Für den Klangcheck stand uns bereits vom Hersteller vorbereitet ein sehr bunter Mix an Musiktiteln bereit, die logischer Weise im auch MQA-Format daherkommen. Ob nun Metallicas – Enter Sandman oder Muddy Waters mit My home Is in the Delta, konnten wir so ziemlich jedes Spektrum abdecken, was möglich ist. Als Kopfhörer kam ein Ultrasone Edition 8 Carbon zum Einsatz, welcher als Referenzkopfhörer bei uns Verwendung findet. Angeschlossen haben wir diesen über den 3,5mm Klinkenstecker am Onkyo DP-X1. Als Ausgangsbasis diente uns die vom Hersteller im Vorfeld angelegte Playlist mit MQA-Files.
Edle Abspiel-Kombo: Onkyo DP-X1 und Ultrasone Edition 8 Carbon
Unser musikalischer Einstieg erfolgte mit Muddy Waters und seinem Soul-Klassiker My Home is in the Delta aus dem Album Folk Singer (1964). Gerade dieser Track stellt wie kein anderer die instrumentale aber auch tonale Wiedergabequalität des Players auf die Probe. Die verwendeten akustischen Gitarren, das Schlagzeug und der Kontrabass kommen so ausdrucksvoll zur Geltung, dass man in diesem Moment alles elektronisch unterstützende aktueller Musik in keiner Weise vermisst. Die kraftvolle Stimme des Frontsängers und der damit einhergehende Blues / Beat / Takt sind im 21. Jahrhundert mehr als nur selten geworden, unterstreicht aber eindrucksvoll die eigenen Erlebnisse des Sängers. Ohne zu weit abzudriften: Der Player und der Kopfhörer kreieren eine Bühne auf den Ohren, die einen ohne weiteres knapp 50 Jahre zurückversetzen lässt. Akustisch phänomenal!
Nun erscheint Metallica laut HiFi-Volksmund nun nicht wirklich die Band zu sein, welche sich für High-Res-Audio empfiehlt oder durch klangliche Feingeistigkeit auszeichnet. Was bedeutet das für uns? Herausfinden ob sich ein Unterschied feststellen lässt! Mit Enter Sandman lag entsprechend hochaufgelöstes Material vor (MQA 192kHz / PCM 192kHz), was es auf die Probe zu stellen galt. Der Track steigert sich super rein und die ersten 30 Sekunden präsentiert sich jedes Instrument und deren Fähigkeiten (E-Gitarre, Bass-Gitarre, Drums) was sich nach circa nach rund einer Minute zu einer Symbiose aus feinsten Metal-(Rock)-Klängen zusammensetzt. Spätestens beim Einsetzen von James Hetfield scheint der Damm gebrochen und man geht voll im Song auf. Insbesondere Lars Urlichs Drum-Künste scheinen allgegenwärtig und werden herrlich hervorgehoben. Gleiches gilt auch für die diverseren Gitarrensolos bei denen man sofort die Luftgitarre aus dem Schrank holen will. Die Stimme des Frontsängers löst sich sehr schön vom Rest der Instrumente und schiebt sich angenehm in den Vordergrund. Oftmals ergibt dies alles nur einen öden „Krachbrei“. Nicht mit dem Onkyo DP-X1, der kann auch Metal.
Die gesanglich Paradedisziplin stellt aktuell wohl unangefochten Adele`s Hello aus dem Album 25 dar. Der Titel lag uns in MQA (44kHz) / PCM 192kHz vor – Qualität also Garantiert. So sanft und weich wie das Piano am Anfang des Titels erklingt, umso härter und stimmgewaltig bricht die Sängerin dann gegenüber dem Hörer aus. Akustisch einer Liga für sich, das steht in Falle dieses Titels außer Frage. Die von den Instrumenten losgelöste Stimme wird in eine einzigartige Bühne gedrückt, ohne hier jetzt ins Lexikon der Superlativen abzudriften. Man muss ganz klar den Song mögen und sich darauf einlassen, wer das tut, darf sich jedes Mal ein Gänsehautgefühl abholen, was ungewollt zum Mitsingen animieren kann. Adeles einzigartige Stimme ist allgegenwärtig und wird perfekt in Szene gesetzt.
Der letzte Track (Ich lauf) stammt aus dem Album Magnolia von Chakuza. Der österreichische Rapper / Komponist drückt sehr prägnant, leicht rauchig aber sehr angenehm seine Lyrics ins Mikrofon, was einprägsam und nachhaltig in Erinnerung bleibt. Gerade die stimmliche Kraft des Künstlers steht der Player-Kopfhörer-Kombo ausgesprochen gut, wenn nicht sogar perfekt und bedankt sich mit kristallklaren Stimmpassagen und kernigen Tieftönen. Generell lässt sich sagen, dass elektronisch abgemischte Töne sehr gut und losgelöst wiedergegeben werden. Im Fallen des o.g. Interpreten hat der DP-X1 seinen Meister in diesem Genre gefunden. Wer sich musikalisch viel im Rap-Genre bewegt, der kann theoretisch bedenkenlos zugreifen und den Onkyo-Player dafür verwenden.
Die reine Akkuleistung eines mobile Devices zu ermitteln ist immer schwierig, gerade weil es unzählige Konstellationen gibt wie man ein Gerät belasten kann. Onkyo gibt für den DP-X1 eine Laufzeit von bis zu 16 Stunden an. Im Schnitt haben wir bei maximaler Helligkeit und eingeschaltetem WLAN zwischen 5 und 8 Stunden mit dem Player agieren können, bis die Ladelampe aufleuchtete. Bei länger am Stück anhaltender Nutzung wird der Player relativ warm, was durchaus merkbar ist. In der Summe aber absolut keinen Vergleich zu aktuellen Smartphones darstellt, wenn dort sich die Akkus auf Grund der jeweiligen Nutzung aufheizen. Alles in allem genau das was wir erwartet haben. Lediglich der Akku hätte rein subjektiv empfunden, ruhig ein Stück mehr Kapazität mitbringen können (1600 mAh). Kommen wir abschließend auf der nächsten Seite nun zum Fazit.
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