Test: Soundcore Flare Mini

Soundcore Flare Mini NewsbildIm PC-Bereich ist der RGB-Trend kaum noch wegzudenken, sorgt aber auch vielerorts für Augenrollen. Lautsprecher mit Lichtorgel sind eher selten anzutreffen, obwohl diese hier evtl. sogar mehr Sinn ergeben würde - Stichwort Disco. Der Soundcore Flare Mini kann zwar eine Disco nicht beschallen, möchte aber auch trotz geringen Fußabdrucks für Party-Athmosphäre sorgen. Erreicht werden soll dies mittels 360 Grad Sound und der erwähnten Beleuchtung. Zudem lassen sich zwei Geräte zusammenschalten.

 

Soundcore ist unter dem Dach von Anker zu verorten. Philosophie des Unternehmens ist, dass guter Klang nicht mit einem hohen Preis einhergehen muss. Und so sind die tragbaren Lautsprecher von Soundcore im Bereich von ~20€ bis 190€ angesiedelt, wobei sich der Hauptteil des Sortiments eher deutlich unter 100€ bewegt. Der Soundcore Flare Mini ist für 50€ zu haben und bietet dabei schon eine interessante Ausstattung. So ist der kompakte Lautsprecher per Bluetooth 4.2 erreichbar, kann aber auch einen zweiten Flare Mini als Mitspieler koppeln. Besonderes Highlight stellt aber sicherlich die Beleuchtung am unteren Rand dar, die in verschiedenen Modi für Stimmung sorgen sollen. Somit gibt der Flare Mini nicht nur was auf die Ohren, sondern auch die Augen.

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Das Sortiment der Herstellers beinhaltet noch zwei weitere Kumpanen mit Beleuchtung - den Soundcore Flare und Flare+. Beide sind sozusagen eine ausgewachsenere Variante des hier vorliegenden Samples und bieten unter anderem auch eine App mit Equalizer. Einen 360 Grad umfassenden Klang sollen jedoch alle drei Modelle ermöglichen. Um dies zu erreichen sind zwei Treiber gegenüberliegend angeordnet, welche jeweils mit 5W Leistung angegeben werden.

 

Soundcore Flare Mini - Technische Details
 Bezeichnung  Soundcore Flare Mini
 Preis   ~ 50 EUR
 Hersteller-Homepage  www.soundcore.com
 Maße  141 x 86 x 72 mm (Breite x Höhe) 
 Gewicht  0,48 Kg
 Daten
 Frequenzbereich  ?
 Lautsprecherchassis  2x Treiber (2x 5W)
 Bluetooth Version  4.2
 Akkulaufzeit / Akku  bis zu 12 Stunden / Lithium-Ionen Akku
 sonstige Feature  ▪ IPX7 zertifiziert
 ▪ 360° Sound
 ▪ integrierte Licht-Show
 Stereo-Verbung aus zwei Geräten kreierbar


 

Detailansicht

Ganz neu ist uns die Kombination von Lautsprecher und Lichtorgel nicht, hatten wir bereits den JBL Pulse 3, die "Lavalampe" im Test. Das Beleuchtungskonzept ist hier allerdings anders angelegt. Alleine wegen der Größe müsste man diesen aber auch eher zumindest mit dem Flare vergleichen. Der Soundcore Flare Mini ist, wie es die Bezeichnung auch direkt offenbart, eine kompaktere Variante. Als Konkurrenz könnte man zum Beispiel den UE Woderboom 2 ausmachen. Mit diesem hat der Flare Mini auch mehrere Gemeinsamkeiten. Eine liegt beim Design. Als Abschluss setzen beide auf einen Mantel aus Stoff. Im Gegensatz zum Wonderboom 2 ist der Flare Mini allerdings nur in der Farbe Grau bzw. Anthrazit erhältlich. 

