Auf der technischen Seite greift Nubert in die Vollen und stattet die Drei-Wege-Box mit vier Treibern aus, wovon zwei für den Tieftonbereich zuständig sind. Diese Treiber kennt man auch aus den Subwoofern der Schwaben, wie zum Beispiel dem AW-350. Sie zeichnen sich durch einen extremen Hub von 35mm aus. Dazu kommt ein Bassreflexsystem welches nach unten abstrahlt und so einen raumakustischen Vorteil bringt. Denn im Gegensatz zu den üblichen nach hinten ausgerichteten Systemen, macht das nach unten ausgerichtete Bassreflex eine wandnahe Aufstellung weniger problembehaftet. Den beiden Tieftönern mit 180mm Durchmesser steht eine separate Kammer im Gehäuse zur Verfügung, wo sich der Mittel- und Hochtöner eine Kammer teilen müssen. Die Trennfrequenz zwischen Mitteltöner und Hochtöner liegt bei 2200 Hz und nach unten übergibt der Treiber bei 240 Hz.
Die Mitteltöner besitzen den gleichen Durchmesser von 180mm, der wie schon beim Tieftöner mit einem Polypropylenmembran ausgestattet ist. Für den Hochtonbereich setzt Nubert auf eine Seidengewebekalotte mit einem Durchmesser von 25 Millimetern, die den Frequenzgang nach oben mit 22.000 Hz abschließt. Der Frequenzgang von 25 – 22.000 Hz, wobei die untere Grenzfrequenz auch noch etwas justierbar ist, ist eine Ansage und macht einen Subwoofer fast überflüssig, aber das hören wir uns im Klangcheck dann genauer an.
Wie schon in der Front ist das große Anschlusspanel auf der Rückseite vorbildlich in das Gehäuse eingelassen und besitzt so einige Möglichkeiten der Konnektivität. Die A700 besitzt einen analogen Stereoeingang, drei digitale Eingänge (maximale Samplingrate 24bit/96 kHz) und somit eine völlig ausreichende Zuspielmöglichkeit. Hier ist auch ein USB-DAC, für einen direkten Anschluss von PCs bzw. Macs untergebracht, der eine Samplingrate von maximal 16bit / 48 kHz unterstützt. Der Link-Ausgang koppelt zwei A-700 miteinandern und macht sie erst zu einem Stereopaar. Dann besitzt die linke Box die Kontrolle (Master) über das Gespann wo der rechte Lautsprecher sich dann unterordnen muss und als Slave agiert. Was für die Musikwiedergabe nicht unbedingt nötig ist, wird jeden Filmliebhaber mit einem Heimkino umso mehr freuen. Den Subwooferausgang hat Nubert nämlich nicht vergessen. Sollte jemanden der vorhandene Frequenzkeller der A-700 nicht ausreichen, somit wird diesem auch geholfen.
Mit den USB-Anschluss neben dem Wartungsanschluss bietet Nubert eine Stromversorgung für die hauseigenen nuFunk Modulen. Wer seinen Slave-Lautsprecher nicht mit dem mitgelieferten Kabel verbinden möchte, sondern lieber der Zeit angemessen mit einem Funkmodul arbeiten möchte, der kann für knapp 70 Euro pro Stück dieses nachrüsten. Aber auch die Verwendung eines Google Chromecast oder Fire-TV Stick ist denkbar und diesen dann über USB-Port mit Strom zu versorgen. Sehr sinnvoll unserer Meinung nach, denn damit macht der Aktiv-Lautsprecher einen weiteren Schritt zu einem autarken System. Leider bietet die A-700 von Hause aus keine Wireless-Konnektivitäten wie Bluetooth oder WLAN. Hierfür muss der Käufer noch etwas sein Budget aufstocken und nachrüsten. Ein integriertes Bluetooth-Modul hätte der nuPro aber durchaus gutgestanden.
Hinter der großen Blende auf der Rückseite befindet sich die aufwendig konstruierte Endstufe. Der klare Vorteil einer aktiven Variante eines Lautsprechers ist das jede verbaute Chassis einen eigenen Schaltverstärker hat und auch somit perfekt auf die Anforderungen zugeschnitten bzw. entwickelt werden kann. Nubert setzt bei der A-700 für den Hoch- bzw. Mitteltöner eine Endstufe mit 90 Watt Nennleistung ein und der Tieftöner kann auch eine 300 Watt Endstufe zurückgreifen. Dazu kommen Vorteile durch die geringen Kabelwege, ein verringertes Rauschen und eine effektive Bassentzerrung, durch die verbaute DSP-Weiche.
Betrachtet man die rein technische Ausstattung muss man den Hut ziehen. Die Drei-Wege-Konstruktion mit zwei sehr potenten und auf starken Hub ausgelegten Tieftönern in Verbindung mit der leistungsstarken Endstufe, die dazu noch einiges an Anschlussmöglichkeiten mitbringt. Dazu kommt der integrierte DSP für die persönliche Klanganpassung und das man an einen USB-Port für die Stromversorgung von externen Erweiterungsmodulen gedacht hat. Alles lässt den aktiven Lautsprecher aus der nuPro-Serie in einem sehr guten Licht dastehen. Einzig die Fernbedienung und die komplett fehlende Wireless-Konnektivität schmälern diesen Eindruck. Sie sind zwar jederzeit aufrüst bzw. nachrüstbar, aber eben auch wieder mit weiteren Investitionen verbunden. Hören wir uns jetzt die Nubert A-700 einmal im Klangcheck an.
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