannt die auch schon aus anderen Produkten bekannt ist sind und auch hier nun Einzug erhalten. Nachfolgend nochmal eine Übersicht, auch mit neuen Funktionen:

 

 

Die Größe des Gehäuses wurde bereits angesprochen, aber mit einer Gesamtbreite von 1,20 m und einer Tiefe von circa 40 mm (mit Frontbespannung) bekommt diese Aussage nochmals eine ganz andere Gewichtung. Das Ganze äußert sich dann auch in wuchtigen 32 Kilogramm Gesamtgewicht, was aber zum großen Teil auch der umfangreichen Treiberbestückung geschuldet ist. Die Verarbeitung ist als absolut tadellos und extrem wertig einzuordnen, was auch den vergleichsweise hohen Anschaffungspreis nochmals mehr positiv unterstreichen möchte. In Kombination mit dem leicht gewölbten Frontgitter kann man dem Klangriegel auch eine gediegenere und weniger technisch anmutende Optik verpassen.  

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Vier große und hochwertige Standfüße sorgen für einen sicheren und zum Teil entkoppelten Halt auf den jeweiligen Untergründen. Beim Blick auf die Unterseite springen sofort die beiden 204 mm großen Tieftöner ins Auge. Ein erfreuliches Detail ist unter anderem der Aspekt, dass diese nicht über das eigentliche Gehäuse hinausragen. So ist zum einen die Optik nicht „unterbrochen“ und man hat zugleich noch mehr Spielraum für den Hub der Membranen. Wie ebenfalls zu sehen, arbeitet man hier wieder mit einem Bassreflex-System, was rückwärtig gerichtet ist und in Form von zwei Öffnungen realisiert wurde.


 

Vergleich AS-3500 vs. XS-8500 RC

Weiter vorn im Artikel haben wir dem Top-Modell eine design-technische Ähnlichkeit zur AS-3500 (zum Testbericht) sowie aber auch dem direkten Vorgänger, der XS-7500 attestiert. Stellt man jetzt die AS-3500 nebeneinander wird dies nochmals mehr deutlich. Mit einher gehen auch die leistungstechnischen Unterschiede die ganz offensichtlich mit der geänderter Chassis-Bestückung zusammenhängen. Aber auch das zentrale Steuerpanel ist gänzlich anders und als bekanntliche Basis das von der XS-7500 erhalten geblieben. Das von der AS-Reihe bekannte Drehrad mit den LED-Indikatorleuchten hat die XS-8500 allerdings nicht erhalten, sondern in der Mitte ein sehr gut lesbares OLED-Display mit Pfeilsteuerung, die wir schon aus älteren Generationen sowie dem Vorgänger kennen.

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In Summe soll an dieser Stelle einfach nur einmal exemplarisch der veränderte Aufbau gezeigt werden, sowie auch die Größeneinordnung der jeweiligen „Lautsprecher“.

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Detailbetrachtung

Die Rückseite zeigt sich im Vergleich zur AS-3500 natürlich anders aufgebaut, was den zuvor genannten Aspekten auch geschuldet ist. Im Vergleich zur XS-7500 hat man lediglich den USB-Typ-B-Stecker verschwinden lassen. Alle anderen Schnittstellen sind in diesem Bereich identisch geblieben. Im Kern handelt es sich um einen Stereo-AUX-Anschluss (L + R), zwei digital Koaxial-Stecker und zwei digitale TOSLINK-Ports. Zur weiteren Tieftonunterstützung kann per Subwoofer-Out noch ein entsprechendes Derivat hinzugeschaltet werden. Wer möchte, der kann das aber auch kabellos per Nubert X-Connect-Technologie vornehmen und gleich mehrere davon einbinden. Die beiden rückwärtig ausgeführten Bassreflexöffnungen sind zudem in einem Mattton gehalten, sodass dies auch stimmig zu den vorn verbauten Chassis ausfällt.

