Test: Teufel SUPREME On

Teufel Supreme On 05Mit dem Teufel Surpreme On bringt das Berliner Unternehmen einen weiteren Bluetooth On Ear Kopfhörer auf den Markt, der sich mit aktuellsten Ansprüchen an diese Produktgattung schmücken möchte. Er wird in sechs verschiedenen Farben und zum Preis von rund 150 Euro erhältlich sein. Wir waren gespannt wie sich das Produkt letztlich in der Praxis schlagen wird.

 

 

Teufel Supreme On 05

Die neueste Kreation aus dem Hause Teufel steht sinnbildhaft für das Lifestyle-Denken und möchte das auch entsprechend vermitteln. Zum Teil über die verschiedenen Farben, sowie aber auch schon beim generellen filigranen Auftreten selbst. Bei der technischen Ausstattung sieht es so aus, dass Bluetooth 5.0 mit aptX sowie auch AAC mit an Bord sind, NFC steht ebenfalls mit zur Verfügung.

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Auch möchte der Kopfhörer mit seinen zwei verbauten Mikrofonen für hohe Sprachqualität beim Telefonieren sorgen. Die sogenannte ShareMe-Funktion soll es zudem ermöglichen, dass man zwei Smartphones gleichzeitig mit dem Kopfhörer verbinden kann. Die Praxisvorstellung muss sich dann aber jeder selbst überlegen…Im weiteren Verlauf des Artikels wird aber noch geklärt, was es damit auf sich hat. Prinzipiell sollen der integrierten Freisprecheinrichtung aber die zwei verbauten Mikrofone zugutekommen, die auf Quallcomm cVc Technologie basieren. Ebenfalls ist eine Sprachsteuerung via Google oder Siri möglich.

Teufel Supreme On 03

Wir haben für den Test das Muster im Farbton „Sand White“ erhalten. Es ist keinesfalls als „Rosa“ oder dergleichen zu bezeichnen, geht schon leicht in den Beige-Ton und sieht objektiv betrachtet, sehr gut aus. Aber jeder hat ja so seine Farbpräferenzen. Um mal direkt zu Verarbeitung bzw. der Haptik zu kommen – diese erscheint auf den ersten Blick doch recht gut zu sein. Der Kopfbügel ist faltbar und besteht aus Federstahl sowie hat auch weiche Ohrpolster spendiert bekommen, was insbesondere Brillenträger erfreuen soll / wird, denn der Auflagedruck soll merkbar geringer sein. Gerade aber die Kopfbügel machen einen soliden Eindruck, was man oftmals ja nicht immer von Produkten dieser Gattung behaupten kann. Zusammengeklappt dürfte der Supreme On doch in recht vielen Taschen unterzubringen sein, ohne das es sperrig wird. Der Lieferumfang ist so gestrickt, das ein kleiner Ledetragebeutel, ein 3,5 Klinkenkabel im Kofphörerfarbe, sowie ein schwarzes USB-C-Ladekabel mit beiliegen.

Teufel Supreme On 08
Der Teufel Supreme On am designierten Einsatzgebiet angekommen

Nochmal zum Kopfbügel, dieser erscheint mir doch sehr robust zu sein und kann auch geknickt, gefaltet oder mal gedrückt werden. Nicht das man den Kopfhörer zwangsweise als Antistressball verwenden soll, aber passieren genannten Szenarien, dürfte der Bügel wohl nicht so schnell brechen oder dergleichen. Die Polsterfunktion ist relativ marginal gegeben, an der außen liegenden Seite aber optisch durch Stoff aufgewertet. Die Ohrmuscheln selbst gefallen in Bezug auf die Verarbeitungsqualität, auch der PU-Schaum im On-ear zeigt sich sehr flexibel. Kleine Steuerelemente sorgen zudem dafür, dass man immer die Kontrolle über die genannten Funktionen hat. Den Kopfhörer kann man auch per 3,5 mm Klinkenkabel an Zuspieler anschließen. Geladen wird das Gerät via USB-Typ-C-Schnittstelle.

