Bei der Aufstellung entschieden wir uns für eine Entfernung ca. 70cm von der Rückwand weg. Die Lautsprecher waren zwei Meter auseinander, leicht angewinkelt auf unsere zweieinhalb Meter entfernte Hörposition ausgerichtet. Hier konnten wir einen ausgezeichneten Stereoklang vernehmen, auch etwas seitlich des Sweetspots war der Stereoeffekt noch gut vorhanden.

Aufstellung der Pylon Audio Diamond Monitor zusammen mit den Diamond 28
Um die Pylon Audio Diamond Monitor mit ausreichend Saft zu versorgen, kam unsere Referenz-Verstärkerkombination zum Einsatz. Als Vorstufe setzen wir auf den Onkyo P-3000R Vorverstärker und als Endstufe der dazu gehörige Onkyo M-5000R Verstärker. Als Zuspieler dient der Onkyo C-N7050 CD-Player mit Netzwerkfunktion, da dieser auch eine Wiedergabe von hochauflösenden Material wie z. B. DSD möglich macht.
Bei der Filmwiedergabe bot sich auf Grund der guten Abstrahleigenschaften ein sehr räumliches Klangbild und es wurde ein recht ausgeprägter Phantomcenter erzeugt - und das nicht nur genau mittig sitzend. Auch etwas rechts oder links sitzend, vom Stereodreieck vorgegebenen Mittelpunkt, war der Stereoeffekt nur etwas geschmälert wahrnehmbar. Gerade die Action-Sequenz am Anfang aus dem Film Kong: Skull Island, wo die Zuschauer das erste mal auf King Kong treffen, wurde sehr druckvoll präsentiert. Der Hubschrauber war klar detailliert wahrnehmbar und die Basspassagen, wo der kleine Affe etwas um sich schlägt, klangen sehr voluminös. Für einen kompakten Lautsprecher sehr überzeugend! Der Hochtöner schaffte es die Stimmenwiedergabe gut in den Raum zu projektzieren und so bot sich dem Redakteur ein effektvoller Filmabend mit einer harmonischen Soundkulisse.

Aufstellung der Pylon Audio Diamond Monitor zusammen mit den Diamond 28

Mit dem Track der Aaron von Paul Kalkbrenner möchten wir die Pegelfestigkeit ein wenig testen und fordern den Membranen einiges ab. Es war erstaunlich, wie kräftig der Tieftöner zu Werke gehen kann. Er konnte durch eine gute Dynamik sowie einem schnellen, exakten Punch punkten. Der melodische Teil im entspannten Track des Berliners gerät dabei aber keineswegs in Vergessenheit. Der Diamond Monitor schafft es den instrumentalen Teil perfekt in das kraftvolle Geschehen zu integrieren und eine schöne detaillierte Bühne vor dem Hörer aufzubauen. Aber die angegeben 38 Hertz im Tieftonbereich wollen wir nicht so ganz glauben. Wir würden den Tieftonbereich eher bei 45-50 Hertz (subjektiv empfunden) einordnen, wenn man gedanklich die anderen bereits getesteten Lautsprecher revue passieren lässt.

Nach dem wir uns vom Bassgewitter erholt haben, schlagen wir deutlich leisere Töne an. Mit Allen Taylor und dem passendem Titel Let the music flow war die Wahl schnell gefallen. Der Einstieg erfolgt wunderbar harmonisch, hervorragend ist die klare Stimmwiedergabe des britischen Musikers, welche wunderbar mit dem Gitarrensound des Songs harmoniert. Die Gitarre ist präsent aber dabei wunderbar verbunden mit der Stimme des Sängers, ohne dass irgendein Teil im Klangbild die Überhand gewinnt. Der Hochtonbereich präsentiert sich grundsätzlich leicht zurückhaltend im Song, wirkt nicht so analytisch wie bei einem Lautsprecher mit z. B. einem Bändchen-Hochtöner.

Mit Bruce Springsteen & the E Street Band sowie dem Song Born in the USA möchten wir noch ein wenig gepflegter Rockmusik lauschen, wobei die Version eher zurückhaltend produziert ist. So agieren die Diamond Monitor aber nicht, sondern man merkt ihnen den Anspruch auf eine dynamische Wiedergabe an. Die Gitarre am Anfang des Songs auf dem Live in New York City Albums wird vom Lautsprecher unglaublich transparent in den Raum transportiert und bildet eine erstklassige Bühne für die tiefe Emotionalität der Stimme der Legende Bruce Springsteen. Schön vom Lautsprecher gelöst und sauber differenziert, bilden die kompakten Lautsprecher den Song ab und präsentieren dem Hörer ein sehr ausgewogenes Hörerlebnis. Durch die recht große Bauweise ist auch ausreichend Druck im Bassbereich vorhanden und Tieftonpassagen wurden kraftvoll wiedergegeben. Der Hochtöner schaffte es seine abgegebenen Frequenzen homogen in das Klangbild einzufügen und überzeugte mit einem gutem räumlichen Abstrahlverhalten und jederzeit feinen, nicht überzogenen Hochtonbereich. Wunderbare minimalistische Version des bekannten Klassikers und von den Lautsprechern leidenschaftlich präsentiert, so macht Musik hören Spaß.
Kommen wir nun abschließend zum Fazit.
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