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Eine weitere Gemeinsamkeit besteht beim Schutz des Lautsprechers. Der Soundcore ist ist nach IPX7 zertifiziert, hält also auch einem dreißigminütigen Tauchbad mit einem Meter Tiefe stand. Sollte man bei der vorliegenden Oberfläche gar nicht meinen. Gerade diese ist aber dankbar über die Schutzklasse, denn Dreck kann einfach abgewaschen werden. Generell ein Pluspunkt, denn ein umgekipptes Glas oder aber auch ein Regenschauer ist bei einer (Garten-)Party keine Seltenheit. Ein Umfallen des Lautsprechers selbst dürfte aber eher selten vorkommen. Auf der gummierten Unterseite steht er seinen ~500g recht satt. Wo man ihn dabei aufstellt, ist beinahe egal. Denn der Flare Mini verfügt über einen 360 Grad Sound. Dazu strahlen zwei Treiber entgegengesetzt.

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360 Grad trifft auch auf die Beleuchtung zu. Sie sitzt hinter einer Streuscheibe im unteren Rand und verfügt über fünf Modi. Über den Taster auf der Oberseite kann man zwischen Farbübergang, Farbpuls und rotierendem Farbübergang wählen. Hinzu kommen zwei Modi mit Soundaktiver Ansteuerung. Auch wenn man einen Beleuchteten Lautsprecher bestimmt noch nicht wirklich vermisst hat, macht sie schon irgendwie was her. Angesprochen fühlen dürfte sich insgesamt aber eher die jüngere Kundschaft. Vorstellen können wir uns den Flare Mini sehr gut beim Einstimmen in den Abend oder auch im Garten bei einem geselligen Beisammensein. Ein Ersatz für eine ausgewachsene Musikanlage ist er zwar nicht, aber das Farbspiel könnte schon einstimmen auf das was folgt. 

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Damit dem Bluetooth-Lautsprecher nicht für ein jähes Ende sorgt, hat man den Akku so ausgelegt, dass dieser 12 Stunden überdauern kann. Natürlich ist dies wie immer vom individuellen Betrieb abhängig. Der Hersteller erwähnt bei diesem Wert weder Lautstärke noch Lichtbetrieb. Geladen wird der Akku mittels Micro-USB-Kabel. Das erforderliche Netzteil muss einen Ladestrom von 1A leisten. Dennoch wird die Ladezeit mit 3,5h angegeben, was recht lang erscheint. An Steuerungselementen sind in der Oberseite mehrere Taster eingearbeitet. Die Bluetooth-, Power- und Beleuchtungs-Taste sind dabei beleuchtet, während die Lautstärke- und Funktions-Taste unbeleuchtet sind. Die unbeleuchteten Tasten kann man jedoch haptisch wahrnehmen. Über dreisekündiges Drücken des Bluetooth-Bedienfeldes kann die Kopplung mit einem weiteren Flare Mini oder Flare eingeleitet werden. Auch die Funktionstaste in Form des Marken-Logos erfüllt mehrere Funktion. Einmal Drücken kommt der Play/Pause-, zweimal Vorwärts- und und dreimal Rückwärts-Funktion gleich. Insgesamt also recht intuitiv. Der Druckpunkt ist bei allen etwas "matschig", was aber sicherlich auch mit der Schutzklasse zusammenhängt.

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Klangcheck

Auch wenn der Soundcore Flare Mini auf dem folgenden Bild etwas wie ein begossener Pudel neben dem Tribit MaxSound Plus steht, braucht er sich nicht vor diesem verstecken. Und das ist in gewisser Weise schon erstaunlich. Denn dieser ist neben den Vollbereichstreibern auch mit passiven Radiatoren zu Verstärkung des Tieftonbereichs bestückt. In Anbetracht des Preises und der Funktionen ist es fast der Flare Mini, der hier den MaxSound Plus nass macht. Ja, er kann beim Tiefton tatsächlich nicht ganz mithalten. Die Radiatoren erfüllen beim Tribit Lautsprecher ihren Zweck sehr gut. Insgesamt weiß der kompakte Soundcore Lautsprecher ab auch zu gefallen. Im Tiefton bzw. Bass-Bereich ist er natürlich ziemlich beschnitten, kaschiert dies aber recht gut indem der technisch mögliche Frequenz-Bereich sehr homogen wiedergegeben wird. Leider ist keine Lautstärke-Anzeige vorhanden um den Pegel exakt einschätzen zu können. Ab einem bestimmten Punkt (~80%) fängt nämlich der Hochton etwas reißaus zu nehmen. Gesang geht dann fast schon in Gekreische über. Hier merkt man einfach, dass die Vollbereichstreiber an ihre Grenzen laufen. Auch dem Flare Mini hätte eine Beschneidung in der Lautstärke gut getan. Kommt Spotify als Wiedergabequelle zum Einsatz, liefert der Flare Mini in der Summe eine solide Leistung ab, natürlich immer in Anbetracht der Größe und auch des Preises. Besonders Playlisten wie "Party Hymnen", also Charthits, elektronische Titel und Pop-Musik wollten dem Lautsprecher gefallen.