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Die Steuerung der einzelnen Menüpunkte und Funktionalitäten wird durch das bereits aus der Vergangenheit bekannte Steuermenü vorgenommen. Jenes ist vom Aufbau relativ einfach zu verstehen, benötigt aber dennoch eine gewissen Eingewöhnungsphase. Man könnte auch meinen, dass dies vom Ansatz zwar sicher gut gedacht war und auch weiterhin ist, aber die darin enthaltenen Menüpunkte dennoch etwas zu verschachtelt erscheinen. Abhilfe bringt hier die App, welche die möglichen Funktionen nochmals besser und einfacher zugänglich macht. Wem das nicht genügt, der guckt in die sehr ausführlich bebilderte Bedienungsanleitung und holt sich dort sehr gut niedergeschriebenen Rat.

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Was wirklich positiv ist, ist das fein auflösende und detaillierte OLED-Display. Aber auch hier gibt es leider marginalen Grund zur Kritik. So sind das Display oder besser gesagt die Tasten, nicht frei oder in mehreren Stufen dimmbar, die Einstellungen bieten nur die Wahl zwischen maximaler Helligkeit und deaktivierter Beleuchtung bzw. einer Auto-DIMM-Funktion, wobei die Tasten aber weiterhin noch voller Strahlkraft aktiv sind. Die Haptik der Schalter ist gut und jene geben auch ein gewisses Klick-Feedback und erfüllen ihren Zweck.

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Sehr schön fügt sich wieder das magnetisch haltende Frontgitter in das Gesamtbild mit ein. Hier setzt man wieder auf Bewährtes aus bereits bekannten Modellen und generiert eine ruhige sowie dezente Optik, sofern man das Frontgitter auch wirklich nutzen möchte. Jenes ist nicht gänzlich blickdicht, jedenfalls bei der weißen Ausführung, was aber nicht weiter tragisch ist. Bei leichter „Dämmerung“ erscheint dies dann aber so. Bei der schwarzen Gehäuseausführung wird der genannte Effekt dann noch weniger deutlich.

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Der Halt ist fest und gut dosiert und wird über mehrere Magnetpunkte sichergestellt. Eine Aussparung mehrerer Zonen ist ebenfalls erfolgt, wie man bei der Betrachtung der Rückseite sehr gut sehen kann. Kommen wir nochmal kurz zum Display zurück – denn jenes kann durch das nicht ganz blickdichte Gitte seine Informationen an den Nutzer vermitteln, sodass sich der Kreis dann an dieser Stelle auch wieder sinnhaft schließt.

 


Praxis - Klang bei Filmwiedergabe

Wie schon direkt zu sehen wurde die Nubert Soundbar mit in einem potenten Panasonic-Verbund integriert, sodass hier nicht nur visuell, sondern auch audiophil alle Barrieren ausgeräumt wurden. Optisch nicht unbedingt aufeinander abgestimmt, denn hier gibt es sehr viele Anwendungsfälle in denen das sicher optisch besser harmoniert als in unserem Testaufbau, aber dafür von der Funktionalität her vermutlich gut dargestellt, ging die XS-8500 RC in den Klangcheck. Nach einer gewissen Eingewöhnungsphase die man sich und dem Klangriegel durchausgeben sollte, ging es dann ans Eingemachte. Einer meiner persönlichen Film-Favoriten durfte mich dann wieder mit nach Frankreich mitnehmen um im ikonischen Ford GT40 zusammen mit Ken Miles, brüllenden V8-Sound in den Hörraum geschmettern zu bekommen. Mit Le Mans 66 haben wir einen Film-Test-Kandidaten am Start, der eben jene Ansatzpunkte der Soundbar umzusetzen versucht, was sich die Entwickler in Schwäbisch Gmünd vorgenommen haben. Die Rede ist davon, Action-Szenen potent und kraftvoll in den Wohnraum klingen zu lassen, sowie aber auch in Dialogen eben jenes Gespräch deutlich zu verbessern. Fassen wir es kurz – die XS-8500 holte sich den 24 Stunden Sieg ohne Konkurrenz! Man können jetzt hier noch ewig mit Superlativen um sich schmeißen, was aber fest steht wie die Pyramiden von Gizeh ist der Fakt, dass man eine Immersion und Bühnenausbreitung bekommt, die fast schon Soundbars gleichkommt, die aktiv mit 3D-Tonformaten und integrierten Deckenlautsprechern ausgestattet sind.

