Der Discovery Z3 ist von ELAC als reiner Streaming-Lautsprecher konzipiert, sehen wir vom dem analogen 3,5mm Klinkeeingang einmal ab. Neben Spotify Connect, Airplay und Bluetooth unterstützt der Z3 mit Roon die wohl aktuell interessanteste Software-Llösung im HiFi-Bereich. Dafür ist aber ein separater Server nötig, der diese Softwarelösung bereitstellt, denn der Z3 kann nur als Roon-Endpoint agieren und nicht als eigenständige Version. Aber da hat ja ELAC mit dem Discovery DS-A101-G genau den richtigen Partner im Portfolio, um den Z3 mit der nötigen Musik zu versorgen.
Bevor man den Z3 nutzen kann, muss man eine Installation mittels smarten Geräts über sich ergehen lassen, die aber dank der eigens dafür erstellten App schnell von der Hand geht. Einfach mittels Bluetooth mit dem Z3 in Kontakt treten und das gewünschte WLAN-Netzwerk hinterlegen. Einfach geht es nur noch mit dem Netzwerkkabel, da hier keine Konfiguration von Nöten ist.
Die App hält aber noch weitere Funktionen bereit, die zur klanglichen Anpassung dienen. Neben der üblichen Lautstärkeregelung, kann der Nutzer die Höhen und Tiefen seinen Bedürfnissen nach anpassen. Für optisch empfindliche Leute ist auch die Front-LED in ihrer Intensität regulierbar, oder eben komplett abschaltbar. Nachdem wir nun den kompakten Wireless-Lautsprecher eingerichtet haben, widmen wir uns dem Klangcheck.

Die Software ROON hatten wir uns im Testbericht (inklusive Video) zum ELAC Discovery Music Server genauer angeschaut
Wir integrierten den Z3 in unsere Netzwerkumgebung mittels Ethernet-Port, um die maximale Bandbreite für das Musikstreaming nutzen zu können. Das verbaute WLAN-Modul gehört jetzt auch nicht unbedingt zu den leistungsfähigsten seiner Art. Wo andere Lautsprecher noch ohne Probleme streamen konnten, zickte der Z3 etwas rum und wollte Partout keine problemlose Fernbeziehung mit dem Router führen (2 Zimmer, drei 40iger Wände). Etwas näher aufgestellt, bietet aber auch diese Schnittstelle eine unterbrechungsfreie Wiedergabe in hoher Qualität. Als Zuspieler diente der ELAC Discovery DS-S101-G Music Server, da er mit der passenden Roon-Unterstützung den perfekten Spielpartner verkörpert.
Mit dem neuen Album von Christina Aguilera Liberation möchten wir unseren Souncheck beginnen. Der Song Twice ist stimmlich mal wieder ganz großes Kino und das kann auch der Z3 Lautsprecher mit seinem Klangbild so unterstreichen. Die Stimmfarbe der Ausnahmekünstlerin ist erkennbar vom Lautsprecher interpretiert und bietet eine schön feine klangliche Zeichnung. Das begleitende Klavier ist im Geschehen passend platziert und unterstützt die kraftvolle Stimme bei ihrer Ausübung. Das Klangbild ist sehr ausgewogen, man muss aber die Klangregler etwas anpassen um zum gewünschten Ergebnis zu kommen. In den Werkseinstellung geht der Z3 etwas basslastig zu Werke und die Höhen wirken wenig ausgeprägt. Dank der Anpassungsmöglichkeiten kann dem aber Abhilfe geschaffen werden - das Ergebnis kann sich dann aber wirklich hören lassen.
Mit Black & White von der Legende Michael Jackson möchten wir etwas den Beat anziehen. Wer kennt das Intro und das enthaltene Szenario nicht, der Sohn möchte sich seiner Musik angemessen widmen und der Vater hat etwas dagegen. Dem angelehnt möchten wir wissen, ob der kompakte Z3 auch vielleicht unsere Nachbarn zum Klopfen anregen könnte... Der „kleine“ macht ganz schön Radau, die möglichen Pegel sind enorm und selbst bei höchsten Lautstärken verliert der Z3 nicht seine Souveränität. Man möchte kaum glauben, dass die Beschallung gerade dieser kleine Quader vornimmt was in echten HiFi-Ambitionen mündet. Denn die akustische Darstellung hat es in sich, der Höhen- und Mitteltonbereich bietet ein angenehmes Auflösungsvermögen und stimmlich ist der Godfather der Popmusik würdevoll wiedergegeben und beherbergt den richtigen Sitzplatz in der gut gestaffelten Bühne. Aber auch der Tieftonbereich ist sehr ausgeprägt, bringt einen guten Punch mit und kann unseren Hörraum mit einer guten Präsenz füllen.
Damit dem Z3 nicht langweilig wird legten wir abschließend Thunderstuck von AC/DC auf, damit ist jetzt auch endgültig Stimmung in der Bude. Die Gitarrensounds werden uns um die Ohren geknallt, der Beat besitzt das richtige Timing um den Kopf zum wippen anzuregen und stimmlich haut der Z3 alles raus, was aus so einem kleinen Koaxtreiber möglich ist. Der Sound ist in den einzelnen Ebenen sehr strukturiert aufgebaut, die Gitarre von Angus Young bekommt die richtige Portion an Zuwendung, aber nicht zu viel um irgendwie dominant zu erscheinen. Im Gegensatz zu manch anderen, hat der Z3 die Integrationspolitik verstanden und bietet Brain Johnson zumindest stimmlich, die richtige Plattform um seinen Äußerungen Ausdruck zu verleihen. Der Song macht richtig Bock, der ELAC Z3 Wireless Lautsprecher verfügt über die nötige Dynamik um das stimmig dem Hörer zu präsentieren und liefert eine klasse Vorstellung. Kommen wir zum Fazit.
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