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Der beworbene 360 Grad Klang geht übrigens ebenfalls gut auf. Läuft man im Kreis um den Lautsprecher nimmt man zwar schon leicht die "toten Winkel" wahr, aber so gering, dass eine zentrale Aufstellung des Flare Mini trotzdem für eine gleichmäßige Beschallung sorgen sollte. Um nochmal den Pegel anzusprechen, für kleine Räume reicht die maximale Lautstärke ohne Verzerrung durchaus aus. Mit einem zweiten Modell für das Paring dürfte man noch besser aufgestellt sein, da der Lautsprecher trotz des 360° Sounds immer sehr ortbar bleibt. Vor allem könnte bei passender Umgebung dann aber auch das Zusammenspiel der Lichteffekte noch cooler rüber kommen.


 

Fazit

Was kann man von einem portablen Lautsprecher erwarten, welcher lediglich ~50€ kostet und zu diesem Preis auch noch ein Feature wie eine Beleuchtung bietet? Zumindest hatte ich mit weniger gerechnet. Um es anders zu sagen, ich bin echt positiv überrascht. Die Verarbeitung geht völlig in Ordnung und der Stoffbezug wertet die Optik ziemlich auf. Dass der Lautsprecher trotz der Gewebeoberfläche, die optisch und haptisch auch noch was her macht, nach IPX7 zertifiziert ist, ist besonders erfreulich. Nach einem wilden Party-Einsatz kann er einfach abgebraust werden. Apropos Party, der Beleuchtung stand ich zunächst auch eher skeptisch gegenüber, aber selbst nur als Ersatz für ein Windlicht ist diese schon eine coole Idee. Bei der Bedienung oder der Konnektivität haben sich keine Probleme ergeben. Die Tasten könnten ggf. etwas knackiger sein, aber es wäre vermessen dies als Kritik auszuschreiben.

Beim Klang hat mich der Flare Mini wirklich dann restlos überzeugt. Er spielt trotz des Verwendung von lediglich zwei Vollbereichstreibern sehr ausgewogen auf. Alleine das Fehlen von Volumen sorgt dabei natürlich aber auch, dass Tiefere Frequenz-Regionen nicht erreicht werden. Seine Klang-Charakteristik sorgt dafür, dass man diese aber auch nicht unbedingt misst. Auch dass die Abstrahlung in 360 Grad erfolgt, hat sich nicht als hohle Werbephrase herausgestellt. Im direkten Vergleich mit dem minimal teureren Tribit MaxSound Plus würde mir persönlich eine Entscheidung schwer fallen. Klanglich hebt sich der Tribit durch etwas Bass, wenn man es so nennen kann, und mehr Pegel ab, auf der anderen Seite bietet der Flare Mini für seine 50€ dafür andere coole Features, wie die Beleuchtung und die Pairing-Funktion. Wie immer entscheidet letztendlich der Einsatzzweck bzw. die persönliche Vorliebe. Gerade aber die Preise der Konkurrenz wie des UE Wonderboom 2 (~85-95€) lassen den Soundcore Flare Mini in einem guten Licht stehen und verpassen ihn definitiv eine Kaufempfehlung. Zum niedrigsten Kaufpreis erhält man den Lautsprecher in der Regel übrigens bei Amazon.

 

Soundcore Flare Mini

Ausgewogen klingende Lichtorgel zum guten Kurs, 18.08.2019
Pro
  • ausgewogener 360° Klang
  • kompakt und rel. leicht
  • coole Beleuchtung
  • Wasserdicht (IPX7)
  • vergleichsweise günstig
  • mit zweitem Gerät koppelbar
Contra
  • lange Ladedauer
  • nicht Pegelfest
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