Als Betriebssystem selbst kommt hier Google TV in der aktuellsten Version zum Einsatz. Der komplette Einrichtungsprozess erfolgt wie gewohnt von diesem System und geht schnell von der Hand. Dabei kann man als Anwender auch entscheiden, ob man es ohne eingeloggten Google-Account betreibt oder sich eben einwählt. Für den Zugriff auf den App-Store ist aber auf jeden Fall ein Google Account notwendig, da ansonsten die weiteren Dienste nicht zur Verfügung stehen bzw. man keine weiteren Anwendungen installieren kann. Auch die Spracheingabe des Assistenten ist dann verfügbar.
Indikatorleiste wenn der Google Assistent angesprochen wird
Die Oberfläche ist wie gewohnt übersichtlich gehalten und auch die Navigation geht schnell von der Hand. Leichte Laderuckler etc. gibt es nicht zu vermelden – man kann sich schnell und butterweich durch navigieren. Hat man dann den kompletten Einrichtungsprozess durchlaufen, stehen natürlich noch einmal mehr Funktionen zur Verfügung, wie der bereits erwähnte App-Store als auch der Sprachassistent, der über die Sockelleiste am unteren Rahmen seinen Betrieb signalisiert.
Die Menüstruktur wird weitestgehend vom Google Betriebssystem vorgegeben und bietet, wie bei vielen anderen Herstellern auch, eine Schnellauswahl, sowie eine tiefere Menüebene in der dann nochmals mehr Funktionen zur Auswahl stehen.
Jene tiefere Menüstruktur ist natürlich für die Bildeinstellungen von großer Wichtigkeit. Die relevantesten Settings sind natürlich vorhanden, und man kann auch ganz gezielt die „Pro-Einstellungen“ vornehmen. An der einen oder anderen Stelle gibt es unsererseits ein paar Abzüge, da hier die Übersetzung nicht wirklich sinnig erscheint.
Für die maximale Bildhelligkeit muss man, wie auch bei anderen Herstellern, die Energiesparoptionen deaktivieren. Die Hintergrundbeleuchtung ist logisch zu erkennen und meint damit die Display-Helligkeit im Allgemeinen. Hinter dem Reiter MEMC (Motion Estimation, Motion Compensation) verbirgt sich im Klartext die Zwischenbildberechnung bzw. jener optische Effekt, der in mehreren Stufen variiert werden kann.
Aber auch im Bereich der HDR-Settings muss man ein paar Reiter anpassen, sodass am Ende auch das bestmögliche Bildergebnis dargestellt wird. Wie so oft empfiehlt es sich auch hier, auf den Bildmodus Film zu wechseln, sowie die automatische Hintergrundbeleuchtung abzuschalten. Die Sensorik, welche für Dolby Vision IQ verwendet, ist ohnehin schon deaktiviert worden. Beachtet man diese kleinen Details, kann das Bild auch bzw. dann erst recht bei HDR-Inhalten glänzen.
Weiter zu Beginn des Artikels hatten wir bereits die potente Lautsprecher-Bestückung angesprochen, die auch wirklich das hält, was das Werbeversprechen mit auf den Weg gibt. Um auch das volle Leistungspotenzial ausschöpfen zu können, muss man auch die Dolby-Verarbeitung im Menü aktivieren. Dazu gesellen sich noch zahlreiche Genres abhängige Sound-Modi, die man je nach Bedarf anwählen kann. Aber auch eine Klangoptimierung steht hier zur Auswahl. Welche Auswirkungen diese Einstellungen haben, das gehen wir auf den nächsten Seiten auf den Grund.
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