Nachdem wir uns jetzt ausgiebig mit der Einrichtung und Bedienung der Lautsprecher beschäftigt haben, kommen wir doch jetzt zum wichtigsten Part und lauschen der Musik. Hierfür wurden die LSX mittels Kabels ins Netzwerk integriert und wir streamten direkt von der NAS unterschiedlichste Titel in hochauflösenden FLAC. Um die klanglichen Qualitäten und den DSP zu fordern, wurden unterschiedlichste Aufstellorte gewählt, so konnten die möglichen Klanganpassungen der LSX getestet werden bzw. wie sie darauf reagieren. Aber ob nun auf einem Sideboard, im Regal oder auf dem Schreibtisch, mit den richtigen Einstellungen in der Control-App waren die LSX immer klanglich souverän unterwegs und fühlten sich überall sehr wohl. Für unsere drei ausgewählten Titel stellten wir die Lautsprecher auf unser Sideboard, konfigurierten den Aufstellort präzise und wollen das Gehörte etwas ausführlicher wiedergeben.
Den Start machte Weltstar Prince, der wie viele andere Ausnahmekünstler viel zu früh das Irdische verlassen hat. Der Song The beautiful ones startet sehr ruhig mit einem leichten Beat und trotzdem sind die kleinen LSX sofort hellwach. Schön punchig wird der Bassbereich interpretiert, obwohl die Größe es nicht unbedingt vermuten lässt, sind die kleinen Kompaktlautsprecher im Tiefgang gut unterwegs und bilden den Frequenzbereich sehr solide ab. Das volle Potenzial rufen die Schallwandler aber erst ab, als der Uni-Q-Treiber dann Stimme und Synthesizer wiedergeben kann. Hier überzeugt klar das Darstellungsvermögen und das hörbare Bühnenbild. Sehr klar in den einzelnen Strukturen und jedes klangliche Element bekommt die nötige Aufmerksamkeit um ein stimmiges Klangbild dem Hörer zu präsentieren. Schöne Vorstellung der neuen LSX.
Weiter geht es mit einer Interpretation des Songs Wild Horses, welcher ursprünglich 1971 auf dem Album Sticky Fingers von den Rolling Stones zu finden ist. Unsere Version von Adam Levine und Alicia Keys erschien 2005 auf dem „Unplugged“ Album der Künstlerin. Das Klavier setzt ein und wir sind sofort im Sog des Songs und verlieren uns in der sehr detaillierten Wiedergabe der LSX. Auch wenn Herr Levine stimmlich der Alicia etwas unterlegen ist, wird dieser doch sehr klar und mit einer passenden Präsenz versehen. Das Highlight ist sicherlich der Moment, als die Künstlerin mit in das Geschehen einsteigt und mit ihrer wunderbaren Stimme den Song auf eine neue Eben hieft. Genau dieses schaffen die LSX auch zu transportieren. Es verblüfft, wie groß und erwachsen die doch sehr kompakten Lautsprecher klingen. Sicherlich ist der Tiefgang physikalisch begrenzt, aber Mittel- und Hochtonbereich werden erstklassig in den Raum transportiert und in seiner Abbildung sehr stimmig gestaffelt. Dazu kommen die feingezeichneten Instrumente die sich exzellent um das Stimmliche arrangieren sowie das Musikstück gekonnt abrunden. Auch hier eine Interpretation die uns sehr gefallen hat.

aufgrund des geringen Platzbedarfs auch perfekt für hochwertigen Sound an einem stationären PC geeignet
Damit sich die LSX bei der Audiowiedergabe nicht nur entspannen können, wollen wir mit Jack White und High ball stepper mal etwas mehr Dynamik und Kraftentfaltung von den Lautsprechern einfordern. Der Titel steigt am Anfang entspannt ein und spielt ein wenig mit elektronischen Gitarrensounds, die wieder das gute Auflösungsvermögen der LSX gut darstellen. Aber ab der zweiten Minute geht es dann aber so richtig los, wir „treten“ den Regler auch bis ins Bodenblech und sitzen verblüfft vor den beiden Lautsprechern. Ein ähnliches „Wow“ Erlebnis hatten wir schon mit den LS50 - und auch die LSX überraschen uns mit ihrem kraftvollen Auftritt. Vom Volumen und Kräfteverhältnis sind die LS50 klar den LSX überlegen, was auch bei dem deutlichen größeren Gehäuse auch nicht schwer zu verstehen ist. Erwartet wurde aber ein deutlich größere Unterschied zwischen beiden Lautsprecher, aber die kleinen „Neuen“ können auch richtig Pegel. Dazu kommt ein ehrliches und sehr gut sortiertes Klangbild mit einer sehr stimmigen Dynamikentfaltung sowie viel Struktur im Bassbereich. Hier spielen die aktiven LSX ihre Klasse aus und zeigen bzw. geben zu verstehen, welch erstklassiges Soundsystem wir hier vor uns stehen haben.

finden auch leicht im Regal ihren Platz und können "inkognito" den Raum beschallen
Betrachten wir die einwöchige Dauerberieselung der LSX durch verschiedene Musikepochen und Genres, können wir nur positiv zurückblicken. Dabei zeigten sich die Lautsprecher von vielen Facetten und es ließ sich feststellen, dass den LSX es völlig egal ist, ob man ein Freund von aufwendigen Orchesterstücken, leisen Balladen oder dynamischer Rock- bzw. elektronischer Musik ist. Der Uni-Q-Treiber ist jederzeit in der Lage das gewünschte Musikstück in all seinen Elementen exzellent abzubilden, ob feine Streichinstrumente, schnelle Schlagzeuge, wahnsinnige Solos einer E-Gitarre oder eine emotionale Stimmen. Die Wiedergabe ist durchweg sehr detailliert, nicht zu analytisch in seiner Ausprägung, eher etwas „wärmer“ in der Abstimmung und für die Gehäusegröße besitzen die LSX auch einen druckvollen und zeitlich korrekt arbeiteten Bassbereich. Klanglich haben die KEF somit auch wieder abgeliefert, LANGWEILIG (...) kommen wir zum abschließenden Fazit
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