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Um das ganze noch ein wenig weiter auf Detailbereiche einzugrenzen – das Abstrahlverhalten des Hochtonbereiches gefällt mir sehr gut und auch die nominelle 3.1-Staffelung wird hier sehr gut umgesetzt, sprich also, der Phantom-Center gut hörbar kreiert. Ich nenne sie jetzt mal immersive Nebengeräusche die extrem gut durch den Raum wabern und die Klangbühne sowie Effekte wunderbar erweitern. Bereits in der Grundeinstellung gefiel das Klangverhalten in vielen Frequenzbereichen sehr gut. Ein Nachsteuern im Tieftonsegment oder gar zu spitz empfundene Hochtonpegel waren für mich persönlich nicht auszumachen. Dank dreier Hörprofile kann man sich auch per Hotkey sehr schnell persönliche Präferenzen abspeichern und dann abrufen. Dank Movie, Music oder auch eines Nachtmodus werden gewissen Parameter angepasst und hörbar dargeboten. Aber auch die aus den kleineren Modellen bekannte Voice+ Funktion ist wieder mit von der Partie, welche speziell beim allseits genannten Beispiel, dem deutschen Tatort (oder auch anderen dialoglastige Sendungen) für eine bessere Sprachverständlichkeit sorgt.

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CEC-Handshake mit Panasonic TV funktionier tadellos - Steuerung der Lautstärke darüber möglich

Einen Umstand möchte ich nicht direkt ankreiden, eher vermisst man diesen schmerzlich, wenn man bereits die anderen Soundbar-Modelle der jüngeren Nubert-Historie im Test hatte. Die Wide-Funktion, welche ursprünglich mit angekündigt wurde, konnte auf Grund diverser Dolby Restriktionen und Lizenzvorgaben nicht mit untergebracht werden, wie man es sich als Nutzer beispielsweise wünschen würde. Wie man ggf. weiß, haben bspw. die SP-200 / SP-500 oder aber auch die AS-3500 oder die AS-425 max eine Wide-Funktion spendiert bekommen, die per DSP-Steuerung das Klangbild und die Bühne hörbar erweitern. Das dies keine Garantie für eine Klangverbesserung ist hatten wir in den jeweiligen Testberichten auch schon ausführlich besprochen, in zahlreichen Fällen war dies aber eine wohltuende Erweiterung. Um jetzt aber auf die XS-8500 RC zurückzukommen: die Sound-Lösung hat so ein sattes Leistungsfundament vorzuweisen, was gut dosiert und abgestimmt zu Werke geht, aber subjektiv empfunden ein wenig an Breite in der Bühnendarstellung fehlt. Jenes wird teils durch ein wirklich ausgezeichnetes Abstrahlverhalten kompensiert, verschenkt man hier aber leider noch mehr Potential. Da dies aber eher eine persönliche Einschätzung ist, soll darauf aber nicht unendlich herumgetrampelt werden.

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Tonausgabe am Panasonic HZW1004 auf extern gestellt - per HDMI angeschlossen

Zusammenfassend lässt sich das Klangverhalten rund um die Filmwiedergabe relativ trivial und sehr positiv resümieren. Der große Korpus und seine umfangreiche Chassis-Bestückung gelingt es, sehr facettenreich zu Werke zu gehen, ohne dass man wirklich große Pegelanpassungen am Gerät oder der App selbst vornehmen muss. Auch das oftmals befürchtete „Bassgewitter“ findet man nicht vor. Denn die XS-8500 und ihre beiden 204 mm großen Tieftöner agieren sehr punchig, punktgenau und wohl dosiert im Zusammenspiel mit den restlichen Schallwandlern. Man merkt aber deutlich, dass hier noch sehr viel Bassgewalt verborgen ist, sofern man diese abrufen möchte.  Mit den verschiedenen Profilen (Movie, Voice+ und Music) bekommt man auch direkt vorgefertigte Profile angeboten, die sich abrufen lassen. Es besteht aber auch die Möglichkeit, sich selbst eines in den drei Profil-Slots über die Fernbedienung abzulegen. Man kann es ganz offen sagen, ich bin von dieser „Grundleistung“ extrem angetan mag aktuell nur erahnen, was mit physischen Rear- und Deckenkanälen noch möglich wäre.

