Auch die neue Generation benötigt etwas Luft bei ihrer Aufstellung und sollte mit einen Abstand von um die 50 Zentimeter von der Rückwand entfernt ihren Platz finden. Die Lautsprecher standen ungefähr zweieinhalb Meter auseinander und mussten für eine gute Wiedergabequalität auf die zweieinhalb Meter entfernte Hörposition ausgerichtet bzw. leicht angewinkelt werden. Der Stereoklang ist gut in seiner Ausprägung, aber eben nicht ganz perfekt ist die Abstrahlcharakteristik, deswegen die leichte Anwinkelung. Für die Zuspielung diente wieder mal unsere Referenz-Verstärkerkombination Onkyo P-3000R und Onkyo M-5000R. Die Musikalische Einspeisung war der ELAC Discovery Music Server mit Roon-Software verantwortlich. Für die Filmwiedergabe diente ein Panasonic Ultra HD Blu-ray Player DMP-UB900.
Damit wir ein ähnliches Szenario mit der neuen Generation haben, legten wir wieder die Scheibe von Blade Runner 2049 in unseren Player (...) Die heftigen Dynamiksprünge zwischen den einzelnen Szenen und auch die epische Soundkulissen von Altmeister Hans Zimmer sowie Benjamin Walfisch, wurden druck- und würdevoll dem Hörer entgegen geschmettert. Als Niander Wallace erstmalig auftaucht, gespielt übrigens vom Frontman der Band Thirty Seconds to Mars, befinden sich die Darsteller in einem sehr großen Raum mit viel Nachhall. Damit kommen die Ultima 40 sehr gut zurecht und transportieren die Stimmen mit der nötigen akustischen Ausbildung, klar detailliert abgebildet und unterstützen die Szene mit einer authentischen Soundkulisse.
Aber auch die Absturzszene von Officer K besitzt eine gute Dynamik und ist sehr kraftvoll inszeniert. Denn als Ryan Gosling über der riesigen Müllkippe in San Diego abgeschossen wird, kommen die Lautsprecher Ans arbeiten und können trotz dieser etwas chaotischen Szene die Ruhe bewahren als sich auch durch gute räumliche Effekte und einer potenten Basswiedergabe auszeichnen. Wie schon bei der vorherigen Generation, ist der Bassbereich sehr voluminös und manchmal etwas drüber als es Sinn ergibt, sodass der Bassregler der verwendeten Vorstufe etwas zurückgefahren werde mussten, um das Klangbild etwas stimmiger zu gestalten. Aber grundsätzlich gehen die Standlautsprecher sehr solide und effektvoll zu Werke und der Film wurde in einer gelungenen Vorstellung präsentiert.
Auch bei der Musikwiedergabe waren keine neuen oder anderslautenden Töne von der neuen Serie zu erhören. Wir bilden uns ein, dass z. B. bei Stücken mit einer Akustik-Gitarre ein minimal besseres Auflösungsvermögen raushörbar ist. Auch die Stimmenwiedergabe weiblicher Protagonisten wie beispielsweise Katy Perry wurde leicht intensiver und klarer dargestellt und wirkte letzlich stimmiger in der Gesamtdarstellung. Was geblieben ist, ist die leicht zurückhaltende räumliche Abbildung der Ultima 40. So lösen sich Songs nur etwas behäbig von der Schallwand, was sich in einem etwas schwerfällig aufbauenden Bühnenbild äußert, aber das ist in dieser Preisklasse auch jammern auf hohen Niveau.
Ja auch die Ultima 40 der dritten Generation gehören nicht zu den musikalistischten Feingeistern unter den Standlautsprechern, dafür fehlt es ihnen etwas an Auflösungsvermögen und einer guten Staffelung bei der Bühnen-Kreierung. ABER, sie machen ihren Job solide, leisten sich bei der Wiedergabequalität keine Ausreißer und fühlen sich gerade im Filmbetrieb oder bei der Wiedergabe von elektronischer oder ähnlich ausgeprägter Musik sauwohl. Ihre Komfortzone ist klar die dynamische und kraftvolle Wiedergabe von Audiosignalen, dort leisten sie ernsthafte Überzeugungsarbeit und machen in ihrer Preisklasse einfach vieles richtig. Leider hatten wir die Vorgängermodelle nicht zeitgleich in der Redaktion, aber wir bilden uns ein, dass die neuen eine kleine Korrektur im Hoch- und Mitteltonbereich erfahren haben, da dieser etwas präsenter und mit einer minimal besseren Darstellung um die Ecke kommt. Schwierig solche Nuancen herauszuhören, aber um das selbst zu testen bietet Teufel ja eine überaus großzügige Testphase dem Interessierten an. Kommen wir zum abschließenden Fazit.
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