Teufel Supreme On 06

Bei der Akku-Leistung gibt der Hersteller bis zu 30 Stunden an, je nach Lautstärke natürlich wieder. Bei mittlerer Lautstärke und aptX sollen rund 20 Stunden möglich sein (Herstellerangabe). Eine intelligente Erkennung pausiert u.a. die Wiedergabe, sobald man den Kopfhörer absetzt bzw. startet diese wieder beim umgedrehten Verfahren.  Unter der Haube sind Linear-HD-Treiber (40mm) mit entsprechenden Neodym-Magneten verbaut, die wiederum einen Frequenzbereich von 20 – 20000 Hz abdecken wollen. Die Nennimpedanz beträgt beim Surpreme On 26 Ohm. Kommen wir nun zum Praxistest.


 

Praxistest und Klangcheck

Hui! War mein erstes Vernehmen, denn das, was mir der Supreme aufs Ohr scheppert, habe ich jetzt nicht so erwartet, schon gar nicht in der Qualität. Nach diesem kurzen Moment ging es daran die Wiedergabequalität zu sezieren. Stimmlich muss ich sagen, gefällt mir der Supreme On überaus gut in seiner Darbietung, richtig gut zur Geltung kommt dies wie so oft aber leider erst bei höheren Pegeln. Meinem Gusto nach erscheint der Kopfhörer ein Ticken zu basslastig eingestellt zu sein. Also ging es in die Teufel Headphone-App, um genannte Parameter anzupassen. Abermals Ernüchterung – Standortabfrage – WARUM? Es nervt inzwischen nur noch… Sollte es an Bluetooth gekoppelt sein möge es noch Sinn ergeben, aber warum in einer Anwendung die einen Equalizer bereitstellt?

Teufel Supreme On 01

Die Anwendung stellt allerlei Funktionen bereit, die auch grafisch schick aufgemacht sind. Das passende Bild bzw. den Farbton kann man ebenfalls direkt auswählen. Grundlegenden Funktionen wie ein automatisches Abschalten des Geräts, sowie aber auch der Sprachassistent können hier geregelt werden. Interessant wird es dann, wenn wir in Richtung der verschiedenen Presets blicken. Diese sind nämlich anders aufbereitet als man es jetzt direkt vermuten würde. Die Equalizer-Bänder können nämlich nicht direkt per separiertem Regler verändert werden, sondern quasi mit dem Finger in die gewünschte Position gebracht werden. Die App ist dahingehend so schlau uns mitzuteilen, dass keine Musik abgespielt wird. So bekommt der Anwender direkt und unmittelbar die klanglichen Anpassungen aufs Ohr und weiß, was gerade für Bereiche (bspw. Höhen oder Mitten) variiert wurden. Irgendwie ziemlich cool gemacht muss ich sagen. So lässt sich auch ohne weiteres, der eingangs angesprochene Hang zum Bass etwas herausnehmen.

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Zu Beginn war doch bzgl. der ShareMe-Funktion noch einiges an Skepzis vorhanden, offenbarte sich mir gegenüber diese Funktion als durchaus sinnvoll – war oder ist sie m.E.n doch etwas „falsch“ beschrieben. Um es kurz zu machen, damit ist es möglich, mit zwei zueinander kompatiblen Geräten (Bluetooth Kopfhörern), gleichzeitig Musik oder andere Inhalte klanglich wiederzugeben. Nochmal zum Steuerkreuz an der Ohrmuschel: Dieses funktioniert recht gut, kann Titel Vor- oder Zurück-Skippen, sowie aber auch die Lautstärke anpassen. Oftmals erscheint eine haptische Steuerung ggü. einer Touch-Sensorik von Vorteil. Ich finde, dass beide Wege definitiv ihre Vor- und Nachteile haben. Beim Supreme On passt es super.