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Wandabstand rund 20 cm zur Rückwand

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Mehr als ausreichend Platz für einen 65 Zoll TV - Traglast bis 100 Kilogramm

Der CEC-Handshake funktionierte bei den bekannten Streaming-Diensten, sowie aber bei einer externen Bluray-Zuspielung vom Panasonic UB9004 tadellos und man konnte mit der Panasonic-Fernbedienung vom TV die Lautstärke anpassen. Der Vollständigkeit halber noch einmal die Nutzungskette für den Test aufgegliedert:

 

 

Musikwiedergabe

Kommen wir damit noch einmal zur Musikwiedergabe, die für viele mit Sicherheit auch einen großen Stellenwert einnimmt. Ähnlich schon wie beim Film, präsentiert sich das aktuellste Nubert Produkt sehr selbstbewusst, beherrscht und mit dem Wissen, jeder Zeit richtig Vollgas geben zu können. Alle Parameter und Regel wie der der Bass- und Hochtonbereich blieben unverändert bei 0.

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Schillers Song Sehnsucht zusammen mit Xavier Naidoo ist ein Paradebeispiel dafür, wie breit sich das Bühnenbild in den Hörraum transportieren kann. Stehen die Werke von Christopher van Deylen schon je her für große Bühnen im klanglichen Sinne, greift die XS-8500 dieses musikalische Geschehen auch wieder vollends auf. Die knackigen Tiefgänge sitzen passgenau und auch deutlich höhere Pegel lassen sich damit ausführen. Dank des überarbeiteten Abstrahlverhaltens kommt gerade in solchen Songs die Immersion des Hörers in den Titel extrem gut herüber. Ein ähnliches Verhalten kennt man auch von Soundbars welche u.a. mit Deckenreflektionen bzw. dedizierten Deckenlautsprechern arbeiten, die XS-8500 schafft es ohne diese!

Hinweg durch zahlreiche Musik-Genres, ob nun langsamere oder schnelle Titel, die XS-8500 RC rockt, hat mächtig Dampf im Gepäck und kann auch der absolute Partyunterstützer sein. Gleiches gilt aber auch, wenn man einfach mal Dampf ablassen will. Wer es dabei ganz genau nehmen möchte, der sollte gerade bei Rock-Titeln den Bass-Regler minimal zurückdrehen, dann sitzt das alles im Zusammenspiel auch noch stimmiger. Wer beispielsweise Titel wie Dua Lipa mit Thinkin `Bout You hört, der wird erstaunt sein, wie feingeistig es auch zugehen kann. An dieser Stelle könnte ich mich jetzt noch in weiteren Hoch- oder Mitteltonanalysen wiederfinden, aber ehrlich gesagt gibt es keinen Grund das zu machen. Denn mit dem DSP-Profil „Music“ ist alles so eingestellt wie man es von einem Song erwartet. Diesen wird nichts hinzugedichtet oder zu dick aufgetragen, sondern einfach super präsentiert. Prädikat sehr geeignet!

 

App-Steuerung und weitere Möglichkeiten

Die Steuerung moderner Lautsprecher sollte sich aktuell nicht nur auf Fernbedienungen beschränken wie wir ja seit einiger Zeit wissen. Die bekannte Nubert-App bietet alle im Laufe des Artikels vorgestellten Einstellmöglichkeiten nochmals in bequemer Form vom Smart Device aus. Das Design ist offen gesagt recht altbacken und wird voraussichtlich in Kürze durch eine neue, schickere und übersichtlichere Version abgelöst. Uns wurde diese bereits vorgeführt, aber Stand jetzt, ist diese noch nicht freigegeben, daher die nachfolgenden Screenshots zum Aufzeigen, der Steuermöglichkeiten.

 

Nachtrag - es wurden nicht alle Funktionen gezeigt

In der hier von uns vorgestellten Ausführung des Artikels sind wir bislang noch gar nicht auf alle Features der XS-8500 RC eingegangen. Das ist zum einen das ebenfalls mit hinterlegte Einmessverfahren, was via iOS und Android möglich ist, sowie der Aufbau eines dedizierten Dolby Atmos Verbundes (7.1.4). Diese Themen werden nochmal in einem separaten Anlauf betrachtet und detailliert von uns vorgestellt werden. Die klangliche Ausgangslage ist auf jeden Fall schon mal hervorragend und verspricht sehr viel mehr Potential. Damit kommen wir nun auf der nächsten Seite zum Fazit.

 


 

Fazit

Um die Nubert nuPro XS-850 RC zu verstehen bedarf es schon einen genaueren Blick. Das gleiche gilt auch um das Produkt fair zu bewerten. Beginnen wir zunächst einmal mit der Ausgangslage, denn in dieser handelt es sich um eine 3.1 Soundbar mit einer Systemleistung beachtlichen 820 Watt. Wie schon die nuPro AS-3500 (zum Testbericht), hat die XS-8500 jetzt auch einen DTS- / Dolby-Digital-Decoder bekommen, der in diesem konkreten Fall sogar Dolby Atmos und DTS:X verarbeiten kann. Das mündet in einer Möglichkeit, die aktuell am Markt noch nicht so verbreitet ist, nämlich die physische Kopplung von weiteren Lautsprechern zu einem Atmos-Verbund (per Funk). Selbstredend sind dafür weitere Lautsprecher notwendig, die Möglichkeit ist aber auf jeden Fall vorhanden und wird von uns nochmal separat in einem Artikel aufgegriffen. An dieser Stelle sollte man den Klangriegel mehr als Baustein eines gesamten Systems betrachten.

In der jetzigen Ausgangssituation haben wir eine extrem potente Soundbar, welche sehr facettenreich agiert. Feingeistig, wohl dosiert und auf den Punkt genau, die bei Gefallen aber auch wie die Feuerwehr loslegen kann – man könnte sagen ein Wolf im Schafspelz. Nun gut, die 32 Kilogramm Lebendgewicht offenbaren aber dann doch wieder die klanglichen Möglichkeiten (…) Diese gefallen auch direkt auf Anhieb und bedürfen kaum bis gar keine Nachjustierung bei der Film- oder Musikwiedergabe. Wer das dennoch machen möchte, der bekommt direkt ein paar DSP-Profile mit an die Hand. Hier gibt es leider einen kleinen Wehrmutstropfen zu vermelden, der laut Nubert wohl mit den Restriktionen seitens Dolbys zusammenhängt, sodass letztlich kein Wide-Modus mehr vorhanden ist. Die Dialoganhebung Voice+ ist aber auch hier wieder vorhanden.

Abgesehen vom doch vergleichsweise stattlichen Preispunkt (1969 Euro), gibt es eigentlich sonst keine bis kaum vorhandenen Kritikpunkte die man breittreten sollte. Denn Leistung respektive Klang kann die Nubert nuPro XS-8500 RC extrem gut, was ihr auch unseren Top-Produkt Award verschafft. Erwerben kann man das neueste Produkte in den Farbtönen Schwarz und Weiß direkt im Nubert Online-Shop.

 

Nubert nuPro XS-8500 RC

Sehr umfangreich ausgestattet Soundbar viel Funktionen und Dolby Atmos Ausgangsbasis, 19.08.2022  
Pro
  • erstklassige Verarbeitung und Haptik
  • klangtechnisch sehr ausgewogen und potent
  • tolles Abstrahlverhalten im Hoch- und Mittelton
  • teilweise immersive Bühnenabbildung
  • Handliche und wertige Fernbedienung
  • zahlreiche Klanganpassungen möglich
  • drei Profilslots für eigene Hörprofile
  • Möglichkeit für physischen Mehrkanalaufbau per Funk
  • schick integriertes Frontgitter
  • dimmbares und sehr gut lesbares OLED-Display
Contra
  • leider kein Wide-Funktion
  • kein Ein-Aus-Schalter an Front
Nubert nuPro XS 8500 RC 02

 

XS 8500 RC award k

 

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