Teufel Supreme On 02 

Klanglich wusste der Teufel Supreme On ebenfalls zu überzeugen. In der Grundausrichtung doch recht basslastig, kann man dies mithilfe der passenden Teufel „Headphone App“ wunderbar individualisieren sowie auch noch weitere Funktionalitäten steuern. Die Stimmenwiedergabe, oftmals ein Nachteil bei vielen Kopfhörern, ist hier erstaunlich klar und weiß auch in ruhigeren Titel zu überzeugen, sodass man auch mal beim chilligen Entspannen ein paar lockere Titel laufen lassen kann. Wer es mit richtig Dampf bevorzugt wird auch nicht enttäuscht. Der Bass sitzt richtig punchig, nicht schwammig oder dröhnig, sondern packt richtig zu. Wie gesagt, der Supreme on hat mich wirklich positiv überrascht.

Der Akku soll bekanntlich bis zu 30 Stunden Betrieb schaffen, was er auch annähernd erreicht. Bei mir war nach knapp 29 Stunden Schluss. Eigentlich alles im grünen Bereich oder besser gesagt üblich, wie die Abgaswerte an anderer Stelle… Ein paar pfiffige Details wurden bislang unterschlagen. Das mitgelieferte Klinkenkabel ist nicht nur in der gleichen Farbe wie der Kopfhörer selbst gehalten, nein es lässt sich auch verriegeln wie man es bspw. von beyerdynamic Kopfhörern her kennt. Ein USB-Typ-C-Kabel liegt ebenfalls mit bei. Den Tragekomfort habe ich als okay empfunden, hätte mir im oberen Bereich des Kopfbügels aber etwas mehr Polster gewünscht.


 

Fazit

Der Teufel Supreme on ist ein grundsolider Kopfhörer mit wirklich vielen überzeugen Einzel-Features, welche wir im Laufe des Artikels schon mehrfach seziert haben. Am Wichtigsten erscheint in erste Linie wohl der Klang, der ist in diesem Fall ausgewogen homogen und folgt zugleich auch dem Credo von einem Lifestyle-Kopfhörer. Mittels der Teufel Headphone App lässt sich der Klang via eines grafisch aufbereiteten Equalizers auch einfach anpassen – das gefällt.

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Das Produkt selbst zeigt sich schick gekleidet und mit einer hochwertige Materialanmutung versehen. Die insgesamt sechs verfügbaren Farben tragen sowieso nochmal zur individuellen Wahl bei. Sucht man Kritik am Supreme On dann dürfte es wohl darauf hinauslaufen, dass man zum geringen Aufpreis (im Angebot sogar zum gleichen Kurs) auch schon Active Noise Cancelling bekommt – und zwar mit dem Teufel Real Blue NC. Der Vergleich mag zwar etwas hinken, aber es gibt ja auch noch andere Hersteller. Auch subjektiv empfunden könnte der Tragekomfort im Bereich des Kopfbügels etwas besser sein.

In Summe ein absolut interessantes Produkt mit vielen (aktuellen) Features welches auch wirklich klanglich überzeugt. Kaufen kann man den Kopfhörer wie gewohnt im Online-Shop. Es werden 146,- Euro dafür fällig.

 

Teufel SUPREME On 

gute Lösung um seinen wertigen Fernseher um einen klangvollen Sound aufzurüsten, 09.12.2020 
Pro
  • kleines leichtes Design
  • erstaunlich gute klangliche Leistung
  • hochwertige Materialanmutung
  • Federstahl-Kopfbügel
  • USB Typ-C-Stecker
  • zusätzliche Individualisierungsmöglichkeiten via App
  • flexibler und robust anmutender Kopfbügel
Contra
  • im gleichen Preissegment wie ANC-Kopfhörer
  • Tragekomfort könnte höher sein
Teufel Supreme On 05

 

Teufel Supreme On Award k

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